Register

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Einleitung | Anmerkungen | Literatur

Register mit Erläuterungen und Mitteilungen über Veränderungen (z.B. verschwundene oder umbenannte Straßen)

 

A

Adolphstraße
Früherer Name der – damals noch zum preußischen Altona gehörigen – Bernstorffstraße zwischen Großer Roosenstraße (heute: Paul-Roosen-Straße) und Kleiner Gärtnerstraße (heute: Stresemannstraße). Namensgeber dürfte der Schauenburger Graf Adolph IV. von Holstein (1225-1238) sein, nach dem auch der heutige Adolphsplatz vor der Börse benannt ist.

siehe auch: Bernstorffstraße

 

Adolphterrasse, Adolphpassage
In Anlehnung an den Straßennamen Adolphstraße gewählte Bezeichnung für eine Terrassenanlage zwischen dieser Straße und der Lerchenstraße.
H. HIPP liefert in seinem "Kunst-Reiseführer Hamburg" folgende knappe Beschreibung: "Der Terrassenhof der Adolphpassage, Bernstorfstr. 160-164, wurde 1885 erbaut. Zwischen ihr und der Stresemannstraße entstand 1981/ 82 als Beitrag zur Stadterneuerung der Gewerbehof Schilleroper/ Stresemannstraße (Nietz, Prasch, Sigl)." (Hipp, Hermann: Freie und Hansestadt Hamburg. DuMont Kunst-Reiseführer. Köln, 3.Aufl./1996: S. 253.)
Der besondere Typus des Hinterhauswohnens in Hamburg, der sich z.B. deutlich von den hintereinander gestaffelten Wohnhöfen in Berlin unterscheidet, beschreibt das Reihenwerk "Hamburg und seine Bauten" bereits 1890 in einer seiner ersten Ausgaben:
"Der Wohnhof, in neuerer Zeit vielfach 'Terrasse' genannt, ... besteht aus einer Anzahl von Hinterhäusern, welche reihenweise neben und hinter einander auf einem Hofplatze erbaut sind, der von der Straße durch einen Eingang neben dem Vorderhause, oder durch einen Thorweg in demselben zugänglich ist. ... Die Gebäude des modernen Wohnhofes, der Terrasse, Passage, Allee u.s.w. – lauter Bezeichnungen, welche gewählt sind, um den Ausdruck 'Hof' nicht zu gebrauchen – sind ... Etagenhäuser, welche sich in nichts von derartigen, an der Straße errichteten Gebäuden unterscheiden." (Zitiert nach: Elke Groenewold, "Rundgang 3: Das Terrassen-Quartier. Die vergessene Hälfte St. Paulis." In: Kiek mol, 1998: S. 393 ff.)
Bereits wenige Jahre vor der Veröffentlichung dieser Beschreibung zeichneten sich allerdings Veränderungen in der Hinterhaus- und Terrassenbauweise ab, die durch baupolizeiliche Verordnungen (siehe: Baupolizei-Gesetz der Stadt Hamburg, der Vorstadt St. Pauli und der Vororte vom 23. Juni 1882: Textausgabe mit Nachträgen. Bearb. und hrsg. von L.[udolf Conrad] Bargum. Hamburg: Meißner, 1892.), erforderlich wurden. Bedeutend waren u.a. die folgenden Auflagen:
• Die Terrassenbauten sollten niedriger als die Vorderhausbebauung sein. (Diese leicht erkennbare Eigenschaft liefert i.A. einen guten Anhaltspunkt für eine Aussage über die Errichtung einer Terrasse vor bzw. nach Inkrafttreten des o.g. Baupolizei-Gesetzes.)
• Kellerwohnungen wurden nur noch gestattet, wenn ihre Decke mindestens einen Meter über den umgebenden Laufhorizont herausragte, wodurch eine ausreichende Belüftung und Belichtung gewährleistet werden sollte. (Kellerräume, die diese Bedingung nicht erfüllten, durften nicht mehr als Wohnungen vermietet werden, ... was einer Wohn-NUTZUNG häufig jedoch keinen Einhalt gebot. Die Mieter dieser Räume waren allerdings kaum gegen eine Kündigung geschützt, da sie gesetzlich nicht als BeWOHNerInnen galten!)
• Demselben Zweck diente das Verbot, Terrassengebäude direkt an das Vorderhaus anzubauen. Stattdessen sollte ein ausreichender Abstand die beiden Gebäude trennen. (Das "ausreichende" Maß wurde allerdings sehr unterschiedlich ausgelegt.)
Tatsächlich zeigt ein Vergleich zwischen Vorderhäusern und – meist nahezu zeitgleicher – Terrassenbebauung häufig recht deutliche Unterschiede bei baulichen und dekorativen Aufwand, denn die Geschosshöhen der Terrassenhäuser sind i.a. erkennbar niedriger und auch der Fassadenschmuck fällt fast immer sehr zurückhaltend aus bzw. fehlt nahezu völlig, wobei er gelegentlich späteren Umbauten und Modernisierungen (z.B. Wärmeschutzverkleidungen) geopfert wurde.
Die wenige Jahre nach Inkrafttreten des Baupolizeigesetzes (1882) im Jahre 1885 nach Plänen von Carl Heinrich Leopold Gerlach errichtete Gesamtanlage der Adolphpassage – bestehend aus den Vorderhäusern (Bernstorffstraße Nr. 160/162 und Nr. 164), den Terrassenbauten mit Vorgärten, der (ehemaligen Privat-)Straße und dem Fußweg (Bernstorfstr. 160 a-i) – ist seit 6. März 1998 in die Liste der geschützten Baudenkmale eingetragen.

siehe auch: -Platz

 

Alte Dröge, Bey der Alten Dröge
Es handelte sich um eine südwestlich der Langen Reihe gelegene Anlage, die durch den von der Trommelstrasse nach Nordwesten abzweigenden Weg "Bey der Alten Dröge" zugänglich war, wie eine Karte Altonas aus dem Jahre 1802 belegt.
Auch SCHLÜTER erwähnt 1698 die Dröge als Örtlichkeit "Außerhalb der Stadt vor dem Millern- und Damm-Thor …“ (Matthaei Schlüters ... Historisch- und Rechts-begründeter Tractat Von denen Erben in Hamburg / ... . Hamburg, 1698: 658).
Die wohl bereits 1671 im südwestlichen Teil des "Hamburger Berges" errichtete "Alte Dröge" und die östlich des Nobistors am westlichen Ende der Reeperbahn gelegene "Neue Dröge" dienten dem Trocknen der frisch geteerten Taue, die dort von den Reepern hergestellt wurden. Diese Anlagen zählten zu den verschiedenen gewerblichen Einrichtungen, die – häufig wegen der von ihnen ausgehenden üblen Gerüche – aus der Inneren Stadt in die Vorstädte ausgelagert wurden. Dazu zählten auch die Thranbrennereien am Elbufer oder die Ölmühle, der Gassenkummerplatz (Mülldeponie) und später der Schlachthof im Norden des Hamburger Berges bzw. St. Paulis.

siehe auch: Hinter der Neuen Dröge

 

Alter Botanischer Garten
Eine erste öffentliche Grünanlage wurde bereits seit 1810 nach Plänen von Johann Flügge angelegt (Veröffentlichung des "Plan[s] zur Anlegung eines botanischen Gartens nahe bey Hamburg" 1810 in Hamburg bei Rabe), jedoch im Zuge der Wiederbefestigung der Stadt im Winter 1813/14 durch die französischen Besatzungstruppen zerstört. Auf Betreiben des späteren langjährigen Direktors Johann Georg Christian Lehmann wurde an gleicher Stelle mit einer Neuanlage begonnen (Veröffentlichung der "Bemerkungen über den neu angelegten botanischen Garten vor dem Dammthore" 1822 und "Bericht über den botanischen Garten hieselbst" 1823, jeweils in Hamburg), die zunächst in bewährter Hamburgischer Manier durch Subskriptionen und den Verkauf von Pflanzen finanziert wurde.
Das "Hamburgische Adress-Buch für das Jahr 1825" berichtet aus zeitgenössischer Perspektive wie folgt über die Neuanlage und Erweiterung des (Alten) Botanischen Gartens:
"Botanischer Garten vor dem Dammthore. Eine frühere botanische Gartenanlage, das Werk des verstorbenen Dr. Flügge, wurde von den Franzosen zerstört. Allgemein war der Wunsch, eine ähnliche Anstalt dieser Art wieder begründet zu sehen, und es gelang dem thätigen und umsichtigen Bemühen des durch mehrere botanische Schriften rühmlichst bekannten Herrn Professor Lehmann, ihn zu erfüllen, so dass uns jetzt die erfreuliche Aussicht eröffnet ist, in kurzer Zeit ein Institut zu besitzen, welches den Pharmaceuten, den Gartenbesitzer und den Kaufmann, der die Gewächse, deren Producte Gegenstände seines Geschäftes sind, kennen zu lernen wünscht, so wie überhaupt alle Freunde der Botanik, befriedigen wird. Das Ganze ist trefflich eingerichtet und im verflossenen Jahre ungemein (namentlich durch Vergrößerung des Platzes) vervollkommnet. Die Direction ist dem Herrn Professor Lehmann übertragen, und es wohl keinem Zweifel unterworfen, dass das Publikum stets fortfahren werde, dieser gemeinnützigen Anstalt eine dauernde Theilnahme zu schenken. Der Wunsch, dass durch freywillige Geldbeyträge die Erbauung eines Gewächshauses möglich gemacht werde, ist erfüllt; doch sind fernere Subscriptionen nothwendig, wenn manche noch nicht vorhandene nützliche und angenehme Einrichtungen getroffen werden sollen. Die Direction unterhält zum Behuf der Samen- und Pflanzen-Mittheilung ausgedehnte Verbindungen zum Auslande, und die für den Verkehr nach allen Gegenden der Welt so günstige Lage unserer Stadt machte es möglich, den Garten mit sehr vielen seltenen Gewächsen aller Art zu bereichern, wovon die Dubletten, zu sehr billigen preisen, zum Besten des Gartens durch den botanischen Gärtner, Hrn. Ohlendorff, verkauft werden. Man hat versucht, mit den kleinen täglich nöthigen Dienstleistungen noch den Zweck zu verbinden, tüchtige Gärtner zu bilden, und so den Garten auch zu einer Lehr-Anstalt für junge Leute zu machen, welche die Gärtnerey in ihren höheren Theilen vollständig zu erlernen wünschen. Auch hat Herr Professor Lehmann im vorigen Jahr hier seine Vorlesungen für die hiesigen Pharmaceuten gehalten. – Gegen Einlasskarten, welche bey dem Herrn Director unentgeldlich ausgegeben werden, ist der Besuch des Gartens verstattet. (Montag und Donnerstag, Nachmittags von 2 Uhr bis Abends.) Fremde können zu jeder Zeit die Erlaubnis zum Besuch erhalten. M. s. Bemerkungen über den neu angelegten botanischen Garten vor dem Dammthore. Herausgegeben von J. G. C. Lehmann, Dr., Director dieser Anstalt. Hamburg 1822. gedruckt bey J. G. Langhoff’s Wwe., und: Bericht über den botanischen Garten hieselbst. Hamburg, im Januar 1823."
(Siehe: Hamburgisches Adress-Buch für das Jahr 1825. Behörden und andere Körperschaften, amtliche Information: Alphabetisches Verzeichniss einiger Hamburgischer Anstalten, öffentlicher Gebäude und anderer Merkwürdigkeiten, zunächst für Fremde. Seiten 640-641.)
Erst 1832 wurde der Botanische Garten in ein Staatsinstitut umgewandelt (dargestellt von Eduard Otto in der Veröffentlichung "Zur Geschichte des hamburgischen Botanischen Gartens; actenmäßige Darstellung von der Entstehung des Gartens bis zu der Zeit, wo derselbe ein Staatsinstitut ward." Hamburg, 1853.). Er war dem "anständigen Publikum" weiterhin – und bis heute – unentgeltlich zugänglich, wie die Beschreibung eines Stichs von Gray belegt (hier zitiert nach: Lill, 1848: n.p.):
"Durch die reizenden Wallanlagen fortschlendernd begrüßen wir von dort aus schon eine wissenschaftliche Anstalt, den botanischen Garten, den wir vom Dammthor aus beteten, da wir zu dem anständigen Publikum gehören, welchem von 6 Uhr Morgens bis zur Thorsperre, also bis zum Abendwerden, der Eintritt ohne Weiteres gestattet ist. Der Garten cultiviert jetzt etwa 14 000 Pflanzenarten und gewährt daher reiches Material zum wissenschaftlichen Studium, zur Aufmunterung und Beförderung des Gartenbaus in weiten Kreisen des Vaterlandes, und zur theoretischen Ausbildung, so wie zur praktischen Einübung junger Gärtner. Im freien Felde, in Töpfen und Gewächshäusern blühen Bäume, Sträucher und Blumen aus allen Welttheilen, und es vergeht selten ein Jahr, wo der Garten nicht einen bedeutenden Zuwachs aus der Pflanzenwelt erhielte und mittheilte. Im Jahre 1830 wurde der Versammlung der Naturforscher ein glänzendes Frühstück in diesem Garten gegeben. …"
(Lill, Carl Alex. u.a.: Hamburg und seine Umgebungen im 19ten Jahrhundert nach der Natur gezeichnet. Hamburg, 1844/ 1848. Nachdr., 1959.)
Die Sammlungen des Alten Botanischen Gartens und verschiedene botanische Privatsammlungen wurden 1883 im Botanischen Museum zusammengefasst. Dieses hatte seinen Standort bis zur Zerstörung am Ende des 2. Weltkriegs im Südteil des Botanischen Gartens (Bei den Kirchhöfen 14) und erlangte vor allem im Rahmen der Kolonialpolitik des Deutschen Kaiserreiches unter Wilhelm II besondere Bedeutung (siehe u.a. die Publikation: Richard Sadebeck: "Die wichtigeren Nutzpflanzen und deren Erzeugnisse aus den deutschen Colonien: ein mit Erläuterungen versehenes Verzeichniss der Colonial-Abtheilung des Hamburgischen Botanischen Museums." Hamburg: Gräfe & Sillem, 1897).
Der "Hamburg Führer" des Jahres 1936 enthält in seiner "4. völlig neubearb. Auflage" eine Beschreibung des Museums unter der Überschrift: "Botanisches Museum". Dort heißt es:
"Das Botanische Museum (Warenkundliche Schausammlungen des Staatsinstituts für angewandte Botanik) befindet sich Bei den Kirchhöfen 14, Eingang vom Botanischen Garten aus. Es ist bei freiem Eintritt täglich außer Montags und Dienstags geöffnet von 11 bis 16 Uhr (4 Uhr nachmittags). Die reichen Sammlungen einheimischer und tropischer Nutzpflanzen und pflanzlicher Rohstoffe der ganzen Welt befinden sich in 13 Sälen im Obergeschoß des Institutes. In der großen Haupthalle sind die Gewürze und Genussmittel (Kaffee, Tee, Kakao, Tabak usw.) liefernden Nutzpflanzen und tropischen Obstarten ausgestellt. Hieran schließen sich die Säle mit den ölliefernden und zuckerliefernden Pflanzen, Getreidearten, Hülsenfrüchten, Knollen und Gemüsen, einschließlich Speisepilzen. Es folgen die Abteilungen Schmuckfrüchte, Papierarten und ihre Rohstoffe, Kork, Spinn- und Flechtstoffe. Ein großer Saal enthält die bekannte Spezialsammlung des Institutes: Bau-, Möbel- und sonstige Gebrauchshölzer der ganzen Welt. In weiteren vier Räumen sind die Kautschukpflanzen, Farbstoffpflanzen und die ätherische Öle und Harze liefernden Pflanzen nebst den gewonnenen Erzeugnissen ausgestellt. Je ein Saal enthält die medizinischen und technischen Drogen und eine Darstellung der wichtigsten Pflanzenkrankheiten unserer Nutzpflanzen, die durch eine Abteilung 'Vogelschutzeinrichtungen' ergänzt wird. Im Rahmen von Sonderausstellungen werden regelmäßig zu gegeben Zeiten die essbaren und giftigen Pilze, die wichtigsten, für die Umgebung Hamburgs am besten geeigneten Obstarten, besonders gefährliche Pflanzenkrankheiten (wie Kartoffelkäfer usw.) gezeigt. Das Museum ist 1883 entstanden aus einer dem hamburgischen Staat 1879 vermachten umfangreichen Sammlung von Samen und Früchten und hat sich im Laufe der Jahre zum Institut für angewandte Botanik entwickelt." (a.a.O., S. 130/ 132)
Das Museumsgebäude war als Fachwerkgebäude im Heimatstil des ausgehenden 19. Jahrhunderts errichtet worden, wie zeitgenössische Fotos zeigen. Es ähnelte damit dem Gebäude der "Warteschule" und einem der beiden – inzwischen für die Messeerweiterung abgebrochenen – Pastorenhäuser neben der Gnadenkirche und sollte offenbar die Anmutung eines ländlichen, norddeutschen Backsteinbauwerks haben.
Im "Kunst-Reiseführer Hamburg" von H. HIPP findet sich folgende Beschreibung des Alten Botanischen Gartens: "Harmloser Stadtschmuck ist die 'Liegende' an der Ecke zum Gorch-Fock-Wall (1977). Dort ist einer der Eingänge in den Alten Botanischen Garten und damit in die Wallanlagen, die sich von hier aus nach Westen und Süden ziehen. Nach Norden schließt sich 'Planten un Blomen' an.
Der erste Botanische Garten war westlich der Esplanade 1821 gegründet worden. In seinem Bereich sind die ursprünglichen Geländeverhältnisse des Walles und ein Stück des Stadtgrabens am besten erhalten geblieben. Mit dem alten Baumbestand gewinnt man eine Ahnung von den Parkvorstellungen Altmanns. Inzwischen hat auch dieser Bereich die vielfältige Verwandlungsgeschichte der Wallanlagen zwischen Planten un Blomen mitgemacht, die die Internationalen Gartenbauausstellungen IGA 1953, 1963 und 1973 gebracht haben, jeweils neue Vorstellungen von Gartenarchitektur in der Wirklichkeit umsetzend. Zu Zeit ist der Botanische Garten einbezogen in die Umgestaltung von Planten un Blomen. Dabei bleiben die großen Pflanzenschauhäuser (Bernhard Hermkes und Gerhard Becker, 1962/63) erhalten (…). – Der Botanische Garten als wissenschaftliche Einrichtung ist 1979 nach Groß Flottbek verlegt worden.
Im Winkel zwischen Jungius- und Marseiller Straße liegt der Gebäudekomplex der der ehemaligen Botanischen Staatsinstitute (Albert Erbe, 1904-07, beide Flügel 1913/14 verlängert). Den ovalen Hörsaalbau mit Kuppeldach zwischen den Flügeln schmücken Medaillons mit den Porträts bedeutender Hamburger Naturforscher (…).
Die gegenüberliegenden Physikalischen Institute der Universität sind hervorgegangen aus dem Staatsinstitut für Physik, das 1896-99 hier gebaut wurde (als nüchterner Backsteinbau). …"
(Hipp, Hermann: Freie und Hansestadt Hamburg. DuMont Kunst-Reiseführer. Köln, 3.Aufl./ 1996: S. 210 f.)
Seit Ende der 1990er Jahre wurde das frühere Gebäude der Betanischen Staatsinstitute zur 'Bucerius Law School', einer privaten juristischen Hochschule, umgebaut und stetig erweitert, u.a. durch einen ovalen Neubau für das Auditorium Maximum und durch ein Bibliotheks- und Verwaltungsgebäude. Durch diese Neubauten entstand aus dem zweiflügeligen Komplex ein von den historischen und den neuen Gebäuden eingefasster Campus.

siehe auch: Planten un Blomen

 

Alter Elbtunnel
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In einem Beitrag von Daniel TILGNER in dem von ihm mit herausgegebenen "Hamburg-Lexikon" (siehe: KOPITZSCH / TILGNER, 1998: 146) heißt es: "1907 begann der Bau des ersten Elbtunnels. Er sollte als direkte Hafenanbindung des Stadtkerns den überforderten Fährbetrieb für die schnell ansteigende Zahl der Hafen- und Werftarbeiter entlasten. Bis 1911 wurden im damals hochmodernen Schildvortriebsverfahren in 23 m Tiefe unter dem Elbspiegel zwei 448,5 m lange Röhren zwischen St. Pauli und der Elbinsel Steinwerder verlegt. Der Zugang für Fußgänger und Fahrzeuge erfolgt durch zwei Kuppelbauten über ein treppen- und Aufzugsystem in zylindrischen Schächten. Das auf Stadtseite westlich neben den St. Pauli-Landungsbrücken gelegene, repräsentative Eingangsgebäude schufen die Architekten Raabe und Wöhlecke in Anlehnung an das Pantheon-Motiv. Sein kriegszerstörtes Gegenüber war ein in schlichter Form verzierter Ziegelbau, der vereinfacht wieder aufgebaut wurde."
Im Bereich des nördlichen Tunnelbauwerks an den St. Pauli-Landungsbrücken befand sich seit Beginn des 19. Jahrhunderts bis zum Jahre 1852 die sog. „Biebersche Elbwasserkunst“, ein privates Wasserwerk (mit Pumpen und grober Filtrierung), von dem aus die Wasserversorgung aus der Elbe für weite Teile St. Paulis und der Neustadt durchgeführt wurde – auch mit Trinkwasser!

Der wesentlich leistungsfähigere Nachfolger des Alten Elbtunnels ist der flussabwärts zwischen Neumühlen und dem Köhlbrand gelegene, am 10. Januar 1975 eingeweihte Autobahntunnel der Autobahn A7. Auch seine Kapazitäten erwiesen sich schnell als zu gering, so dass die anfänglich drei Tunnelröhren inzwischen um eine vierte ergänzt wurden. Er liegt wesentlich tiefer als der Vorgänger, auf den anlässlich der letzten Elbvertiefung im mittleren Hafenbereich in den Jahren 1982/83 ein schützender Stahlbetondeckel gelegt werden musste. Dieser soll die Tunneldecke vor Beschädigungen schützen und zugleich die Tunnelröhren am Aufschwimmen hindern.
Ausführliche Informationen zur Baugeschichte und zum Nutzungswandel im Verlauf des 20. Jahrhunderts finden sich in dem Band "Ein Tunnel unter der Elbe. Erbaut 1911. Geschichte und Geschichten." von Hans Jürgen WITTHÖFT (Hamburg: Verlag Maritim, 1986).

 

Altonaer Straße
BECKERSHAUS: (Eimsbüttel), 1847, als nach Altona führende Straße, im Anschluß an den Namen Hamburger Straße, für die auf Altonaer Gebiet verlaufende Fortsetzung.
EStH: Ben.[annt] 1847 als nach Altona führende Straße im Anschluß an den Namen Hamburger Straße für die auf Altonaer Gebiet verlaufende Fortsetzung; vorher Klosterstraße (seit 1844).
HANKE: kein Eintrag.
Der frühe Name Klosterstraße leitet sich wahrscheinlich von der historischen Zugehörigkeit der umgebenden Geestländereien zum ehemaligen Zisterzienserinnen-Kloster in Harvestehude ab (siehe dort die Namen: Heilwigstraße, Klosterstern, Jungfrauenthal). Das Kloster hatte diese Ländereien im 13. Jahrhundert im Tausch gegen seine Besitztümer auf dem Hamburger Berg erhalten, wo es nach der Gründung durch Heilwig (bzw. Hedwig), die Gattin Adolphs IV. von Schauenburg, in der Nähe des Pepermölenbeks seinen ersten Sitz hatte.
Mitte des 19. Jahrhunderts zählte der Straßenabschnitt zwischen Schulterblatt und Weidenstraße (heute: Weidenallee) noch zum "8. Steuerdistrict" Hamburgs und damit zur Vorstadt St. Pauli, wie die Listen der "4ten Compagnie" des Hamburger Bürgermilitärs für diesen District belegen.
Auch diese Straße wurde zwischen 1940 und 1945 – anläßlich der Anpassung der Straßennamen nach Zusammenschluss Hamburgs, Altonas, Wandsbeks und Harburg-Wilhelmsburgs durch das Groß-Hamburg-Gesetz – umbenannt und hieß zeitweilig Walfängerstraße.

 

Amandastraße
BECKERSHAUS: (Eimsbüttel) 1865, wahrscheinlich nach einem frei gewählten weiblichen Vornamen.
EStH: Ben.[annt] 1865, wie es scheint, mit frei gewähltem weiblichem Vornamen.
HANKE: kein Eintrag.
Mitte des 19. Jahrhunderts zählte die Südseite der Straße zwischen Schulterblatt und Weidenstraße (heute: Weidenallee) noch zum "8. Steuerdistrict" Hamburgs und damit zur Vorstadt St. Pauli, wie die Listen der "4ten Compagnie" des Hamburger Bürgermilitärs für diesen District belegen.
Erst durch die Gebietsreform anläßlich des Groß-Hamburg-Gesetzes (1937/38) wurde dieser nördlich der Verbindungsbahn gelegene "Ausläufer" St. Paulis dem Stadtteil Eimsbüttel zugeschlagen.

 

Am Brunnenhof, Brunnenhofstraße
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BECKERSHAUS: (St. Pauli), um 1852, im Jahre 1494 verlieh Otto von Schauenburg den sogenannten "Bornspring", seitdem fand von hier aus die Wasserversorgung des Katharinenkirchspiels statt.
HANKE: Eine Quelle wurde hier 1494 von Graf Otto von Schauenburg verliehen, von der bis etwa 1865 eine Wasserleitung ins Katharinenkirchspiel führte.
Einen weiteren Hinweis auf eine Wasserversorgung für die Hamburger Altstadt findet man bei NEDDERMEYER, der 1832 schreibt:
"1603 wird hier [auf dem Hamburgerberge] eines Gerberborns gedacht, welcher vor [sic!] jener Zeit von Altona nach der neuen Reperbahn und in die Stadt geleitet wurde." (Neddermeyer, F.H.: "Topographie der Freien und Hanse-Stadt Hamburg." Hamburg: Hoffmann & Campe, 1832)
Diese Angabe bestätigt, dass eine Frischwasserversorgung Hamburgs bereits im 16. Jahrhundert aus dem Umland erfolgte. Die Bezeichnung "Gerberborn" deutet zudem darauf hin, dass das Wasser in größerem Umfang von den Gerbereien benötigt wurde, die im Westen des Stadtgebiets in der Nähe des neuen Schlachthofs lagen. Dieses sog. "Küterhaus" war 1611 durch die "Brüderschaft der Schlachter vom Neuen Schrangen", in der sich die durch den innerstädtischen Schlachthofzwang nicht gebundenen ehem. "Twietenschlachter" der Neustadt zusammengeschlossen hatten, am Herrlichkeitenfleet (daher dort ehemals der Straßenname "Küterwall") errichtet worden. Es wurde 1839 durch eine Sturmflut zerstört, woraufhin im gleichen Jahr ein Neubau des Schlachthofes (mit Schlachthaus, Ochsen-, Kälber- und Schweineställen, Talgschmelze, Brenn- und Wiegehaus) Jahr am Vorsetzen beim Johannisbollwerk errichtet wurde.
Die Brunnenhofstraße lag bis zum Groß-Hamburg-Gesetz in Altona.

 

Am neuen Kampe
Die Karte "Grundriss der Vorstadt von Hamburg S[ank]t Pauli; herausgegeben von P. G. Heinrich." Gezeichnet v. A.[nton] A.[ugust] M.[artin] Nagel. In Stein gestochen v. Th.[eodor] Boehden; verlegt von Otto Speckter, Hamburg, 1836 (Lithographie; Maßstab: [Ca. 1:5.800]; Größe: 37 x 44 cm) zeigt nordöstlich des [Neuen] Pferdemarkts im Bereich der heutigen Nebenfahrbahn eine Straße mit dieser Bezeichnung.

siehe auch: Neuer Kamp

 

Am Nobisteich
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BECKERSHAUS: (St. Pauli), 1899, nach dem 1727 zugeschütteten, an der Altonaer Grenze vormals belegenen Nobisteichs.
EStH: Ben.[annt] 1899 nach dem an der Altonaer Grenze vormals belegenen Teich; vorher Teil der Großen Petersenstraße.
HANKE: (1899) Beiderseits der alten Landstraße nach Altona befanden sich hier einst die Nobisteiche (...), die 1727 zugeschüttet wurden.
Bis 1899: Große Petersenstraße.
Die Nobisteiche, deren Bezeichnung von der nahe der Hamburg-Altonaer Grenze gelegenen Gaststätte Nobiskrug abgeleitet ist, werden gelegentlich als Mühlteiche gedeutet. Ob Zuflüsse und Fassungsvermögen zum Betrieb einer Wassermühle – womöglich der "Pepermöle" (= Pfeffermühle) – ausreichten, erscheint jedoch zweifelhaft.
In dem Werk von NEDDERMEYER, "Topographie der Freien und Hanse-Stadt Hamburg" (1832) heißt es allerdings in dem Kapitel "Hamburg im sechzehnten Jahrhundert.":
"In einem Gränzvergleiche vom 22. Mai 1591 wird eines Mühlen-Fischteiches erwähnt, vielleicht der Süder-Nobisteich, welcher auch Rosenteich genannt wird und schon 1534 vorkommt, wahrscheinlich der später zugeworfene Valkenteich, und noch eines andern, welcher durch einen Damm von jenem geschieden war."
(Neddermeyer bezieht sich dabei auf "Mitgetheilte Notizen des Herrn Archivarius Lappenberg Dr." sowie auf die "Karte zum Gränzrezeß von 1740".)

siehe auch: Große Petersenstraße

 

Am Schlachthof
Das Straßenverzeichnis der Umbenennung zahlreicher Straßen ab 1. Januar 1940 im Zuge der Umsetzung des Groß-Hamburg-Gesetzes bezeichnet die heutige Kampstraße und den östlichen Teil der heutigen Grabenstraße, die damals eine durchgängige Verbindung zwischen Schanzenstraße und Karolinenstraße (damals: "Carolinenstraße") bildeten, an deren Nordseite sich auch das Hauptverwaltungsgebäude des Schlachthofes befand, mit diesem Namen, der sich auch in den beigefügten Plänen (No. 7 und No. 8) wiederfindet. Der Zeitpunkt der Umbenennung bleibt dabei jedoch unklar, da die Straße vorher und (in ihrem westlichen Teil) bis heute den Namen "Kampstraße" führt, während ihr östlicher Abschnitt nach der Schließung der Einfriedung des Schlachthofgeländes über die Kampstraße hinweg der Grabenstraße zugeschlagen wurde, die zuvor nur eine Nord-Süd-Verbindung zwischen Kampstraße und Marktstraße bildete.

 

Amselstraße
In den Altonaer Adressbüchern der 1920er und -30er Jahre, aber auch noch in Karten des neuen „Groß Hamburg“ der 1940er Jahre sowie in der Karte des Baustufenplans für St. Pauli vom 14. Januar 1955 bezeichnet dieser Name die heutige Straße "Bei der Schilleroper" (früher: Circusstraße) einschließlich einer direkten Einmündung in den Neuen Pferdemarkt. Mehrere anliegende Grundstücken reichten, laut Einträgen in den Adressbüchern, von der Amselstraße bis zur Straße Beim Grünen Jäger, darunter das Grundstück der Hochgarage der Gebrüder Alphons und Willy Sauerberg (siehe z.B. Altonaer Adressbuch 1938, Seite IV / 377).
Den Straßennamen hatten die drei kurzen Straßenabschnitte nördlich und östlich der Schilleroper offenbar im Zuge der Benennung von Straßen nach Vogelnamen (siehe: Lerchenstraße, Nachtigallenstraße) bereits während der Zugehörigkeit des Gebietes zu Altona erhalten (ca. 1919). Dadurch sollten wohl auch Verwechslungen der (vormaligen Altonaer) Circusstraße mit dem "Circusweg" (heute: Zirkusweg) in St. Pauli-Süd vermieden werden. Die amtliche Umbenennung in "Bei der Schilleroper“ erfolgte dann im Zuge der Durchführung des Groß-Hamburg-Gesetzes und ist z.B. im Verzeichnis der "Umbenannte[n] Straßen I" im Hamburger Adreßbuch für das Jahr 1940 nachzulesen (siehe dort: "Straßenverzeichnis: Strassen der Hansestadt Hamburg. Alphabetteil: Umbenannte Straßen I; Seite IV / 33).
Auf Hamburger Gebiet trug zur selben Zeit eine Straße in Barmbek (damals "Barmbeck" geschrieben) den Namen Amselstraße, den sie bis heute behalten hat.

siehe auch: Bei der Schilleroper

 

Annenstraße
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BECKERSHAUS: (St. Pauli), 1856, nachdem beim schnellen Wachstum der Stadt unseren Stadtvätern die Ideen für Straßennamen ausgegangen waren, benannte man in dieser Gegend neue Straßen zunächst mit männlichen, später mit weiblichen Vornamen, dem Alphabet nach.
EStH: Ben.[annt] 1856, wie es scheint im Anschluß an die im Norderteile der Vorstadt St. Pauli schon vorhandenen, mit weiblichen Vornamen zusammengesetzten Straßenbezeichnungen mit einem frei gewählten Namen.
HANKE: siehe Paulinenplatz.
Zeitweilig trug die Straße (zwischen 1940 und 1945) den Namen "Klaus-Schoke-Straße".

siehe auch: Klaus-Schoke-Straße

 

Antonipark ("ParkFiction")
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"Halboffizieller" Name des seit Mitte der 1990er Jahre in einem intensiven Beteiligungsprozess von BewohnerInnen und KünstlerInnen aus St. Pauli mit (und gegen) politischen(n) Gremien und Behörden geplanten Parks zwischen St. Pauli-Kirche, Pinnasberg und Schauermann's Park (oberhalb der sog. "Riverkasematten") geplanten, rund 7500 m² großen Stadtteilparks.
Die Broschüre "Hamburgs Grün" beschreibt den Park und seine Entstehungsgeschichte folgendermaßen:
"Was Phantasie, Kreativität und Fachwissen aus den kleinsten Flecken Freiraum machen können, ist im Projekt ParkFiction deutlich geworden. Dieses Parkensemble war nicht nur im Jahr 2002 auf der Documenta XI in Kassel vertreten, sondern zieht auch international die Aufmerksamkeit auf sich.
Das mag zum Teil an seiner ungewöhnlichen Gestaltung liegen. Wo sonst findet man 'Teeinsel' und 'Fliegenden Teppich' oder künstliche Palmen und Stadtstrand mit Elbblick? Um Teil liegt es aber auch am außerordentlichen Planungsprozess: 'Die Wünsche werden die Wohnung verlassen und auf die Straße gehen …' Der Titel des 1999 von Margot Czenki gedrehten Films war das Leitmotiv einer Gruppe von Anwohnern und Künstlern, die sich nach 1994 in einer Bürgerinitiative zusammengeschlossen hatten und die Bebauung der letzten Freifläche in St. Pauli verhinderten. Das mit dem Büro ARBOS Landschaftsarchitekten gemeinsam entwickelte Parkkonzept ist eine kollektive Produktion, in der individuelle Wünsche, Bedürfnisse und Phantasien bezüglich des eigenen Lebensumfeldes in entwürfe umgesetzt und schließlich auch gebaut wurden. Die Kampagne und der folgende Planungsprozess verbündeten und bereicherten in einzigartiger Weise Kunst, (Sub-)Kultur und Politik.
Neben der Aussichtsterrasse – auf einem Turnhallendach – samt Teeinsel und Fliegendem Teppich aus Rasen gibt es ein Tulpenspielfeld, eine Spiel- und Liegewiese sowie eine Hundewiese mit Pudelmotiven. Zudem entstanden im Kirchgarten der St. Pauli-Kirche ein Lese- und Ruhegarten, Nachbarschaftsbeete und ein Bouleplatz. Nach Osten schließen Sitzstufen und die sonnigen Schauermanns Park-Terrasse mit Holzstegen, Rosen und Apfelbäumen an. Alle Teilbereiche des Parks sind phantasievoll gestaltet, nutzerfreundlich und mit allen Sinnen erlebbar. Kinder können den Stadtstrand von Schauermanns Park-Terrasse als Sandkasten benutzen oder an Miniatur-Bierbänken essen, malen oder basteln. Erwachsene trinken gern einen Kaffee oder ein Bier aus den benachbarten Restaurants auf den Holzstegen des Parks und genießen dabei den Ausblick auf die Elbe und den Blumenduft."
(Siehe: Hamburgs Grün, 2007: S. 20)
Diese ungemein positive Beschreibung lässt kaum noch erkennen, dass im Verlauf der Umsetzung immer wieder Probleme mit politischen Gremien oder bei der Finanzierung auftraten, so dass einige Wünsche – zumindest bisher – unrealisiert blieben: Dazu zählen z.B. das "Erdbeerbaumhaus" oder die Aufstellung eines künstlerisch gestalteten Dokumentations-Containers zur Geschichte des Parks und seiner Planung. Auch für den Seeräuberinnen-Brunnen fehlt noch das Geld und die Benennung eines Parkwegs als "Leuchtender Pfad" dürfte endgültig gescheitert sein, da die Assoziation zur peruanischen Guerilla-Bewegung "Sendero Luminoso" als politisch äußerst heikel zu betrachten ist.
Die an den Park angrenzenden Nutzungen weisen eine große Spannbreite auf, die vom "Golden Pudel Club" und verschiedenen Cafés bis zum "Schicki-Micki"-Restaurant "Riverkasematten" unterhalb der Schauermann's Park-Terrasse reicht. Auch die Bewohnerschaft des benachbarten Quartiers St. Pauli-Süd, das rund um die St. Pauli-Kirche den alten Kern des Stadtteils bildete, wandelt sich seit einigen Jahren immer schneller. Nachdem bereits seit Mitte der 1970er Jahre durch rücksichtslose Abbrüche ganzer Straßenzüge, wie z.B. der Fischer- und der Hörmannstraße, und historischer Wohnhäuser – wie am Pinnasberg und am Fischmarkt – zahlreiche preisgünstige Wohnungen vernichtet worden waren, begannen Ende der 1970er Jahre etwas behutsamere Sanierungsmaßnahmen im Bezirke übergreifenden Sanierungsgebiet "St. Pauli-Süd / Altona-Altstadt S 1" (siehe hierzu die Dissertation von Dagmar Bremer: "Die räumlich-soziale Bedeutung von städtischen Umstrukturierungsprozessen am Beispiel von Altona-Altstadt/ St. Pauli-Süd." Hamburg, 1987). Zu dieser Zeit wurden der Hein-Köllisch-Platz neu gestaltet und von mehreren städtischen Wohnungsbaugesellschaften zahlreiche öffentlich geförderte "Sozialwohnungs"-Neubauten errichtet.
Nach mehr als einem Jahrzehnt stadtplanerischer Ruhe setzte der Stadtumbau Ende der 1990er Jahre umso vehementer wieder ein. Verbliebene Altbauten an der Trommel- und Lincolnstraße wurden von städtischen Unternehmen durch "frei" finanzierte Neubauten ohne Mietpreisbindung ersetzt und der westliche Rand des Quartiers entlang des Pepermölenbeks wurde mit neuen Wohn- und Bürobauten wieder geschlossen. Als "Kontrapunkt" entstanden jedoch auch mehrere Wohnprojekte, darunter das Genossenschaftsprojekt "Parkhaus", ein innovatives Passivhaus, das fast vollständig ohne klassische Heizenergie auskommt, oder ein weiteres genossenschaftliches Wohnprojekt auf einer der – tatsächlich – letzten Freiflächen in der Reihe der Hafenstraßen-Häuser; eine weitere Freifläche neben der Balduintreppe soll jedoch dauerhaft unbebaut bleiben.
Weitere ausführliche Infos zum Park, seiner Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte sind auf den Webseiten der Initiative unter http://www.parkfiction.org/ zu finden.

siehe auch: Schauermann's Park

 

Antonistraße
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BECKERSHAUS: (St. Pauli, Altona-Altstadt), 1800, Erklärung: wie Annenstraße.
EStH: Ben.[annt] 1800 zugleich mit der Bernhard-, Carl-, David-, Erich-, Friedrich-, Gerhard- und Heinrichstraße in St. Pauli nach Vornamen, die nach der Alphabetfolge ihrer Anfangsbuchstaben gewählt sind.
An anderer Stelle wird darauf hingewiesen, dass die "Carlstraße" bereits nach relativ kurzer Zeit in "Balduinstraße" umbenannt wurde.
In anderen zeitgenössischen Quellen wird in der alphabetischen Folge gelegentlich zudem eine "Clausstraße" genannt, die sich jedoch auf Plänen oder in Dokumenten an diesem Ort nicht nachweisen lässt.
Unter der zeitgenössischen Quellen der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts scheint mir NEDDERMEYER, "Topographie der Freien und Hanse-Stadt Hamburg" (1832) die wichtigste zu sein. In dem Kapitel "Die Gassen der Vorstadt Hamburgerberg." heißt es:
"A n t o n i s t r a ß e . No. 254 bis 259. 10 Häuser, 38 Wohnungen. – A.D. [= Armen-Distrikt] 4.
Sie entstand nach dem Stadterbebuch 1790."

Im Gegensatz zu den vorgenannten Verzeichnissen ist für Neddermeyer offenbar nicht der Zeitpunkt der Benennung, sondern der Entstehung bzw. Eintragung in das traditionelle Grundbuch der Stadt, das "Stadterbebuch", maßgeblich. Nach SCHREIBER / WALDEN (2008: S. 21) wurden die Straßen zwischen 1790 und 1801 auf den Gebiet von "Wittorps Weide" angelegt, um östlich der St. Pauli-Kirche ein neues Wohnquartier zu errichten.
Kurz nach der Benennung der Straße wurde im Winter 1813/14 die gesamte Bebauung im Zuge der "Demolirung" der Vorstadt Hamburgerberg durch die napoleonischen Besatzungstruppen niedergebrannt. Über die Neubebauung im Zuge des Wiederaufbaus nach dem Abzug der "Franzosen" (Mai 1814) schreibt J. F. VOIGT 1882 rückblickend:
"Alle in jener Zeit erbauten Gebäude tragen den Karakter größter Einfachheit. Alle Häuser wurden von Fachwerk erbaut, mit niedrigen Zimmern und schmalen Treppen, ohne Zierrath und Schmuck."
(Johann Friedrich Voigt, "Zum 200-jährigen Jubiläum der Hamburgischen Vorstadt St. Pauli." In: Hamburger Bürgerzeitung, Nr. 40 v. 2. April 1882.)
HANKE: siehe Davidstraße.
BAKE (2003) interpretiert den Namen als "weiblichen Straßennamen", obwohl die Motivgruppe der männlichen Vornamen charakteristisch für die Benennung zahlreicher Straßen in St. Pauli-Süd ist.

siehe auch: Balduinstraße

 

Asylstraße
EStH: Ben.[annt] 1866 nach dem in demselben Jahre von Johann Friedrich Vorwerk unter dem Namen Asyl Vorwerk hier begründeten Stift für Freiwohnungen.
Dieses Wohnstift, das zu den für die Epoche der Wohnreform-Bewegung charakteristischen Angeboten zu zählen ist, nahm bedürftige Angehörige der Unterschichten wie DienstbotInnen oder Wäscherinnen auf. Seine unverputzten "Rohbauwände" aus durch gelbe Gliederungen unterbrochenen roten Backsteinwänden orientieren sich an die Bauten der zeitgenössischen Industrie- und Gewerbearchitektur an. Das Gebäude wirkt dadurch schlicht und kompakt, aber kraftvoll.
Heutiger Name: Vorwerkstraße.

siehe auch: Vorwerkstraße

 

Augustenpassage
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BECKERSHAUS: (St. Pauli), 1899, ortsübliche Benennung aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg, nach der damaligen deutschen Kaiserin.
BAKE (2005) konkretisiert die Angaben wie folgt: "St. Pauli, seit 1954. Auguste Viktoria, deutsche Kaiserin und Königin von Preußen, Gemahlin Kaiser Wilhelms II. (22.10.1858 Dolzig/Kr.Sorau – 11.4.1921 Haus Doorn/NL).
Tochter der Herzogs Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg. Heirat a, 27.2.1881 mit Wilhelm, Prinz von Preußen, dem späteren Kaiser Wilhelm II. Sieben Kinder. Galt als ein wenig bigott. Sie versuchte, die Krisen in der Regierung und der Familie auszugleichen. »Wirkte (...) der politischen und literarisch freiheitlichen Entwicklung der Jahrhundertwende entgegen.« (Lexikon der Frau, Zürich 1953/54). Sie war mehrmals in Hamburg, so am 18. Juni 1898 zur Enthüllung des Reiterstandbilds Kaiser Wilhelm .I vor dem Altonaer Rathaus und am 5¨September 1904 im Rahmen der Herbstmanöver."
(Bake, 2005: s.p.)
Auch später noch spielten "Adelige" für diese Passage eine große Rolle, denn sie wurde in den 1990er Jahren an einen neuen Eigentümer veräußert, der nicht nur seinen Adelstitel preisgünstig erworben hatte, sondern dessen Kosten offenbar trotzdem auf seine MieterInnen zu überwälzen gedachte – ... dank der Unterstützung der MieterInnen durch engagierte Mietervereine jedoch glücklicherweise mit sehr begrenztem Erfolg.
Nördlich der Augustenpassage befindet sich heute der Schulhof der Grundschule Ludwigstraße. Dort hatte bis zum Umzug nach Stellingen "Hagenbeck's Tierpark" sein erstes großes Gelände, das damals vom neuen Pferdemarkt aus zugänglich war.
Bei LANGE findet man zu den "Terrassen und Passagen zwischen Sternstraße und neuem Pferdemarkt" die folgende Beschreibung: "Augustenpassage, St. Pauli; Architekten: Meyer + Fleckenstein; Mitarbeiter: Iris Hanappel, Susanne Heinz, Cord-Möller-Ewerbeck (Modernisierung und Umbau); Um 1870, Modernisierung und Umbau 1988, 1991-93. – Spätklassizistisches Putzensemble, dessen Reiz in der seriellen Reihung der Fassadenmotive liegt, die z.T. mit Blindfenstern fortgesetzt wird. Augustenpassage 4-6 wurde von Meyer + Fleckenstein modernisiert, wobei der angrenzende, viergeschossige Speicher zu einem Kindertagesheim im 'Dekon-Look' (Dekonstruktivismus) umgebaut wurde." (siehe: Lange, 1995: 94, "C10.3")
Nach Schaffung des neuen Stadtteils Sternschanze (im Bezirk Altona) liegt die Augustenpassage seit 2008 administrativ in diesem östlichen Appendix des Bezirks.

 

Anmerkungen

[1] siehe: Horst Beckershaus, Die Hamburger Straßennamen. Woher sie kommen und was sie bedeuten. (Hamburg: Kabel-Verlag / Hamburger Abendblatt, 1997)

[2] siehe: Christian Hanke, Hamburgs Straßennamen erzählen Geschichte. (Hamburg: Medien-Verlag Schubert, 1997)

[3] siehe: [Joachim, E.:] Erklärung der Straßennamen der Stadt Hamburg. Sonderdruck aus dem 5. Sonderheft der Statistischen Mitteilungen über den hamburgischen Staat: Die Gemeinden und Straßen des hamburgischen Staatsgebietes nach dem Stande von Anfang Oktober 1925. Hamburg, 1925 (Druck von Lütcke & Wullff).
(Erstmalig: "Erklärung der Straßennamen der Stadt Hamburg." = Statistische Mitteilungen über den Hamburgischen Staat. Teil II, S. 51-84. Hamburg, 1925.)

[4] siehe: Reinhold Pabel, Alte Hamburger Straßennamen. (Bremen: Edition Temmen, 2001)

 

Weitere Literatur

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Rita Bake: "Wer steckt dahinter? Nach Frauen benannte Straßen, Plätze und Brücken in Hamburg." Hrsg. von der Landeszentrale für politische Bildung (Hamburg, 3. Aufl./2003, 4. akt. u. erw. Aufl./2005)

Maria Dorothea Beck: "Vom Schulterblatt zum Pilatuspool. Zur Deutung und Bedeutung Hamburger Straßennamen." In: Neues Hamburg, VIII (1953), S. 72-74; 109-112.

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