Register

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Einleitung | Anmerkungen | Literatur

Register mit Erläuterungen und Mitteilungen über Veränderungen (z.B. verschwundene oder umbenannte Straßen)

 

B

Bachstraße, Am Beck
Als Bachstraße wurde seit Mitte des 17. Jahrhunderts der nördliche Teil der heutigen Straße Pepermölenbek bezeichnet, die erst 1948 ihren heutigen Namen erhielt. Sie bildete einen Abschnitt der Grenze zwischen der Hamburger Vorstadt St. Pauli (bis 1830: "Hamburger Berg") und der zunächst dänischen, später preußischen Nachbarstadt Altona. Ein parallel verlaufender unbefestigter Gang trug den Namen "am Beck", wie eine Karte Altonas aus dem Jahre 1802 belegt, und dürfte damit als Vorgänger des heutigen Straßennamens zu betrachten sein.
In dem Werk von NEDDERMEYER, "Topographie der Freien und Hanse-Stadt Hamburg" (1832) heißt es in dem Kapitel "Die Gassen der Vorstadt Hamburgerberg.":
"B e c k , am, oder hinter dem. Vor der Demolirung ein Durchgang von der 2ten Einfahrt nach Oldenhavers oder Falkenhof, am Scheidegraben vor Altona er bestand aus 3 Buden und 6 Sähle." [sic!]
(Bei der "Demolirung" handelt es sich um die Niederbrennung der Vorstadt Hamburger Berg unter napoleonischer Besatzung im Winter 1813/14.)

siehe auch: Pepermölenbek

 

Bahnhofsstraße
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"Halboffizieller" Name eines Wohnprojekts in einem Terrassenhaus nördlich der Marktstraße im Karolinenviertel. Dort entstand in der westlichen Hinterhauszeile der Marktstr. 107, einem typischen Beispiel für den spekulativ-billigen Wohnungsbau der Wende zum 20. Jahrhundert, seit 1990 ein selbstverwaltetes Wohnprojekt. Die Wohnprojektgruppe bewahrte die – jahrzehntelang vernachlässigte – Terrassenzeile vor dem Abriss, gründete eine Genossenschaft und sanierte sie ab 1992 überwiegend in Eigenregie. "Sie hat als Verein über eine 50jährige Erbpacht Eigentumsrechte erworben und damit gezeigt, dass auch ohne Kapital im Rücken Formen gemeinschaftlichen, unabhängigen Wohnens möglich sind", so Susanne SIPPEL in "Kiek mol – neue und bewährte Stadtteilrundgänge" (Hamburg, 1998: S. 402).
Die Herkunft des Namens soll auf die – vor Bezug der Terrassenzeile bestehende –Unsicherheit der Gruppe über ihren künftigen Standort zurückgehen. Man wählte darum mit der Bezeichnung "Bahnhofsstraße" einen besonders geläufigen Straßennamen, der "überall passte".
In der Nachbarschaft finden sich weitere ähnliche Projekte, z.B. das Wohnprojekt "Wilde Mathilde" in der Mathildenstraße oder das Projekt "Nimm 2" in der Ludwigstraße.

 

Balduinstraße
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BECKERSHAUS: (St. Pauli), 1899, als die Vorstädte schneller wuchsen, als den Stadtvätern Straßennamen einfielen, kam man hier auf die Idee, dem Alphabet folgend zunächst männliche, später weibliche Vornamen zu verwenden. Beim Buchstaben "B" hat es "Balduin" getroffen.
EStH: Ben.[annt] 1899 nach einem frei gewählten Vornamen unter Durchbrechung des für den früheren Namen Carlstraße maßgebend gewesenen Prinzips (siehe dieses: Antonistraße).
HANKE: siehe Davidstraße.
Die gründerzeitliche Bebauung der Balduinstraße ist nur noch zu einem geringen Teil erhalten. An der Westseite der Straße befinden sich heute hauptsächlich die sog. Kreuzbauten und der Schulhof der Ganztagsschule St. Pauli (früher: Schule Friedrichstraße) sowie – im Bereich der Einmündung der Silbersacktwiete – einige neuere Wohngebäude aus den 1970er-Jahren. Gegenüber der Einmündung der Balduinstraße in die Bernhard-Nocht-Straße fällt die Eckkneipe "Onkel Otto" ins Auge, die den oberen Antritt der Balduintreppe markiert. Die ersten Hausnummern an der Ostseite der Straße, von Nr. 2 bis Nr. 8, werden von typischen viergeschossigen Backsteinbauten der Wiederaufbau-Epoche nach dem 2. Weltkrieg eingenommen. Diese sind sehr einfach und funktional gestaltet und bis auf einzelne, mit Gardinen geschmückte Haustüren, weitgehend unverziert. An der Einmündung der Erichstraße befindet sich auf einer Seite ein Künstleratelier (Erichstr. 35), an der gegenüberliegenden Ecke der legendäre Trödelladen "Harry's Hamburger Hafenbasar". Nach einigen verbliebenen Altbauten folgen an der Ecke zur Friedrichstraße ein erst vor wenigen Jahren errichteter Neubau (Friedrichstr. 37) sowie direkt gegenüber die Traditionskneipe "Nordlicht", erkennbar an einer übermannshoch gekachelten Erdgeschosszone. Wenige Meter nördlich davon ist an einem eingeschossigen Pavilllonbau noch eine Leuchtreklame der Diskothek "Sam Brasil" erhalten.

siehe auch: Davidstraße

 

Balduintreppe
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Die Balduintreppe gehört zusammen mit der Davidtreppe und der Hafentreppe zu den zahlreichen Treppenanlagen zwischen der hoch gelegenen Geestkante von St. Pauli und Altona und dem Elbufer. Da dort früher ein Großteil der Arbeitsplätze in Werften, Fischindustrie und anderen Hafenbetrieben lag oder die Barkassen zu den Betrieben südlich der Norderelbe ablegten, waren vor allem die Hafenarbeiter auf diese Treppen angewiesen, um Arbeitsplätze und Schiffe möglichst schnell und ohne größere Umwege zu erreichen.

siehe auch: Hafentreppe

 

Bartelsstraße
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BECKERSHAUS: (St. Pauli, Eimsbüttel), 1844, zu Ehren des Bürgermeisters seit 1820 und vorherigen Senators (seit 1798) Dr. Heinrich Bartels (1761-1850).
EStH: Ben.[annt] 1844 zu Ehren des Bürgermeisters (seit 1820; Senator 1798) Dr. Johann Heinrich Bartels (1761-1850).
HANKE: (1844) Dr. Johann Heinrich Bartels (1761-1850), Hamburger Bürgermeister ab 1820.
Mitte des 19. Jahrhunderts zählte der gesamte Straßenverlauf bis zur Amandastraße zum "8. Steuerdistrict" Hamburgs und damit zur Vorstadt St. Pauli, wie der "Plan von Hamburg" belegt, der dem Heft II der "Statistik des Hamburgischen Staats" beigeheftet ist. Aus der Zeit der Parzellierung des früheren Weidelandes, das bis dahin von der "Cämmerey" an benachbarte landwirtschaftliche Betriebe "verhauret" (d.h. verpachtet) worden war, und der ersten Bauschicht ab 1842 sind in der Bartelsstraße 4-6 noch einzelne 2-3-geschossige Häuser erhalten.
In der Bartelsstr. 12 befindet sich ein Eingang zum Gebäudekomplex der ehemaligen Füllerfabrik Montblanc, der dort um 1907 nach Plänen des Architekten Claus MEYER errichtet wurde und sich um zwei Hofbereiche herum bis zur Schanzenstraße 75-77 erstreckt. Das Gebäude an der Bartelsstraße wird heute von dem Beherbergungs- und Gastronomiebetrieb SCHANZENSTERN genutzt. Die zwischen 1897 und 1907 entstandene Gesamtanlage der ehemaligen MONTBLANC-Fabrik steht seit 1991 unter Denkmalschutz.
Zur Bau- und Nutzungsgeschichte berichtet LANGE im "Architekturführer Hamburg" (1995): "Ehem. Fabrikgebäude Ferdinand Müller – Tritonhaus, Schanzenstraße 75-77, St. Pauli; Architekt: Carl Feindt; 1906. – Delphinhaus, Bartelsstraße 12, St. Pauli, Architekt: Claus Meyer, 1907. – Der Schanzenhof, besser als Montblanc-Haus bekannt, war ursprünglich eine Fabrik für Armaturen und sanitäre Einrichtungen und wechselte erst später an den renommierten Hersteller von Schreibgeräten. Beherrschendes Motiv sind die Skelettfassaden der straßenseitigen Trakte, die die beiden Innenhöfe mit dem Ursprungsbau von 1897 abschirmen. Nicht der Verwaltungsbau an der Schanzenstraße ordnet sich mit seiner kraftvollen Pfeilerstruktur dem Kontorhausschema unter, auch das Produktionsgebäude an der Bartelsstraße zeigt ein gleichmäßiges Raster aus Stützen und Brüstungen. Weder historisierende Reminiszenzen noch gefällige Gliederungsmotive verwischen hier die kompromißlose 'Gerippearchitektur'. 1989 bis 1992 wurde der Komplex zu einem Zentrum für Stadtteilinitiativen mit Kino, Hotel, und Gastronomiebetrieb umgebaut (Architekten: planerkollektiv)." (siehe: Lange, 1995: S. 94, "C11.1" / "C11.2")
Im Jahr 2006 wurde der Komplex im Rahmen der schrittweisen Veräußerung öffentlicher Immobilien ("PRIMO – Programm zur Immobilien-Mobilisierung", 2005-07) an ein internationales Unternehmen verkauft, das den jetzigen Nutzern (u.a. der Volkshochschule Hamburg / VHS und dem "3001"-Kino) einen befristeten Verbleib zu den bisherigen Mietkonditionen zugesichert hat. Informationen zu künftigen Verwertungsabsichten wurden bisher nicht öffentlich bekannt.
Vor dem Haus Nummer 53 ist ein "Stolperstein" zum Gedenken an Kurt Erich Cäsar Schill in den Bürgersteig eingelassen. K. E. C. Schill wurde 1911 geboren, war Mitglied der Hamburger KPD und wurde am 14. Februar 1944 im Hamburger Konzentrationslager Neuengamme wegen seines Widerstands gegen das NS-Regime hingerichtet. Er war der Großvater des späteren rechtspopulistischen Hamburger Politikers Ronald Barnabas Schill, eines früheren Amtsrichters. Dieser wurde als Spitzenkandidat der "Partei Rechtsstaatlicher Offensive" – kurz "Schill"-Partei – am 30.10.2001 vom Ersten Bürgermeister C.-F. A. Freiherr von Beust zum Innensenator ernannt, nach diversen bizarren Auftritten (unter anderem im Deutschen Bundesrat) und heftigen persönlichen Anwürfen gegen den Ersten Bürgermeister am 19.08.2003 jedoch aus dem Hamburger Senat entlassen.
Nach Schaffung des neuen Stadtteils Sternschanze (im Bezirk Altona) liegt die Bartelsstraße seit 2008 administrativ in diesem östlichen Appendix des Bezirks.

siehe auch: Schanzenstraße

 

Beatlesplatz
Dieser Platz soll an den Beginn des Aufstiegs der Beatles mit ihren Hamburger Auftritten in den Jahren 1960-62 zu einer der international bedeutendsten und einflussreichsten Musikgruppen des 20. Jahrhunderts erinnern. Er markiert den Schnittpunkt der Reeperbahn mit der Großen Freiheit, wo mit dem "Star-Club", dem "Kaiserkeller" und dem "Indra-Club" wichtige Auftrittsorte der Gruppe liegen. Im Hinblick auf die übrigen Orte in Hamburg, die mit den Beatles in engerer oder weiterer Verbindung stehen, wie z.B. der "Top 10 Club" an der Reeperbahn, ist die entsprechende Gestaltung der Einmündung der Großen Freiheit in die Nordseite der Reeperbahn im Sommer 2008 erfolgt. Die Planungen begannen bereits im Jahre 2001. Während des langen Vorlaufs erfolgte zunächst die Entscheidung über die Gestaltung im Rahmen eines – privat organisierten und durchgeführten – Wettbewerbs, anschließend mussten die für den Umbau erforderlichen Mittel akquiriert werden. Da die Kosten für den Umbau der Straßenfläche – in Form einer überdimensionalen Schallplatte – sowie die Anfertigung und Errichtung einer Skulptur um mehrere hundert Prozent – auf ca. 460.000 Euro in die Höhe geschossen waren, erklärte sich im Sommer 2007 auch die Stadt Hamburg bereit, mit einem Zuschuss in Höhe von 75.000 Euro zur Realisierung beizutragen. Hintergrund dafür ist die erhebliche touristische Bedeutung der frühen "Beatles"-Auftritte für das Hamburger Stadtmarketing.
Nach einer Bauzeit von gut drei Monaten wurde der Platz am 11. September 2012 vom damaligen ersten Bürgermeister Hamburgs, Ole von Beust, und dem damaligen Bezirksamtsleiter Markus Schreiber, einem bekennenden Beatles-Fan, eingeweiht.
Zu den charakteristischen Gestaltungselementen des Platzes gehört ein schwarzer Granitbodenbelag von 29 Metern Durchmesser, in den Edelstahlringe und Stroboskop-Leuchtdioden eingelassen sind, die die Rillen – und bei Dunkelheit auch die Drehung – einer klassischen Langspielplatte symbolisieren. Auf dem Platz stehen fünf Figuren in Form von Silhouetten, stellvertretend für die vier bekannten Bandmitglieder John Lennon, Paul McCartney, George Harrison und Ringo Starr sowie für Stuart Sutcliffe, der zur Gründungsformation gehörte.
Bemerkenswert ist neben einem erheblichen privaten Engagement für die Realisierung dieses öffentlichen Platzes, in die bedeutenden Beiträge aus privaten Spenden und Sponsoring-Mitteln geflossen sind, allerdings auch, dass die in die Edelstahlbänder eingravierten Songtitel eine ganze Anzahl von Schreibfehlern aufweisen, wie die "Hamburger Morgenpost" im September 2009 berichtete (siehe: Hamburger Morgenpost, 15.09.2008: "Kiez: Fehler-Posse um den Beatles-Platz"). Dies hinderte Fans allerdings nicht daran, einzelne Abschnitte aus dem Asphaltgrund herauszulösen und – natürlich widerrechtlich – mitzunehmen.

siehe auch: Große Freiheit

 

Becker's Passage
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Diese parallel zur Hein-Hoyer- bzw. Rendsburger Straße verlaufende, typisch "vorstädtische" Passage aus dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts zwischen der Clemens-Schultz- und der Simon-von-Utrecht-Straße wurde in den vergangenen Jahren saniert.
Das frühere Erscheinungsbild beschreibt das Stadtrundgangsbuch "Kiek mol" in seiner Ausgabe 1993 noch folgendermaßen:
"Schon ein Blick … zeigt, daß sich die Hofgebäude sehr wohl von denen an der Straße unterscheiden. Sei es in der Geschoßhöhe oder im stark reduzierten Fassadenschmuck. Letzteres wird noch deutlicher bei den Passagen zwischen Clemens-Schultz- und Simon-von-Utrecht-Straße, (Mathilden- und Becker's Passage, …). Hinter den repräsentativen Vorderhäusern liegen lediglich durch Gesimsbänder gegliederte Hinterhäuser. Der Blick der Hofbewohner fällt auf die rohe Backsteinrückseite des Vorderhauses, welches nicht nur auf jeglichen Schmuck, sondern auch auf Putz verzichtete." (Kiek mol, 1993: S. 284)
Die Benennung geht wohl auf den Erbauer der Anlage, J.N.B.G. Becker, zurück. Dieser war – z.B. laut »Hamburger Adreßbuch« des Jahres 1892 – damals wohnhaft in der Marienstraße No. 13a. (Diese wurde 1899 in Eckernförder und 1948 in Simon-von-Utrecht-Straße umbenannt.)

siehe auch: Mathilden-Passage

 

Beckstraße
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BECKERSHAUS: (St. Pauli), 1869, nach dem Vorbesitzer des Geländes und Erbauer der Straße J.C.H. Beck.
EStH: Ben.[annt] 1869 nach dem Grundeigentümer J.C.H. Beck.
HANKE: (1869), Johann C.H. Beck (1830-1904), dortiger Grundeigentümer, legte die Straße an.
Bei LANGE findet man zu den "Terrassen und Passagen zwischen Sternstraße und Neuem Pferdemarkt" die folgende Beschreibung: "Beckstraße 8-20, 9-21/ Neuer Pferdemarkt 17-19; St. Pauli; 1898/ 99. – Die Beckstraße, 1869 von der Sternstraße aus als privater Stichweg in das Blockinnere angelegt und 1898 zum Neuen Pferdemarkt verlängert, weist zwar den typischen Querschnitt einer Terrasse auf, die Einmündungen durften aufgrund des Bebauungsplangesetzes von 1892 jedoch nicht mehr überbaut werden, so daß die Anlage strenggenommen als Privatstraße zu charakterisieren ist. Bemerkenswert ist die repräsentative Architektur der Bauten, an denen sich das dialektische Verhältnis von Vorder- und Rückseite ablesen läßt: Zeigen die Etagenwohnhäuser am Neuen Pferdemarkt 'herrschaftlichen' Stuckdekor in opulenter wilhelminischer Neorenaissance, so bescheidet sich die rückwärtige Bebauung an der Beckstraße mit Backsteingliederungen." (siehe: Lange, 1995: 94, "C10.2")
Nach Schaffung des neuen Stadtteils Sternschanze (im Bezirk Altona) liegt die Beckstraße seit 2008 administrativ in diesem östlichen Appendix des Bezirks.

siehe auch: Neuer Pferdemarkt

 

Bei dem Judenthore
PABEL: Wird nur von dem Hamburger Topographen Neddermeyer als 2. Einfahrt (d.i. Richtung Altona, nördlich vom Pinnasberg) erwähnt: "Diese Einfahrt wird auch das Judenthor genannt, die dahin führende Gasse erhielt nach 1811 den Namen Lange Straße und wurde schon 1633 bebauet. Früher lag hier der Falkenhof, bestehend aus 55 kleinen Häusern, 21 Sählen und 2 Kellern." (F.H. NEDDERMEYER Topographie der Freien und Hanse Stadt Hamburg. Hamburg, 1832: S. 337.) Das Juden-Tor war kein eigentliches Tor; man müßte es richtiger als einen (Grenz-)Durchgang bezeichnen. Das Bestimmungswort "Juden" bleibt rätselhaft; möglicherweise wurde es vorzugsweise von jüdischen Kleinhändlern frequentiert.
Eine andere Erläuterung beruht auf der Tatsache, dass die nicht durch Wall oder Stadtmauer befestigte Stadt keine – nach jüdischem Religionsgesetz notwendigen – eindeutigen Umfassungen hatte: Am Sabbat sollten sich gläubige Juden und Jüdinnen nach rabbinischem Gesetz an einem von Mauern umgebenen oder zumindest eindeutig umgrenzten Ort aufhalten ('eruv reshuyyot). Da dies in Altona nicht gegeben war, wurden – wie andernorts auch (siehe: Freimark / Lorenz / Marwedel, Judentore, Kuggel, Steuerkonten. Hamburg, 1983.) – symbolische Tore in Gestalt von Pfosten oder Haken und einer daran befestigten Leine über alle aus der Stadt herausführenden größeren Straßen gespannt, so dass den religiösen Anforderungen Genüge getan war. An einzelnen Stellen waren bis zum 2. Weltkrieg noch die dazu verwendeten Haken vorhanden, besonders im Bereich der von zahlreichen jüdischen Bürger/innen bewohnten Straßen des alten Altonaer Stadtzentrums bei der Trinitatis-Kirche südlich des Jüdischen Friedhofs an der Königstraße.
Auf Altonaer Seite mündete die Straße ["Bei dem] Juden Thor[e"] in die "Schlachterbuden", wie eine Karte Altonas aus dem Jahre 1802 belegt.

siehe auch: Schlachterbuden

 

Bei dem Krankenhofe
PABEL: Der Krankenhof auf dem Hamburger Berg (St. Pauli) hieß ursprünglich "Pesthof".
Die Umbenennung erfolgte 1797 im Geiste der Aufklärung, da der alte Name inzwischen als anstößig empfunden wurde, und nachdem diese Einrichtung schon seit langer Zeit nicht mehr vorrangig zur Absonderung und Unterbringung von Pestkranken, sondern - in Form eines allgemeinen städtischen Krankenhauses - zur Behandlung von akut und chronisch Kranken, aber auch als Ort des dauerhaften Aufenthalts für Alte und vor allem für Menschen mit geistigen Behinderungen oder schweren psychischen Leiden diente.

siehe auch: Pesthof

 

Bei dem Trichter
PABEL: Ursprünglich für eine Häusergruppe in St. Georg nahe einem dortigen Wirtshaus namens "Der Trichter" verwendete Bezeichnung. Weit bekannter war ein gleichnamiges Lokal auf dem Hamburger Berg, der "Trichter" auf St. Pauli (siehe: "Beim Trichter").

siehe auch: Beim Trichter

 

Bei den Kirchhöfen
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BECKERSHAUS: (St. Pauli, Neustadt), ein 1794 im Volksmund entstandener Name, als Zugangsweg zu den seit 1794 vor dem Dammtor gelegenen und ab 1879 allmählich geschlossenen Begräbnisplätzen der innerstädtischen und der vorstädtischen Kirchspiele.
EStH: Ben.[annt] im Volksmunde als Zugangsweg zu den seit 1794 vor dem Dammtor ausgewiesenen und seit 1879 allmählich geschlossenen Begräbnisplätzen der städtischen Kirchen.
HANKE: Der Name dieser Straße erinnert an die Friedhöfe der Hauptkirchen, die sich mit Ausnahme von St. Jacobi von 1794 bis 1899 auf Flächen des heutigen Messegeländes und von Planten un Blomen befanden.
Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts bildete die Straße die südliche und einen Teil der östlichen Begrenzung des Zoologischen Gartens, der sich südlich der Verbindungsbahn befand, und nahm den Verlauf der heutigen St. Petersburger und der Marseiller Straße vorweg. Der südwestliche Straßenabschnitt erhielt 1898 den Namen Jungiusstraße, während der nordöstliche in Richtung auf die Marktstraße verlängert wurde. Er bildete seither eine unmittelbare Verlängerung der Marktstraße nach Nordosten am Alten Botanischen Garten vorbei bis zum Dammtor-Bahnhof.
Der Verlauf der Straße änderte sich zu Beginn der 1980er-Jahre erneut durch die Errichtung weiterer Hallen im südlichen Bereich des Messegeländes. Dieser Erweiterung des Messegeländes fielen auch die Pastorats- und Gemeindegebäude der Kirchengemeinde St. Pauli-Nord mit den Standorten Bei den Kirchhöfen 4 und Holstenglacis 7 zum Opfer. Die beiden Gebäude neben der Gnadenkirche waren bis 1972/73 von der Gemeinde genutzt worden und sollten bereits Anfang 1973 abgerissen werden, um zusätzliche Stellplätze für die Internationale Gartenbau-Ausstellung "IGA '73" zu schaffen. Dieser Plan wurde jedoch durch BesetzerInnen vereitelt, die dort für einige Jahre ein Projekt zur Betreuung von Kindern und Jugendlichen (mit Tageseinrichtung und einem Angebot von Jugendwohnungen) unterhielten, bevor sie in neue Räume im Karolinenviertel umziehen konnten.
Auf dem heutigen Gebiet der Parkanlage und des Ausstellungsgeländes zwischen Tiergartenstraße, Marseiller Straße, Holstenglacis, Gnadenkirche und Karolinen- bzw. Rentzelstraße bestanden rund ein Jahrhundert lang – zwischen Ende des 18. Jahrhunderts und ca. 1900 – die Friedhöfe der Hamburgischen Hauptkirchen.
Schon 1606/07 wurden nahe der Altonaer Grenze der sog. »Pesthof«, d.h. das Krankenhaus für chronisch Kranke, mit seiner kleinen Kirche und einem eigenen Kirchhof und 1712 die Quarantäne-Station in der Nähe des Standortes der Ölmühle (siehe: Ölmühlenstraße) angelegt. Sie wurde wegen der 1712/13 in Hamburg grassierenden Pestepidemie benötigt, konnte jedoch nur wenig zu einer Verringerung der großen Zahl von Todesopfern beitragen. Im Jahre 1713 war die Situation in der Stadt so prekär geworden, dass man christliche und jüdische Tote gemeinsam in einem Massengrab vor der Stadt beisetzen musste. Dieser Ort lag in der Nähe der heutigen Tiergartenstraße und trug noch lange Zeit den Namen »Pesthügel«.
Die für die innerstädtischen Kirchen Ende des 18. Jahrhunderts angelegten »Kirchhöfe vor dem Dammthor« haben ihren Ursprung in diesem 1713 vor den Wällen angelegten Friedhof für die Pestopfer. Die neuen Auffassung des Aufklärungszeitalters über hygienischen Bedingungen bei Bestattungen und neue »Seuchengesetze« führten dazu, dass ab 1794 zunächst die in der Innenstadt gelegenen Begräbnisplätze der Kirchspiele St. Petri, St. Nikolai und der Klosterkirche St. Johannis, später auch die Friedhöfe von St. Katharinen (1797), St. Michaelis (1799), der Klosterkirche des St. Maria-Magdalenen-Klosters (1805), von St. Gertruden und St. Pauli westlich der Stadt vor den Wällen zusammengefasst wurden.
Dazu berichtet das "Hamburgisches Adress-Buch auf das Jahr 1801" im Abschnitt "Behörden und andere Körperschaften, amtliche Information: Siebenter Abschnitt. [4.] Einige Local-Notizen. Abschnitt a) Nachrichten für Fremde, verschiedene Hamburgische Merkwürdigkeiten betreffend", S. 368:
"B e g r ä b n i s p l ä t z e sind seit einigen Jahren, von den fünf Hauptkirchen, vor der Stadt, besonders vor dem Dammthor angelegt. Sie sind mit Bäumen und Gebüsch malerisch bepflanz, und einige mit Reihen italienischer Pappeln umgeben. Jeder Platz hat seine eigene Todtenhalle, die zweckmäßig erbauet sind. Nur läßt sich der Geschmack der meisten Monumente nicht rühmen."
Der "Hamburg - Führer durch die Freie und Hansestadt und ihre Umgebung. Offizieller Führer des Fremdenverkehrs-Vereins Hamburg. Vierte, stark erweiterte Auflage.“ (1926) weist mit mildem Spott auf die Parzellierung der Friedhöfe bzw. des später parkartigen Geländes hin. Es heißt dort:
"In Hamburg befanden sich die letzten Ruhestätten zunächst bei den Kirchen und dann um die Kirche herum, bis die Bevölkerungszunahme es notwendig machte, diese Kirchhöfe vor die Stadt zu verlegen., was in den letzten Jahren des 18. und den ersten Jahren des 19. Jahrhunderts geschah. Das Separatistische der einzelnen Kirchspiele behauptete sich auch hier, und so finden sich vor dem Dammtor die Kirchhöfe fein säuberlich zwar nebeneinander, aber noch sind die Hecken erkennbar, durch die sie voneinander geschieden wurden. …
Aber die alten Friedhöfe lagen nicht lange vor der Stadt. Immer weiter baute sich die Stadt aus, über die alten Befestigungen hinaus, über die Wallanlagen und die davor gelagerten breiten Gräben hinweg, bis sie, wie einstmals die Kirchhöfe selbst, wieder mitten in der Stadt lagen. Ihre Ausmaße waren auch viel zu gering, als das sie dauernd die Saat des Todes fassen konnten, und so musste man sich rechtzeitig nach einem neuen Totenfeld umsehen, das man nach langer Ausschau auf dem Weidegelände in O h l s d o r f fand." (a.a.O., S. 51/ 52)
Ihre Nutzung für Bestattungen wurde schließlich zwischen 1879 und 1899 nach Eröffnung des neuen Ohlsdorfer Zentralfriedhofes allmählich eingestellt. Laut §9 der Begräbnisordnung vom 27. September 1882 durften Bestattungen auf den »Begräbnisplätzen vor dem Dammthor, in Eppendorf und in Hamm« generell nur noch maximal 15 Jahre bis 31.12.1895 (gerechnet ab 1. Januar 1880) in Familien-Erbgräbern stattfinden. In Grüften und Mausoleen durften Beisetzungen im Einzelfall mit besonderer Genehmigung auch noch nach diesem Zeitpunkt durchgeführt werden. Mit einer Sondergenehmigung sollten Familienmitglieder noch weitere 10 Jahre in Erbgräbern beigesetzt werden dürfen. Danach sollte von der endgültigen Schließung der Friedhöfe an noch eine 25-jährige Ruhezeit gewährt werden, in der allerdings bereits die "allmähliche Aufhebung der Begräbnisplätze" durchgeführt .werden sollte. Zu den Grabsteinen und Gebäuden heißt es in diesem Zusammenhang: "Die auf den Begräbnisplätzen befindlichen Denkmäler und Bauwerke gehen, ..., mit dem Ablauf der Ruhezeit in das öffentliche Eigenthum über."
Die Vorbereitungen für die Anlage des neuen »Centralfriedhofes Ohlsdorf« traf zu dieser Zeit die »Senats- und Bürgerschafts-Commission für die Verlegung der Begräbnisplätze«. Im Jahre 1894 gingen fast alle alten lutherischen Kirchhöfe in Hamburg in die Verwaltung der Friedhofsdeputation über und wurden bereits 1904 endgültig für Beerdigungen geschlossen. Die »Kirchhöfe vor dem Dammthor« bestanden noch bis in die 1930er-Jahre als mit hohen Bäumen bestandene Parkanlagen weiter. Sie wurden im nördlichen Teil überwiegend zur ersten großen "Niederdeutschen Gartenschau Planten un Blomen" (1936) abgeräumt; bald danach folgte auch der südliche Teil, d.h. das heutige Messegelände südlich der heutigen St. Petersburger Straße. Eine Reihe von Grabsteinen – z.B. der Handwerker-"Ämter" – und Grabdenkmälern bedeutender Hamburger Familien wurde bei dieser Gelegenheit auf den Zentralfriedhof Ohlsdorf versetzt. Noch 1953 fand man aber bei den Vorbereitungen für die erste "Internationale Gartenschau" nach dem 2. Weltkrieg ("IGA 1953") zahlreiche Grabsteine im Untergrund, die laut damaligen Presseberichten (z.B. im »Hamburger Abendblatt«) gesprengt bzw. zerkleinert werden mussten.

 

Bei den Thranbrennereien
PABEL: Am Elbufer vor Altona entstand 1649 eine Anlage mit Brennereien zur Verarbeitung des Trans, der um diese Zeit in großem Umfang von den Walfängern vor Grönland angelandet wurde. Die Brennerei "brannte am 4. Januar 1675 ab. Durch dieses Feuer gingen acht Packhäuser mit aller Geräthschaft verlohren. Die Eigner konnten wegen der geschlossenen Thore nicht aus der Stadt kommen und also nicht gerettet werden" (M.G. STELTZNER, Versuch einer zuverläßigen Nachricht von dem kirchlichen und politischen Zustand der Stadt Hamburg ...; Band III: S. 1082). Die Anlage wurde 1679 abgebrochen und 1768 auf dem Gelände das Hanfmagazin angelegt, welches "bis zum 13. August 1808 benutzt wurde, dann aber mußte es geräumt werden, um den aus Dänemark zurückgeführten Spaniern zum Gefängnis zu dienen." (F.H. NEDDERMEYER, Topographie der Freien und Hanse Stadt Hamburg. Hamburg, 1832: S. 342.) In der Franzosenzeit wurde es Militärhospital, zwischendurch Werk- und Arbeitshaus, und im Januar 1814 teils demoliert, teils abgebrannt.
Eine Karte Altonas aus dem Jahre 1802 zeigt allerdings am Elbufer südlich der "2te[n] Bernhards Strasse" sowohl eine "Trahn Brennerey" als auch das "Hanf Magazin", so dass man wohl davon ausgehen kann, das beide zu Beginn des 19. Jahrhunderts noch in Funktion waren. Zudem berichtet J. H. SCHOLZ in seinem Führer "Hamburg und seine Umgebungen" (Hamburg, 1808):
"Noch befinden sich in dieser Vorstadt [St. Pauli] das große hamburgische Hospital, der Kranken-Hof und an dem Ufer der Elbe die Hanf-Magazine und die Thran-Brennereien. Letztere verpesten im Sommer, wenn der Thran gebrannt wird, die ganze umliegende Gegend und verbreiten weit umher einen äußerst widrigen Geruch." (a.a.O., S. 19 ff.)

 

Bei der Armenschule
Ein schmaler Weg dieses Namens führte ursprünglich, von der Großen Roosenstraße (heute: Paul-Roosen-Straße) in der damaligen Altonaer Altstadt kommend über den Hamburger Berg bzw. durch St. Pauli, in Richtung der Bastion Henricus der Hamburger Wallanlagen. (Dort befindet sich heute das Museum für Hamburgische Geschichte.)
Namensgebend war eine sog. "Armenschule", d.h. eine öffentliche Schule, für die kein Schulgeld erhoben wurde, wie es in den Privatschulen üblich war, die bis zur Schulreform 1871 einen Großteil des Unterrichtsangebotes in Hamburg gewährleisteten.
Eine Darstellung dieser Armenschule enthält u.a. der "Neue[r] Fremden-Führer durch Hamburg" aus dem Jahre 1843 (S. 29: "Armenschule in der Vorstadt St. Pauli.").
Eine Darstellung dieser Armenschule enthält u.a. der "Neue[r] Fremden-Führer durch Hamburg" aus dem Jahre 1843 (S. 29: "Armenschule in der Vorstadt St. Pauli."). Auch das "Hamburgische Adress-Buch für das Jahr 1845" beschreibt die Armenschule im Abschnitt "Alphabetisches Verzeichniss hiesiger öffentlicher Anstalten, wohlthätiger Stiftungen und Vereine, wissenschaftlicher Institute, sehenswerter Gebäude und anderer Merkwürdigkeiten, zunächst für Fremde", Seite 392:
"Armenschule der Vorstadt St. Pauli. Die Errichtung dieser Armenschule wurde im Jahr 1830, als höchst nothwendig, beschlossen, und sie am 21. Junius 1831 feierlich eingeweiht. Für 250 Kinder ist darin Platz, obgleich in den letzten Jahren diese Zahl überschritten werden musste, weil die Gemeinde sich fortwährend auch durch Hülsbedürftige vergrösserte. Der Director dieser Schule ist der jedesmalige Pastor der Gemeinde. Vorsteher sind sämmtliche Armenpfleger. Aus diesen sind zwei Schulvorsteher erwählt, welche zunächst die Aufnahme der Kinder zu besorgen haben. Die Schule führt den Namen A r m e n s c h u l e , nicht F r e i s c h u l e , wodurch ihr Zweck näher bestimmt wird. Kein Kind kann vor dem siebenten Lebensjahre, und nicht ohne Tauf- und Blatternschein aufgenommen werden. Jährlich ist einmal öffentliches Examen. Die Knaben werden in den gewöhnlichen nothwendigen Gegenständen unterrichtet, die Mädchen ausserdem noch in den erforderlichen Handarbeiten."
Im Zuge des Baumbooms der gründerzeitlichen Stadterweiterungen im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts wurde das Gebiet dann planmäßig parzelliert. Die neu entstandenen Grundstücke wurden 1866 "abseiten der hochlöblichen Finanzdeputation" an "Spekulanten" – ein damals durchaus üblicher Begriff – zur Bebauung mit Wohnungen und Gewerbebauten veräußert und von diesen Projektentwicklern, – wie man heute wohl sagen würde – mit vier- bis fünfgeschossigen Etagenhäusern an der Straßen und Terrassenanlagen in zahlreichen Hinterhöfen bebaut. Dies war nicht immer problemlos, denn in den sumpfigen Gebieten der ehemaligen Talaue des Pepermölenbeks gab – und gibt! – es im Untergrund Weichschichten und Torflinsen, die die Stabilität der neuen, großen Häuser beeinträchtigten und bis heute zu Verformungen von Mauern und Schiefstellungen von Decken in zahlreichen gründerzeitlichen Gebäuden in diesem Gebiet führen.
Die aus dem Weg entstandene, schnurgerade neue Straße erhielt zunächst den Namen Kieler Straße, später Clemens-Schultz-Straße.

siehe auch: Kieler Straße

 

Bei der Erholung
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PABEL: Auch zur Unterscheidung von der "Erholung" am Dragonerstall "Elberholung" genannt, verdankt ihren Namen einem etwa 1815 erbauten Wirtshaus in St. Pauli, nahe den Anlagen um das (heutige) Bismarckdenkmal (Elbpark), seit 1817 mit der vom Oberalten A.C. Martens erbauten Elbhalle verbunden. Seit 1879 Circusweg (Zirkusweg), Standort des Zirkus Renz und Zirkus Busch.
Einen Eintrag aus dem Adreßbuch von 1830 über eine ehemals an dieser Stelle befindliche Holzhandlung dokumentiert HECKSCHER (1909): "Peter Ernst Hartenfels, Lager v. Mahag. Jacaranda, Ebenholz u allen feinen Nutzhölzern in Blöcken, Bohlen und Fournieren. Eichen und Föhren, Bauholz. Rheinwein, Mineralw. Geneverkruken, Glas und Pfeifenthon. St. Pauli, B. d. Erholung 3." Er fährt fort: "Der dann folgende Weg zwischen den Baumreihen war unbenannt, er führte zu der Straße Bei der Erholung (so genannt nach dem Wirtshause die Erholung bei der Elbe, auch Elbhalle bezeichnet), die sich vor den Häusern bis zur zweiten Bernhardstraße hinzieht; er hat erst seit 1879 den Namen Circusweg erhalten, weil auf dem Platze hinter der Holzhandlung, seit mehreren Jahren, der von Ernst Renz erbaute Kunstreiterzirkus lag."
(Siehe: J. Heckscher: "Das Panorama einer Reise von Hamburg nach Altona und zurück" von Peter Suhr in Hamburg, erklärt von J. Heckscher. Berlin, 1909: S. 37.)
Die moderne Promenade "Bei der Erholung" ist erst seit 2003 entstanden. Der repräsentative Spazierweg verläuft hinter dem Hotel "Hafen Hamburg", dem Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin und einigen anderen öffentlichen Gebäuden am Rand der sog. Hafenkrone oberhalb der Landungsbrücken. Er bietet einen weiten Blick über den Nordrand des Hafengebiets. Die Broschüre "Hamburgs Grün zwischen Tradition und Trends" beschreibt den Ort folgendermaßen:
"Der etwa 500 Meter lange Fuß- und Radweg auf der Geestkante oberhalb der Elbe bietet einige der schönsten Aussichten über den Hamburger Hafen und verbindet im Osten die Wallanlagen über den Alten Elbpark mit dem Elbufer.
Die drei Eingangsbereiche von der David-, Bernhard-Nocht- und Seewartenstraße wurden … durch liegende Metalllinsen einheitlich markiert und laden Besucher ein, sich hier frei zu bewegen, in Ruhe die Aussicht zu genießen oder sich die Beine zu vertreten. Mehrere offene Aussichtsterrassen bieten Bänke zum Sitzen und fangen die Mittagssonne ein. Zwischen den Aussichtsterrassen wurden die Baumreihen weiter fortgeführt, …"
(siehe: Hamburgs Grün, 2007: S. 19)

siehe auch: Zirkusweg

 

Bei der Oelmühle
PABEL: Diese Mühle stand nördlich vom Heiligengeistfeld. Die 1841 nach dem Umfeld benannte Straße im Norden St. Paulis – die frühere Verlängerung der Marktstraße in östlicher Richtung – wird schon 1633 erwähnt. Bei der dänischen Belagerung Hamburgs im Jahre 1686 wurde die Mühle im Auftrag der Stadt "von den Dragonern abgebrannt, weil das Gebäude der Bastion Joachim im Wege lag und die Sternschanze verdeckte, so daß die von den Dänen gegen die Stadt aufgeworfenen Batterien nicht bestrichen werden konnten" (F.H. Neddermeyer, Topographie der Freien und Hanse Stadt Hamburg. Hamburg, 1832: S. 341).
Die Aussage Pabels, dass die Straße Bei der Oelmühle eine "frühere Verlängerung der Marktstraße in östlicher Richtung" bildete, dürfte nicht zutreffend sein. Es handelte sich hingegen um einen Weg, der südlich der Marktstraße verlief und später den Namen Ölmühlenstraße erhielt. Er setzte sich bis zum Beginn der 1890er Jahre südlich des alten Spritzenhauses über den damaligen Müllergang hinaus nach Westen fort. Die dortige Bebauung – einschließlich des Spritzenhauses – wurde jedoch zur Erweiterung des Schlachthofgeländes bis zum Neuen Kamp von der Stadt angekauft und abgebrochen.
Die Ölmühle wirkte noch bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts als namensgebendes Element für diesen Teil St. Paulis weiter, denn die Bezeichnung "Karolinenviertel" kam erst in den 1970er Jahren in Gebrauch.
In seiner Topographie bemerkt J.L. von HEß bereits 1811: "Auch die Oelmühle ist längst eingegangen, doch wird die Spur davon solange unverloescht bleiben, als die Gegend ihren jetzigen Namen daher fuehrt." (Heß, Jonas Ludwig von: Hamburg topographisch, historisch und politisch beschrieben. Zweite Auflage, umgearbeitet und vermehrt. Dritter Teil. Hamburg, 1811: S. 48.)
Dies gilt auch noch NEDDERMEYER, der in seiner "Topographie der Freien und Hanse-Stadt Hamburg" (1832; S. 331-332) in einer Tabelle mit einer "Übersicht der in den Jahren 1813 und 1814 stattgefundenen Demolition und Verbrennungen auf dem Hamburgerberg" u.a. für die Gegend "Bei der Oelmühle" folgende Verluste an Gebäuden aufzählt:
"2te Demolition im Octob. und Nov. 1813. Bei der Oelmühle.
die Mühle
26 Grundstücke
3 Fabrikgebäude
44 Häuser
1 Keller
34 Sähle
48 Buden."

Hier dürfte es sich um die gesamte damalige Bebauung im Norden der Vorstadt, d.h. im heutigen Karolinenviertel, gehandelt haben.

siehe auch: Ölmühle

 

Bei der Schilleroper
(zeitweiliger Name: Circusstraße; in einigen Karten fälschlich: Amselstraße)
BECKERSHAUS: (St. Pauli), 1848. »Schilleroper« war die letzte Bezeichnung für dieses Theater. Ursprünglich hieß es »Schillertheater« und auch »Oper im Schillertheater«. Es war aus dem umgebauten Zirkusgebäude Paul Busch entstanden und wurde am 19. April 1905 eröffnet. Ab 1932 wurde es auf Operettenaufführungen umgestellt.
HANKE: kein Eintrag.
Die namensgebende Schilleroper, deren Bau heute weitgehend brach liegt und dem Verfall preis gegeben ist, kann als weit nach Norden vorgeschobener Ausläufer des Vergnügungsviertels von St. Pauli betrachtet werden, gehörte aber bis zum Inkrafttreten des Groß-Hamburg-Gesetzes und seiner Grenzverschiebungen zur preußischen Nachbarstadt Altona.
H. HIPP liefert in seinem "Kunst-Reiseführer Hamburg" folgende knappe Beschreibung: "Der durch Krieg und Abnutzung veränderte runde Stahlskelettbau war 1889-91 für den Circus Busch erbaut worden (der dann 1899 an die Reeperbahn umzog); von der Manege hat er seine Form. 1905 wurde erstmals ein Theater eingerichtet, das seinen Namen zum 100. Todestag Friedrich Schillers erhielt. – Opern und Tragödien, Revuen und Sittenstücke führte es auf; Laiengruppen der Hamburger Arbeiterbewegung nutzten es für ihre Aufführungen. Nach einem Umbau 1932 wurde daraus die 'Oper im Schiller-Theater', dann die 'Schilleroper'. Weder die Neubarock- noch die Jugendstilfassade, auch nicht die routinierte Moderne vom Umbau 1932 (Esselmann & Gerntke) haben überlebt." (Hipp, Hermann: Freie und Hansestadt Hamburg. DuMont Kunst-Reiseführer. Köln, 3.Aufl./ 1996: S. 253.)
Eine ausführliche Beschreibung der Geschichte und Nutzung der Schilleroper bis zum Beginn der 1980er Jahre findet man in dem Suhrkamp-Taschenbuch "Die Schiller-Oper in Altona. Eine Archäologie der Unterhaltung" von Horst Königstein (Suhrkamp-Taschenbuch, st 832. Frankfurt/M.: Suhrkamp, 1983). Die unterschiedlichen historischen Episoden sind mit zahlreichen s/w-Abbildungen illustriert.

 

Beim Grünen Jäger
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BECKERSHAUS: (St. Pauli), 1932, nach dem früher dort gelegenen Wirtshaus "Zum Grünen Jäger".
HANKE: Der Straßenname erinnert an das früher am Neuen Pferdemarkt gelegene Wirtshaus "Zum grünen Jäger".
Die nur an der Westseite bebaute Straße "Beim Grünen Jäger" besteht aus zwei Abschnitten, die beide zur Stresemannstraße hin als Sackgassen enden. Sie bildete bis zur Gebietsreform durch das Groß-Hamburg-Gesetz (1938) den östlichsten Straßenzug der - damals preußischen - Nachbarstadt Altona und damit eine Vorstadtstraße am Rande des bebauten Stadtgebietes. Dies belegen bis heute einige kleinere Häuser, die zu den früheren Bauschichten der Straße (ab ca. 1850/1860) zählen und noch mit gewerblichen Hofbauten versehen sind, wie z.B. das Ensemble Beim Grünen Jäger 6, 6a. Dort ist noch ein Hofgebäude erhalten, das vor seiner Umnutzung als Tanzschule eine Werkstatt bzw. ein Stallgebäude war. Letzteres geht auf die in diesem Gebiet bereits seit Ende des 18. Jahrhunderts stattfindenden Viehmärkte zurück. Dazu heißt es im "Statistischen Handbuch für den Hamburgischen Staat" des Jahres 1880:
"In der Nähe der Grenze des Hamburgischen Gebietes gegen Altona, zum größten Teil auf den im Hamburgischen Territorium belegenen Viehmärkten, theils aber auch in den der Grenze zunächst belegenen Straßen Altona's wird ein bedeutender Handel mit Schlachtvieh betrieben."
(Statistisches Handbuch für den Hamburgischen Staat. Zweite Ausgabe. Hrsg. vom Statistischen Bureau der Steuerdeputation. Hamburg: Otto Meissner, 1880: S. 103 [Kap. V. Handel und Verkehr: S. 103-104; Abschn. IV. Die Viehmärkte]).
Eine ähnliche Bebauung findet sich auch noch an einigen Stellen an der Ostseite des Neuen Pferdemarktes, dort jedoch eher in den Hinterhausbereichen, wo ebenfalls in einer Passage zur Sternstraße und einer gewerblichen Terrasse noch ehemalige Stallgebäude in Fachwerkbauweise erhalten sind und ein Tierarzt nach wie vor seine Praxis betreibt.
Zu den erwähnenswerten Bauten gehört auch das Gebäude der 1926 als Backsteinbau errichteten doppelstöckigen Parkgarage (Beim Grünen Jäger 11 / 13) zu der ursprünglch eine Tankstelle und eine Werkstatt gehörten. Als eines der frühesten Gebäude dieser Art in Deutschland ist das Garagengebäude (einschließlich Rampe) seit 1987 ein eingetragenes Kulturdenkmal, ... das sich allerdings derzeit in einem eher unansehnlichen Zustand befindet.

siehe auch: Jägerstraße, Jägerpassage

 

Beim Trichter
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BECKERSHAUS: (St. Pauli), 1905, ein nach der Franzosenzeit erbautes Haus. Der Name ist abgeleitet von der eigenartigen Dachform des Gebäudes, das an einen umgestülpten Trichter erinnert. 1840 kaufte Peter Georg Hanse, der erste Wirt auf dem Süllberg, das Gebäude auf Abbruch, um das Dach als sichtbares Zeichen und Sehenswürdigkeit auf dem Süllberg zu installieren.
EStH: Ben.[annt] 1905 zur Erinnerung an das nach der Franzosenzeit erbaute ehemalige Wirtshaus dieses Namens.
HANKE: (1905) Die kleine Straße erinnert an eine große Attraktion von St. Pauli. "Trichter" wurde ein achteckiger trichterförmiger Pavillon genannt, der 1805 erbaut und 1889 zu einem beliebten Tanzlokal umgestaltet wurde. Er stand am östlichen Ende der Reeperbahn und wurde 1942 durch Fliegerbomben zerstört. Nach dem Krieg erlebte er bis zu seinem Abbruch 1958 noch einmal eine Wiederauferstehung, die aber nicht von Erfolg gekrönt war.
Heute erinnert nur noch der Straßenname "Beim Trichter" an diese ehemals beliebte Lokalität, an deren Ort sich bis zu seinem Abbruch Mitte 2009 das ehemalige "Astra-Bowling"-Gebäude befand. Diese "in Beton gegossene" Vergnügungsstätte der 70er-Jahre bot Jahre lang einen ruinösen Anblick und war Gegenstand vielfältiger Überplanungen vom "Urban Entertainment Center" mit I-Max-/ Multiplexkino bis hin zu Plänen eine Büro- und Gewerbebebauung ähnlich derjenigen am Millerntorplatz. Allerdings bot es auch verschiedenen kreativen Zwischennutzungen ein preisgünstiges Dach über dem Kopf, darunter dem "Mojo-Club" (später: "Mandarin-Casino") und der Künstlervereinigung "SKAM e.V.".
Inzwischen hat sich als Ergebnis eines städtebaulichen Wettbewerbs im Jahr 2004 für die Neubebauung ein Entwurf der Hamburger Architekten BRT – Bothe, Richter, Teherani durchgesetzt, der in der Öffentlichkeit schnell den Spitznamen "Tanzende Türme" erhielt. Die namensgebenden Bürotürme bilden ein rund 90 Meter hoch aufragendes "städtebauliches Zeichen" an der Reeperbahn. Südlich daran schließt sich ein Hotelkomplex, der den Bereich zwischen den Straßen Beim Trichter und Zirkusweg ausfüllt.
Jörg HASPEL beschreibt den "Trichter" in seinem Beitrag "Feierabendarchitektur" (in: ELLERMEYER / POSTEL, 1988: 81/82) wie folgt: "Der erste »Trichter« genannte Holzpavillon wurde im Zuge der allmählichen Auflassung der Hamburger Wälle im Jahre 1805 in den neuen Grünanlagen zwischen der Neustadt und der Vorstadt Hamburger Berg errichtet. Er bot seinen bürgerlichen Gästen durch die Auslegung von Zeitschriften und Tagesblättern Gelegenheit zu kultiviertem Genuss und bildender Unterhaltung. Auch dieses Gebäude fiel der französischen Brandschatzung zum Jahreswechsel 1813/14, wurde jedoch 1820 – mit Veranden und Lauben versehen – in vergrößerter Form wieder aufgebaut. Kurz vor 1900 wurde die Garten- und Kaffeehaus-Atmosphäre durch die Übernahme des Restaurationsbetriebes von Mutzenbecher verdrängt. In dieser Zeit zogen Bierhallen-Stimmung, musikalisch-artistische Darbietungen und Promenadenkonzerte als neue Attraktionen das Publikum an."
Im Handbuch "Hamburg – Von Altona bis Zollenspieker" heißt es knapp:
"Wenig später entstand 1805 am Millerntor der erste Hamburger Trichter, ein Erfrischungspavillon. 1813 zerstört, wurde er ab 1820 das 'Ballhaus Trichter' und als Revuetheater beliebt." (a.a.O., 2002: S. 956)
Beide Texte enthalten den LeserInnen eine Anekdote vor, die besagt, dass der erste hölzerne Erfrischungspavillon im Jahre 1810 durch einen in Altona entlaufenen Ochsen stark "demolirt" wurde. Der nach der französischen Brandschatzung um 1820 errichtete Neubau musste laut SCHREIBER / WALDEN: "Hamburg-St. Pauli" (2008, S. 29) bereits um 1868 "Mutzenbecher's Bierhalle" Platz machen. Über die weitere Geschichte des Ortes wissen SCHREIBER / WALDEN: "Hamburg-St. Pauli" (2008) zu berichten:
"Die turmbekrönte Kuppel [des 'Trichters'] gehörte zu dem imposanten Konzertgebäude, das der Gastronom Christian Hornhardt 1889 anstelle von 'Mutzenbecher's Biergarten" eröffnet hatte. Vor dem Ersten Weltkrieg hatten dort z.B. Militärkonzerte ein breites Publikum angesprochen. In den Goldenen Zwanzigern lockten Revuen im hier nun etablierten 'Ballhaus Trichter' vorwiegend männliche Gäste an. Anziehungspunkte waren nebenan das 1926 eröffnete Großkino 'Schauburg Millerntor' und das 'Kaffee Rheinterrassen'. Nur wenig von alldem überstand die Luftangriffe von 1943 bis 1945. Die Bavaria und St. Pauli-Brauerei errichtete 1964/65 auf dem Trichter-Grundstück das Astra-Bowling-Center. Von 1991 bis 2003 sorgte hier der 'Mojo Club' für musikalische Belebung, danach das 'Mandarin-Kasino'. Die denkmalgeschützte Litfasssäule [an der Ecke zur Reeperbahn] gab es um 1879 schon." (a.a.O., S. 31)
In dem 2009 erschienenen Rundgangsbuch "Hamburg: 20 thematische Spaziergänge." (Junius Verlag in Zusammenarbeit mit Stattreisen Hamburg. Hamburg, 2009.) findet sich folgende unterhaltsame Betrachtung über den „Trichter“ und seine Gäste in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts:
"Der erste 'Trichter' war eine Bierbude mit trichterförmigem Spitzdach als letzte Trinkgelegenheit vor dem Weg zurück durch die Stadttore nach Hamburg (…). Von hier aus ließ sich die arme Meute beobachten, die in Torschlusspanik nach Hamburg stürmte, um keinen Eintritt in die Stadt bezahlen zu müssen. Mehrfach neu- und umgebaut, war der 'Trichter' im 19¨Jahrhundert vor allem ein Biergarten mit Gartenlauben, die bei verliebten Pärchen sehr beliebt waren. 1889 wurde schließlich ein luxuriöses Etablissement mit Garten, rundem Ballsaal und einer prächtigen Kuppel eröffnet (…)."
Und über das 20. Jahrhundert heißt es an gleicher Stelle u.a.: "Ab 1926 zeigte das an Stelle des Biergartens errichtete 'Schauburg'-Kino mit 1.800 Plätzen und einer riesigen Orgel. Hier liefen auch 'linke' Filme, die bei der Konkurrenz, den UFA-Kinos, nicht gezeigt wurden. In den 1920er Jahren war der 'Trichter' ein international berühmter Revuepalast. Im Krieg zerstört, existierte er bis 1958 noch einmal als schnöder Nachkriegsbau, ehe 1969 eine Bowlingbahn gebaut wurde, deren Reste bald durch zwei Bürogebäude ersetzt werden sollen." (siehe: Jörg Tietgen, Vergnügungsviertel-Spaziergang; a.a.O. S. 264-65)
Im Zuge der Neubebauung ist die "Auferstehung" des "Mojo-Clubs" unter dem westlichen Vorplatz der Bürotürme in einem unterirdischen viergeschossigen Bauwerk erfolgt, das über eine versenkbare Treppe von der Platzfläche aus zugänglich ist. Diese Fläche ist im Eigentum des Bau- und des Hotelkonzerns, die die „Tanzenden Türme“ und das Hotel errichtet haben und nutzen; sie ist jedoch mit allen Nutzungsrechten einer öffentlichen Wegefläche versehen.

siehe auch: Zirkusweg

 

Bergstraße
Diesen Namen trägt die heutige Silbersacktwiete auf der dem Heft II der "Statistik des Hamburgischen Staats" (Hamburg, 1869) beigehefteten Karte. Sie wurde laut Amtsblatt der Freien und Hansestadt Hamburg vom 1. Oktober 1899 zeitweilig der Silbersackstraße hinzugezogen.
In dem Werk von NEDDERMEYER, "Topographie der Freien und Hanse-Stadt Hamburg" (1832) heißt es in dem Kapitel "Die Gassen der Vorstadt Hamburgerberg.":
"B e r g s t r a ß e. No.336 bis 345, Westseite 15 Häuser, 40 Wohnungen. – A.D. [= Armen-Distrikt] 2. No.373 bis 382a, Ostseite 9 Häuser, 20 Wohnungen. – A.D. [= Armen-Distrikt] 4.
Bebauet seit 1802 (S.B. [= Stadt-Erbebuch]). Die Westseite ist älter."

Die genannte Westseite gehört zum Bereich der St. Pauli-Kirche und dürfte daher ein Teil des alten Siedlungskerns der Vorstadt sein.

siehe auch: Silbersacktwiete

 

Bernhard-Nocht-Straße
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BECKERSHAUS: (St. Pauli), 1928, zu Ehren des Direktors des Institutes für Schiffs- und Tropenkrankheiten Professor Dr. Bernhard Nocht (1857-1945).
HANKE: (1924) Prof. Dr. Bernhard Nocht (1857-1945), Gründer des hier 1900 erbauten Bernhard-Nocht-Instituts für Schiffs- und Tropenkrankheiten. Bis 1924: Bernhardstraße.
An der Bernhard-Nocht-Straße sind zahlreiche öffentliche Gebäude angeordnet, für deren gemeinsames Erscheinungsbild auch der Begriff "Hafenkrone" verwendet wird, da sie elbabwärts weithin sichtbar sind und das Panorama des nördlichen Elbufers mit der hohen Geestkante überragen. In jüngster Zeit hat dieses Bild eine weitreichende Veränderung erfahren, da ihm auf dem Gelände der ehemaligen "Bavaria-St. Pauli"-Brauerei mehrere weithin sichtbare Bauten hinzugefügt wurden. Zu diesen Bauten zahlen das "Empire Riverside Hotel", der neue – gegenüber seinem Vorgänger mehrere Geschosse höhere – "Astra-Turm" und das 20-geschossige "Atlantic-Haus" (nach Vorentwürfen des Architekturbüros Herzog + Partner, München, und Plänen von gmp – Gerkan Marg und Partner, Hamburg, Entwurf und Ausführungsplanung) mit seinem charakteristischen, das Gebäude deutlich überragenden Klimatisierungsschacht. Die traditionellen "Staatsbauten" direkt an der Geestkante zur Elbpromenade hin beschreibt R. LANGE in seinem "Architekturführer Hamburg" (1995) wie folgt:
"Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, Bernhard-Nocht-Straße 74, St. Pauli. Architekten: Hochbauwesen, Fritz Schumacher (Ursprungsbau); E. Richter und G. Walter mit Hochbauamt (Wiederaufbau und Erweiterung).1909, 1910-14; Zerstörung 1944; Wiederaufbau und Erweiterung bis 1967. – Der traditionalistische Backsteinkomplex, als Heil- und Kontrollanstalt für Schiffs-, Geschlechts- und Tropenkrankheiten sowie als Ausbildungsstätte für Schiffs- und Kolonialärzte errichtet, bildet den Auftakt einer Reihe öffentlicher Gebäude mit hafenbezogener Nutzung, die den Geesthang von St. Pauli stadtbildwirksam überhöhen. Die Gesamtanlage gliedert sich, von Westen nach Osten gesehen, in das ehemalige Tierhaus für medizinische Experimente – beim Wiederaufbau stark verändert –, das Hauptgebäude mit der Verwaltung, hafenärztlichen Dienst, Laboratorien und Dienstwohnungen und das ehemals baulich isolierte Krankenhaus. Die Nachkriegszeit brachte nicht nur eine nachteilige Veränderung der Dachzone des Hauptbaus, sondern auch entstellende Anbauten." (siehe: Lange, 1995, S. 98, "C26")
In jüngster Zeit wurde das ehemalige zweigeschossige Tierhaus vollständig abgebrochen und 2006/07 durch einen viergeschossigen Neubau ersetzt, dessen geschlossene Wände auf seine beabsichtigte Nutzung hindeuten: Es handelt sich um ein Hochsicherheitslaboratorium für stark infektiöse und hochgefährliche Krankheitserreger. Bei der Errichtung dieses Neubaus kam es offenbar zu größeren technischen Schwierigkeiten, die zu massiven Schäden am Rohbau führten. Diese Schäden reichten teilweise bis in die Substanz und das Außenmauerwerk und mussten vor der Inbetriebnahme der Labore sehr kostenaufwändig beseitigt werden.
Östlich des heutigen Instituts des Universitätsklinikums Eppendorf schließt sich das Bundesamt für Seeschiffahrt und Hydrographie an. Dazu heißt es bei LANGE:
"Ehem. Navigationsschule, Bernhard-Nocht-Straße 76, St. Pauli. Architekten: Hochbauwesen, Albert Erbe. 1902, 1904-16. – Die zweite traditionsreiche Institution mit Bezug zu Hafen und Schiffahrt auf der Geestkante von St. Pauli war die staatliche Navigationsschule – …–, 1749 gegründet und 1946 nach Altona verlegt. Albert Erbe wählte hierfür die niederländische Renaissance mit ihren charakteristischen Bänderungen aus Sandstein als Vorbild, die wohl merkantile Assoziationen erwecken sollte, was nicht nur die Kartuschen mit den Namen berühmter Entdecker bzw. Geographen und Kartographen an den Fassaden nahe legen, sondern auch seine eigene Interpretation der Architektur als 'Formen Alt-Hamburger Bauten'." (siehe: Lange, 1995, S. 98, "C27")
Die Altbauten im mittleren Abschnitt der Bernhard-Nocht-Straße waren seit Mitte der 1990er Jahre Gegenstand wiederholter Immobilienspekulationen. Zunächst wurden Sie von dem Immobilienkaufmann Claus B. in sein umfangreiches "Portfolio" im Stadtteil St. Pauli eingegliedert. Dieser eröffnete in dem Ensemble Bernhard-Nocht-Str. 69-73 das "Erotic Art Museum", das später zum Nobistor umzog, jedoch ebenso wie andere Vorhaben der Insolvenz des Eigentümers zum Opfer fiel. In der anschließenden Zwangsversteigerung fielen große Teile des Blocks, der im Osten von der David-, im Norden von der Erich- und im Westen von der Balduinstraße begrenzt wird, an den neuen Eigentümer Burim O., der zunächst ebenfalls mit hoch fliegenden Plänen an die Öffentlichkeit ging. Auch er scheiterte jedoch, nachdem in andere geschäftliche Aktivitäten in schwerwiegende juristische Auseinandersetzungen verwickelt hatten. Es gelang ihm jedoch, die Grundstücke und Gebäude mit gutem Gewinn an neue Projektentwickler zu veräußern, die dort nun die sog. "Bernhard-Nocht-Terrassen" errichten. Mitte 2009 bildete sich gegen diese Pläne eine lokale Bürgerinitiative (siehe: http://www-no-bnq.de/), die den Erhalt und die Sanierung der Altbauten und eine fortdauernde Vermietung zu günstigen Konditionen verlangt. Zu den von den Plänen betroffenen standorttypischen "Institutionen" zählen auch die "Washington Bar" (Bernhard-Nocht-Str. 75-79) und das Hotel "Die Kogge", das gern von MusikerInnen, die auf einer Tournee in Hamburg gastieren, genutzt wird.
Ein Teil des Ensembles wurde im Jahr 2011 an eine Projektgruppe veräußert, die von der Hamburger Johann Daniel Lawaetz-Stiftung beraten wird. Sie errichtet inzwischen in dem Bereich vor dem historischen Speichergebäude und am südlichen Blockrand neue Wohnungen sowie Flächen für sozio-kulturelle Nutzungen, teilweise durch Umbau des vorhandenen Bestandes.
Im Frühjahr 2012 stürzte eines der unter Denkmalschutz stehenden Wohnhäuser (Bernhard-Nocht-Str. 85 / 87) überraschend ein, nachdem im Zuge von Unterfangungsarbeiten eine Giebelwand in eine Baugrube abgerutscht war. Die technischen Ursachen des Einsturzes und die Verantwortlichkeiten werden seither durch amtliche Stellen und bautechnische Gutachter untersucht. Ein Ergebnis lag bis Mai 2012 nicht vor.

siehe auch: Seewartenstraße

 

Bernhardstraße
EStH: siehe Antonistraße.
HANKE: heutiger Name: Bernhard-Nocht-Straße.
Die Bernhardstraße wurde noch bis zum Ende des 19. Jahrhunderts – ebenso wie die Carl-, Erich- und Friedrichstraße – traditionell in zwei Abschnitte unterteilt, die als "Erste" und "Zweite" Bernhardstraße bezeichnet wurden, wie in den Listen der "Compagnien" des Hamburger Bürgermilitärs nachzulesen ist. Sie wurden laut Amtsblatt der Freien und Hansestadt Hamburg vom 1. Oktober 1899 zur Bernhardstraße zusammengezogen.
In dem Werk von NEDDERMEYER, "Topographie der Freien und Hanse-Stadt Hamburg" (1832) heißt es in dem Kapitel "Die Gassen der Vorstadt Hamburgerberg.":
"B e r n h a r d s t r a ß e, erste. No.95 bis 112, 18 Häuser, 39 Wohnungen. – A.D. [= Armen-Distrikt] 3.
Die Gasse existiert seit 1794 (S.B. [= Stadt-Erbebuch])."

und:
"B e r n h a r d s t r a ß e, zweite. No.113 bis 126, 19 Häuser, 58 Wohnungen und 1 Gebäude ohne No. eine Silberschmelze – A.D. [= Armen-Distrikt] 3.
Seit dem Jahre 1797 bebauet (S.B. [= Stadt-Erbebuch]). No.126 ist das Amthaus der Reepschläger (Seiler)"

Die genannte Silberschmelze findet auch bei HECKSCHER (1909) Erwähnung:
"Das Gebäude an der Ecke der Davidstraße mit den drei Schornsteinen war eine Silberschmelze, welche durch ihren Feuerschein weithin die Nacht erhellte, und gar nicht selten, wenn der Schein zu stark war, die Feuerwehr alarmierte."
(Siehe: J. Heckscher: "Das Panorama einer Reise von Hamburg nach Altona und zurück" von Peter Suhr in Hamburg, erklärt von J. Heckscher. Berlin, 1909: S. 40.)
Im Gegensatz zur Feuergefahr wurden die Emissionen durch Rauch, Gerüche oder sogar giftige Dämpfe zu dieser Zeit offenbar noch nicht als gefährlich wahrgenommen, sondern als Teil der "vorstädtischen Gewerbeluft" akzeptiert. Dies galt auch an anderen Orten in der Vorstadt, z.B. an den Standorten von Tranbrennereien oder Dampfzuckersiedereien. Mitte des 19. Jahrhunderts wird das Karolinenviertel in einem Bauantrag sogar als "Fabrikgegend" bezeichnet, in der die geplante Anlage einer Anlage zur chemischen "Fabrikation von Mineralischen Farben, Phosphor- und Chlor-Präparaten [und zur] Kristallisation von Blausaurem Kali" kaum stören werde (nach: Kiek mol, 1993: S. 305 / 308).
Die Umbenennung in Bernhard-Nocht-Straße im Jahre 1928 bildete eine besondere Ehre für den damals noch amtierenden Direktor des Tropeninstituts.

siehe auch: Bernhard-Nocht-Straße

 

Bernstorffstraße
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BECKERSHAUS: (St. Pauli, Altona-Altstadt), 1948, nach dem dänischen Staatsminister Hartwig Ernst Graf von Bernstorff (1712-1772) und dessen Neffen Andreas Peter Graf von Bernstorff (1735-1797), die die deutschen Interessen im dänischen Gesamtstaat wahrten.
HANKE: (1948) Johann Hartwig Ernst von Bernstorff (1712-1772), und sein Neffe Andreas Peter Graf von Bernstorff (1735-1797), dänische Staatsmänner, wahrten die deutschen Interessen in Dänemark. Vor 1948: Adolfstraße, und davor zum Teil Brunnenstraße.
Der erstgenannte leitete von 1751 bis 1770 die Außenpolitik des dänischen Gesamtstaates und zugleich die sog. "Deutsche Kanzlei", die für die dänischen Gebiete Schleswig-Holsteins zuständig war. Er gilt als Anhänger der Aufklärung, einer der Wegbereiter innerer Reformen im Königreich Dänemark, und wurde 1767 in den Grafenstand erhoben. Während seiner Amtszeit förderte er viele im dänischen Gebiet lebende Dichter und Gelehrte wie F. G. Klopstock und den Forschungsreisenden Carsten Niebuhr. J. H. E. von Bernstorff verlor seine Ämter auf Veranlassung des dänischen Geheimen Kabinettsministers Johann Friedrich Struensee (1737-1772), der ab 1757 Stadtphysikus in Altona gewesen war und 1772 wegen Hochverrats in Kopenhagen grausam hingerichtet wurde. Nach Struensees Sturz wurde er wieder eingesetzt, starb jedoch wenige Tage später. Sein Neffe Andreas Peter Bernstorff (1735-1797; seit 1767 Graf von Bernstorff) folgte ihm im Amt und setzte die begonnenen innen- und außenpolitischen Reformen, darunter die Aufhebung der Leibeigenschaft, die Bauernbefreiung und Frieden sichernde Verträge mit anderen Nationen, fort. Dies führte zu einer Blütezeit Dänemarks, die erst mit den Feldzügen Napoleons endete.
Die Straße lag bis zum Inkrafttreten des Groß-Hamburg-Gesetzes (1938) vollständig im – bis 1866 der "Deutschen Kanzlei" des Königreichs Dänemark unterstehenden – Altona und trug zwischen der Kreuzung von Kleiner Freiheit und Großer Rosenstraße (heute: Paul-Roosen-Straße) und der Einmündung der Adolfstraße in die Gärtnerstraße (heute: Thadenstraße) den Namen Brunnenstraße. Dieser deutet darauf hin, dass benachbarte Quellen oder Brunnen zur Wasserversorgung der Altonaer Altstadt dienten.
Sie bildet seither die Grenze zwischen den Bezirken Hamburg-Mitte und Altona, wobei diese überwiegend exakt an der westlichen Grenze der Flurstücke des Bezirks Mitte verläuft, so dass Gehwege und Straßenflächen zum Bezirk Altona gehören. Da die Straße bereits vor Beginn der Gründerzeit die nordöstlichen Quartiere der Altonaer Stadterweiterungen des 19. Jahrhunderts erschloss, findet man in ihrem Verlauf noch eine Reihe kleiner Stadthäuser mit nur zwei Geschossen (Erdgeschoss und 1. Obergeschoss), die ursprünglich von einer einzelnen (Eigentümer-)Familie bewohnt wurden. Im Zuge fortschreitender Verdichtung kamen seit der Mitte des 19. Jahrhunderts Hinterhäuser und Terrassenbauten hinzu. Es entstanden Ensembles, die heute exemplarisch die Baukultur des 19. Jahrhunderts in der dänischen bzw. preußischen Provinzstadt Altona dokumentieren. Als Teile eines dieser Ensemble sind die meisten Häuser in der Bernstorffstr. 121-141 bereits eingetragene Baudenkmale, darunter die zweigeschossigen vorgründerzeitlichen Wohnhäuser in der Bernstorffstr. 121, 125, 127 und 141 (Eintragung als geschützte Baudenkmale am 18. August 2003) sowie die Wohnhäuser gleichen Typs mit der Nr. 131 seit 20. Februar 2002, Nr. 129 seit 25. August 2003 und Nr. 139 seit 1. Dezember 2003. Ebenfalls in die Denkmalliste eingetragen ist das um 1860 errichtete Dreitürenwohnhaus Nr. 133, 135 und 137 bereits seit 12. Juni 1996.
Auffallenderweise entwickelte sich auf der "großstädtischen" Hamburger Straßenseite – neben den kleinen Vorstadthäusern der ersten Jahrhunderthälfte – seit den 1870er Jahren eine andere Bebauung mit vier- bis fünfgeschossigen Etagenhäusern. Als beispielhaft dafür ist das im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts sukzessive entstandene Ensemble in der Bernstorffstr. 146, 148, 150 (ca. 1874; Bauherren: F. Hartmann's Erben), 152 (ca. 1896; Bauherr: vermutlich A. Witthagen; Baumeister: Schaar & Hinzpeter), 154 (1876; Bauherr: J.H. Kieser; Baumeister: Ad. Karnatz), 158 (1888; Bauherr: Charles Diestel; Baumeister: Albert Winkler), 160/162, 166/168, 170 und 172 zu betrachten. Hinter dieser Häuserzeile "verbirgt" sich die Adolphpassage (Nr. 160 a-i), die 1885 – ebenso wie die Vorderhäuser Nr. 160/162 und Nr. 164 – auf Veranlassung und nach Plänen von Carl Heinrich Leopold Gerlach errichtet wurde. Diese Gesamtanlage, bestehend aus den Vorderhäusern, den Terrassenbauten mit Vorgärten, der (ehemaligen Privat-)Straße und dem Fußweg ist seit 6. März 1998 in die Liste der geschützten Baudenkmale eingetragen.
Auch auf "Hamburger" Seite gibt es jedoch noch einige der historischen Stadthäuser, darunter das zwischen 1870 und 1875 entstandene Ensemble in der Bernstorffstr. 66, 68 und 70, dessen Abschluss das um 1875 errichtete Etagenhaus Nr. 72 bildet. Die ursprünglichen Bauherren bzw. Baumeister sind nicht namentlich bekannt, lediglich ein Umbau durch den Architekten Emil Meyer im Jahre 1924. In jüngster Zeit (2008) ist das – im Sanierungsgebiet Wohlwillstraße liegende – Ensemble durch die Absicht, es zur Errichtung eines Neubaus teilweise abzubrechen, massiv gefährdet und soll kurzfristig in die Liste der geschützten Baudenkmale eingetragen werden.

siehe auch: Adolphterrasse, Adolphpassage

 

Bertha-Keyser-Weg
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BECKERSHAUS: (St. Pauli), 1983, benannt nach Bertha Keyser, die durch ihre Selbstlose Hilfe für Obdachlose und Gestrauchelte als "Engel von St. Pauli" bekannt wurde.
HANKE: (1983) Bertha Keyser (1868-1964), Krankenschwester, war als "Engel von St. Pauli" bekannt, half den obdachlosen und gestrauchelten Menschen der sündigen Meile.
BAKE (2003) konkretisiert die Angaben wie folgt:
"St. Pauli, seit 1983. Helferin der Armen. (24.6.1868 Maroldsweisach bei Coburg – 21.12.1964 Hamburg.
Wuchs mit ihren vier Geschwistern in einfachen Verhältnissen auf. Nachdem der Vater, ein Schneidermeister, gestorben war, geriet die Familie in finanzielle Nöte. Bertha kam zu einem Onkel nach Nürnberg und musste in seiner Bäckerei mitarbeiten. 1885 zog die Mutter mit den Geschwistern nach, Bertha arbeitete nun in einer Spielzeugfabrik, um zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen. Später ging sie nach Wien, 1902 nach England, arbeitete dort zunächst als Hausangestellte, dann als Reisebegleiterin. Nach dem Tod der Mutter gab Bertha diese Tätigkeit auf und widmete sich ihrer Berufung, der Tätigkeit in wohltätigen Einrichtungen. Sie arbeitete in einem Diakonissenhaus, schied dort jedoch ein Jahr später wegen unterschiedlicher Auffassungen, wie Hilfe zu leisten sei, wieder aus. Bertha Keyser wollte den Kranken nicht nur mit Rat und Tat zur Seite stehen, sondern ihnen auch kleine materielle Wünsche erfüllen. Nach einem Gastspiel als Kammerzofe bei einer französischen Gräfin, zog es sie wieder zu den Armen. Sie ging in die Armenwohnviertel von Paris, lebte dort in einer Kürschnerwerkstatt, half beim Fellespannen und Pelznähen, malte Bilder und verkaufte sie für fünf Francs das Stück. Dann erhielt sie das Angebot, als Aufseherin in einem Frauengefängnis zu arbeiten. Bertha Keyser führte dort einige Neuerungen ein: sang mit den weiblichen Häftlingen, hielt mit ihnen Andacht und betete mit ihnen. Weil sich einige Mädchen dabei nicht gut betrugen, wurden Bertha Keyser diese Tätigkeiten verboten. Sie kündigte, wurde Erzieherin in einem Mädchenheim im Elsaß. Auch dort blieb sie nicht lange. Die Anstaltsleitung monierte Bertha Keysers zu große Nachsichtigkeit gegenüber den Mädchen. Ihr Weg führte sie nun zur Heilsarmee. Doch auch dort schied sie bald wieder aus, weil ihr die Heilsarmee zu reglementiert arbeitete. Sie zog nach Nürnberg, um im dortigen Armenviertel eine eigene Missionsarbeit aufzubauen. Dreieinhalb Jahre später (1912) übergab sie diese Arbeit der Landeskirche und zog 1913, dem Ruf des Leiters der Hamburger Stadtmission folgend, nach Hamburg. Dort arbeitete sie ehrenamtlich im Missionshaus an der Richardstraße. Auch hier kam es zu Konflikten. Bertha Keyser behandelte alle Insassen gleich, was der üblichen Praxis widersprach. Neid und Mißgunst erschwerten ihr die Arbeit. Bertha Keyser baute eine eigene Mission auf. Die ersten Räume befanden sich am Alten Steinweg 25. Hier schuf sie die Mission unter der Straßenjugend, hinzu kam die Betreuung von Obdachlosen und Prostituierten, Armenspeisungen, Straßengottesdienste und Gefängnis- und Krankenbesuche. Die Finanzierung erfolgte durch Spenden reicher Kaufleute, Firmen oder Privatpersonen, die sie persönlich aufsuchte.
Im letzten Kriegsjahr zog Bertha Keyser in eine größere Wohnung am Neuen Steinweg, in der ca. 60 Menschen übernachten konnten. Da sich jedoch die Hausbewohner über den lauten Betrieb beschwerten, wurde es ihr verboten, Obdachlose zu beherbergen. Sie musste ausziehen und fand in der Jugendherberge in der Böhmkenstraße (Neustadt) ein neues Zuhause mit 80 Betten. In den Jahren der Wirtschaftskrise richtete Bertha Keyser drei Feldküchen ein, aus denen täglich 600 Portionen Mittagskost an die Armen verteilt wurden. 1925 fand sie eine neue Bleibe in der Winkelstraße, nahe der Musikhalle. Nun hatte die Mission ein Haus für sich allein. 1927 richtete Bertha Keyser ein Frauenobdachlosenheim in der Winkelstraße 7 ein, das den Namen »Fels des Heils« erhielt. Für obdachlose Männer fand sie in der Nähe des Hauptbahnhofes ein neues Domizil in der Stiftstraße.
Als die Hamburger Behörden aus der Winkelstraße eine Bordellstraße mit Eisentoren, die die Straße verschlossen, machten (Anm. 1), fand Bertha Keyser in der – nahe beim Michel gelegenen – Rothesoodstraße eine neue Unterkunft. 1929 gründete sie einen Evangelisch-Sozialen Hilfsverein. Die Beiträge der Mitglieder dienten zur Unterstützung der Mission.
Während des Zweiten Weltkriegs konnten trotz der schwierigen Umstände die Armenspeisungen in Kellern und Bunkern weiterhin durchgeführt werden. Als 1943 ihr dreistöckiges Heim »Fels des Heils« in der Rothesoodstraße den Bomben zum Opfer fiel, suchte sie sofort nach einem neuen Haus. 1945 konnte sie ein kleines Zimmer in der Langen Reihe Nr. 93 mieten. Dort wohnte sie mit Schwester Anna Bandow, die ihr den Haushalt führte, und dort wurden auch die zahlreichen Essensgäste beköstigt. Auch waren mehrere Großküchen bereit, für ihr Missionswerk mitzukochen. Unter Hamburger Firmen und Kaufleuten erwarb sich Bertha Keyser viele Freunde, Gönner und Spender, die sie regelmäßig mit Sach- und Geldspenden unterstützten. Eine große Hamburger Kaffeefirma zahlte die Miete ihrer kleinen Ladenwohnung im Bäckerbreitergang Nr. 7, wohin sie gezogen war, nachdem sich die Nachbarschaft aus der Langen Reihe über sie beschwert hatte."
(Anm. 1: Die obige Darstellung der Umwandlung der Win[c]kelstraße in eine Bordellstraße greift u.U. zu kurz, denn diese Straße, die bis 1922 Ulricusstraße [nach dem Senator Ulrich Winckel, 1575-1649, dem die Bastion Ulricus ihren Namen verdankt] hieß, war mindestens seit dem 18. Jahrhundert stadtbekannt für die dortigen Angebote des »horizontalen Gewerbes«. Im Zuge der Sanierung des Gängeviertels fiel die historische Bebauung der Gasse – nahe dem Valentinskamp – der Spitzhacke zum Opfer und damit wohl auch Bertha Keysers Domizil für obdachlose Frauen.)

 

Biebers Platz
PABEL: "Der unten am Elbstrande liegende Theil dieses Platzes wird auch 'beim Jonas' genannt. Früher hieß der obere Theil 'neben dem Hornwerk'. Von einer ehemals hier stehenden Ankerschmiede wurde diese Gegend wohl auch 'bei der Ankerschmiede' genannt. Im Jahre 1816 entstanden hier mehrere Häuser. Am Fuße des Berges, westlich von der Schanze Jonas, ist der Landeplatz der seit 1817 von hier nach Harburg gehenden Dampffähre. Diese Gegend wird nach einem dort liegenden Wirthshause, der 'Erholung an der Elbe', auch 'bei der Erholung' genannt, No.1 bis 3." (F.H. Neddermeyer, Topographie der Freien und Hanse Stadt Hamburg. Hamburg, 1832: S. 334).
Leider ist das obige Zitat nicht vollständig, so dass einige Informationen verloren gehen, denn in dem Werk von NEDDERMEYER heißt es in dem Kapitel "Die Gassen der Vorstadt Hamburgerberg." zudem:
"B i e b e r s P l a t z. No.4, 20 Häuser, 16 Wohnungen, (5 Schiffswerften beim Jonas mit eingerechnet). – A.D. [= Armen-Distrikt] 1.
... Hinsichtlich der schon 1807 angelegten Elbwasserkunst verweise ich auf Seite 179. ... "

Die bei dem »Wirthshause ... 'bei der Erholung'« mit 'No.1 bis 3' beginnende und bei »Biebers Platz« mit No.4 fortgeführte Nummerierung ist eine Errungenschaft der französischen Verwaltung, die zahlreiche Neuerungen in der Verwaltung der Stadt einführte, darunter auch eine durchgehende Nummerierung aller Häuser bzw. Grundstücke eines Stadtteils. Das berühmteste Beispiel für dieses Prinzip der Einführung systematischer Hausnummern ist die Lagunenstadt Venedig, in der sich das System bis heute erhalten hat, obwohl es für Außenstehende längst eher verwirrend ist.

siehe auch: Elbwasserkunst

 

Bleicherstraße
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BECKERSHAUS: (St. Pauli), um 1665 (auf einem Plan von 1665 "Bleichergasse"), benannt nach den zahlreichen dort wohnhaft gewesenen Angehörigen des Bleichergewerbes.
Diese Straße lag bis zum Groß-Hamburg-Gesetz im damals preußischen Altona. Dies ist noch an der straßenparallelen Anordnung der dreigeschossigen Terrassenhäuser in der Bleicherstraße Nr. 13/17 ablesbar, denn auf Hamburger Gebiet wurden die Terrassen regelmäßig quer zu den Vorderhäusern ausgerichtet. Auch der Stil dieses Verblenderbaus aus dem Jahre 1887/88 ist charakteristisch für die – weniger stark verdichtete – gründerzeitliche Etagenhaus- und Terrassenarchitektur einer preußischen Mittelstadt.
Der Ort der früheren Hamburger Bleichen ist bis heute in den Straßennamen Große Bleichen und Hohe Bleichen abzulesen. Auch die Bleicherhäuser in der Winterhuder Ulmenstraße erhielten ihren Namen von den Bleichern, die die Wäsche der wohlhabenden Hamburger Haushalte und die Stoffbahnen der "Wandmacher", d.h. der (Leinen-)Weber, auf den Alsterwiesen bleichten.

 

Blöss' Passage
Auf Plänen des letzten Drittels des 19. Jahrhunderts bildet diese Passage eine Verlängerung der Nachtigallenstraße (heute: nördlicher Teil der Lerchenstraße) zur Ludwigstraße hin und durchschneidet genau die südliche Spitze des Blocks zwischen Schanzenstraße und Schulterblatt. Mit Errichtung des eindrucksvollen gründerzeitlichen Eckhauses wurde sie offenbar überbaut und ist nur noch als Durchgang durch das im Erdgeschoss befindliche Elektrogeschäft erhalten, das Eingänge von beiden Straßen aus besitzt. Die besondere Lage des – ursprünglich von einem Türmchen überragten – Eckhauses genau an der Grenze zwischen Hamburg und der – bis 1938 unabhängigen Stadt – Altona manifestiert sich an den jeweiligen Fassaden durch die dort angebrachten Stadtwappen Hamburgs (an der Schanzenstraße) und Altonas (am Schulterblatt). Die Stadt- und Staatsgrenze verlief an dieser Stelle (nördlich bis auf Höhe der sog. "Rebien-Terrassen", Schanzenstr. 41/41a) auf dem westlichen Bürgersteig der Schanzenstraße, wie auch die dort noch vorhanden Grenzsteine mit den Buchstaben [A|H] belegen.

siehe auch: Schanzenstraße

 

Braunschweiger Hof
Der Name bezeichnet eine reizvolle – kürzlich sanierte – Terrassenanlage, die parallel zur Juliusstraße nach Westen vom Schulterblatt abzweigt. Die dreigeschossigen Häuserzeilen (Erdgeschoss und zwei Obergeschosse) wurden Ende des 19. Jahrhunderts aus Backstein errichtet und blieben unverputzt.
Keller- bzw. Souterrainwohnungen gab es nicht mehr, da Kellerräume seit Erlass einer neuen Bauordnung im Jahre 1882 nicht mehr zu Wohnzwecken vermietet werden durften (, ... was allerdings andernorts eine Fortsetzung des Wohnens in Kellerräumen nicht beendete). Sehenswert ist direkt neben dem Eingang dieser Hofanlage eine breite Treppe mit geringem Gefälle, über die Pferde in – als Stallungen genutzte – genutzte Souterrainräume geführt werden konnten.

siehe auch: Schulterblatt

 

Breiter Gang
PABEL: Wird im Stadterbebuch als außer dem Millerntor gelegen bezeichnet, dem Heiligen Geistfeld gegenüber; entstanden 1618-1640.
(Es scheint nicht ganz klar zu sein, ob hier noch das "alte" Millerntor oder bereits das - durch die Anlage der neuen Wallanlagen [1616-25] entstandene - wesentlich weiter westlich gelegene neue Millerntor gemeint ist.)

 

Brigittenstraße
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BECKERSHAUS: (St. Pauli), 1897, nach einem weiblichen Vornamen. Eine Reihe von Straßen in diesem Stadtteil erhielten im letzten Jahrhundert zunächst männliche, dann weibliche Vornamen. Beim schnellen Wachstum der Vorstädte waren den Stadtvätern die Ideen für Straßennamen ausgegangen, weshalb man auf die oben beschriebene Benennung verfiel. Unter dem Buchstaben "B" hat es "Brigitte" getroffen.
EStH: Ben.[annt] nach 1897 mit einem frei gewählten weiblichen Vornamen im Anschluß an die mit solchen gebildeten Namen der umliegenden Straßen.
HANKE: siehe Paulinenplatz.

 

Brunnenhofstraße
HANKE: siehe Am Brunnenhof.
Diese ursprünglich zu Altona gehörende Straße und der benachbarte Brunnenhof südlich der Friedenskirche werden dominiert durch große Mietshäuser der Wohnungsbau-Genossenschaft Altonaer Spar- und Bauverein (ASBV) e.G., deren Backstein-/ Putzfassaden charakteristisch für den sozialen Reformwohnungsbau an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert sind.

siehe auch: Am Brunnenhof, Brunnenhofstraße

 

Budapester Straße
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BECKERSHAUS: (St. Pauli), 1956, früher (Ernst-)Thälmannstraße, umbenannt am 16.1.1956 unter dem Eindruck des heldenhaften Widerstandes des ungarischen Volkes gegen die sowjetischen Unterdrücker.
HANKE: (1956) Die Budapester Straße ist die alte Landstraße vom Millerntor nach Eimsbüttel und hieß deshalb zunächst Eimsbütteler Straße. 1946 wurde sie in "Ernst-Thälmann-Straße" umbenannt. Zehn Jahre später bekam sie zum Gedenken an den in diesem Jahr niedergeschlagenen Ungarn- Aufstand den Namen der Hauptstadt des geschundenen Landes.

 

Buddes Passage
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Unter dieser Bezeichnung findet man die heutige Karolinenpassage auf der hitorischen Karte "St. Pauli, Eimsbüttel, Rotherbaum, Harvestehude", hrsg. von der Baudeputation. Diese Karte beruht auf der der Landvermessung unter Leitung Heinrich Stücks und wurde gezeichnet von Gustav Cramm. Sie zählt zur Reihe der "Pläne von Hamburg nebst Umgebung" [Amtliche Ausg.], ausgeführt in den Jahren 1855-1863, ergänzt bis 1869, und bildet dort das Blatt 2 (Maßstab: 1 : 4.000; Kupferstich; Größe: 92 x 59 cm).

siehe auch: Karolinenpassage, Karolinenweg

 

Anmerkungen

[1] siehe: Horst Beckershaus, Die Hamburger Straßennamen. Woher sie kommen und was sie bedeuten. (Hamburg: Kabel-Verlag / Hamburger Abendblatt, 1997)

[2] siehe: Christian Hanke, Hamburgs Straßennamen erzählen Geschichte. (Hamburg: Medien-Verlag Schubert, 1997)

[3] siehe: [Joachim, E.:] Erklärung der Straßennamen der Stadt Hamburg. Sonderdruck aus dem 5. Sonderheft der Statistischen Mitteilungen über den hamburgischen Staat: Die Gemeinden und Straßen des hamburgischen Staatsgebietes nach dem Stande von Anfang Oktober 1925. Hamburg, 1925 (Druck von Lütcke & Wullff).
(Erstmalig: "Erklärung der Straßennamen der Stadt Hamburg." = Statistische Mitteilungen über den Hamburgischen Staat. Teil II, S. 51-84. Hamburg, 1925.)

[4] siehe: Reinhold Pabel, Alte Hamburger Straßennamen. (Bremen: Edition Temmen, 2001)

 

Weitere Literatur

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Georg Nikolaus Bärmann: "Hamburgische Denkwürdigkeiten. Ein topographisch-politisch-historisches Handbuch für Einheimische und Fremde." (Hamburg, 1. Aufl./1794; 2., völlig neu bearb. Aufl. in 2 Teilen, 1817/20)

Rita Bake: "Wer steckt dahinter? Nach Frauen benannte Straßen, Plätze und Brücken in Hamburg." Hrsg. von der Landeszentrale für politische Bildung (Hamburg, 3. Aufl./2003, 4. akt. u. erw. Aufl./2005)

Maria Dorothea Beck: "Vom Schulterblatt zum Pilatuspool. Zur Deutung und Bedeutung Hamburger Straßennamen." In: Neues Hamburg, VIII (1953), S. 72-74; 109-112.

Otto Behrend: "Einiges über Hamburgs alte Straßennamen." In: Niedersachsen, 7 (1901-02), S. 204-205.

Eduard Beurmann: "Skizzen aus den Hanse-Städten" (Hanau, 1836)

B. Beyland: "Hamburgische Straßennamen der Alt- und Neustadt." (Hamburg, 1925)

Klaus Bocklitz: "Die letzten Erweiterungen der hamburgischen Befestigungsanlage, 1679 und 1682." In: Volker Schmidtchen (Hrsg.): Sicherheit und Bedrohung – Schutz und Enge. Gesellschaftliche Entwicklung von Festungsstädten: Beispiel Stade. (Beiträge zum 6. Internationalen Kolloquium zur Festungsforschung, Stade, 9.-11.Oktober 1987. Schriftenreihe Festungsforschung, Band 6.) Wesel, 1987.

C. Borchling: "Zur Schreibweise der hamburgischen Straßennamen." In: Quickborn, 20 (1926-27), S. 45-46.

Albert Borcherdt: "Das lustige alte Hamburg. Scherze, Sitten und Gebräuche unserer Väter", 2 Bände. (Hamburg, 4. Aufl./1891).

C. Boysen: "Hamburgs Schlachthof- und Viehmarktanlagen." Hrsg. im Auftrage der Schlachthof-Deputation von C. Boysen, Direktor (Hamburg, 1897).

F. G. Buek: "Hamburg und seine Umgebungen im 19. Jahrhundert. Eine Reihenfolge naturgetreuer, in Stahl gestochener Ansichten der Stadt und ihrer Umgegend." Text von F. G. Buek (Hamburg, 1844).

H. Busch: "Aus der Geschichte der ehemaligen Vorstädte und Vororte." In: Ed. Feldtmann, "Geschichte Hamburgs und Altonas" (Hamburg, 1902).

J.F. Danneill: "Wörterbuch der altmärkisch-plattdeutschen Mundart." (Salzwedel, 1859)

Paul Dittmer: "Plattdeutsche Straßennamen in Hamburg." In: Quickborn, 23 (1930), S. 107.

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K. Grobecker: "Denkwürdigkeiten und Merkwürdigkeiten im alten Hamburg." (Hamburg, 1991)

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"Hamburgs Straßenführer" – mit den neuen und alten Straßennamen, neuen Plänen, mit Verkehrsmitteln, Behörden, Postämtern, Polizei etc. (Hamburg, Januar 1939)

Jörg Haspel: "Hamburger Hinterhäuser: Terrassen - Passagen - Wohnhöfe." (Hamburg, 1987)

Jörg Haspel: "Arbeiterquartier Wohlwillstraße." (Hamburg, 1990)

J. Heckscher: "Das Panorama einer Reise von Hamburg nach Altona und zurück" von Peter Suhr in Hamburg, erklärt von J. Heckscher. (Berlin, 1909)

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Jonas Ludwig von Heß: "Hamburg topographisch, historisch und politisch beschrieben", 3 Teile (1. Aufl.: Hamburg, 1787-92; 2. veränd. u. erg. Aufl.: Hamburg, 1810-11)

M. Petrus Hesselius: "Hertzfließende Betrachtungen / von dem Elbe-Strom / zur Dankbarkeit gegen Gott geschöpffet darneben allen Schiff-Leuten zu einer geistlichen Zeitvertreibung vermacht; auch Einem jeden Christen in diesem Angst-Meer zu Gute auffgesetzet von M. Petro Hesselio, Pastorn zum Pesthof." Erster Teil. Soli Deo Gloria. (Altona – gedruckt bey Victor de Lieu, in Verlegung des autoris, anno 1675.)

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J. Klefeker (Hrsg.): "Sammlung Hamburgischer Gesetze und Verfassungen", 12 Bände u. Register-Band. (Hamburg, 1765-74)

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Wilhelm Melhop: "Historische Topographie der Freien und Hansestadt Hamburg von 1880-1895", im Anschluß an die Historische Topographie von C.F. Gaedechens, unter Benutzung älterer Quellen. (Hamburg, 1895)

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Dirk Meyhöfer: "Hamburg. Der Architekturführer." (Berlin, 2007)

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F.H. Neddermeyer: "Zur Statistik und Topographie der Freien- und Hansestadt Hamburg." (Hamburg, 1847)

Margit Nehls: "Geschichtliches über Hamburgs Straßen bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts." (= Hamburgensien, Bd. 25; 1988)

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"The Picture of Hamburg, or the Englishman's Guide; to that free, imperial city; containing every information, interesting to strangers. To which are added ... tables of the money, weights, measures and exchange tables." (Hamburg/ London; [c.] 1805)

Volker Plagemann: "»Vaterstadt, Vaterland, schütz Dich Gott mit starker Hand.« Denkmäler in Hamburg." Hrsg. v.d. Kulturbehörde / Denkmalschutzamt. (Hamburg, 1986)

Michael Richey: "Anmerckungen über die in Halle bey Rengern herausgekommene Nachricht von der Stadt Hamburg" (von H. L. Gude). (1746, handschriftliche Abschrift in der Commerz-Bibliothek Hamburg)

Michael Richey: "Idioticon Hamburgense." (2. Aufl.; Hamburg, 1755; Repr. 1975)

Albert Samson: "Hummel, der lustige Führer durch St. Pauli." Verfaßt und herausgegeben von Albert Samson, Neuerwall 37. Druck von Adolf Selig, Hamburg 3, Alt-Steinweg 61. [o.J.]

Matthaei Schlüters ... "Historisch- und Rechts-begründeter Tractat Von denen Erben in Hamburg/ Derer Achterfolgunge und Loeskündigunge der darinn versicherten Gelder: Worinn gehandelt wird von denen Erben/ oder Unbeweglichen Gütern/ dero Zubehör/ Servituten/ Freyheit/ und Gerechtigkeiten; Insonderheit von der Brauerey-Gerechtigkeit/ und dem gantzen Brau-Wesen in Hamburg ... ; Allen Eigenern/ Advocaten/ Procuratoren ... ans Liecht gegeben." (Hamburg: Gedruckt bey Conrad Neumann/ Eines Edlen/ und Hochweisen Rahts Buchdrucker/ Anno 1698.)

C.R. Schnitger: "Hamburgische Straßennamen." In: Hamburger Schulzeitung, Jg. 5-9 (1897-1901).

Helga Schmal / Tobias Selke: Bunker. Luftschutz und Luftschutzbauten in Hamburg. Unter Mitarb. von Henning Angerer. Kulturbehörde der FHH, Denkmalschutzamt; Themenreihe, Band 7. (Hamburg, 2001)

C.R. Schnitger: "Plattdeutsche Straßennamen in Hamburg." Geschichtlich und sprachlich erläutert von C.Rud. Schnitger (Hamburg, 1922).

Joseph Heinrich Scholz: "Hamburg und seine Umgebungen. Ein nützliches und nothwendiges Hülfs- und Handbuch für Einheimische und Fremde." Mit 3 Kupfern. (Hamburg, 1808)

Markus Schreiber / Hans Walden: "Hamburg-St. Pauli." Reihe: ZeitSprünge. (Erfurt, 2008)

J. H. Schütze: "Holsteinisches Idiotikon", 4 Bände. (Hamburg[-Altona], 1800-1806. Repr., 1976)

"Der Schulterblatt: Ein Viertel verändert sich." Hrsg. von der Projektgruppe Wohnen im Stadtteil. (Hamburg, 1982)

Herman Sieveking: "Der 'Pesthügel' im Zoologischen Garten in der Tiergartenstraße in Hamburg." In: Hamburgische Geschichts- und Heimatblätter, 9. Jg. (1935), H. 3 (Dez.), S. 257-263.

H. Sköllin (Hrsg.): "Die Gemeinden und Straßen des hamburgischen Staatsgebiets nach dem Stande von Anfang Oktober 1925." = Statistische Mitteilungen über den hamburgischen Staat. Sonderheft 5, Teil 1: S. 1-50. (Hamburg, 1925)

Statistik des Hamburgischen Staats. Zusammengestellt vom statistischen Bureau der Deputation für directe Steuern. Heft I: Ergebnisse der Volkszählung vom 3ten December 1866. Stand der Bevölkerung. (Hamburg, 1867)

Statistik des Hamburgischen Staats. Zusammengestellt vom statistischen Bureau der Deputation für directe Steuern. Heft II: Ergebnisse der Volkszählung vom 3ten December 1867. Bevölkerung- und Wohnverhältnisse. (Mit beigehefteter Karte: »Plan von Hamburg«.) Statistik der Unterrichtsanstalten von 1869. (Hamburg, 1869)

Statistisches Amt (Hrsg.): Straßen- und Ortsverzeichnis. Einteilung des hamburgischen Staatsgebietes für verschiedene Verwaltungszwecke. (Hamburg, 1914 ff.) )

Statistisches Bureau der Steuer-Deputation: Die Stadt Hamburg, die Vororte, Gemeinden, Ortschaften und selbständig benannten Gebietstheile des Hamburgischen Staats. Topographisch und historisch dargestellt vom Statistischen Bureau der Steuer-Deputation. (Hamburg, 1875)

Statistisches Handbuch des Hamburgischen Staates: (1) Statistisches Handbuch für den Hamburgischen Staat; 1. Ausgabe. Hamburg: Meissner, 1874. (2) Statistisches Handbuch für den Hamburgischen Staat; 2. Ausgabe. Hamburg: Meissner, 1880. (3) Statistisches Handbuch für den Hamburgischen Staat; 3. Ausgabe. Hamburg: Meissner, 1885. (4) Statistisches Handbuch für den Hamburgischen Staat; 4. Ausgabe. Hrsg. Von dem Statistischen Bureau der Steuer-Deputation. Hamburg: Meissner, 1891.

Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein: "Straßen- und Gebietsverzeichnis der Freien und Hansestadt Hamburg 2008" (Stand: 23. Mai 2008). (Hamburg, 2008)

M.G. Steltzner, "Versuch einer zuverläßigen Nachricht von dem kirchlichen und politischen Zustand der Stadt Hamburg zu den älteren Zeiten, nehmlich von Carolo Magno biß auf die Zeit Friedrichs III."; 6 Bände. (Hamburg, 1731-39)

E. Tiling: "Versuch eines bremisch-niedersächsischen Wörterbuchs", 5 Bände. (Bremen, 1767-71; mit Nachtragsband, 1869)

"Verzeichnis der erkannten Denkmäler nach §7a Hamburgisches Denkmalschutzgesetz vom 3. Dezember 1973 (HmbGVBl. S. 466), zuletzt geändert am 4. April 2006 (HmbGVBl. S. 143)", Stand: 25. Juni 2007. (Hamburg, 2007)

"Verzeichnis der im Gesamtgebiet der Hansestadt Hamburg vorhanden Straßen nach dem Stande vom 1. Juli 1938." (Nur für den innerdienstlichen Gebrauch des Statistischen Amts.) Mit Verzeichnis der Stadtteile, Gemeinden und Gemeindeteile zur Zeit der Schaffung der Einheitsgemeinde (Hamburg, [ca.] 1938).

Voigt, J.[ohann] W.[ilhelm]: "Zum zweihundert-jährigen Jubileum der Hamburgischen Vorstadt St. Pauli." In: Hamburger Bürgerzeitung, Nr. 27 (26. März), Nr. 40 (2. April), Nr. 43 (9. April), 1882.

"Wegweiser durch Hamburg. Oder Nachweisung aller Gassen, Märkte, Plätze, Kirchen, Stadtgebäude etc. und anderer Merkwürdigkeiten in Hamburg, wie solche nach dem besonders dazu eingerichteten Grundrisse dieser Stadt bequem aufzusuchen sind. Ein Anhang zu den Hamburgischen Denkwürdigkeiten." (Hamburg, 3. berichtigte Aufl./1803)

E.[rnst] H.[einrich] Wichmann: "Der Hamburger Berg, historisch-topographisch dargestellt." (Hamburg, 1879)

Würzer, Heinrich: "Charakteristisch-topographische Fragmente über die Stadt Altona und deren Straßen und Pläzze von einem Reisenden." Mit einem Nachwort von Hans-Werner Engels. (Hamburg, 1996)

Würzer, Heinrich: "Ein Spazziergänger in Altona." Mit einem Nachwort; hrsg. von Hans-Werner Engels. (Hamburg, 1997)

Christian Ziegra: "Sammlung von Urkunden, theol. jurist. Decreten etc. als eine Grundlage zur Hamburger Kirchenhistorie neuerer Zeiten", 4 Bände. (Hamburg, 1764-70)

Christian Ziegra: "Beyträge zur politischen hamburgischen Historie." (Hamburg, 1766)