Register

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Einleitung | Anmerkungen | Literatur

Register mit Erläuterungen und Mitteilungen über Veränderungen (z.B. verschwundene oder umbenannte Straßen)

 

D

Dänenweg
BECKERSHAUS: (Rotherbaum), 1888, zur Erinnerunng an die Belagerung der Sternschanze durch die Dänen im Jahre 1686.
EStH: Ben.[annt] 1870 zur Erinnerung an die Belagerung der Sternschanze durch die Dänen im Jahre 1686.
HANKE: kein Eintrag.
Der Dänenweg liegt nördlich des Dammes der Verbindungsbahn am südlichen Rande des Schanzenparks und bildet die Fortsetzung der Straße Sternschanze bis zur Rentzelstraße. Das historische Ereignis, auf das sich die Namensgebung bezieht, bildete eine der zahlreichen Auseinandersetzungen der Freien und Hansestadt Hamburg, die nach ihrem Selbstverständnis eine Freie Reichsstadt des ersten Deutschen Kaiserreichs war, mit dem Königreich Dänemark, denn die dänischen König sagen sich - in Nachfolge der Schauenburger Grafen - als Lehnsherren Hamburgs. "Rath" und Bürgerschaft Hamburgs verweigerten jedoch jahrhundertelang die Anerkennung dieser Lehnshoheit, während die Stadt zugleich zu einem der wichtigsten Gläubiger der dänischen Könige wurde. Schließlich führte der Gottorper Vertrag (auch "Gottorper Vergeich") im Jahre 1768 zur endgültigen Anerkennung der Hamburgischen Souveränität durch das Königreich Dänemark und zu einem erheblichen Gebietszuwachs Hamburgs südlich der Norderelbe im Gebiet der sog. Werder, zu denen u.a. Griesenwerder, Steinwerder oder Finkenwerder sowie die Gebiete der Veddel, der Peute und Kaltehofes zählten. Mit dem Vertrag wurde auch ein seit 1584, d.h. seit nahezu 200 Jahren (!), vor dem Reichskammergericht anhängiges Verfahren um die dänisch-schauenburgischen Hoheitsrechte über die Stadt Hamburg beendet.

 

Dag-Hammerskjöld-Platz
BECKERSHAUS: (St. Pauli), 1962, nach Dag Hammerskjöld (1905-61). Er war in seinen letzten Lebensjahren Generalsekretär der Vereinten Nationen.
In seinem Verzeichnis über "Die Namen der Hamburger Märkte und Plätze" schreibt BECKERSHAUS außerdem: "Der Platz liegt hinter dem Dammtor-Bahnhof, bei der Marseiller Straße. Benannt 1962 nach dem schwedischen Politiker und Schriftsteller Dag Hammerskjöld (1905-1961). Der Jurist und Volkswirtschaftler war von 1949 bis 1951 Unterstaatssekretär im Außenministerium. 1953 wählte die UNO ihn zum Generalsekretär. 1961 kam er bei einem ungeklärten Flugzeugabsturz ums Leben."
Der zuvor international völlig unbekannte Hammerskjöld entwickelte nach seiner Wahl zum zweiten UN-Generalsekretär – am 7. April 1953 – die Grundlagen der "präventiven Diplomatie", die bis heute eines der wichtigsten Werkzeuge der Vereinten Nationen ist, sowie der internationalen Friedensmissionen der UN-"Blauhelme". Er geriet durch sein Eintreten gegen die Vormachtansprüche der Großmächte insbesondere in heftigen Gegensatz zur UdSSR. Daher verstummten die Gerüchte um seinen Tod bei dem Absturz einer schwedischen UN-Maschine in Sambia am 18. September 1961 bis heute nicht, denn dessen Ursache konnte nie endgültig geklärt werden.
Der Platz wird durch die Dag-Hammerskjöld-Brücke über die Dammtorstraße hinweg mit der Grünanlage nördlich der "Spielbank Hamburg" verbunden. Diese Brücke führte bis zum Umbau des ehemaligen "Phrix-Hauses" und späteren Hotels "Esplanade" weiter bis zu einer kleinen Einkaufspassage, die durch das – zu dieser Zeit als Bankgebäude genutzte – Haus führte. Die Verlängerung über die Esplanade zu den Colonnaden in der Neustadt wurde im Juli 2005 im Zuge der laufenden Umbauarbeiten des "Phrix-Hauses" zum neuen Standort der Spielbank abgebrochen.
Der Journalist Stefan GRUND beschreibt diese Brücke in einem Beitrag für die "WELT Hamburg" am 5. Januar 2008 folgendermaßen:
[Sie] "wurde für Fußgänger erbaut, besteht aus 330 Kubikmeter Stahlbeton, 265 Tonnen Stahl und 1000 Quadratmeter Kunststoffbelägen. Sie verbindet mit eigenwilligem Schwung vom Dammtor-Bahnhof aus gesehen selbigen mit Planten und Blomen (genauer: dem alten Botanischen Garten), dem Cinemaxx-Kino, dem Casino Esplanade und dem Stephansplatz. Dabei überspannt die Dag-Hammerskjöld-Brücke in verwinkelter Form neben der Dammtorstraße auch die Marseiller Straße die von der Dammtorstraße bis zum Bahnhofsvorplatz führt, dem Dag Hammerskjöld-Platz.
Die Brücke, das stählerne Kunstwerk mit einer Gesamtlänge von 250 Metern, wurde am 21. Dezember 1962 mit einer Rede von Bausenator Rudolf Büch (SPD) eingeweiht. …"

Die eigenartige abgesenkte Lage des Platzes entstand durch die Errichtung des Congress Centrums Hamburg (CCH) und des Hotelgebäudes, deren Tiefgaragen sich in den Untergeschossen unter dem erhöhten Vorplatz, von dem auch der Alte Botanische Garten zu erreichen ist, befinden. Bis zum Winter 2003/04 wurde der Plan verfolgt, das Niveau des Platzes teilweise anzuheben, um eine neue Eingangssituation für den geplanten futuristischen Neubau der Spielbank Hamburg zu schaffen. Diese Pläne wurden jedoch aus wirtschaftlichen Gründen zu den Akten gelegt – und damit vorerst auch die Umgestaltung des recht unwirtlichen Platzes, der lediglich eine zugige Vorfahrt für Taxis und eine unübersichtliche Tiefgarageneinfahrt bildet. Erst seit Fertigstellung der Erweiterung des CCH und dem Beginn der Sanierung des Hotel-Hochhauses wird in jüngster Zeit wieder intensiver über eine attraktivere Neugestaltung des Bereichs zwischen Dammtor-Bahnhof, Hotel und CCH nachgedacht. Konkrete Planungen liegen derzeit (Anfang 2008) noch nicht vor.

 

Dampfmühle
In dem Werk von NEDDERMEYER, "Topographie der Freien und Hanse-Stadt Hamburg" (1832) wird diese Örtlichkeit als eigene "Gasse" in dem Kapitel "Die Gassen der Vorstadt Hamburgerberg." im Eintrag über die Silbersackstraße (S. 342) erwähnt. Siehe befand sich auf dem Hornwerk.
Die Dampfkornmühle und das daneben liegende Wohnhaus wurden 1817 errichtet. Die erste urkundlich nachweisbare Konzession für die "Korndampfmühle auf dem Hornwerk" stammt aus dem Jahre 1829, im Jahr 1837 befand sie sich im "Eigentum des H. Meyer im Wandrahm". 1838 wird ein neuer Müller darauf vereidigt, dass er das zum Mahlen eingelieferte Malz und Korn "getreulich und aufrichtig handeln und davon nichts veruntreuen" werde. Wenige Jahre später erlebten die Dampfmühlen in St. Pauli und die Windmühle auf dem Heiligengeistfeld einen Boom, denn durch den Großen Brand des Jahres 1842 waren mehrere Wassermühlen in der Stadt zerstört worden. Die Zeit der Windmühlen innerhalb der Stadt war jedoch kurz danach nahezu beendet, denn die sich ausweitende Bebauung beeinträchtigte ihren Betrieb immer stärker. Trotzdem blieb im Jahre 1865 die Klage eines Müllers der Windmühle an der Feldstraße gegen die "Löbliche Finanzdeputation" erfolglos, da das Gericht entschied, dass es "... auch keineswegs [...] als ohne weiteres ausgemacht anzusehen ist, daß einige der dort errichteten neuen Häuser so hoch sind, daß sie der Windmühle aus den betreffenden Richtungen den benöthigten Wind entziehen ...". (Staatsarchiv der Freien und Hansestadt Hamburg, Finanzdeputation I-III, Aktenstück 2650)
Trotzdem blieb die Mühle noch einige Jahrzehnte in Betrieb, bevor sie stillgelegt wurde und immer mehr verfiel. Und obwohl einem anderen Müller bereits 1871 mitgeteilt worden war, dass die Modernisierung der Mühle voraussichtlich kaum noch lohne, da "... die Windmühle doch nur noch solange verbleiben dürfte, bis über die Staatsländereien in dieser Richtung bis zur Sternschanze, welche zur Überführung einer Hafenbahn, Erbauung eines Schlachthauses etc. in Aussicht genommen sind, definitiv disponirt sein" (Staatsarchiv der Freien und Hansestadt Hamburg, Finanzdeputation I-III, Aktenstück 2651) werde, wurde sie erst 1939 abgebrochen.
Die Dampfmühle auf dem Hornwerk war die erste ihrer Art in Hamburg. "Sie hatte eine Maschine von 18 Pferdekraft mit 2 Mahlgängen", wie HECKSCHER (1909) zu berichten weiß. Er fährt fort: "1838 wurde sie, nach einigen Ruhejahren, von F. L. Meyer durch eine neueingerichtete Cakesbäckerei vergrößert, und wieder eröffnet, 1862 ist sie niedergelegt und der Grund zu einem Garten für das seit 1859 in Bau begriffene Seemannshaus aptiert worden." Das besagte Seemannshaus nimmt 1863 seinen Betrieb auf. Daneben befindet sich die Kavalleriewache, deren Funktion wie folgt beschrieben wird: "Die Kavalleriewache hatte eine kleine Besatzung, die für die Sicherheit und Ordnung der Vorstadt sorgte, zu welchem Zwecke Patrouillen abgeordnet wurden, deren eine in der Langenreihe postiert war. ... Auch das Terrain dieser Kavalleriewache ist, nachdem sie 1863 abgebrochen war, dem Seemannshause zugeteilt worden." (Siehe: J. Heckscher: "Das Panorama einer Reise von Hamburg nach Altona und zurück" von Peter Suhr in Hamburg, erklärt von J. Heckscher. Berlin, 1909: S. 35-36.)
Hier, wie auch im weiteren Verlauf der Wallanlagen, wird das in städtischem Eigentum befindliche Terrain zwischen Kern- und Vorstädten nach der Aufhebung der Torsperre am 1. Januar 1861 neu genutzt, um öffentliche Gebäude unterzubringen. Dazu zählen bis zum Jahrzehnt vor dem 1. Weltkrieg auch mehrere Museumsneubauten oder der neue Hauptbahnhof.

siehe auch: Hornwerk

 

Davidstraße
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BECKERSHAUS: (St. Pauli), 1928, als die Außenbezirke der Stadt schneller wuchsen, als die Obrigkeit Straßennamen finden konnte, kam man in diesem Bezirk auf die Idee, zunächst männliche, später weibliche Vornamen dem Alphabet nach zu verwenden. Unter dem Buchstaben "D" hat es David getroffen. Überregional bekannt geworden ist diese Straße durch die Davidswache, berühmte Polizeiwache an der Ecke Reeperbahn / Davidstraße.
EStH: siehe Antonistraße.
HANKE: (1801) Die Davidswache, das Polizeirevier von St. Pauli. machte die Davidstraße weit über Hamburgs Grenzen durch Film und Fernsehen bekannt. Der Grund für die Benennung der Straße ist dagegen wenig spektakulär. Die Davidstraße gehört zu einer Gruppe von Straßen in St. Pauli, die in alphabetischer Reihenfolge nach männlichen Vornamen benannt wurde. Den Anfang machte die Antonistraße (1790). Dann folgten die Bernhardstraße (heute Bernhard-Nocht-Straße), die Carlstraße (1899 umbenannt in Balduinstraße, weil der "ritterliche" Name besser zu der "etwas rauflustigen Gegend" passte), die Davidstraße, die Erichstraße (1899 aus der 1. und 2. Erichstraße zusammengelegt), die Friedrichstraße (1899 aus der 1. und 2. Friedrichstraße zusammengelegt), die Gerhardstraße (1797) und die Heinrichstraße (später: Herbertstraße).
(In den vorstehenden Beschreibungen findet man einen häufig gemachten Fehler: Das ehemalige "Polizeirevier Davidwache" und heutige "PK 15" – Polizeikommissariat 15 – hieß richtig Davidwache und nicht Davidswache.)
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts bescheibt NEDDERMEYER im Kapitel "Die Gassen der Vorstadt Hamburgerberg." seiner "Topographie der Freien und Hanse-Stadt Hamburg" (1832) die Davidstraße noch als spärlich bebaute Gasse. Es heißt dort:
"D a v i d s t r a ß e . No. 127 bis 138. 16 Häuser, 22 Wohnungen. – A.D. [= Armen-Distrikt] 3. Von der zweiten Bernhardstraße bis zur ersten Friedrichstraße A.D. 4.
Diese bis jetzt nur an der Ostseite bebauete Gasse entstand 1798 (S. B. [= Stadt-Erbebuch])."

Die Bebauung beschränkt sich zu dieser Zeit offenbar auf einen Bereich südlich des Spielbudenplatzes, während das Gebiet in Richtung auf den weiter westlich gelegenen Siedlungskern an der St. Pauli-Kirche noch unbebaut – und wohl auch noch nicht parzelliert – ist.
Nach Heckscher (1909) beginnt mit der Davidstraße "die Gegend ..., die dem großen Getriebe angehört, wo die Lust und das Laster zu Hause sind, die der Vorstadt St. Pauli die Bezeichnung St. Liederlich eingetragen haben, denn unweit dieses Hauses [der Silberschmelze an der Ecke zur damaligen Bernhardstraße] beginnt die Reihe der öffentlichen Häuser und Tanzbordelle, welche die Davidstraße, die 1. Friedrichstraße, die Wilhelmstraße an der Westseite, die Querstraße und die Langereihe an der Südseite einnahmen."
(Siehe: J. Heckscher: "Das Panorama einer Reise von Hamburg nach Altona und zurück" von Peter Suhr in Hamburg, erklärt von J. Heckscher. Berlin, 1909: S. 40-41.)
Bei SCHREIBER / WALDEN (2008) wird eine Lithographie des "GASTHAUS[es] ZU DEN VIER LÖWEN AUF ST. PAULI" wiedergegeben und beschrieben:
"Auf der Lithographie sehen wir an der Ecke Davidstraße / Erichstraße das spätestens in den 1820-Jahren etablierte 'Gasthaus zu den vier Löwen' – es war über Jahrzehnte das bekannteste Tanzbordell von St. Pauli, das auch viele Seeleute anzog. Die Prostitution war auch damals für die Betreiber solcher Etablissements ein gutes Geschäft. Um 1830 existierten Im Bereich westlich der Davidstraße nicht weniger als 42 Bordelle." (a.a.O.; S. 21)
Ortwin PELC berichtet in seinem Artikel "Der sündige Stadtteil. Der Ruf St. Paulis und seine Entstehung" (2008) folgendes:
"… Insbesondere and der Davidstraße waren seit der Mitte des 19. Jahrhunderts die Prostituierten anzutreffen, in Kneipen, wo die Kontaktaufnahme bei Musik und Getränken erfolgte, oder in großen Tanzlokalen, in denen die Mädchen Kammern für ihre Dienste besaßen. Die Namen dieser Etablissements waren gediegen unverdächtig: 'Stadt London', 'Goldener Engel', 'Zum schwarzen Bären', 'Adler' oder 'Zum Elefanten'. Vor dem Tanzlokal 'Zu den vier Löwen' in der Davidstraße 8 befand sich zur Straße hin ein Zaun, hinter dem sich die Mädchen aufhalten durften und mit den Passanten ins Gespräch kamen. Drinnen befanden sich im Erdgeschoss der Tanzsaal, im Obergeschoss die Kammern der 'Tänzerinnen'. Auf der Vordiele warteten die Mädchen leicht bekleidet auf die Kunden."
(a.a.O., S. 96; nach: Thinius, 1975: S. 78 ff.)
Die Westseite der Davidstraße – nördlich und südlich der Einmündung der Herbertstraße – gehört zu den wenigen Orten in Hamburg, an denen Straßenprostitution amtlich gestattet ist, seitdem 1970 für den Bereich zwischen Davidstraße und Hans-Albers-Platz (einschließlich Herberstraße) die – ansonsten für ganz Hamburg gültige – Sperrgebietsverordnung aufgehoben bzw. gelockert wurde. Seitdem ist das Ansprechen möglicher Kunden in diesem Bereich zwischen 20 Uhr abends und 6 Uhr morgens gestattet.
Seit Oktober 2010 hat auch die Sammlung des Fotografen und Journalisten Günter Zint – nach mehreren Umzügen durch den Stadteil ihren neuen Standort in der Davidstraße 17. Im "St. Pauli-Museum" werden Fotos, Zeitungsartikel, Souvenirs, Schmuck, Einrichtungsgegenstände und Erinnerungsstücke von St. Paulianern gezeigt, die Zint in den vergangenen Jahrzehnten in seiner umfangreichen Privatsammlung zusammengetragen hatte.
Die Ecke zur Bernhard-Nocht-Straße besetzt seit Fertigstellung des neuen sog. "Brau-Quartiers" zwischen Hopfen-, David- und Bernhard-Nocht-Straße und Zirkusweg ein Hotelturm. Das "Empire Riverside Hotel" wurde nach einem Entwurf des international renommierten Architekten David Chipperfield errichtet. Es beherbergt im Erdgeschoss ein Café und Restaurant, dessen Besucher sich wahlweise als Voyoure mit Blick auf den Straßenstrich oder als Komparsen der Gentrifikation im einem verglasten "Schutzraum" betrachten können. Besser geschützt vor den Anfechtungen des Straßenlebens von St. Pauli sind sicherlich die Gäste der "20up“-Bar im 20. Stockwerk des Hotels, die aus den riesigen Panoramafenstern einen weiten Blick auf den Hamburger Hafen haben. Eine vergleichbare Aussicht konnten bereits die Gäste des Restaurants "Bavaria Blick" genießen, dass sich bis zu dessen Abbruch im obersten Stockwerk des an gleicher Stelle stehenden Gär- und Lagerhauses der Bavaria-St. Pauli-Brauerei befand, in der das ortstypische "Astra"-Bier gebraut wurde.

siehe auch: Erichstraße

 

Detlev-Bremer-Straße
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BECKERSHAUS: (St. Pauli), 1948, nach dem Seehelden und Bürgermeister Detlev Bremer (1403-1464). Er erwies sich als besonders geschickt, als der damalige Dänenkönig Christian I. die Nachfolge des kinderlos verstorbenen Grafen von Schauenburg antrat. Christian I. verlangte von Hamburg die Erbhuldigung. Bremer hofierte den Dänenkönig mit so viel Äußerlichkeiten, daß dieser Akt vermieden werden konnte. Ähnlich sah die Lage gegenüber dem deutschen Kaiser Sigismund aus, der Hamburg gern das Privileg einer reichsunmittelbaren Stadt verliehen hätte. Auch hier konnten Bremer und der Senat vermeiden, daß Hamburg eine "Freie" Reichsstadt wurde.
HANKE: (1948), Detlef Bremer (1403-1464), Seeheld und ab 1447 Hamburger Bürgermeister. Bis 1948: Sophienstraße.
In einem Beitrag von Ida-Christine RIGGERT-MINDERMANN im "Hamburg-Lexikon" (in: KOPITZSCH / TILGNER, 1998: 84/85) heißt es über Detlev Bremer: "... (geb. 1403; gest. 1464 in Hamburg), Kaufmann, Bürgermeister. Bremer war Kaufmann im Flandernhandel, wurde 1432 Mitglied des Rates und 1447 Bürgermeister. Berühmt wurde er durch sein kriegerisches und politisches Geschick, mit dem er im Interesse und zum Vorteil der Hanse bzw. Hamburgs agierte.
1434 wurde er vom Hamburger Rat zum Hauptmann von Ostfriesland eingesetzt, das damals als Außenposten zum »Landgebiet« der Stadt gehörte. Zuvor hatte er gegen die Seeräuber gekämpft, die hier ihre Stützpunkte besaßen und den Westhandel der Hanse und somit auch die wirtschaftlichen Interessen Hamburgs fortwährend bedroht hatten. Von Emden aus erreichte er die Wiederherstellung der politischen Einheit des Territoriums und den Abschluß eines Landfriedens. 1445-47 gelang ihm als Amtmann zu Ritzebüttel (heute: Cuxhaven-R.) und Otterndorf ein ähnlicher Erfolg im Gebiet zwischen den Mündungen von Elbe und Weser.
Bremers eigentliche Bedeutung für die Stadtgeschichte ist aber wohl darin zu sehen, dass er das Verhältnis zu Dänemark auf eine neue Grundlage gestellt hat. Er konnte erreichen, dass die 1461 vom dänischen König Christian I. als Graf von Holstein geforderte einseitige Erbhuldigung – als Ausdruck der städtischen Bestätigung der von ihm beanspruchten landesherrlichen Rechte – in eine gegenseitige, durch Handschlag besiegelte persönliche »Annehmung« umgewandelt wurde."

 

Dröge, alte
Unter diesem Flurnamen findet sich Anfang des 19. Jahrhunderts bei NEDDERMEYER im Kapitel "Die Gassen der Vorstadt Hamburgerberg." seiner "Topographie der Freien und Hanse-Stadt Hamburg" (1832) folgende Beschreibung:
"..., siehe 4te Einfahrt. Diese Gegend hat ihren Namen von einem 1626 hierher gesetzten Trockenhause zum Behuf der getheerten Seilerarbeit."
Die Lagebeschreibung in der Nähe der "4ten Einfahrt" von bzw. nach Altona liefert einen deutlichen Hinweis, dass dieses Gebäude zur Trocknung der frisch geteerten Hanfseile sich im südwestlichen Bereich der Vorstadt in der Nähe des Nobistors befand.

siehe auch: Alte Dröge, Bey der Alten Dröge

 

Anmerkungen

[1] siehe: Horst Beckershaus, Die Hamburger Straßennamen. Woher sie kommen und was sie bedeuten. (Hamburg: Kabel-Verlag / Hamburger Abendblatt, 1997)

[2] siehe: Christian Hanke, Hamburgs Straßennamen erzählen Geschichte. (Hamburg: Medien-Verlag Schubert, 1997)

[3] siehe: [Joachim, E.:] Erklärung der Straßennamen der Stadt Hamburg. Sonderdruck aus dem 5. Sonderheft der Statistischen Mitteilungen über den hamburgischen Staat: Die Gemeinden und Straßen des hamburgischen Staatsgebietes nach dem Stande von Anfang Oktober 1925. Hamburg, 1925 (Druck von Lütcke & Wullff).
(Erstmalig: "Erklärung der Straßennamen der Stadt Hamburg." = Statistische Mitteilungen über den Hamburgischen Staat. Teil II, S. 51-84. Hamburg, 1925.)

[4] siehe: Reinhold Pabel, Alte Hamburger Straßennamen. (Bremen: Edition Temmen, 2001)

 

Weitere Literatur

Lutz Achilles; Niels Focken; Martin Heimann et al.: "Öffentlicher Nahverkehr im Stadtteil St. Pauli einst und jetzt." (Hamburg, 1995)

Georg Nikolaus Bärmann: "Hamburgische Denkwürdigkeiten. Ein topographisch-politisch-historisches Handbuch für Einheimische und Fremde." (Hamburg, 1. Aufl./1794; 2., völlig neu bearb. Aufl. in 2 Teilen, 1817/20)

Rita Bake: "Wer steckt dahinter? Nach Frauen benannte Straßen, Plätze und Brücken in Hamburg." Hrsg. von der Landeszentrale für politische Bildung (Hamburg, 3. Aufl./2003, 4. akt. u. erw. Aufl./2005)

Maria Dorothea Beck: "Vom Schulterblatt zum Pilatuspool. Zur Deutung und Bedeutung Hamburger Straßennamen." In: Neues Hamburg, VIII (1953), S. 72-74; 109-112.

Otto Behrend: "Einiges über Hamburgs alte Straßennamen." In: Niedersachsen, 7 (1901-02), S. 204-205.

Eduard Beurmann: "Skizzen aus den Hanse-Städten" (Hanau, 1836)

B. Beyland: "Hamburgische Straßennamen der Alt- und Neustadt." (Hamburg, 1925)

Klaus Bocklitz: "Die letzten Erweiterungen der hamburgischen Befestigungsanlage, 1679 und 1682." In: Volker Schmidtchen (Hrsg.): Sicherheit und Bedrohung – Schutz und Enge. Gesellschaftliche Entwicklung von Festungsstädten: Beispiel Stade. (Beiträge zum 6. Internationalen Kolloquium zur Festungsforschung, Stade, 9.-11.Oktober 1987. Schriftenreihe Festungsforschung, Band 6.) Wesel, 1987.

C. Borchling: "Zur Schreibweise der hamburgischen Straßennamen." In: Quickborn, 20 (1926-27), S. 45-46.

Albert Borcherdt: "Das lustige alte Hamburg. Scherze, Sitten und Gebräuche unserer Väter", 2 Bände. (Hamburg, 4. Aufl./1891).

C. Boysen: "Hamburgs Schlachthof- und Viehmarktanlagen." Hrsg. im Auftrage der Schlachthof-Deputation von C. Boysen, Direktor (Hamburg, 1897).

F. G. Buek: "Hamburg und seine Umgebungen im 19. Jahrhundert. Eine Reihenfolge naturgetreuer, in Stahl gestochener Ansichten der Stadt und ihrer Umgegend." Text von F. G. Buek (Hamburg, 1844).

H. Busch: "Aus der Geschichte der ehemaligen Vorstädte und Vororte." In: Ed. Feldtmann, "Geschichte Hamburgs und Altonas" (Hamburg, 1902).

J.F. Danneill: "Wörterbuch der altmärkisch-plattdeutschen Mundart." (Salzwedel, 1859)

Paul Dittmer: "Plattdeutsche Straßennamen in Hamburg." In: Quickborn, 23 (1930), S. 107.

A. W. Dührsen: "Nobisthor und Nobiskrug." In: Hamburger Nachrichten. Belletristisch-Literarische Beilage, Nr. 49 (1907).

Jürgen Ellermeyer (Hrsg.): "Stadt und Hafen. Hamburger Beiträge zur Geschichte von Handel und Schiffahrt." Arbeitshefte zur Denkmalpflege in Hamburg; 8 (Hamburg, 1988)

R. Ehrenberg: "Altona unter Schauenburgischer Herrschaft." (Altona, 1891-93)

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Peter Freimark; Ina Lorenz; Günter Marwedel: "Judentore, Kuggel, Steuerkonten. Untersuchungen zur Geschichten der deutschen Juden, vornehmlich im Hamburger Raum." Hamburger Beiträge zur Geschichte der deutschen Juden, Bd. 9. (Hamburg, 1983)

H. Funke: "Geschichte des Mietshauses in Hamburg." (Hamburg, 1974)

Cipriano Francisco Gaedechens: "Historische Topographie der Freien und Hansestadt Hamburg und ihrer nächsten Umgebungen von der Entstehung bis auf die Gegenwart." (Hamburg, 1880)

Christian Ludwig von Griesheim: "Verbesserte und vermehrte Auflage des Tractats: die Stadt Hamburg nach ihrem politischen, oeconomischen und sittlichen Zustande: nebst Nachtraegen zu diesem Tractate; und Beytraegen zu der Abhandlung, Anmerkungen und Zugaben über den Tractat die Stadt Hamburg, welche selbigen ebenfalls verbessern und gewisser machen." Hrsg. von Christian Ludwig von Griesheim, ehemaligen Fürstl. Gothaischen Ober-Amts-Hauptmann Hof- und Consistorial-Rath. (Hamburg, 1760; nach einer ersten Ausgabe, 1759)

K. Grobecker: "Denkwürdigkeiten und Merkwürdigkeiten im alten Hamburg." (Hamburg, 1991)

Elke Groenewold; Gunhild Ohl: "Von der Wohnung zur Werft: Arbeiterwohnquartier St. Pauli." (Reihe: Historische Stadtrundgänge. Hamburg, 1992)

(H. I. Gude): "Nachricht von der Stadt Hamburg." (Halle, ca. 1690)

Georg Haccius: "Weihefahrt nach dem Hamburger-Berge/ Als auf Obrigkeitlichen Befehl und Ge=heiß die auf demselben New=erbauete Kirche/ als ein Filial des Kirspels [sic!] S. Michaelis, feyerlich eingewei=het/ mit einem eigenen Pastoren versehen/ und mit dem Merck=Namen S. PAULUS benen=net wurde/ so geschehen Anno Christi 1682/ am Tage BARTHOLOMEI, war der 24 Augusti, Donnerstags nach dem 10. TRINITATIS, sambt bey=gefügtem Grundlegungs-Sermon/ Welcher 21. Wochen vorher daselbst gehalten wurde/ zum stets=wehrenden Gedächtnis/ und auf Begehren der Einge=pfarrten zum Abdruck übergeben Von GEORG. HACCIO, L. Past. bey St. Mich. in Hamburg." Gedruckt und zu kaufen bey Arnold Lichtenstein/ Buchdruckern in der Neustadt/voran aufm Millern-Steinwege. (Hamburg, [1682])

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"Hamburgs Straßenführer" – mit den neuen und alten Straßennamen, neuen Plänen, mit Verkehrsmitteln, Behörden, Postämtern, Polizei etc. (Hamburg, Januar 1939)

Jörg Haspel: "Hamburger Hinterhäuser: Terrassen - Passagen - Wohnhöfe." (Hamburg, 1987)

Jörg Haspel: "Arbeiterquartier Wohlwillstraße." (Hamburg, 1990)

J. Heckscher: "Das Panorama einer Reise von Hamburg nach Altona und zurück" von Peter Suhr in Hamburg, erklärt von J. Heckscher. (Berlin, 1909)

Dr. Heinsohn: "Neue Straßenverzeichnisse in Hamburg und Berlin: 1. Das neue Straßenverzeichnis der Hansestadt Hamburg." In: Hamburg in Zahlen. Hrsg. vom Statistischen Landesamt der Hansestadt Hamburg, Jahrg. 1948, Nr. 11 (23.09.1948): S. 3-5.

Jonas Ludwig von Heß: "Hamburg topographisch, historisch und politisch beschrieben", 3 Teile (1. Aufl.: Hamburg, 1787-92; 2. veränd. u. erg. Aufl.: Hamburg, 1810-11)

M. Petrus Hesselius: "Hertzfließende Betrachtungen / von dem Elbe-Strom / zur Dankbarkeit gegen Gott geschöpffet darneben allen Schiff-Leuten zu einer geistlichen Zeitvertreibung vermacht; auch Einem jeden Christen in diesem Angst-Meer zu Gute auffgesetzet von M. Petro Hesselio, Pastorn zum Pesthof." Erster Teil. Soli Deo Gloria. (Altona – gedruckt bey Victor de Lieu, in Verlegung des autoris, anno 1675.)

Hermann Hipp: Freie und Hansestadt Hamburg. DuMont Kunst-Reiseführer. (Köln, 3.Aufl./ 1996)

"Illustrirtes Hand- und Nachschlagebuch für Fremde. Mit Angabe empfehlenswerther Etablissements, Ansichten von Hamburg, Fahrplänen, Kalender, Fremdenführer und Sehenswürdigkeiten." (Hamburg, 1889)

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"Kiek mol." Stadtrundgänge, erarbeitet und aufgeschrieben von Hamburger Geschichtswerkstätten. Hrsg. v.d. Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg. Referat Stadtteilkultur; verantwortl.: Wolfgang Stiller. (Hamburg, 1993)

"Kiek mol – neue und bewährte Stadtteilrundgänge," erarbeitet und aufgeschrieben von Hamburger Geschichtswerkstätten. Hrsg. v.d. Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg. Red. / verantwortl.: Jens Michelsen. (Hamburg, 1998)

J. Klefeker (Hrsg.): "Sammlung Hamburgischer Gesetze und Verfassungen", 12 Bände u. Register-Band. (Hamburg, 1765-74)

Franklin Kopitzsch / Daniel Tilgner (Hrsg.): "Hamburg-Lexikon". (Hamburg, 1998)

K. Koppmann: "Millernthor." In: Mitteilungen des Vereins für Hamburgische Geschichte, Jg. 2 (1880): S. 151 ff.

P. Lambeck: "Origines Hamburgenses sive rerum Hamburgensium", 2 Bände. (Hamburg, 1652-61)

Ralf Lange: "Architekturführer Hamburg" (Stuttgart, 1995).

J. M. Lappenberg: "Programm zur 3. Secularfeier der bürgerschaftlichen Verfassung Hamburgs am 20.9.1828." (Hamburg, 1828)

J. Lieboldt: "Die St. Pauli-Kirche ehemals und jetzt." In: Zeitschrift für Hamburgische Geschichte (Hamburg, 1882)

W. L. Meeder: "Geschichte von Hamburg, vom Entstehen der Stadt bis auf die neueste Zeit." Theil 1, 2. (Hamburg, 1838-39)

Wilhelm Melhop: "Historische Topographie der Freien und Hansestadt Hamburg von 1880-1895", im Anschluß an die Historische Topographie von C.F. Gaedechens, unter Benutzung älterer Quellen. (Hamburg, 1895)

O. Mensing: "Schleswig-Holsteinisches Wörterbuch", 5 Bände. (Neumünster, 1927-35)

Heinrich Meyer: "Hamburg und Altona nebst Umgegend. Topographisch-statistisch-historisches Handbuch für Einheimische und Fremde." (Hamburg und Itzehoe, 1836)

Dirk Meyhöfer: "Hamburg. Der Architekturführer." (Berlin, 2007)

F.H. Neddermeyer: "Erklärung der Hamburger Straßennamen vor 1842." In: Neue Hamburger Blätter, Jg. V (1845)

F.H. Neddermeyer: "Topographie der Freien und Hanse Stadt Hamburg." (Hamburg, 1832)

F.H. Neddermeyer: "Zur Statistik und Topographie der Freien- und Hansestadt Hamburg." (Hamburg, 1847)

Margit Nehls: "Geschichtliches über Hamburgs Straßen bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts." (= Hamburgensien, Bd. 25; 1988)

"Neuer Fremdenführer durch Hamburg." Mit einem Plan. Hamburg, bei Deppermann & Ruschke, Rödingsmarkt, Ostseite Nr. 41. Druck von H. H. Röhrs. (Hamburg, 1843)

A. Olshausen: "Die Straßenordnung vom 10. Juli 1902 - nebst den übrigen den öffentlichen Verkehr in Hamburg regelnden Vorschriften." (Hamburg, 1903)

Reinhold Pabel: "Hamburger Kulturkarussell zwischen Barock und Aufklärung." (Hamburg, 1996)

"The Picture of Hamburg, or the Englishman's Guide; to that free, imperial city; containing every information, interesting to strangers. To which are added ... tables of the money, weights, measures and exchange tables." (Hamburg/ London; [c.] 1805)

Volker Plagemann: "»Vaterstadt, Vaterland, schütz Dich Gott mit starker Hand.« Denkmäler in Hamburg." Hrsg. v.d. Kulturbehörde / Denkmalschutzamt. (Hamburg, 1986)

Michael Richey: "Anmerckungen über die in Halle bey Rengern herausgekommene Nachricht von der Stadt Hamburg" (von H. L. Gude). (1746, handschriftliche Abschrift in der Commerz-Bibliothek Hamburg)

Michael Richey: "Idioticon Hamburgense." (2. Aufl.; Hamburg, 1755; Repr. 1975)

Albert Samson: "Hummel, der lustige Führer durch St. Pauli." Verfaßt und herausgegeben von Albert Samson, Neuerwall 37. Druck von Adolf Selig, Hamburg 3, Alt-Steinweg 61. [o.J.]

Matthaei Schlüters ... "Historisch- und Rechts-begründeter Tractat Von denen Erben in Hamburg/ Derer Achterfolgunge und Loeskündigunge der darinn versicherten Gelder: Worinn gehandelt wird von denen Erben/ oder Unbeweglichen Gütern/ dero Zubehör/ Servituten/ Freyheit/ und Gerechtigkeiten; Insonderheit von der Brauerey-Gerechtigkeit/ und dem gantzen Brau-Wesen in Hamburg ... ; Allen Eigenern/ Advocaten/ Procuratoren ... ans Liecht gegeben." (Hamburg: Gedruckt bey Conrad Neumann/ Eines Edlen/ und Hochweisen Rahts Buchdrucker/ Anno 1698.)

C.R. Schnitger: "Hamburgische Straßennamen." In: Hamburger Schulzeitung, Jg. 5-9 (1897-1901).

Helga Schmal / Tobias Selke: Bunker. Luftschutz und Luftschutzbauten in Hamburg. Unter Mitarb. von Henning Angerer. Kulturbehörde der FHH, Denkmalschutzamt; Themenreihe, Band 7. (Hamburg, 2001)

C.R. Schnitger: "Plattdeutsche Straßennamen in Hamburg." Geschichtlich und sprachlich erläutert von C.Rud. Schnitger (Hamburg, 1922).

Joseph Heinrich Scholz: "Hamburg und seine Umgebungen. Ein nützliches und nothwendiges Hülfs- und Handbuch für Einheimische und Fremde." Mit 3 Kupfern. (Hamburg, 1808)

Markus Schreiber / Hans Walden: "Hamburg-St. Pauli." Reihe: ZeitSprünge. (Erfurt, 2008)

J. H. Schütze: "Holsteinisches Idiotikon", 4 Bände. (Hamburg[-Altona], 1800-1806. Repr., 1976)

"Der Schulterblatt: Ein Viertel verändert sich." Hrsg. von der Projektgruppe Wohnen im Stadtteil. (Hamburg, 1982)

Herman Sieveking: "Der 'Pesthügel' im Zoologischen Garten in der Tiergartenstraße in Hamburg." In: Hamburgische Geschichts- und Heimatblätter, 9. Jg. (1935), H. 3 (Dez.), S. 257-263.

H. Sköllin (Hrsg.): "Die Gemeinden und Straßen des hamburgischen Staatsgebiets nach dem Stande von Anfang Oktober 1925." = Statistische Mitteilungen über den hamburgischen Staat. Sonderheft 5, Teil 1: S. 1-50. (Hamburg, 1925)

Statistik des Hamburgischen Staats. Zusammengestellt vom statistischen Bureau der Deputation für directe Steuern. Heft I: Ergebnisse der Volkszählung vom 3ten December 1866. Stand der Bevölkerung. (Hamburg, 1867)

Statistik des Hamburgischen Staats. Zusammengestellt vom statistischen Bureau der Deputation für directe Steuern. Heft II: Ergebnisse der Volkszählung vom 3ten December 1867. Bevölkerung- und Wohnverhältnisse. (Mit beigehefteter Karte: »Plan von Hamburg«.) Statistik der Unterrichtsanstalten von 1869. (Hamburg, 1869)

Statistisches Amt (Hrsg.): Straßen- und Ortsverzeichnis. Einteilung des hamburgischen Staatsgebietes für verschiedene Verwaltungszwecke. (Hamburg, 1914 ff.) )

Statistisches Bureau der Steuer-Deputation: Die Stadt Hamburg, die Vororte, Gemeinden, Ortschaften und selbständig benannten Gebietstheile des Hamburgischen Staats. Topographisch und historisch dargestellt vom Statistischen Bureau der Steuer-Deputation. (Hamburg, 1875)

Statistisches Handbuch des Hamburgischen Staates: (1) Statistisches Handbuch für den Hamburgischen Staat; 1. Ausgabe. Hamburg: Meissner, 1874. (2) Statistisches Handbuch für den Hamburgischen Staat; 2. Ausgabe. Hamburg: Meissner, 1880. (3) Statistisches Handbuch für den Hamburgischen Staat; 3. Ausgabe. Hamburg: Meissner, 1885. (4) Statistisches Handbuch für den Hamburgischen Staat; 4. Ausgabe. Hrsg. Von dem Statistischen Bureau der Steuer-Deputation. Hamburg: Meissner, 1891.

Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein: "Straßen- und Gebietsverzeichnis der Freien und Hansestadt Hamburg 2008" (Stand: 23. Mai 2008). (Hamburg, 2008)

M.G. Steltzner, "Versuch einer zuverläßigen Nachricht von dem kirchlichen und politischen Zustand der Stadt Hamburg zu den älteren Zeiten, nehmlich von Carolo Magno biß auf die Zeit Friedrichs III."; 6 Bände. (Hamburg, 1731-39)

E. Tiling: "Versuch eines bremisch-niedersächsischen Wörterbuchs", 5 Bände. (Bremen, 1767-71; mit Nachtragsband, 1869)

"Verzeichnis der erkannten Denkmäler nach §7a Hamburgisches Denkmalschutzgesetz vom 3. Dezember 1973 (HmbGVBl. S. 466), zuletzt geändert am 4. April 2006 (HmbGVBl. S. 143)", Stand: 25. Juni 2007. (Hamburg, 2007)

"Verzeichnis der im Gesamtgebiet der Hansestadt Hamburg vorhanden Straßen nach dem Stande vom 1. Juli 1938." (Nur für den innerdienstlichen Gebrauch des Statistischen Amts.) Mit Verzeichnis der Stadtteile, Gemeinden und Gemeindeteile zur Zeit der Schaffung der Einheitsgemeinde (Hamburg, [ca.] 1938).

Voigt, J.[ohann] W.[ilhelm]: "Zum zweihundert-jährigen Jubileum der Hamburgischen Vorstadt St. Pauli." In: Hamburger Bürgerzeitung, Nr. 27 (26. März), Nr. 40 (2. April), Nr. 43 (9. April), 1882.

"Wegweiser durch Hamburg. Oder Nachweisung aller Gassen, Märkte, Plätze, Kirchen, Stadtgebäude etc. und anderer Merkwürdigkeiten in Hamburg, wie solche nach dem besonders dazu eingerichteten Grundrisse dieser Stadt bequem aufzusuchen sind. Ein Anhang zu den Hamburgischen Denkwürdigkeiten." (Hamburg, 3. berichtigte Aufl./1803)

E.[rnst] H.[einrich] Wichmann: "Der Hamburger Berg, historisch-topographisch dargestellt." (Hamburg, 1879)

Würzer, Heinrich: "Charakteristisch-topographische Fragmente über die Stadt Altona und deren Straßen und Pläzze von einem Reisenden." Mit einem Nachwort von Hans-Werner Engels. (Hamburg, 1996)

Würzer, Heinrich: "Ein Spazziergänger in Altona." Mit einem Nachwort; hrsg. von Hans-Werner Engels. (Hamburg, 1997)

Christian Ziegra: "Sammlung von Urkunden, theol. jurist. Decreten etc. als eine Grundlage zur Hamburger Kirchenhistorie neuerer Zeiten", 4 Bände. (Hamburg, 1764-70)

Christian Ziegra: "Beyträge zur politischen hamburgischen Historie." (Hamburg, 1766)