Register

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Einleitung | Anmerkungen | Literatur

Register mit Erläuterungen und Mitteilungen über Veränderungen (z.B. verschwundene oder umbenannte Straßen)

 

E

Eckernförder Straße
EStH: Ben.[annt] 1899 nach der Stadt Eckenförde im Anschluß an den Namen der Kieler Straße; vorher seit 1841 Marienstraße mit, wie es scheint, frei gewähltem Namen; früher Hinter der Reeperbahn.
Nach HANKE: heute Simon-von-Utrecht-Straße.
Zum 1. Januar 1940 erfolgte im Zuge der Vereinheitlichung der Straßennamen im 1938 neu geschaffenen "Groß-Hamburg" die Umbenennung in Simon-von-Utrecht-Straße. Der neue Name gehört zur Motivgruppe der Hamburger Honoratioren zu Beginn des 15. Jahrhunderts und ihrer Gegenspieler, der Vitalienbrüder unter Führung Klaus Störtebekers und Gödeke Michels’.

siehe auch: Simon-von-Utrecht-Straße

 

Eckhoffs Wohnung
Dieser Flurname – wohl für einen Wohnhof – auf dem "Hamburgerberge" findet sich 1698 bei SCHLÜTER (Matthaei Schlüters ... Historisch- und Rechts-begründeter Tractat Von denen Erben in Hamburg/ ..... . Hamburg, 1698: 658).
Bei NEDDERMEYER (1832) wird der Name abweichend mit "Eckhofs Wohnngen" angegeben.

 

Eifflerstraße
BECKERSHAUS: (Altona-Alltstadt), 1950, nach Hans-Christian Eiffler (1630-1703), er war 1664 Zweiter Bürgermeister und 1680 Erster Bürgermeister von Altona.
HANKE: kein Eintrag.
Nach Schaffung des neuen Stadtteils Sternschanze (im Bezirk Altona) liegt die Eifflerstraße seit 2008 administrativ in diesem östlichen Appendix des Bezirks.

 

Eimsbütteler Straße
EStH: Ben.[annt] um 1841 als Teil des nach Eimsbüttel führenden Straßenzuges.
Nach HANKE: heute Budapester Straße; seit 1956.
Die Landstraße vom Millerntor nach Nordwesten am südwestlichen Rande des Heiligengeistfeldes entlang erscheint seit dem 18. Jahrhundert verschiedentlich auf historischen Karten und in topographischen Beschreibungen – wiederholt als "Fuhrweg nach Eimsbüttel" - und setzt sich über den Neuen Pferdemarkt und das Schulterblatt in Richtung auf das holsteinisch-pinnebergische (bzw. dänische) Dorf Eimsbüttel fort.
Von 1946 bis zur Niederschlagung des Ungarn-Aufstandes (1956) durch Truppen des Warschauer Pakts unter Führung der Sowjetunion trug sie den Namen Ernst-Thälmann-Straße.

siehe auch: Budapester Straße

 

Einfahrt[en], 1ste bis 6te
Im Gegensatz zu den schwer befestigten und nachtsüber bis zum 31.12.1860 verschlossenen und bewachten Stadttoren Hamburgs gab es zwischen der Vorstadt Hamburger Berg (bzw. später St. Pauli) und der – damals dänischen Nachbarstadt - lediglich durch einfache Schranken gesicherte Einfahrten entlang des Grenzganges. Sie trennten an den meisten Stellen die längst übergangslos bebaute Straßenzüge fast nur noch "pro forma" in einen Hamburger und einen Altonaer Abschnitt, auch wenn sie auf beiden Seiten mit Wachposten versehen waren.
J.L. von HEß erwähnt 1811, dass auf einer "Gränz-Karte" aus dem Jahre 1744 fünf Einfahrten nach Altona zu erkennen sind, ohne sie jedoch näher zu beschreiben. (Heß, Jonas Ludwig von: Hamburg topographisch, historisch und politisch beschrieben. Zweite Auflage, umgearbeitet und vermehrt. Dritter Teil. Hamburg, 1811: S. 68.)
In dem Werk von NEDDERMEYER, "Topographie der Freien und Hanse-Stadt Hamburg" (1832) heißt es in dem Kapitel "Die Gassen der Vorstadt Hamburgerberg." über die E i n f a h r t e n:
" E i n f a h r t , 1ste (Pinnasberg).
No. 33 bis 84, 75 bis 92. 66 Häuser, 85 Wohnung[en], 6 Schiffswerft[en]. – A.D. [= Armen-Distrikt] 3.
Die hier befindliche, nach Altona führende Pforte wird auch Pinnasthor, so wie die dahinführende Gasse Pinnas (*) oder Pinnasberg genannt wird. Die Häuser Nr. 75 bis 92 gehörten früher dem Johanniskloster-Gebiet. 1612 wird dieser Gegend im Stadt-Erbebuch erwähnt. No. 93 u. 94 sind Eigenthum der Kirche."
(* [Fußnote] "So heißt das Wirthshaus an No. 69, wo besonders ein starker Viehhandel mit frisch milchenden Kühen und Hammeln aus der Wilster-Marsch getrieben wurde.")
" E i n f a h r t , 2te.
No. 260 bis 263, 288 bis 311. 15 Häuser, 63 Wohnungen. – A.D. [= Armen-Distrikt] 2.
Diese Einfahrt wird auch Judenthor genannt; bis dahin führende Gasse erhielt nach 1814 den Namen L a n g e s t r a ß e und wurde schon 1653 bebaut (S. B. [= Stadt-Erbebuch]). Früher lag hier der Falkenhof, bestehend aus 55 kleinen Häusern, 21 Sählen und 2 Kellern. Es befindet sich hier eine Infanterie-Wache (Paulus)."
" E i n f a h r t , 3te.
No. 312 bis 335. 17 Häuser, 100 Wohnungen. – A.D. [= Armen-Distrikt] 2.
Auch Trommelthor genannt; die zu demselben führende Gasse heißt die T r o m m e l s t r a ß e ."
" E i n f a h r t , 4te.
No. 438 bis 466. 21 Häuser am Nobisthor. No. 453 bis 468 a. 18 Häuser, 35 Wohnungen. – A.D. [= Armen-Distrikt] 2.
Auch Nobisthor oder Trotz-Altona genannt; die Gasse, welche darauf zuführt, wird die L a n g e r e i h e genannt, und ist von 1662 bis 1729 angebauet (S. B. [= Stadt-Erbebuch]).
" E i n f a h r t , 5te.
No. 478 bis 497. 19 Häuser, 12 Wohnungen. – A.D. [= Armen-Distrikt] 6.
Der Weg dahin wird K l ü t j e n s t i e g genannt; im Stadt-Erbebuche aber, wo er 1680 vorkommt, Weg nach dem Klütjenstieg hinter der Reeperbahn."
" E i n f a h r t , 6te.
No. 1 bis 13. 15 Häuser, 1 Fabrikhaus und 2 Wohnungen. – A.D. [= Armen-Distrikt] 5.
Auch beim P r a h l e n h o f genannt; wird 1689 erwähnt (S. B. [= Stadt-Erbebuch])."
Die Bezeichnung der "Einfahrten" oder "Thore" scheint nicht einheitlich gewesen zu sein, denn auf dem "Jllustrirte[n] Plan von Hamburg u. Altona / Bearbeitet, gezeichnet u. lithographirt v. Wilh. Heuer. Druck v. H. F. Plate" (Maßstab: [ca.] 1:13.000; Lithographie; Größe: 53 x 43 cm. Hamburg: Gassmann, [ca.] 1840.) findet sich für das "Judenthor" die Bezeichnung "Schlachterbuden Thor" und für die Pforte zwischen der damaligen Kieler Straße (heute: Clemens-Schultz-Straße) und der damaligen (Altonaer) Neue Rosen-Straße (heute: Paul-Roosen-Straße) der Name "Hummel Thor". Dieser findet sich auch auf weiteren zeitgenössischen Karten.

siehe auch: Grenzgang

 

Elbhalle (mit: Martenswohnungen)
In dem Werk von NEDDERMEYER, "Topographie der Freien und Hanse-Stadt Hamburg" (1832) werden beide Örtlichkeiten in dem Kapitel "Die Gassen der Vorstadt Hamburgerberg." im Eintrag über die Silbersackstraße (S. 342) genannt.
Die Elbhalle und die Martenswohnungen wurden im Auftrag des Oberalten A.C. Martens errichtet. Seit 1817 war der Standort der Elbhalle durch einen gemeinsamen Betreiber, den Gastwirt Johann Gottfried Herrfurth, mit dem Wirtshaus "Bei der Erholung" (auch: "Elberholung") verbunden.
Bei Heckscher (1909) heißt es:
"Die Elbhalle war von dem Oberalten A.E. Martens, der sich auch um die schönen Anlagen auf dem Walle, zwischen dem Stintfang und dem Millerntor verdient gemacht hat, etwa 1820 gestiftet; sie war nach damaligen Ansichten ein geschmackvoll gebautes Haus, mit einem Altan nach der Elbseite. Der Eintritt war nur Abonnenten gestattet, doch konnten auch Fremde eingeführt werden, die monatlich einen Speciesthaler dafür zu erlegen hatten. Das Haus war im Inneren hübsch dekoriert, hatte zwei große Säle, in denen 150 Personen speisen konnten, auch waren vier Nebenzimmer vorhanden und vor dem Hause lag ein schöner mit Bäumen bepflanzter Spaziergang. Das Haus hat allmählich den vornehmen Charakter verloren und ist heute ein Tanzlokal niederster Sorte, in dem Gesellen, Arbeiter, Fabrikmädchen und Dienstmädchen verkehren; zeitweilig bestand das weibliche Element sogar nur aus Insassen der öffentlichen Häuser, die anständige bürgerliche Gesellschaft ist verschwunden. .....
Der Grünplatz hinter der Elbhalle wurde später von Gärten eingenommen, die zu den Häusern gehörten, welche an dem Wege bei der Erholung erbaut waren."

(Siehe: J. Heckscher: "Das Panorama einer Reise von Hamburg nach Altona und zurück" von Peter Suhr in Hamburg, erklärt von J. Heckscher. Berlin, 1909: S. 38, 40.)
Heckscher dürfte sich auf einen Eintrag im "Hamburgischen Adress-Buch für das Jahr 1820" beziehen. Dort heißt es im Abschnitt: "Behörden und andere Körperschaften, amtliche Information: Alphabetisches Verzeichniss einiger Hamburgischer Anstalten, öffentlicher Gebäude und anderer Merkwürdigkeiten, zunächst für Fremde", Seite 639:
" E l b – E r h o l u n g und E l b – H a l l e . Die Elb-Erholung ist das niedrige zuerst auf dem Hamburger Berg an der Elbe erbauete Haus. Wirth ist Herr Herfurth. Der Elbstrom und die Ankunft und Abfahrt der Schiffe gewähren den Besuchenden eine erfreuliche Ansicht du einen grossen Genuss. Neben diesem Gebäude ist ein geschmackvolles grosses Haus mit einem Altan errichtet, Elb-Halle genannt. Nur den Abonnenten wird der Eintritt gestattet. Doch können Fremde von diesen Mitgliedern, gegen Erlegung eines Species:balers (?) für den Monat, eingeführt werden. Das Innere der Elbhalle ist prachtvoll decorirt, und besteht aus 2 grossen Sälen, in welchen 150 Personen speisen können, und aus 4 Nebenzimmern. Vor beyden Häusern ist ein schöner mit Bäumen bepflanzter Spaziergang für das Publikum angelegt. In Hamburg’s Umgebung ist dieser Erheiterungsort unstreitig einer der vorzüglichsten, und, was namentlich seine Lage betrifft, einzig in seiner Art. Stifter ist der um unsere Gefängnisse und Besserungsanstalten höchst verdiente Herr A. E. Martens; Eigenthümer Herr Herfurth."

siehe auch: Bei der Erholung

 

[Am] Elbpark
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EStH: Ben.[annt] nach den dortigen parkartigen Anlagen.
Diese Parkanlage trägt heute die Bezeichnung Alter Elbpark und wird weithin markiert durch die ehemalige Bastion Casparus mit dem monumentalen Denkmal Otto von Bismarcks, der – in eine martialische Rüstung gewandet und vom Hamburger Stadtzentrum abgewandt – elbabwärts blickt.
Die Broschüre "Hamburgs Grün" beschreibt diesen westlichen Abschnitt des Inneren Grünen Rings entlang der historischen Wallanlagen folgendermaßen:
"Die Anlagen beginnen an den Landungsbrücken mit einer fulminanten Aussicht: Von der Anhöhe Stintfang lassen sich Hafen und Elbe weithin überblicken. Der Hang dieser ehemaligen Bastion Adolphus lässt die massive historische Befestigung der Stadt Hamburg erahnen. Die Wallanlagen des 17. Jahrhunderts zogen sich in einem weiten Bogen von der Elbe bis zur Alster bei der heutigen Lombardsbrücke und trafen beim Baumwall wieder auf das Elbufer. Sie hatten 22 Bastionen und einen Wassergraben und konnten zunächst nur durch eines der sechs Tore überwunden werden. Zahlreiche Straßennamen erinnern heute noch an die Befestigung, die Anfang des 19. Jahrhunderts durch den Bremer Kunstgärtner Isaac Altmann in einen Park umgewandelt wurde.
Vom Stintfang, …, gelangt man nach Norden an einen weiteren Aussichtspunkt: Das Bismarck-Denkmal im Alten Elbpark. Auf der Anhöhe der ehemaligen Bastion Casparus – wie alle Bastionen nach Ratsherren aus dem 17. Jahrhundert benannt – errichtete die Stadt Hamburg bereits 1906 ein monumentales Denkmal zu Ehren des ersten Reichskanzlers. Dies war im Kaiserreich eine gewagte Geste, vor allem weil diene Figur nach Westen in das damals dem Kaiserreich zugehörige Altona blickte. Schon 1869 hatte in diesem alten Park die erste Internationale Gartenbauausstellung stattgefunden. … Diese Ausstellungen entwickelten sich zu einer Tradition in den Wallanlagen, wanderten aber mit der Zeit immer weiter in die nördlichen Parkbereiche."
(siehe: Hamburgs Grün, 2007: S. 14)
Eine kurze Einführung in den zeit- und ideengeschichtlichen Hintergrunds für die Errichtung des Bismarck-Denkmals gibt der "Architekturführer Hamburg" (1995) von R. LANGE Es heißt dort:
"Bismarck-Denkmal, Elbpark, Neustadt. Architekt: Johann Emil Schaudt; Bildhauer: Hugo Lederer. 1901/02 W[ettbewerb]; 1905/06. – Fühlten sich viele Hamburger zu Beginn der 1880er Jahre bei den politischen Auseinandersetzungen um den Zollanschluß noch durch die Hegemonialbestrebungen des Reiches 'vergewaltigt', so wurde in der Hansestadt gut zwei Jahrzehnte später – zur Hochzeit des nationalen Bismarckkults – eines der größten Denkmalprojekte für den ehemaligen Reichskanzler Otto von Bismarck (1815-98) überhaupt realisiert. Das Monument in Schwarzwälder Granit misst vom Plateau aus eine Gesamthöhe von 34,3 m, wovon 14,8 m auf die Figur entfallen; das überdimensionale Schwert ist10 m lang. Eine öffentliche Sammlung erbrachte die zunächst veranschlagte Summe von 400.000 Mark (8tatsächlich wurden es 503.000 Mark). Die Stadt stellte das exponierte Grundstück oberhalb des Hafenrands zur Verfügung.
Der Entwurf von Schaudt und Lederer überzeugte im Wettbewerb durch seine überzeitliche und überpersönliche Interpretation des Themas sowie die signifikante Verbindung von Skulptur und Architektur. Verweise auf das Wilhelminische Kaiserreich und die Reichseinigung 1871 fehlen völlig mit Ausnahme der acht athletischen Jünglingsgestalten am Sockel, die die vereinigten deutschen Stämme symbolisieren sollen. Auch Bismarck wurde nicht, wie üblich, als preußischer Militär oder gar als greiser Gutsherr in Friedrichsruh dargestellt, sondern als mittelalterlicher Roland, dem norddeutschen Sinnbild städtischer Rechts- und Freiheitsgarantien – hier allerdings ins Nationale gewendet durch den wachenden Blick über den Strom und somit gen England."
(siehe: Lange, 1995: S. 94, "C13")
Zu den Relikten des deutschlandweiten Bismarckkults vor dem Ersten Weltkrieg zählen – verstreut über das gesamte historische Gebiet des früheren "Deutschen Reichs" – nicht nur zahlreiche Denkmäler, sondern auch die sog. Bismarcktürme, die ebenfalls symbolisch für den Blick in die Ferne und die Wacht zum Schutz des Reiches vor seinen Feinden stehen. Im Falle des Hamburger Denkmals drohten diesem wehr- und standhaften Blick allerdings in den 1980er und -90er Jahren erhebliche Beeinträchtigungen. Zum einen war die Standsicherheit des Unterbaus durch eindringende Feuchtigkeit stark gefährdet, zum anderen verschwand das Denkmal hinter allmählich hoch und "blickdicht" werdenden Bäumen zu seinen Füßen. Daher wurde eine Sanierung des gesamten Denkmalsbereichs durchgeführt, bei der in seinem Unterbau u.a. naive völkische Malereien und Graffiti aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs zum Vorschein kamen, vermutlich aus den Jahren seiner Nutzung als Luftschutzraum. Das umgebende Wäldchen wurde stark gelichtet, um Blickachsen freizulegen bzw. neue zu schaffen.
Über seine (bau-)geschichtliche Bedeutung hinaus hat das Denkmall auch eine mediengeschichtliche, denn der früheste erhaltener Hamburger Reportage- bzw. Dokumentarfilm zeigt seine Enthüllung am 2. Juni 1906.

Weitere Quellen und Literatur:
Volker Plagemann: »Vaterstadt, Vaterland, schütz Dich Gott mit starker Hand.« Denkmäler in Hamburg. Hrsg. v.d. Kulturbehörde / Denkmalschutzamt. (Hamburg, 1986: S. 103 f.)
Jörg Schilling: Das Hamburger Bismarck-Denkmal und die Monumentalität der Moderne. (Göttingen, 2006)

Websites:
"Bismarcktürme": http://www.bismarcktuerme.de/website/ebene1/index.html; http://www.bismarcktuerme.de/website/ebene3/laender/hamburg.html
"Unter dem Bismarck-Denkmal in Hamburg": http://www.lostplaces.de/cms/content/view/37/33/
"Bismarck-Denkmal": http://www.wikipedia.org/w/index.php?title=Bismarck-Denkmal&printable=yes

siehe auch: Wallanlagen, Große und Kleine

 

Elbpavillon
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PABEL: Eine einfache Erfrischungsbude auf der Bastion Casparus nahe dem Elbufer, seit 1806 bestehend, wurde wenig später (1816) zu einem festen "Elb-Pavillon" ausgebaut und vom Publikum eifrig frequentiert. Das Gebäude verfiel recht bald, wurde aber schon 1822 im Zuge der Bepflanzung der Bastion Casparus in größerer Ausdehnung restauriert. Auch dieser Bau hielt dem Zahn der Zeit nur wenige Jahrzehnte stand. Er mußte gegen Ende der 1860er-Jahre abgebrochen werden. "Der Platz blieb wüste liegen, bis im Jahre 1874 ein Wirth sich dort einen neuen Pavillon erbaute und ihn am 26. März 1875 eröffnete", wie Gaedechens berichtet (C. F. Gaedechens, Historische Topographie der Freien und Hansestadt Hamburg ...; Hamburg, 1880: S. 257). Gegen Ende des 19. Jahrhunderts fanden dort Sommerkonzerte statt. In der letzten Phase (vor dem 1. Weltkrieg) fristete der Elbpavillon noch ein kärgliches Dasein als viel besuchtes "Specialitätentheater" (so zu lesen bei Borcherdt, II, S. 76 f.).
Scholz (Hamburg und seine Umgebungen. Hamburg, 1808: S. 167) weiss vom Elbpavillon zu berichten: "Dieser angenehme Belustigungs-Ort liegt an der Wall-Anhöhe unweit den altonaer Thor-Barrieren. Auf der einen Seite übersieht man von demselben einen Theil des Elbstroms und die hügeligen hannoverschen Elb-Ufer, auf der anderen die Gebäude des Krankenhofes und das heilige Geistfeld, unter sich erblickt man das Gewühl der Thor-Passage und grade gegenüber Altona und die Hamburger-Berge-Vorstadt.
Es ist ein längliches Viereck mit rund umher laufenden bedeckten Arkaden und mehreren zwischen Gebüschen angelegtem Sitz-Plätzen. Man kann hier alle möglichen Erfrischungen erhalten und findet besonders in den Abendstunden eine zahlreiche, freilich etwas gemischte Gesellschaft. Bei der Anwesenheit der spanischen Truppen in Hamburg gaben die Regiments-Musiker derselben hier wöchentlich zweimal Konzerte mit blasenden Instrumenten, die sich durch eine treffliche Exekutierung sehr vorteilhaft auszeichneten und verbunden mit der Illumination des Pavillions eine recht geschmackvolle Unterhaltung gewähren. Der Eigenthümer dieses Etablissements ist ein Franzose, namens Duburnet."

Übrigens ist der so beschriebene Elb-Pavillon nicht mit dem gleichnamigen Wirtshaus an der Elbchaussee ("A. Duwe's Elb-Pavillon") zu verwechseln.
Das endgültige Aus für das Etablissement kam durch Abbruch am 30. April 1901.
Nach HECKSCHER (1909) lag der "Elbpavillon" – zusammen mit einer Windmühle – auf der ehemaligen Bastion Casparus. Die Mühle war eine der letzten Windmühlen, die auf den Hamburger Wällen errichtet worden waren, um den dortigen erhöhten Standort zu nutzen. Die alte 4-flügelige Mühle wurde zu Beginn der 1840er Jahre durch eine 5-flügelige ersetzt. Diese wurde 1894 abgebrochen, nachdem sie bereits einige Jahre ungenutzt gewesen war. An der neustädtischen Seite der Mühle befand sich ein langgestrecktes, schmales Gebäude, welches Wirtschafts- und Wohnräume für den Müller und seine Familie und zwei weitere Mietparteien beherbergte.
Ein Panorama der "Vorstadt Hamburger Berg" von Peter SUHR aus dem Jahr 1822 zeigt das Ensemble des Elbpavillons und seiner Umgebung.
Sein Vorgänger war eine "Erfrischungsbude", deren Konzession im Mai 1806 erteilt worden war. Im Jahre 1807 wurde dem Betreiber gestattet, im Inneren der Bastion "ein hölzernes Zelt" aufzustellen und dieses von Toröffnung bis Torschluß für Gäste geöffnet zu halten. Dieses Bauwerk wurde 1808 um das ehemalige Wachthaus erweitert und erhielt zunächst den Namen "Tivoli". Das erste Ensemble musste 1813 wegen des Ausbaus der Befestigungsanlagen abgebrochen werden. Bereits 1816 wurde jedoch ein neuer 10-Jahres-Kontrakt für den Betrieb einer neuen Erfrischungsbude abgeschlossen und später um weitere 15 Jahre bis "ultimo April 1842" verlängert. Ab 1841 durfte das Lokal auch am Abend nach Eintritt der Torsperre geöffnet bleiben, so dass es ausgebaut und "von dem Maler Knecht mit hübschen Wandgemälden dekoriert" werden konnte. In dieser Form wurde der Betrieb bis 30. April 1869 fortgesetzt, bevor "die Baulichkeiten auf 1 Jahr vom 1. Mai 1869 bis 1. Mai 1870" dem "Komitee für die Internationale Gartenbau-Ausstellung" überlassen wurden, "um für die Dauer der Ausstellung ein großes Restaurationslokal zu betreiben." Danach lag die Anlage mehrere Jahre lang brach, bevor sie von 1874 bis zu ihrem Abbruch 1901 von verschiedenen Wirten "der landschaftlich schönen Lage des Platzes entsprechend" als Ausflugslokal betrieben wurde.
"Der Elbpavillon hat den verschiedensten Zwecken gedient. Zeitweilig war er ein sehr vornehmes Lokal, dann stieg er von seiner Höhe etwas herab. Auch die Güte der Bewirtung hat vielfach gewechselt. Stark besucht waren die Konzerte, die der Musikdirektor Behrens dort veranstaltete, dann wurde er ein gewöhnlicher Tingel-Tangel und ein Varieté-Theater, das wohl am meisten Ertrag geliefert hat. Zu erwähnen sind noch die zahlreichen politischen Versammlungen, die Ende der vierziger und in den fünfziger Jahren hier abgehalten wurden und auch eines Theaters aus dem Jahre 1836 ist zu gedenken."
(Siehe: J. Heckscher: "Das Panorama einer Reise von Hamburg nach Altona und zurück" von Peter Suhr in Hamburg, erklärt von J. Heckscher. Berlin, 1909: S. 32-33.)

 

Elbpromenade
Seit dem Jahr 2003 wurde – u.a. mit Hilfe von Fördermitteln aus dem Europäischen Fonds für Rehionale Entwicklung – an der Geestkante St. Paulis entlang ein Flanierweg geschaffen, der einen eindrucksvollen Blick auf Hafen- und Werftanlagen am Norderelbstrom bietet.

 

Elbwasserkunst
In dem Werk von NEDDERMEYER "Topographie der Freien und Hanse-Stadt Hamburg (1832) heißt es hierzu in einem eigenen Abschnitt unter der Überschrift "Die Elbwasser-Kunst" (S.179 ff.):
"Sie hat ihre Lage an und auf dem nun abgetragenen Hornwerk südlich vom Altonaerthor, und wurde 1807 durch Rath- und Bürgerschluß concessioniert. Die hernach eingetretene Besitznahme Hamburgs durch die Franzosen hemmte jedoch die Vollendung dieses so nützlichen Unternehmens, und wenn gleich schon früher auf öffentlichen Plätzen Elbwasser zu haben war, so konnte doch erst 1822 an Privat-Theilnehmer davon überlassen werden, deren Zahl nunmehr schon auf 213 gestiegen ist.
Die Hebung des Wassers geschieht durch zwei Roßwerke, jedes für 3 Pferde eingerichtet, wovon jedes 3 Pumpen-Stiefel in Thätigkeit setzt. Beide Werke liefern in der Minute etwa 18 Kubikfuß und in 18 Stunden Arbeitszeit ungefähr 19000 Kubikfuß Wasser.
Das sie einschließende Gebäude liegt hart an der Elbe neben zwei Bassins, die sich bei jeder gewöhnlichen Fluth selbst füllen, bei der Ebbe aber durch eine einfach Vorrichtung das Wasser in sich zurück halten, wodurch dann einige Ablagerung desselben, die im Strom der Elbe nicht statt finden kann, erreicht wird. Die Saugröhren sind sowohl in diese Bassins, als in die freie Elbe gelegt, so daß man nöthigenfalls das eine oder andere benutzen kann. Die Steigeröhren beider Werke gehen an der Dossirung des Walles hinauf, zu der oben auf dem Plateau des ehemaligen Hornwerks in einem Gebäude sich befindenden Kumme von 600 Orhost Inhalt, welche ungefähr 90 Fuß über 0 an der Elbscale liegt. Aus dieser Kumme geht die Leitung fast in gerader Richtung nach dem Millernthor, und an dem Damm desselben nach dem Zeughausmarkt. Hier theilt sie sich: nordöstlich geht sie nach den Hütten bis zur Kurzenstraße. Seitenleitungen führen nach der Peterstraße, Marienstraße, Thielbeck, Kohlhöfen, Poolstraße; ferner nach dem Dragonerstall, Kamp, Dammthorwall, Dammthorstraße, Esplanade, Theaterstraßen, Fehlandstraße, neuen Jungfernstieg, alten Jungfernstieg bis zum Neuenwall nördlicher Seite; ferner nach der großen Drehbahn, Gänsemarkt, Schwiegerstraße und endlich nach der neustädter Neustraße, A-B-C-Straße, hohe Bleichen, große Bleichen, neust. Fuhlentwiete, Amelungstraße und Heuberg.
Südlich vom Zeughausmarkt geht die Leitung nach der Jacobsstraße, Böhmkenstraße, Kraienkamp, Hohlenweg bis zum Schaarmarkt; ferner nach der Mühlenstraße, Schlachterstraße, großen Neumarkt, Brunnenstraße, alten Steinweg, Konstantinsbrücke, Admiralitätsstraße, und nach dem Neuenwall südlicher Seite.
Eine Seitenleitung führt nach der Silversackstraße auf dem Hamburger Berge."

Die nachfolgenden Listen der "Oeffentlichen" und der "Privat-Brunnen" nennen auf dem "Hamburger Berg" lediglich einen öffentlichen Brunnen in der "Silversackstraße" ("Haus No. 725"), jedoch keinen privaten Brunnen. An anderer Stelle im Kapitel "Die Gassen der Vorstadt Hamburgerberg." (S. 342) wird als genaue Örtlichkeit für den "Brunnen der Elbwasserkunst." die "Nr. 370" in der Silbersackstraße angegeben.
Unter dem Stichwort "Wasserkünste" wird im " Hamburgischen Adress-Buch für das Jahr 1820“ vor allem die Wasserkunst des "Herr[n] Georg Ehlert Bieber" … "zwischen Hamburg und Altona an der Ufern der Elbe" mit außerordentlich lobenden Worten beschrieben. Es heißt dort:
" W a s s e r k ü n s t e , welche das Wasser durch alle Gassen der Altstadt treiben, gibt es drey. Zwey sind beym Jungfernstieg am Oberdamm, und die dritten beim Graskeller am Niederdamm. Feldbrunnen hat man vier. Einer wird vom Grindel (ausserhalb des Dammthors) durch den Jungfernstieg und 3 vom Hamburgerberg in die Stadt geleitet.
Seit einigen Jahren hat unser verdienstvolle[r], Herr Georg Ehlert Bieber, seine Anstalt, welche von der gemeinnützigen Art ist, indem sie die Bewohner der Neustadt mit schönem Wasser versorgt, woran sie bisher durchaus Mangel litten, eröffnet. Es geschieht diese Einleitung des Wassers nämlich vermittelst eines Maschinenwerks, welches zwischen Hamburg und Altona an den Ufern der Elbe mit Sachkenntnis angelegt, das herrliche Elbwasser der Stadt zuführt. Dies Unternehmen wäre schon an und für sich äusserst verdienstvoll, allein es erhält in den Augen jedes Menschen, der nur irgend einen Begriff von den mannigfaltigen, damit verbundenen Schwierigkeiten hat, einen erhöhten Werth, wenn man hört, dass der unermüdete Herr Bieber sein Werk zweymal schaffen musste. Davoust zerstörte nämlich bey der Abbrennung des Hamburgerberges, auch diese soeben aufblühende Schöpfung unseres patriotischen Mitbürgers. Doch der brave Mann liess sich nicht irren, begann vesten Sinnes, nach dem Auszug der Feinde, sein Werk von neuem, und hatte endlich die Freude es vollendet zu sehen. Er hat sich dadurch ein Verdienst um die Stadt erworben, das bleibender sein wird, als der Lorbeer, den mit Blut und Thränen erkaufte Siege um die Stirne des Eroberers flechten."

(Siehe: Hamburgisches Adress-Buch für das Jahr 1820. Behörden und andere Körperschaften, amtliche Information: „Alphabetisches Verzeichniss einiger Hamburgischer Anstalten, öffentlicher Gebäude und anderer Merkwürdigkeiten, zunächst für Fremde.“, Seite 670-671.)
Das Lob auf das "herrliche Elbwasser", das "der Stadt zu[ge]führt" wird, erwies sich im weiteren Verlauf des 19. Jahrhunderts mindestens zweimal als unzutreffend, denn sowohl 1830 als auch 1892 brachen in Hamburg heftige Cholera-Epidemien aus, die wahrscheinlich durch die Versorgung großer Teile der Stadt mit ungefiltertem Elbwasser ausgelöst bzw. erheblich verschlimmert wurden.
Auch bei HECKSCHER (1909) wird die "... 1822 in Betrieb gesetzte[n] Biebersche Wasserkunst, deren Reservoir auf der Höhe im Hornwerk neben den Heuschobern gelegen hat." beschrieben; und weiter: "Oberhalb der Wasserkunst wird die Wiese durch einige Bauten begrenzt, in denen eine Holzhandlung betrieben wurde. Da, wo die Heuschober stehen, wurde später Wiezels Hotel erbaut und auf dem Platze der Holzhandlung steht jetzt die neue Navigationsschule."
(Siehe: J. Heckscher: "Das Panorama einer Reise von Hamburg nach Altona und zurück" von Peter Suhr in Hamburg, erklärt von J. Heckscher. Berlin, 1909: S. 35-36.)

siehe auch: Hornwerk

 

Englischer Gang
In dem Werk von NEDDERMEYER, "Topographie der Freien und Hanse-Stadt Hamburg" (1832) heißt es in dem Kapitel "Die Gassen der Vorstadt Hamburgerberg.":
"E n g l i s c h e r G a n g , vom Pinnasberg oder der 1sten Einfahrt dicht am Scheidegraben [zwischen der Vorstadt und Altona] nach der 2ten Einfahrt gehend, parallel mit dem Tatergang; er bestand aus 11 Wohnbuden, existiert aber jetzt nicht mehr." (Neddermeyer, F.H.: "Topographie der Freien und Hanse-Stadt Hamburg." Hamburg, 1832: S. 337.)
Da dieser Gang auf einer Karte Altonas aus dem Jahr 1802 noch zu erkennen ist, dürfte seine Bebauung ebenfalls der "Demolirung" der Vorstadt Hamburger Berg durch die französischen Besatzungstruppen im Winter 1813/14 zum Opfer gefallen sein. Gang und Buden wurden beim Wiederaufbau – wohl wegen der bereits zu dieser Zeit als unzureichend erachteten Wohnverhältnisse – nicht wieder errichtet.

 

Erichstraße
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BECKERSHAUS: (St. Pauli), 1800, zugleich mit der Bernhard-, Carl-, David-, Friedrich-, Gerhard- und Heinrichstraße in St. Pauli nach Vornamen, die der Alphabetfolge nach gewählt wurden. Beim schnellen Wachstum der Vorstädte fiel den Stadtvätern nichts anderes ein, als, wie oben erwähnt, männliche, später weibliche Vornamen als Straßennamen zu verwenden.
EStH: siehe Antonistraße.
HANKE: siehe Davidstraße.
In dem Werk von NEDDERMEYER, "Topographie der Freien und Hanse-Stadt Hamburg" (1832) heißt es in dem Kapitel "Die Gassen der Vorstadt Hamburgerberg." dazu:
" E r i c h s t r a ß e , erste.
No. 192 bis 227. 39 Häuser, 70 Wohnungen. – A.D. [= Armen-Distrikt] 3."
" E r i c h s t r a ß e , zweite.
No. 239 bis 253, 421 bis 430. 25 Häuser, 63 Wohnungen. – A.D. [= Armen-Distrikt] 3.
Beide Gassen entstanden 1799 (S. B. [= Stadt-Erbebuch])."

Die Erichstraße wurde noch bis zum Ende des 19. Jahrhunderts – ebenso wie die Bernhard-, Carl-, und Friedrichstraße – traditionell in zwei Abschnitte unterteilt, die als "Erste" und "Zweite" Erichstraße bezeichnet wurden, wie in den Listen der "Compagnien" des Hamburger Bürgermilitärs nachzulesen ist. Sie wurden laut Amtsblatt der Freien und Hansestadt Hamburg vom 1. Oktober 1899 zur Erichstraße zusammengezogen.
Sie zählte zum Vergnügungsbezirk zwischen Reeperbahn und Hafenrand, über den HECKSCHER (1909) berichtet:
"Die erste Querstraße der Davidstraße ist die Erichstraße, an deren beiden Enden je ein Bordell lag, links mit stillem Betriebe, rechts mit Tanzmusik, das letztere und größere ist das berüchtigte Tanzlokal 'Die vier Löwen'." Er fährt – bemüht, keine "Indezenz" zu begehen – einige Sätze später fort:
"Das Bordellwesen auf dem Hamburgerberge (St. Pauli) ist schon seit dem Entstehen der Vorstadt dort zu Hause gewesen, was sich leicht durch die Lage zwischen zwei volkreichen Städten wie Hamburg und Altona erklärt, deren Bewohner in ihr von jeher einen Tummelplatz des Vergnügens sahen und die es für unerläßlich hielten, wenigstens einmal in der Woche dort Umschau zu halten. Man kann wohl sagen, es war ihnen der Sonntag verdorben, wenn sie nicht nachmittags einige Stunden lang sich auf dem Hamburgerberge aufgehalten und dessen Wirtschaften besucht hatten. Unbedingt war das aber der Fall bei den Handwerksgesellen, Arbeitern und Schiffszimmerleuten und namentlich den Seeleuten, die gewöhnlich nach jahrelangen Reisen, nach harten Kämpfen mit den Elementen, hier landeten und nun die Taschen voller Geld, im Vollgefühl ihrer Freiheit, sich ungezügelter Lust überließen."
(Siehe: J. Heckscher: "Das Panorama einer Reise von Hamburg nach Altona und zurück" von Peter Suhr in Hamburg, erklärt von J. Heckscher. Berlin, 1909: S. 41.)
Zu den bemerkenswertesten Gebäuden in der Erichstraße zählt heute das Ensemble mit den Hausnummern 36, 38 a-c und 40. Es umfasst in der Erichstraße 36 einen Flachbau aus der unmittelbaren Nachkriegszeit, mit Nos. 38-40 eine weitgehend in ihrer historischen Substanz erhaltene Doppelhaushälfte sowie mit No. 38 b einen Sahlbau mit verputzter Fassade und einer typischen Gruppierung der Eingangstüren zu den Wohnungen in Erd- und Obergeschoss. Diese stehen gemeinsam mit der Fachwerkruine (No. 38 a) und den Freiflächen seit 29. Oktober 1991 als typisch für die ehemals sehr kleinteilige vorstädtische Bebauung im Süden St. Paulis unter Denkmalschutz.
Ähnlich charakteristisch für diese Bebauung ist das, um 1830 errichtete, ursprüngliche Sahlvorderhaus in der Erichstraße 13-17, das bis heute in standorttypischer Weise genutzt wird. Es zählt daher ebenfalls zu den denkmalwürdigen Gebäuden in der Straße. Die hinter diesem Hause ursprünglich vorhandene Passage ("Heusers Passage") aus dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts wurde bei den verheerenden Bombenangriffen im Sommer 1943 vollständig zerstört und nicht wieder aufgebaut.
Ein weiteres typisches Merkmal der historischen Dimensionen ist, ähnlich wie in der benachbarten Gerhardstraße, der schmale Straßenquerschnitt, der ebenfalls noch die früheren beengten Verhältnisse der Vorstadt widerspiegelt.
Zu den lokaltypischen Angeboten des Hafenquartiers zählen jedoch nicht nur Bordelle und Kneipen, sondern auch Läden mit einem großen Angebot an Souvenirs und Kuriositäten. Von 1894 bis 1934 bildete die museale Gastwirtschaft von "Käppen Haase" in der Erichstr. 46 solch ein Etablissement. Der namensgebende Betreiber hatte eine Sammlung von rund 1300 Stücken zusammengetragen. Diese zog nach seinem Tod zeitweilig unter der Ägide des neuen Betreibers Paul Wetzel an die Reeperbahn um, kehrte aber mit Harry Rosenberg zunächst in "Harry's Hafenbasar" an die Bernhard-Nocht-Straße und seit 1996 in die Erichstr. 56 zurück. Dort betreibt Karin Rosenberg bis heute ihren Museumsladen.

siehe auch: Friedrichstraße

 

Ernst-Thälmann-Straße
Von 1946 bis zum Ungarn-Aufstand (1956) Name der heutigen Budapester Straße. (1985 wurde ein Teil der Tarpenbekstraße in Eppendorf vor der früheren Wohnung des KPD-Vorsitzenden und - von 1919 bis 1933 - Bürgerschaftsmitglieds Ernst Thälmanns in Ernst-Thälmann-Platz umbenannt.)

siehe auch: Budapester Straße

 

Anmerkungen

[1] siehe: Horst Beckershaus, Die Hamburger Straßennamen. Woher sie kommen und was sie bedeuten. (Hamburg: Kabel-Verlag / Hamburger Abendblatt, 1997)

[2] siehe: Christian Hanke, Hamburgs Straßennamen erzählen Geschichte. (Hamburg: Medien-Verlag Schubert, 1997)

[3] siehe: [Joachim, E.:] Erklärung der Straßennamen der Stadt Hamburg. Sonderdruck aus dem 5. Sonderheft der Statistischen Mitteilungen über den hamburgischen Staat: Die Gemeinden und Straßen des hamburgischen Staatsgebietes nach dem Stande von Anfang Oktober 1925. Hamburg, 1925 (Druck von Lütcke & Wullff).
(Erstmalig: "Erklärung der Straßennamen der Stadt Hamburg." = Statistische Mitteilungen über den Hamburgischen Staat. Teil II, S. 51-84. Hamburg, 1925.)

[4] siehe: Reinhold Pabel, Alte Hamburger Straßennamen. (Bremen: Edition Temmen, 2001)

 

Weitere Literatur

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