Register

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S / Sch/ St | T | U | V | W | X | Y | Z

Einleitung | Anmerkungen | Literatur

Register mit Erläuterungen und Mitteilungen über Veränderungen (z.B. verschwundene oder umbenannte Straßen)

 

F

Fahr- und Feldwege (ohne amtlichen Namen)
In dem Werk von NEDDERMEYER, "Topographie der Freien und Hanse-Stadt Hamburg" (1832) heißt es am Schluss des Kapitels über die "Die Gassen der Vorstadt Hamburgerberg." (S. 343/44) zu einigen weiteren Wege "auf dem Hamburgerberge":
"Außer den hier erwähnten Gassen giebt es nun noch manche Wege auf dem Hamburgerberge, die theils unbebauet sind, theils aber keine Namen und nur einzelne Häuser haben. Der Vollständigkeit wegen halte ich es für zweckmäßig diese, so gut es sich ohne Karte thun läßt, hier aufzuführen.
Vom Millernthor führt links ein Fußweg nach dem Hornwerke; rechts von diesem Wege steht das 1831 erbauete, jetzt leer stehende Cholera-Hospital.
Ein Fahrweg führt vom Thore ebenfalls links nach der Dampffähre.
Ein zweiter Fahrweg geht vom Thore erst westlich, und dann ebenfalls links, nach dem Wirthshause, Elbhalle genannt, und von da als Chaussee nach der ersten Einfahrt; von diesem Wege ab führt südwestlich ein Weg nach der ersten Friedrichstraße.
Ein anderer Fahrweg führt vom Millernthor fast gerade nach der 4ten Einfahrt; links befinden sich Buden für Seiltänzer, Panoramen, Gaukler und Menagerien; rechts von diesem Wege liegt die Reeperbahn. [1] Ein Fahrweg führt nach dem Klütjenstieg, so daß die Reeperbahn links bleibt. [2]
Vom Thore ab führt ferner ein Weg "Am heiligen Geistfelde" (...) nach Eimsbüttel [3]; von diesem Wege gehen ab, in nordwestlicher Richtung ein Weg nach der 5ten Einfahrt; in südlicher ein Weg nach der Nordseite der Reeperbahn; drittens ein Weg nach der 5ten Einfahrt, welcher erst westlich geht und dann sich südlich wendet. Endlich führt von diesem Hauptwege am heiligen Geistfelde ein Weg an Prahlenhof vorbei nach der 6ten Einfahrt und etwas weiter nördlich ein Weg nach der kleinen Gärtnerstraße in Altona.
Vom Müllergang führt ein Weg nach der Kämmereiwiese [4]; ein zweiter, etwas weiter östlich gelegen, führt bei der Oelmühle vorbei ebenfalls dahin [5]; und endlich bildet ein Weg, der von der Sternschanze, oder deutlicher von der Nordwest-Ecke der Kirchhöfe herkommt und an der Glashütte vorbeigeht [6], die nordöstliche Gränze dieser Vorstadt,und führt dann in südlicher Richtung nach dem Millern Thore."

Die meisten der genannten Wege wurden in den folgenden Jahren zu befestigten Straßen, darunter (1) der Spielbudenplatz, (2) die ehem. Kieler Straße (heute: Simon-von-Utrecht-Straße), (3) die ehem. Eimsbütteler Straße (heute: Budapester Straße), (4) die Laeiszstraße, (5) die Glashüttenstraße und (6) der Straßenzug Carolinenstraße (heute: Karolinenstraße) – Glacischaussee. Lediglich die Wege im Bereich des Alten Elbparks, z.B. zum "Wirthshaus Elbhalle" verschwanden – zusammen mit ihren Zielen – nahezu vollständig.
Wie bei HECKSCHER (1909) nachzulesen ist, bestand das Gebäude des Choleralazaretts auf dem Hornwerk bis 1835. Er fährt fort: "Das nun folgende langgestreckte Feld wurde von mehreren ungebahnten Wegen durchschnitten, die zu den Landungsbrücken am Jonashafen führten, welche 1817 angelegt worden sind, weil man die Befürchtung hegte, die Dampfschiffe, deren erstes, 'The Lady of the lake' am 17. Juni 1817 im Hafen ankam,.möchten, wenn im Segelschiffhafen zugelassen, für die Schiffe gefährlich werden. Sie mußten deshalb beim Jonas, (so genannt nach einer ehemaligen Befestigung), anlegen, von wo aus auch im Jahre 1818 die Dampffährverbindung mit Harburg stattfand."
(Siehe: J. Heckscher: "Das Panorama einer Reise von Hamburg nach Altona und zurück" von Peter Suhr in Hamburg, erklärt von J. Heckscher. Berlin, 1909: S. 36.)

siehe auch: Millerntorplatz

 

Falcken Wohnungen, Falcken Hoff
Diese Flurnamen für einen Wohnhof auf dem "Hamburgerberge" finden sich 1698 bei SCHLÜTER(Matthaei Schlüters ... Historisch- und Rechts-begründeter Tractat Von denen Erben in Hamburg/ ..... . Hamburg, 1698: 658).
NEDDERMEYER weiß in seiner "Topographie" (1832) vom "Valken-Teich" [sic!] zu berichten und erläutert: "Valke, nach welchem dieser Teich benannt ist, kaufte 1646 Nobiskrug-Land; eine Lohgärberei dieses Mannes wird als bei der neuen Festung (dem Wall) belegen, bezeichnet. Das Domkapitel verkaufte dem Hans Valke drei Stück oder Kempten Landes, vor dem Millernthore ... , welche Nobis Ackerland genannt wurden." (Neddermeyer, Zur Statistik und Topographie der Freien und Hanse-Stadt Hamburg. Hamburg, 1832: S. 64.)
Zum Falkenhof [sic!] bemerkt er an anderer Stelle jedoch ausdrücklich: "Früher lag hier der Falkenhof, bestehend aus 55 kleinen Häusern, 21 Sählen und 2 Kellern." (ebda., S. 337)
Diese Belegenheit scheint also 1832 nicht mehr zu existieren und ist – ähnlich wie eine Reihe anderer "Höfe" und "Plätze" der Vorstadt Hamburger Berg wohl im Winter 1813/14 der Niederbrennung durch die französischen Besatzungstruppen zum Opfer gefallen.

siehe auch: Einfahrt[en], 1ste bis 6te

 

Feldstraße
<< auf der Karte anzeigen
BECKERSHAUS: (St. Pauli), 1841, nach dem im Süden angrenzenden Heiligen Geist-Felde.
EStH: Ben.[annt] 1841 nach dem im Süden angrenzenden Heiligen Geist-Felde.
HANKE: (1841) Die Feldstraße hat ihren Namen von dem Heiligengeistfeld, dessen nördliche Begrenzung sie bildet.
PABEL: Benannt 1841 nach dem im Süden angrenzenden Heiligen-Geist-Feld. Sie wurde 1862 von der Glashüttenstraße zum Müllergang durchgeführt und bald danach an der Nordseite ganz bebaut.
Bereits zuvor waren zwischen 1836 und 1845 zahlreiche Baulücken entlang der ehemaligen Feldwegeverbindung von den Friedhöfen zum Neuen Pferdemarkt geschlossen worden, so dass diese fortwährend besser befestigt werden musste.

 

Finkenstraße
<< auf der Karte anzeigen
BECKERSHAUS: (St. Pauli), um 1737, benannt nach dem Advokaten Petrus Finke (1644-1698), Vorbesitzer des Geländes.
EStH: kein Eintrag.
HANKE: kein Eintrag.
Bereits auf dem "Grund-Riss der Stadt Altona; [gewidmet] Christiano VII. Regi Daniae Norvegiae cet. (Kupferstich; Größe: 55 x 49 cm; Maßstab: [ca.] 1:4.000.) [Altona], [ca.] 1780]" findet sich "Die Fincken Twite" an der östlichen Grenze der Stadt Altona zu Hamburg.
Die "Fin[c]kenstraße" lag bis zur Gebietsreform durch das Groß-Hamburg-Gesetz in Altona und gehörte zum alten Vergnügungs- und "Rotlicht"-Viertel der Hamburger Nachbarstadt unmittelbar an der Grenze zu St. Pauli. In der Finkenstraße lag auch die in den 1920er-Jahren als "Unterwelt-Spelunke" berüchtigte "Finkenbude", Endstation vieler Obdachloser und Alkoholiker, die dort angeblich zum Ausnüchtern über eine Leine gehängt wurden.

 

Fischerstraße
EStH: Ben.[annt] 1841 entweder nach dem Grundeigentümer oder nach dem Vogt der Vorstadt St. Pauli F.J.C. Fischer (1855), dessen Familie den Vogtdienst seit 1743 innehatte.
PABEL: Nahe Reeperbahn und Silbersackstraße. Benannt 1841 entweder nach dem Grundeigentümer oder nach dem Vogt der Vorstadt St. Pauli F.J.C. Fischer (gest. 1855), dessen Familie den Vogtdienst seit 1743 innehatte.
Der Straßenname deutet mithin nicht auf den Beruf ihrer Bewohner hin, denn sie liegt zum einen „auf der Geest“ und damit außerhalb des tiefer gelegenen Uferbereiches und zum anderen waren auf St. Pauli der historischen Überlieferung – z.B. in den Berufsangaben der "Hamburger Adreß-Bücher“ – nach kaum Fischer ansässig. Der gelegentlich zu findende Hinweis auf die "Fischersiedlung" an der Mündung des Pepermölenbeks in die Elbe als "Urzelle“ der Stadtteils führt also eher in die Irre.
Die Straße existiert seit der Umgestaltung des Gebietes nördlich des Hein-Köllisch-Platzes in der ersten Hälfte der 1980er-Jahre nicht mehr. Zusammen mit dem Straßennamen verschwand ein wichtiger Teil der "altstädtischen" Bebauung St. Paulis mit niedrigen Vorderhäusern, die giebel- oder traufständig an den schmalen – die Dimensionen eines Stadtgrundrisses der vorindustriellen Zeit widerspiegelnden – Vorstadtstraßen lagen, und gemischt genutzten Wohn- und Gewerbehäusern in zweiter Baureihe.

 

Fischmarkt
In seinem Verzeichnis über "Die Namen der Hamburger Märkte und Plätze" schreibt Beckershaus (siehe auch: BECKERSHAUS, Die Hamburger Straßennamen) unter dem Stichwort Fischmarkt (Altonaer Fischmarkt und St. Pauli Fischmarkt):
"Der Markt liegt zwischen Breite Straße, Kirchenstraße und Elbe in Altona. Benannt seit etwa 1358. Die beiden Fischmärkte, Altonaer Fischmarkt und St. Pauli Fischmarkt, wurden im Laufe der Zeit zu einem Markt. Ursprünglich war der Platz die Anlandestelle der Altonaer und Hamburger Fischer, die hier ihre Ware verkauften. Heute ist der Fischmarkt ein großer Flohmarkt geworden, auf dem »alles« verkauft wird. Jeden Sonntagmorgen ist er der Anziehungspunkt für Hamburger und Touristen aus aller Welt."
Franklin KOPITZSCH schreibt in dem von ihm mit herausgegebenen "Hamburg-Lexikon" unter dem Stichwort Fischmarkt (in: KOPITZSCH / TILGNER, 1998: 158):
"Der erste Fischmarkt genannte Platz ist in dieser Nutzung seit dem 14. Jahrhundert belegt und war wohl der erste Marktplatz der bischöflichen Altstadt. Er lag südlich des St. Marien-Doms, unweit vom »Salzhaus« und vom »Heringshaus«. An diesen Fischmarkt erinnert der Straßenname »Alter Fischmarkt« [in der Altstadt]. Während andere Marktfunktionen nördlich auf den bei St. Petri gelegenen »Berg« übergingen, blieb hier die ganze Hansezeit [12.-16. Jhdt.] hindurch ein Fischhandelsplatz bestehen. Neben Fisch wurde auch Leder angeboten. Im 16. Jahrhundert begann der Fischverkauf auf dem Hopfenmarkt [bei der alten Hauptkirche St. Nikolai].
Seit 1861 entstand an der Grenze zu Altona der St. Pauli-Fischmarkt; dieser wuchs Ende des 19. Jahrhunderts mit dem 1703 entstandenen Altonaer Fischmarkt zusammen. 1889 wurde auf dem Hamburger Teil eine Fischauktionshalle in Betrieb genommen, die bis zu ihrem Abriss 1971 bestand. Die Stadt Altona erbaute 1895/96 in einer Eisen-Glas-Konstruktion eine eigene Halle. Sie wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt, erst 1982-84 restauriert und ist seither Veranstaltungszentrum. Als Beispiel gründerzeitlichen Ingenieurbaus steht sie unter Denkmalschutz. Die Rivalität zwischen Hamburg und Altona um den Fischmarkt griff P. Türpe im 1900 geschaffenen Stuhlmannbrunnen vor dem Altonaer Bahnhof auf: Zwei Kentauren kämpfen um einen Fisch. Altona obsiegte und wurde zum größten Anlandeplatz der deutschen Fischfangflotte. 1934 erfolgte die Zusammenlegung mit dem Hamburger Fischmarkt.
Der sonntägliche Markt ist, obwohl die namengebende Ware stark an Bedeutung verloren hat, nach wie vor ein Anziehungspunkt für Nachtschwärmer und Frühaufsteher, darunter zahlreiche Touristen. Südfrüchte und Blumen, Imbissbuden und Flohmarktstände bestimmen das Bild. Die Versteigerungen von Fisch finden heute in Hallen der Fischmarkt Hamburg-Altona GmbH, einer Tochter der Hamburger Hafen- und Lagerhaus-Aktien-Gesellschaft, an der Großen Elbstraße zwischen dem Terminal der Englandfähre und dem Elbhang statt."

Anzumerken ist, dass der Vertrag zur gemeinschaftlichen Verwaltung der Fischereihäfen von Hamburg und Altona durch die Gesellschaft »Vereinigte Fischmärkte in Hamburg und Altona« am 29.12.1933 abgeschlossen wurde. Er bildete einen Baustein der einheitlichen Landesplanung, über den die Freie und Hansestadt Hamburg und das Land Preußen, zu dem Altona und auch Harburg-Wilhelmsburg und Wandsbek gehörten, am 5.12.1928 einen Staatsvertrag abgeschlossen hatten. Zu den zentralen Anliegen dieses Vertrages gehörte die Abstimmung der Hafenplanungen der drei Hafenstädte Hamburg, Harburg (mit Wilhelmsburg) und Altona, in denen bis dahin viele Hafenfunktionen parallel vorgehalten und weiterentwickelt wurden (z.B. mehrere Kohlen- oder Holzhäfen).

siehe auch: St. Pauli-Fischmarkt

 

Flora-Neumann-Straße
Diesen Namen trägt der ehemalige östliche Abschnitt der Kampstraße (später: nordöstliche Verlängerung der Grabenstraße) seit dem Jahr 2010. Er erinnert an eine langjährige Bewohnerin des Karolinenviertels, die wegen Ihres jüdischen Glaubens zusammen mit ihrem Ehemann Rudi und dem gemeinsamen Sohn Bernd während des NS-Regimes rassistischen Verfolgungen ausgesetzt war. Flora, Rudi und Bernd Neumann überlebten die Verfolgung und die Inhaftierung in verschiedenen Konzentrationslagern. Sie kehrten 1951 nach Hamburg zurück.
Die offzielle Bekanntgabe der Benennung erfolgte im "Amtlichen Anzeiger" (Amtlicher Anzeiger, Teil II des Hamburgischen Gesetz- und Verordnungsblattes. Herausgegeben von der Justizbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg. Ausg. Nr. 51 vom 2. Juli 2010: S. 1122/3: Anhang.) mit folgender Begründung:
"Flora-Neumann-Straße: nach Flora N. (1911–2005), jüdische Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus; hat an den Hamburger Schulen bis ins hohe Alter als Zeitzeugin Tausende von Schülerinnen und Schülern über die NS-Zeit und den Holocaust aufgeklärt; zugleich zur Erinnerung an ihren Ehemann Rudolf N. (1908–1999), Elektriker, Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, sowie an ihren Sohn Bernd, der mit den Eltern Auschwitz überlebte."
Die Belegenheit wird wie folgt beschrieben:
"… die nachstehend beschriebene[.] Verkehrsfläche[.] [wird] wie folgt umbenannt: im Bezirk Hamburg-Mitte, Stadtteil St. Pauli – Ortsteil 109 – den etwa 230 m langen, von der Karolinenstraße nach Westen abzweigenden Nordteil der Grabenstraße in Flora-Neumann-Straße, …" (a.a.O., S. 1121)
[Die Hamburger Journalistin und Autorin] Peggy Parnass berichtete bei unterschiedlichen Gelegenheiten über das Leben ihrer Tante und ihres Onkels im Widerstand und als Juden im Dritten Reich: "Flora Neumann überlebte das KZ-Lager Auschwitz. Ihr Mann wurde nach dem Ende der NS-Zeit im KZ Buchenwald befreit. Der Sohn des Ehepaares wurde während der NS-Zeit in einem Kloster in Belgien versteckt. Die Familie Neumann ist die einzige jüdische Hamburger Familie, die den Holocaust als Familie überlebt hat."
(Nach: Landeszentrale für politische Bildung Hamburg. Jahresbericht 2007, S. 40.)
Rita BAKE hat die Flora-Neumann-Straße in die 6. Auflage (2011) Ihres - unter dem Titel „Wer steckt dahinter?“ veröffentlichten - Lexikons nach Frauen benannter Straßen in Hamburg aufgenommen. Sie ergänzt die Angaben wie folgt:
"St. Pauli, seit 2010, nach Flora Neumann (1911-2005), jüdische Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus; hat an Hamburger Schulen bis ins hohe Alter als Zeitzeugin Tausende von Schülerinnen und Schülern über die NS-Zeit und den Holocaust aufgeklärt; zugleich zur Erinnerung an ihren Ehemann Rudolf N. (1905-1999), Elektriker, Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, sowie an ihren Sohn Bernd, der mit den Eltern Auschwitz überlebte.
Die jüdische Widerstandskämpferin Flora Neumann wurde 1911 in Hamburg geboren und war Schülerin an der Israelitischen Töchterschule in der Karolinenstraße (das Hauptgebäude ist unzerstört erhalten geblieben. In einigen Klassenräumen hat die Hamburger Volkshochschule eine Gedenkstätte als Museum Dr. Alberto-Jonas-Haus in der Karolinenstraße 35 eingerichtet.) 1938 floh Flora Neumann mit ihrem Sohn nach Belgien und Frankreich und war im Widerstand gegen Hitler aktiv. Das Ehepaar wurde verraten und auf der Flucht getrennt. Ihren Sohn Bernhard konnten sie in einem belgischen Kloster verstecken. 1943 wurde Flora Neumann verhaftet und in das Konzentrationslager Auschwitz bei Krakau ([im "Generalgouvernement" im besetzten] Polen) deportiert. Sie überlebte nicht nur das KZ Auschwitz, sondern auch den Todesmarsch 1945 Richtung Westen in das KZ Ravensbrück (damaliger brandenburgischer Landkreis Templin-Uckermark). Nach der Befreiung traf sie ihren Mann, der das KZ Buchenwald überlebt hatte, in Brüssel wieder.
1951 kehrte sie gemeinsam mit ihrem Mann nach Hamburg ins Karolinenviertel zurück. Für jeden Tag, den sie im KZ hatten verbringen müssen, erhielten sie eine Entscheidung von 5 DM. Mit dem Betrag eröffneten sie in der Karolinenstraße eine Wäscherei.
Flora Neumann war ein außerordentlich aktives Mitglied der Jüdischen Gemeinde in Hamburg. Bis ins hohe Alter hat sie an Hamburger Schulen als Zeitzeugin Tausende von Schülerinnen und Schüler über die NS-Zeit aufgeklärt.
2005 starb Flora Neumann im Alter von 94 Jahren. Im November 2010 wurde ein Teil der bisherigen Grabenstraße im Karolinenviertel nach Flora Neumann benannt. Im Rahmen des städtebaulichen Erneuerungskonzeptes St. Pauli-Nord/ Karolinenviertel ist mit dem Richtfest für das Jüdische Kulturhaus Karolinenviertel in der Turnhalle der ehemaligen Israelitischen Töchterschule an der Flora-Neumann-Straße 'ein weiterer Schritt gegen das Vergessen getan' [worden] (QN-Karolinenviertel Nr. 61/ Juni 2011, S. 5).
Flora Neumanns Lebenserinnerungen mit dem Titel 'Erinnern, um zu überleben' (mit einem Nachwort von ihrer Nichte Peggy Parnass, Konkret Verlag, Hamburg 2006) sind ein bewegendes und seltenes autobiographisches Zeugnis jüdischen Widerstandes während der NS-Zeit sowie des Überlebens in Vernichtungslagern. Peggy Parnass beschrieb in ihrem Nachwort zu den Lebenserinnerungen Flora Neumann so: 'Die kleine, große Widerstandskämpferin. Klein, kulleräugig, sinnlich, lebenslustig, liebevoll, charmant, fröhlich, warm, spontan, unendlich großzügig. Ihre KZ-Nummer: 74559. Hübsch und leserlich am linken Arm. Nicht auszuradieren. Flora, ihr Mann und ihr Sohn sind die einzigen Hamburger Juden, die als Familie überlebt haben. Die Bilder von Auschwitz haben Flora nie losgelassen. Bis zuletzt hat sie politisch Stellung bezogen, gegen Gleichgültigkeit und Ungerechtigkeit gekämpft. Wer sie kannte, liebte sie.“
[Von] Cornelia Göksu

Ein wichtiges Gebäude an dieser Straße wird künftig die Belegenheit Flora-Neumann-Str. 1 haben. Es handelt sich um ein neues Gemeindehaus (mit Versammlungssaal, Bibliothek, Seminar- und Büroräumen) der Jüdischem Gemeinde in Hamburg, das durch den denkmalgerechten Um- und Ausbau der ehemaligen Turnhalle der Israelitischen Töchterschule entstand, die sich an der Einmündung der Straße in die Karolinenstraße (Haus Nr. 35) befindet.
Ein anderer erwähnenswerter Neubau ist das gegenüberliegende neue Wohnhaus der (Wohnungs-) Baugenossenschaft Hansa e.G., das zu Beginn des Jahres 2011 fertiggestellt und bezogen wurde.

siehe auch: Grabenstraße

 

Flora-Park
Westlich des Schulterblattes zwischen Juliusstraße und Bahntrasse gelegener Park am ehemaligen Standort des "Konzerthauses Flora", das vom letzten Drittel des 19. Jahrhunderts bis zum Zweiten Weltkrieg eine legendäre Vergnügungsstätte war. Der Stadtteilrundgang "St. Pauli-Nord: Zwischen Pferdemist und Verbindungsbahn" berichtet darüber:
"Die Anfänge des Theaters gehen auf das Jahr 1888 zurück, wo an Stelle des hölzernen 'Tivolis' (Lustbarkeitsgarten) ein Konzertgarten errichtet wurde, der vom Schulterblatt bis fast an die Lippmannstraße reichte. Den Konzerten und Operettenaufführungen folgten in den 20er Jahren Varietédarbietungen sowie Kindertheateraufführungen. Auch zu Ringkämpfen versammelten sich hier die BesucherInnen. Während des Zweiten Weltkrieges wurden in Hamburg fast alle Theater geschlossen, so auch das Floratheater. Nach Renovierungsarbeiten im Jahre 1946 wurde die 'Flora' bis 1953 wieder für Varietéveranstaltungen genutzt, dann zum Filmtheater mit 800 Sitzplätzen umgebaut und schließlich (1964) zum Heimwerkermarkt umfunktioniert. Im Jahre 1987 interessierte sich F. Kurz (...) für die ehemalige 'Flora'. Er wollte in großem Stil 'Das Phantom der Oper' dort 'seßhaft' machen. Die Abrißarbeiten eines Großteils des alten Gebäudebestandes liefen schon, als nach lang andauernden und z.T. heftigen AnwohnerInnenprotesten die Investoren sich von diesem Projekt 1989 zurückzogen. ...
Der verbliebene halb abgerissene Bautorso des alten Floratheaters wurde im September 1989 offiziell für 6 Wochen einer NutzerInnengruppe zur Verfügung gestellt und wird seither 'besetzt' von verschiedenen Stadtteilgruppen genutzt."
(Kiek mol, 1993: S.297/8).
Trotz breiten Widerstandes aus dem Stadtteil, der von "Autonomen" bis zu zahlreichen Gewerbetreibenden reichte, wurde also ein Großteil des historischen Gebäudebestands (u.a. der frühere Theater- bzw. Kino-Saal) abgerissen. Von dem ursprünglichen Bauwerk ist heute nur noch der Eingangsbereich vorhanden, in dem u.a. das unabhängige Stadtteil-Kulturzentrum "Rote Flora" und das Archiv zur Geschichte der Sozialen Bewegungen ihr Domizil haben. Inzwischen ist das Gebäude von der Stadt Hamburg an einen Privateigentümer veräußert worden, der kurz danach auch die Kasematten an der St. Pauli Hafenstraße erwerben konnte, die derzeit das Restaurant "Riverkasematten" unterhalb des Antoni-Parks beherbergen.
Park und Spielplatz wurden seit 2004 – nach einigen Jahren der Vernachlässigung – auch mit viel Eigeninitiative von AnwohnerInnen wieder in einen ansehnlicheren Zustand gebracht. An seinem südlichen Rand wurden entlang der Juliusstraße Sozialwohnungen errichtet, der Bunker an der Nordseite wurde mit einer Kletterwand ("Kilimanschanzo") versehen.

 

Friedenstraße
Frühere Bezeichnung der – in der damals unabhängigen Stadt Altona gelegenen – heutigen Lippmannstraße zwischen ehemaliger "Hamburger Straße" (heute: Altonaer Straße) und früherer "Nachtigallenstraße" (heute: nördlicher Abschnitt der Lerchenstraße); kreuzte die Julius- und die Parallelstraße (heute Eifflerstraße). Sie wurde zum 1. Januar 1940 in Harpunierstraße und 1948 in Lippmannstraße unbenannt.
"Köhlers Plan der Hansestadt Hamburg" (Hamburg, 1939) zeigt eine Straße gleichen Namens anstelle der heutigen Otzenstraße (in Verlängerung der Paulinenstraße in Richtung Altona). Dies dürfte jedoch ein Fehler sein, da die Otzenstraße ihren Namen anstelle des früheren "Paulstraße" (Altona) bereits im Zuge der Umbenennungen zum 1. Januar 1940 erhielt.

siehe auch: Lippmannstraße

 

Friedrichstraße
<< auf der Karte anzeigen
BECKERSHAUS: (St. Pauli), 1800, nach einem männlichen Vornamen. Wie bereits zuvor bei anderen männlichen und weiblichen Vornamen erwähnt, waren beim schnellen Wachstum der Vorstädte den Stadtvätern die Ideen für neue Straßennamen ausgegangen, weshalb man sich entschloß, zunächst männliche, später weibliche Vornamen, dem Alphabet nach, zu verwenden. Unter dem Buchstaben "F" hat es den Namen Friedrich getroffen.
EStH: siehe Antonistraße.
HANKE: siehe Davidstraße.
Die Friedrichstraße wurde noch bis Ende des 19. Jahrhunderts – ebenso wie die Bernhard-, Carl-, und Friedrichstraße – traditionell in zwei Abschnitte unterteilt, die als "Erste" und "Zweite" Friedrichstraße bezeichnet wurden, wie in den Listen der "Compagnien" des Hamburger Bürgermilitärs nachzulesen ist. Sie wurden laut Amtsblatt der Freien und Hansestadt Hamburg vom 1. Oktober 1899 zur Friedrichstraße zusammengezogen.
In dem Werk von NEDDERMEYER, "Topographie der Freien und Hanse-Stadt Hamburg" (1832) heißt es in dem Kapitel "Die Gassen der Vorstadt Hamburgerberg." dazu:
" F r i e d r i c h s t r a ß e , erste.
No. 139 bis 142, 177 bis 188, 399 bis 405. 25 Häuser, 43 Wohnungen. – A.D. [= Armen-Distrikt] 4."
" F r i e d r i c h s t r a ß e , zweite.
No. 384 bis 398, 406 bis 420. 28 Häuser, 55 Wohnungen. – A.D. [= Armen-Distrikt] 4.
Diese Gasse entstand 1799 (S. B. [= Stadt-Erbebuch]). Hier befindet sich bei dem Hause Nr. 386 ein Spritzenhaus, worin 2 Spritzen, 1 Zubringer und 1 Kope."

(Letzteres war ein großes Wasserfass auf einem Fahrgestell, d.h. ein "Tankwagen", der benötigt wurde, da zu dieser Zeit längst noch nicht überall der Zugang zu Brunnen oder Löschteichen gewährleistet war.)

siehe auch: Davidstraße

 

Anmerkungen

[1] siehe: Horst Beckershaus, Die Hamburger Straßennamen. Woher sie kommen und was sie bedeuten. (Hamburg: Kabel-Verlag / Hamburger Abendblatt, 1997)

[2] siehe: Christian Hanke, Hamburgs Straßennamen erzählen Geschichte. (Hamburg: Medien-Verlag Schubert, 1997)

[3] siehe: [Joachim, E.:] Erklärung der Straßennamen der Stadt Hamburg. Sonderdruck aus dem 5. Sonderheft der Statistischen Mitteilungen über den hamburgischen Staat: Die Gemeinden und Straßen des hamburgischen Staatsgebietes nach dem Stande von Anfang Oktober 1925. Hamburg, 1925 (Druck von Lütcke & Wullff).
(Erstmalig: "Erklärung der Straßennamen der Stadt Hamburg." = Statistische Mitteilungen über den Hamburgischen Staat. Teil II, S. 51-84. Hamburg, 1925.)

[4] siehe: Reinhold Pabel, Alte Hamburger Straßennamen. (Bremen: Edition Temmen, 2001)

 

Weitere Literatur

Lutz Achilles; Niels Focken; Martin Heimann et al.: "Öffentlicher Nahverkehr im Stadtteil St. Pauli einst und jetzt." (Hamburg, 1995)

Georg Nikolaus Bärmann: "Hamburgische Denkwürdigkeiten. Ein topographisch-politisch-historisches Handbuch für Einheimische und Fremde." (Hamburg, 1. Aufl./1794; 2., völlig neu bearb. Aufl. in 2 Teilen, 1817/20)

Rita Bake: "Wer steckt dahinter? Nach Frauen benannte Straßen, Plätze und Brücken in Hamburg." Hrsg. von der Landeszentrale für politische Bildung (Hamburg, 3. Aufl./2003, 4. akt. u. erw. Aufl./2005)

Maria Dorothea Beck: "Vom Schulterblatt zum Pilatuspool. Zur Deutung und Bedeutung Hamburger Straßennamen." In: Neues Hamburg, VIII (1953), S. 72-74; 109-112.

Otto Behrend: "Einiges über Hamburgs alte Straßennamen." In: Niedersachsen, 7 (1901-02), S. 204-205.

Eduard Beurmann: "Skizzen aus den Hanse-Städten" (Hanau, 1836)

B. Beyland: "Hamburgische Straßennamen der Alt- und Neustadt." (Hamburg, 1925)

Klaus Bocklitz: "Die letzten Erweiterungen der hamburgischen Befestigungsanlage, 1679 und 1682." In: Volker Schmidtchen (Hrsg.): Sicherheit und Bedrohung – Schutz und Enge. Gesellschaftliche Entwicklung von Festungsstädten: Beispiel Stade. (Beiträge zum 6. Internationalen Kolloquium zur Festungsforschung, Stade, 9.-11.Oktober 1987. Schriftenreihe Festungsforschung, Band 6.) Wesel, 1987.

C. Borchling: "Zur Schreibweise der hamburgischen Straßennamen." In: Quickborn, 20 (1926-27), S. 45-46.

Albert Borcherdt: "Das lustige alte Hamburg. Scherze, Sitten und Gebräuche unserer Väter", 2 Bände. (Hamburg, 4. Aufl./1891).

C. Boysen: "Hamburgs Schlachthof- und Viehmarktanlagen." Hrsg. im Auftrage der Schlachthof-Deputation von C. Boysen, Direktor (Hamburg, 1897).

F. G. Buek: "Hamburg und seine Umgebungen im 19. Jahrhundert. Eine Reihenfolge naturgetreuer, in Stahl gestochener Ansichten der Stadt und ihrer Umgegend." Text von F. G. Buek (Hamburg, 1844).

H. Busch: "Aus der Geschichte der ehemaligen Vorstädte und Vororte." In: Ed. Feldtmann, "Geschichte Hamburgs und Altonas" (Hamburg, 1902).

J.F. Danneill: "Wörterbuch der altmärkisch-plattdeutschen Mundart." (Salzwedel, 1859)

Paul Dittmer: "Plattdeutsche Straßennamen in Hamburg." In: Quickborn, 23 (1930), S. 107.

A. W. Dührsen: "Nobisthor und Nobiskrug." In: Hamburger Nachrichten. Belletristisch-Literarische Beilage, Nr. 49 (1907).

Jürgen Ellermeyer (Hrsg.): "Stadt und Hafen. Hamburger Beiträge zur Geschichte von Handel und Schiffahrt." Arbeitshefte zur Denkmalpflege in Hamburg; 8 (Hamburg, 1988)

R. Ehrenberg: "Altona unter Schauenburgischer Herrschaft." (Altona, 1891-93)

E. Finder: "Volkstümliche Straßenbenennungen im alten Hamburg" In: Mitteilungen des Vereins für Hamburgische Geschichte, Bd. XIV: S. 115-160.

Peter Freimark; Ina Lorenz; Günter Marwedel: "Judentore, Kuggel, Steuerkonten. Untersuchungen zur Geschichten der deutschen Juden, vornehmlich im Hamburger Raum." Hamburger Beiträge zur Geschichte der deutschen Juden, Bd. 9. (Hamburg, 1983)

H. Funke: "Geschichte des Mietshauses in Hamburg." (Hamburg, 1974)

Cipriano Francisco Gaedechens: "Historische Topographie der Freien und Hansestadt Hamburg und ihrer nächsten Umgebungen von der Entstehung bis auf die Gegenwart." (Hamburg, 1880)

Christian Ludwig von Griesheim: "Verbesserte und vermehrte Auflage des Tractats: die Stadt Hamburg nach ihrem politischen, oeconomischen und sittlichen Zustande: nebst Nachtraegen zu diesem Tractate; und Beytraegen zu der Abhandlung, Anmerkungen und Zugaben über den Tractat die Stadt Hamburg, welche selbigen ebenfalls verbessern und gewisser machen." Hrsg. von Christian Ludwig von Griesheim, ehemaligen Fürstl. Gothaischen Ober-Amts-Hauptmann Hof- und Consistorial-Rath. (Hamburg, 1760; nach einer ersten Ausgabe, 1759)

K. Grobecker: "Denkwürdigkeiten und Merkwürdigkeiten im alten Hamburg." (Hamburg, 1991)

Elke Groenewold; Gunhild Ohl: "Von der Wohnung zur Werft: Arbeiterwohnquartier St. Pauli." (Reihe: Historische Stadtrundgänge. Hamburg, 1992)

(H. I. Gude): "Nachricht von der Stadt Hamburg." (Halle, ca. 1690)

Georg Haccius: "Weihefahrt nach dem Hamburger-Berge/ Als auf Obrigkeitlichen Befehl und Ge=heiß die auf demselben New=erbauete Kirche/ als ein Filial des Kirspels [sic!] S. Michaelis, feyerlich eingewei=het/ mit einem eigenen Pastoren versehen/ und mit dem Merck=Namen S. PAULUS benen=net wurde/ so geschehen Anno Christi 1682/ am Tage BARTHOLOMEI, war der 24 Augusti, Donnerstags nach dem 10. TRINITATIS, sambt bey=gefügtem Grundlegungs-Sermon/ Welcher 21. Wochen vorher daselbst gehalten wurde/ zum stets=wehrenden Gedächtnis/ und auf Begehren der Einge=pfarrten zum Abdruck übergeben Von GEORG. HACCIO, L. Past. bey St. Mich. in Hamburg." Gedruckt und zu kaufen bey Arnold Lichtenstein/ Buchdruckern in der Neustadt/voran aufm Millern-Steinwege. (Hamburg, [1682])

A. Hachmann: "Hamburger Straßennamen." In: Hamburger Lehrer-Zeitung, Bd. 12: S. 55 ff.

"Hamburg – Von Altona bis Zollenspieker. Das HASPA-Handbuch für alle Stadtteile der Hansestadt." Herausgegeben anlässlich des 175jährigen Bestehens der Hamburger Sparkasse. (Hamburg, 2002)

"Hamburg: 20 thematische Spaziergänge." In Zusammenarbeit mit Stattreisen Hamburg. (Hamburg, 2009)

"Hamburgs Grün zwischen Tradition und Trends. Streifzüge durch Parks und Naturlandschaften." Hrsg. v.d. Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt der FHH, Amt für Natur & Stadtgrün (Hamburg, 2007).

"Hamburgs Straßenführer" – mit den neuen und alten Straßennamen, neuen Plänen, mit Verkehrsmitteln, Behörden, Postämtern, Polizei etc. (Hamburg, Januar 1939)

Jörg Haspel: "Hamburger Hinterhäuser: Terrassen - Passagen - Wohnhöfe." (Hamburg, 1987)

Jörg Haspel: "Arbeiterquartier Wohlwillstraße." (Hamburg, 1990)

J. Heckscher: "Das Panorama einer Reise von Hamburg nach Altona und zurück" von Peter Suhr in Hamburg, erklärt von J. Heckscher. (Berlin, 1909)

Dr. Heinsohn: "Neue Straßenverzeichnisse in Hamburg und Berlin: 1. Das neue Straßenverzeichnis der Hansestadt Hamburg." In: Hamburg in Zahlen. Hrsg. vom Statistischen Landesamt der Hansestadt Hamburg, Jahrg. 1948, Nr. 11 (23.09.1948): S. 3-5.

Jonas Ludwig von Heß: "Hamburg topographisch, historisch und politisch beschrieben", 3 Teile (1. Aufl.: Hamburg, 1787-92; 2. veränd. u. erg. Aufl.: Hamburg, 1810-11)

M. Petrus Hesselius: "Hertzfließende Betrachtungen / von dem Elbe-Strom / zur Dankbarkeit gegen Gott geschöpffet darneben allen Schiff-Leuten zu einer geistlichen Zeitvertreibung vermacht; auch Einem jeden Christen in diesem Angst-Meer zu Gute auffgesetzet von M. Petro Hesselio, Pastorn zum Pesthof." Erster Teil. Soli Deo Gloria. (Altona – gedruckt bey Victor de Lieu, in Verlegung des autoris, anno 1675.)

Hermann Hipp: Freie und Hansestadt Hamburg. DuMont Kunst-Reiseführer. (Köln, 3.Aufl./ 1996)

"Illustrirtes Hand- und Nachschlagebuch für Fremde. Mit Angabe empfehlenswerther Etablissements, Ansichten von Hamburg, Fahrplänen, Kalender, Fremdenführer und Sehenswürdigkeiten." (Hamburg, 1889)

E. Joachim: "Hamburgische Straßennamen." In: "Kulturgeschichtliche Studien und Skizzen. Festschrift zur 400-Jahrfeier der Gelehrtenschule des Johanneums." (Hamburg, 1929)

"Kiek mol." Stadtrundgänge, erarbeitet und aufgeschrieben von Hamburger Geschichtswerkstätten. Hrsg. v.d. Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg. Referat Stadtteilkultur; verantwortl.: Wolfgang Stiller. (Hamburg, 1993)

"Kiek mol – neue und bewährte Stadtteilrundgänge," erarbeitet und aufgeschrieben von Hamburger Geschichtswerkstätten. Hrsg. v.d. Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg. Red. / verantwortl.: Jens Michelsen. (Hamburg, 1998)

J. Klefeker (Hrsg.): "Sammlung Hamburgischer Gesetze und Verfassungen", 12 Bände u. Register-Band. (Hamburg, 1765-74)

Franklin Kopitzsch / Daniel Tilgner (Hrsg.): "Hamburg-Lexikon". (Hamburg, 1998)

K. Koppmann: "Millernthor." In: Mitteilungen des Vereins für Hamburgische Geschichte, Jg. 2 (1880): S. 151 ff.

P. Lambeck: "Origines Hamburgenses sive rerum Hamburgensium", 2 Bände. (Hamburg, 1652-61)

Ralf Lange: "Architekturführer Hamburg" (Stuttgart, 1995).

J. M. Lappenberg: "Programm zur 3. Secularfeier der bürgerschaftlichen Verfassung Hamburgs am 20.9.1828." (Hamburg, 1828)

J. Lieboldt: "Die St. Pauli-Kirche ehemals und jetzt." In: Zeitschrift für Hamburgische Geschichte (Hamburg, 1882)

W. L. Meeder: "Geschichte von Hamburg, vom Entstehen der Stadt bis auf die neueste Zeit." Theil 1, 2. (Hamburg, 1838-39)

Wilhelm Melhop: "Historische Topographie der Freien und Hansestadt Hamburg von 1880-1895", im Anschluß an die Historische Topographie von C.F. Gaedechens, unter Benutzung älterer Quellen. (Hamburg, 1895)

O. Mensing: "Schleswig-Holsteinisches Wörterbuch", 5 Bände. (Neumünster, 1927-35)

Heinrich Meyer: "Hamburg und Altona nebst Umgegend. Topographisch-statistisch-historisches Handbuch für Einheimische und Fremde." (Hamburg und Itzehoe, 1836)

Dirk Meyhöfer: "Hamburg. Der Architekturführer." (Berlin, 2007)

F.H. Neddermeyer: "Erklärung der Hamburger Straßennamen vor 1842." In: Neue Hamburger Blätter, Jg. V (1845)

F.H. Neddermeyer: "Topographie der Freien und Hanse Stadt Hamburg." (Hamburg, 1832)

F.H. Neddermeyer: "Zur Statistik und Topographie der Freien- und Hansestadt Hamburg." (Hamburg, 1847)

Margit Nehls: "Geschichtliches über Hamburgs Straßen bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts." (= Hamburgensien, Bd. 25; 1988)

"Neuer Fremdenführer durch Hamburg." Mit einem Plan. Hamburg, bei Deppermann & Ruschke, Rödingsmarkt, Ostseite Nr. 41. Druck von H. H. Röhrs. (Hamburg, 1843)

A. Olshausen: "Die Straßenordnung vom 10. Juli 1902 - nebst den übrigen den öffentlichen Verkehr in Hamburg regelnden Vorschriften." (Hamburg, 1903)

Reinhold Pabel: "Hamburger Kulturkarussell zwischen Barock und Aufklärung." (Hamburg, 1996)

"The Picture of Hamburg, or the Englishman's Guide; to that free, imperial city; containing every information, interesting to strangers. To which are added ... tables of the money, weights, measures and exchange tables." (Hamburg/ London; [c.] 1805)

Volker Plagemann: "»Vaterstadt, Vaterland, schütz Dich Gott mit starker Hand.« Denkmäler in Hamburg." Hrsg. v.d. Kulturbehörde / Denkmalschutzamt. (Hamburg, 1986)

Michael Richey: "Anmerckungen über die in Halle bey Rengern herausgekommene Nachricht von der Stadt Hamburg" (von H. L. Gude). (1746, handschriftliche Abschrift in der Commerz-Bibliothek Hamburg)

Michael Richey: "Idioticon Hamburgense." (2. Aufl.; Hamburg, 1755; Repr. 1975)

Albert Samson: "Hummel, der lustige Führer durch St. Pauli." Verfaßt und herausgegeben von Albert Samson, Neuerwall 37. Druck von Adolf Selig, Hamburg 3, Alt-Steinweg 61. [o.J.]

Matthaei Schlüters ... "Historisch- und Rechts-begründeter Tractat Von denen Erben in Hamburg/ Derer Achterfolgunge und Loeskündigunge der darinn versicherten Gelder: Worinn gehandelt wird von denen Erben/ oder Unbeweglichen Gütern/ dero Zubehör/ Servituten/ Freyheit/ und Gerechtigkeiten; Insonderheit von der Brauerey-Gerechtigkeit/ und dem gantzen Brau-Wesen in Hamburg ... ; Allen Eigenern/ Advocaten/ Procuratoren ... ans Liecht gegeben." (Hamburg: Gedruckt bey Conrad Neumann/ Eines Edlen/ und Hochweisen Rahts Buchdrucker/ Anno 1698.)

C.R. Schnitger: "Hamburgische Straßennamen." In: Hamburger Schulzeitung, Jg. 5-9 (1897-1901).

Helga Schmal / Tobias Selke: Bunker. Luftschutz und Luftschutzbauten in Hamburg. Unter Mitarb. von Henning Angerer. Kulturbehörde der FHH, Denkmalschutzamt; Themenreihe, Band 7. (Hamburg, 2001)

C.R. Schnitger: "Plattdeutsche Straßennamen in Hamburg." Geschichtlich und sprachlich erläutert von C.Rud. Schnitger (Hamburg, 1922).

Joseph Heinrich Scholz: "Hamburg und seine Umgebungen. Ein nützliches und nothwendiges Hülfs- und Handbuch für Einheimische und Fremde." Mit 3 Kupfern. (Hamburg, 1808)

Markus Schreiber / Hans Walden: "Hamburg-St. Pauli." Reihe: ZeitSprünge. (Erfurt, 2008)

J. H. Schütze: "Holsteinisches Idiotikon", 4 Bände. (Hamburg[-Altona], 1800-1806. Repr., 1976)

"Der Schulterblatt: Ein Viertel verändert sich." Hrsg. von der Projektgruppe Wohnen im Stadtteil. (Hamburg, 1982)

Herman Sieveking: "Der 'Pesthügel' im Zoologischen Garten in der Tiergartenstraße in Hamburg." In: Hamburgische Geschichts- und Heimatblätter, 9. Jg. (1935), H. 3 (Dez.), S. 257-263.

H. Sköllin (Hrsg.): "Die Gemeinden und Straßen des hamburgischen Staatsgebiets nach dem Stande von Anfang Oktober 1925." = Statistische Mitteilungen über den hamburgischen Staat. Sonderheft 5, Teil 1: S. 1-50. (Hamburg, 1925)

Statistik des Hamburgischen Staats. Zusammengestellt vom statistischen Bureau der Deputation für directe Steuern. Heft I: Ergebnisse der Volkszählung vom 3ten December 1866. Stand der Bevölkerung. (Hamburg, 1867)

Statistik des Hamburgischen Staats. Zusammengestellt vom statistischen Bureau der Deputation für directe Steuern. Heft II: Ergebnisse der Volkszählung vom 3ten December 1867. Bevölkerung- und Wohnverhältnisse. (Mit beigehefteter Karte: »Plan von Hamburg«.) Statistik der Unterrichtsanstalten von 1869. (Hamburg, 1869)

Statistisches Amt (Hrsg.): Straßen- und Ortsverzeichnis. Einteilung des hamburgischen Staatsgebietes für verschiedene Verwaltungszwecke. (Hamburg, 1914 ff.) )

Statistisches Bureau der Steuer-Deputation: Die Stadt Hamburg, die Vororte, Gemeinden, Ortschaften und selbständig benannten Gebietstheile des Hamburgischen Staats. Topographisch und historisch dargestellt vom Statistischen Bureau der Steuer-Deputation. (Hamburg, 1875)

Statistisches Handbuch des Hamburgischen Staates: (1) Statistisches Handbuch für den Hamburgischen Staat; 1. Ausgabe. Hamburg: Meissner, 1874. (2) Statistisches Handbuch für den Hamburgischen Staat; 2. Ausgabe. Hamburg: Meissner, 1880. (3) Statistisches Handbuch für den Hamburgischen Staat; 3. Ausgabe. Hamburg: Meissner, 1885. (4) Statistisches Handbuch für den Hamburgischen Staat; 4. Ausgabe. Hrsg. Von dem Statistischen Bureau der Steuer-Deputation. Hamburg: Meissner, 1891.

Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein: "Straßen- und Gebietsverzeichnis der Freien und Hansestadt Hamburg 2008" (Stand: 23. Mai 2008). (Hamburg, 2008)

M.G. Steltzner, "Versuch einer zuverläßigen Nachricht von dem kirchlichen und politischen Zustand der Stadt Hamburg zu den älteren Zeiten, nehmlich von Carolo Magno biß auf die Zeit Friedrichs III."; 6 Bände. (Hamburg, 1731-39)

E. Tiling: "Versuch eines bremisch-niedersächsischen Wörterbuchs", 5 Bände. (Bremen, 1767-71; mit Nachtragsband, 1869)

"Verzeichnis der erkannten Denkmäler nach §7a Hamburgisches Denkmalschutzgesetz vom 3. Dezember 1973 (HmbGVBl. S. 466), zuletzt geändert am 4. April 2006 (HmbGVBl. S. 143)", Stand: 25. Juni 2007. (Hamburg, 2007)

"Verzeichnis der im Gesamtgebiet der Hansestadt Hamburg vorhanden Straßen nach dem Stande vom 1. Juli 1938." (Nur für den innerdienstlichen Gebrauch des Statistischen Amts.) Mit Verzeichnis der Stadtteile, Gemeinden und Gemeindeteile zur Zeit der Schaffung der Einheitsgemeinde (Hamburg, [ca.] 1938).

Voigt, J.[ohann] W.[ilhelm]: "Zum zweihundert-jährigen Jubileum der Hamburgischen Vorstadt St. Pauli." In: Hamburger Bürgerzeitung, Nr. 27 (26. März), Nr. 40 (2. April), Nr. 43 (9. April), 1882.

"Wegweiser durch Hamburg. Oder Nachweisung aller Gassen, Märkte, Plätze, Kirchen, Stadtgebäude etc. und anderer Merkwürdigkeiten in Hamburg, wie solche nach dem besonders dazu eingerichteten Grundrisse dieser Stadt bequem aufzusuchen sind. Ein Anhang zu den Hamburgischen Denkwürdigkeiten." (Hamburg, 3. berichtigte Aufl./1803)

E.[rnst] H.[einrich] Wichmann: "Der Hamburger Berg, historisch-topographisch dargestellt." (Hamburg, 1879)

Würzer, Heinrich: "Charakteristisch-topographische Fragmente über die Stadt Altona und deren Straßen und Pläzze von einem Reisenden." Mit einem Nachwort von Hans-Werner Engels. (Hamburg, 1996)

Würzer, Heinrich: "Ein Spazziergänger in Altona." Mit einem Nachwort; hrsg. von Hans-Werner Engels. (Hamburg, 1997)

Christian Ziegra: "Sammlung von Urkunden, theol. jurist. Decreten etc. als eine Grundlage zur Hamburger Kirchenhistorie neuerer Zeiten", 4 Bände. (Hamburg, 1764-70)

Christian Ziegra: "Beyträge zur politischen hamburgischen Historie." (Hamburg, 1766)