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Einleitung | Anmerkungen | Literatur

Register mit Erläuterungen und Mitteilungen über Veränderungen (z.B. verschwundene oder umbenannte Straßen)

 

H

Hafenstraße
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BECKERSHAUS: Hafenstraße, St. Pauli. Siehe: St. Pauli Hafenstraße.
EStH: Ben.[annt] 1859 als Zugangsweg von St. Pauli zum Niederhafen.
HANKE: siehe St. Pauli-Hafenstraße.
Der ursprüngliche Name Hafenstraße wurde im Zuge der Vereinheitlichung der Straßennamen im - ab 1938 unter nationalsozialistischer Herrschaft geschaffenen "Groß-Hamburg" – zum 1. Januar 1940 zur heute noch gültigen amtlichen Bezeichnung St. Pauli-Hafenstraße (zunächst in der Schreibweise "St. Pauli-Hafen-Straße") erweitert. Die verkürzte Bezeichnung Hafenstraße ist sowohl auf älteren Karten als auch im täglichen Sprachgebrauch bis heute üblich und wird gewöhnlich nicht missverstanden, obwohl es die amtliche Straßenbenennung 1. und 2. Hafenstraße für zwei nördliche Nebenstraßen der Seehafenstraße im Bereich der Harburger Seehäfen an der Süderelbe ebenfalls noch gibt.
Auch in Altona gab es eine Hafenstraße. Diese wurde – im Zuge der Systematisierung der Hamburger Straßennamen nach Inkrafttreten des Groß-Hamburg-Gesetzes (1. April 1938) – zunächst in Karsten-Rehder-Straße umbenannt. Die zum Fischmarkt führende Straße trägt den Namen Carsten-Rehder-Straße – in neuer Schreibweise – noch heute.

siehe auch: St. Pauli-Hafenstraße

 

Hafentreppe
Die Hafentreppe, die ebenso wie die übrigen Treppen am Geesthang in St. Pauli und Altona ursprünglich vor allem den Hafenarbeitern auf dem Arbeitsweg von ihren Wohnungen zu den Barkassen an den Landungsbrücken und (ab 1911) zum Alten Elbtunnel dienten, wurde in den Jahren 1990/91 Gegenstand eines filmischen Essays. Allerdings handelt es sich bei der in dem Dokumentarfilm dargestellten Treppe tatsächlich um die Balduintreppe in der Nähe der (damals) besetzten Häuser in der St. Pauli-Hafenstraße. Gezeigt werden das alltägliche Leben an diesem Ort mit "Filmprojektionen und Konzerten, oder einfach ... 'Schrebergarten-Idylle'." Zugleich bildet er den symbolischen Ort für "die Opposition zur bürgerlichen Welt", an dem "neue Formen des Zusammenlebens ... mit einer radikalen Inbesitznahme sozialer Räume" ausprobiert werden sollen, so die Filmbeschreibung in einer Programmankündigung zu dem Film "Die Hafentreppe" (Regie: Thomas Tode & Rasmus Gerlach, 1991; Länge: 75 Minuten) im Sommer 2004.
Zur Geschichte der Treppenverbindungen zwischen der Geesthöhe von St. Pauli und der Hafenstraße schreibt HECKSCHER (1909):
"Unweit der Elbhalle und etwa in der Mitte zwischen dieser und dem spitzigen Endpunkt des Grünplatzes, sehen wir [auf Suhrs 'Panorama ...'] einen torähnlichen von einem dreieckigen Aufsatz gekrönten Durchgang; er führte zu einer hölzernen Treppe, die eine Verbindung mit der Hafenstraße herstellte, ähnlich derjenigen, die jetzt am Anfang der Bernhardstraße hinunterführt. Später führten Brücken von der Erholung in die oberen Stockwerke der Häuser der Hafenstraße. Eine derselben, die in den 2. Stock von London Tavern führte, dem bekannten an der Elbe gelegenen Restaurant, wird noch manchem erinnerlich sein, eine Abbildung des London Tavern von W. Heidmann, .., zeigt mehrere dieser Brücken."
(Siehe: J. Heckscher: "Das Panorama einer Reise von Hamburg nach Altona und zurück" von Peter Suhr in Hamburg, erklärt von J. Heckscher. Berlin, 1909: S. 40.)

 

Hafenweg
Dieser Weg westlich des - zu dieser Zeit noch wassergefüllten - südwestlichen Abschnitts des Stadtgrabens und östlich der Industrieanlagen von "Lehmann’s Eisengiesserei" verband bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts den Millerntorplatz in direkter Linie mit dem Öffentlichen Landungsplatz westlich unterhalb der Elbhöhe am Hafenrand. Er ist u.a. abgebildet auf der zweifarbigen Lithographie "Anlegung einer neuen Fahrstraße längs der Elbgegend der Vorstadt S[ank]t Pauli; Auszug aus der trigon[ometrischen] Vermessung der Stadt u[nd] Umgebung" von Charles Fuchs, 1858 (Maßstab: [Ca.] 1:1.000; Größe: 96 x 23 cm).

 

Hamburger Berg
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BECKERSHAUS: (St. Pauli), 1938, heute erinnert nur noch der Straßenname "Hamburger Berg" daran, daß dies einst die Vorstadt war, in der reiche Hamburger Kaufleute ihre Landhäuser und parkartigen Gärten hatten. 1833 erhielt die Vorstadt "Hamburger Berg" den Namen "St. Pauli". Dieser im vergangenen Jahrhundert umbenannte Stadtteil zählte 1840 nur 11.840 Einwohner.
HANKE: (1938) Als "Vorstadt Hamburger Berg" wurde St. Pauli früher bezeichnet, weil sich hier der Geestabhang wie ein bei Hamburg gelegener Berg erhob. Vor 1865: Hinter der Dröge; 1865-1938 Heinestraße.
PABEL: Das heutige Gebiet der Vorstadt St. Pauli vor dem Millerntor bis 6. November 1833. Ende des 16. Jahrhunderts hieß das Gebiet "Landherrenschaft Hamburger Berg oder die Gegend vor dem Millern- oder Dammtor bis zur klösterlichen Grenze". Auf dem Hamburger Berg befand sich einst ein Hof oder Dorf mit Wassermühle namens Herwardeshude. Dort gründete Gräfin Heilwig, die Gattin Graf Adolphs IV. von Schauenburg, ein Kloster für Cisterzienserinnen, das 1247 vom Papst bestätigt wurde. Durch Schenkungen reich geworden, erwarb das Kloster 1293 das Dorf Oderfelde an der Alster (die heutige Oderfelder Straße erinnert noch daran), gab die Gebäude auf dem Hamburger Berg auf und siedelte um nach Oderfelde; aus dem verlassenen Gelände wurde ein Meierhof. Der alte Name Herwardeshude für das Kloster wurde aber beibehalten und später übertragen auf die Umgebung. Daher hat der heutige Stadtteil Harvestehude seinen Namen. Der Grund für die Umsiedlung war wohl die Betriebsamkeit durch den steigenden Verkehr an der Elbe, dem Bedürfnis der Klosterfrauen nach Abgeschiedenheit nicht eben förderlich. (Näheres findet sich auch bei E.H. Wichmann: Der Hamburger Berg ...; 1879.)
Im Zuge des Festungsbaus im Dreißigjährigen Krieg fiel die östliche Hälfte des Hamburger Berges an die Neustadt. Schon 1734 war ein beträchtlicher Teil des Areals bebaut. Nach dem [zum Jahreswechsel 1813 / 1814 erfolgten] Niederbrennen des Hamburger Berges in der Franzosenzeit gelang in kurzer Zeit der Wiederaufbau.
H. MEYER hebt in seiner Beschreibung der Vorstadt vor allem die Prostitution hervor:
"Die Bewohner sind größtenteils Schiffer, Handwerker und eine Menge Schenk- und Bordellwirte. Hier in den letzteren der Venus cloacaria gewidmeten Häusern, findet besonders der rohe Matrose die höchsten Freuden des mühevollen Lebens im Branntwein, beim Tanz und in den Umarmungen feiler Nymphen der niedrigsten Klasse, welche ihn oftmals, wenn er in Gesellschaft seiner jauchzenden Brüder aus einem der vielen Brauhäuser Altonas taumelnd und lallend zurückkehrt, auf einmal um den Lohn vieler mühsam durchgearbeiteten Monate bringen. Diese Häuser, welche durch die, in den immer geöffneten Thüren fast halb entkleidet stehenden Damen mit ziegelroth geschminkten Gesichtern, und durch die abscheuliche Musik schon ganz zerfiedelter Geigen, die Vorübergehenden einladen, stehen besonders zur Herbstzeit in ihrem höchsten Glanze, alsdann der Matrose abgelohnt wird."
(Meyer, Hamburg und Altona. Hamburg, 1836: S. 438 ff.)

Bereits 1698 findet sich bei SCHLÜTER der Flurname " Auff dem Hamburger Berge.“ in der Aufzählung von Örtlichkeiten "Außerhalb der Stadt vor dem Millern- und Damm-Thor …" (siehe: Matthaei Schlüters ... Historisch- und Rechts-begründeter Tractat Von denen Erben in Hamburg / … . Hamburg, 1698: 658).
In dieser Zeit war das Gebiet – von wenigen Flurstücken im südwestlichen Bereich und einzelnen Gehöften in der Nähe der Sternschanze – weitgehend unbesiedelt, wie sich in den "Stadt-Erbebüchern" nachvollziehen lasst, die Vorläufer der heutigen Grundbücher waren und auch von Schlüter zu Rate gezogen wurden, der sich umfassend mit den sog. "Erben", d.h. den Grundstücken der Freien (Reichs-) und Hansestadt Hamburg befasst hat. Über Topographie und wirtschaftliche Nutzung des Hamburgerberges im späten Mittelalter und der frühen Neuzeit findet man im Beitrag "St. Pauli" von H. BUSCH bei Ed. FELDTMANN (Hamburg, 1902) folgendes:
"Eine Abtragung des Hamburger Berges fand besonders durch die Ziegeleien statt, die im 13. Jahrhundert vor dem alten Millernthor angelegt wurden und in einem Zeitraum von 300 Jahren große Mengen von Thon zu Mauersteinen und Dachziegeln verarbeiteten. Auch durch die Benutzung des Erdmaterials zur Terrainaufhöhung in der Marsch und zur Herstellung der Festungswälle verlor der Geestrücken seinen hügelartigen Charakter. Die Höhe war teils bewaldet, teils mit Weiden bedeckt und gehörte zum großen Teil dem Hospital zum Heiligen Geist, [*) FN …] das diesen Besitz aber bei der Ausdehnung der Festungswerke (1620-1626) an die Stadt abtrat. Durch den neuen Wall wurde der Hamburger Berg in zwei Teile geteilt. Der östliche Teil (Gr. Neumarkt, Zeughausmarkt usw.) kamen an die Neustadt, während der westliche Teil den Namen Hamburger Berg behielt.
Die ersten Gebäude auf dem Hamburger Berge standen an der jetzigen Grenze von Hamburg nach Altona an dem Herwardeshuderbach. Hier wurde 1247 das Nonnenkloster Herwardeshude gegründet, das aber 1308 niederbrannte und nicht wieder aufgebaut wurde (…).
Wir hören nun während eines Zeitraums von über 200 Jahren nichts mehr von dieser Gegend. … "

(Siehe: H. Busch [ungenannt]: "St. Pauli." In: Ed. Feldtmann: "Geschichte Hamburgs und Altonas." Hamburg, 1902: 194 f.)
Erst aus dem 16. Jahrhundert sind neue Hinweise auf Örtlichkeiten auf dem "Hamburger Berg" überliefert, z.B. auf das "Nobishaus" bzw. den "Nobiskrug". Zu den seit dem 17. Jahrhundert immer wieder erwähnten Einrichtungen in der Vorstadt zählten viele flächenintensive oder mit Lärm oder Gefahren verbundene Einrichtungen, wie z.B. Thranbrennereien, Schiffswerften oder das explosionsgefährliche Hanfmagazin. In einem frühen "Adress-Buch“ aus dem Jahr 1802 heißt es unter dem Stichwort
"VORSTÄDTE: 1) Der Hamburgerberg liegt außerhalb des Millern= (Altonaer=)Thor, hier sind zu bemerken: a) die Schiffswerfte, b) das Hanfmagazin, c) die Thranbrennerey, d) die Reepschläger= oder Seilmacherbahn, e) der Krankenhof, wo sich wahnsinnige, kranke und arme Personen befinden, deren Zahl gewöhnlich 900 ist; es sind aber auch zwey Kirchen, eine auf dem Hamburgerberg, und die andere bey dem Krankenhofe, mit ihren dabey angestellten Predigern."
(Siehe: "Hamburgisches Adress-Buch auf das Jahr 1800: Behörden und andere Körperschaften, amtliche Information: Siebenter Abschnitt. 3. Einige Local-Notizen. Abschnitt: a) Nachrichten für Fremde, verschiedene Hamburgische Merkwürdigkeiten betreffend", Seite 378.)
In den "Skizzen aus den Hanse-Städten" von Eduard BEURMANN findet man die folgende Beschreibung des Hamburger Berges:
"Der Hamburger Berg – also wird der Vorstadts-Theil von Hamburg genannt, der diese Stadt von Altona scheidet. Beide Städte bieten sich hier beinahe die Hände. Schifft man über die Elbe zu Hamburg heran, so gewahrt man die Grenzscheide nicht: Hamburg und Altona scheinen eine weitausgedehnte Stadt zu bilden. Die neidische Holstein-Dänische allzunahe Nachbarin muß wider ihren Willen dazu beitragen, den Glanz und das Ansehen der stolzen Handelsstadt, die ihr den Fuß auf den Nacken gesetzt, zu erhöhen. Indeß zu Land sieht man hier die Scheidung, und es macht einen ziemlich seltsamen Eindruck, wenn man, aus dem Altonaer Thore hinauseilend, durch das große wüste Marktgewühl und den Trödel des Hamburger Berges zu der einförmigen Stille in dem nahen Altona gelangt, zu der Kirchhofs-Ruhe hinter dem sturmgepeitschten Meere des Verkehrs zwischen Juden, Matrosen, Gaunern, Seiltänzern, englischen Reitern, Riesen, Wachsfiguren, wilden Bestien, königlich privilegirten Herkulesen, den schmutzigsten Altären des Pandemos, den groben Rippenstößen der Hamburger Plebejer niedrigster Sorte, den Landdraggonern mit gezogenem Säbel, die hier, in dem labyrintischen Gewirre, von der Menschenmenge, wie Lindwurms-Besieger umtoset, die Ordnung zu erhalten, sich bestreben. Der Kehricht des Lebens liegt auf dem Hamburger Berge aufgehäuft; die Menschheit starrt Einem hier mit kothbeworfenem Antlitze entgegen; die Matrosen feiern in den engen, dumpfigen Gassen des Hamburger Berges ihre Bachanalien und attischen Nächte, mehr Vieh, als Menschen, nachdem sie Monate lang auf dem Ocean umher geworfen und nun auf festem Boden angelangt, ihren rohen Begierden freien Lauf lassen. Indeß der Hamburger ist einmal an dieses schmutzige Getreibe gewöhnt, welches dem Fremden einen so großen Ekel und Widerwillen einflößt. Er geht ruhig und berechnend, theilnahmslos über den Hamburger Berg, und die Uhlanen erhalten die Ordnung und hauen mit flachem Säbel auf die Menschenhorde ein, wenn es einmal zu toll wird und hie und da eine Prügelei zum Sturm anschwillt." (Beurmann, 1836: 162-163)

siehe auch: Nobishaus - Nobiskrug - Nobisthor

 

Hamburger Hochstraße
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BECKERSHAUS: (St. Pauli, Altona-Altstadt), 1950, nach ihrer rampenartigen, steigenden Anlage.
EStH: Ben.[annt] 1886 nach ihrer rampenartig in die Höhe steigenden Anlage und im Gegensatz zu ihrer Fortsetzung auf preußischem Gebiet, der Altonaer Hochstraße. (Gemeinsam häufig nur als "Hochstraße" bezeichnet.)
HANKE: (1887) Die Hamburger Hochstraße, deren östlicher Teil zunächst nur Hochstraße hieß, hat ihren Namen von der 1887 gegründeten Hamburg Altonaer Hochbahn, einer Straßenbahn, die von St. Georg nach Ottensen unter anderem durch diese Straße fuhr. Sie wurde schon vier Jahre später von der Straßeneisenbahn-Gesellschaft übernommen.
Die Hamburger Hochstraße überquert die Straße Pepermölenbek auf einer – mit historisierenden Straßenlaternen verzierten – Brücke über den immer noch gut erkennbaren Taleinschnitt des früheren "Pfeffermühlenbaches" an der ehemaligen Grenze zwischen Hamburg und seiner (1938 eingemeindeten) Nachbarstadt Altona.

siehe auch: Pepermölenbek

 

Hamburger Hof
Diese ungewöhnliche Terrassenanlage mit einem recht weitläufigen Innenhof zweigt vom Schulterblatt (Nr. 24) ab und war zeitweilig durch einen provisorischen Durchgang mit der Terrassenanlage in der Sternstr. 41 verbunden. Im Gegensatz zu den benachbarten Höfen (Spielplatz "BaSchu" mit Durchgang zwischen Bartelsstraße und Schulterblatt; Gewerbehof Schulterblatt) befinden sich hier fast ausschließlich Wohnungen.
Historisch bemerkenswert ist, dass der Hamburger Hof im 19. Jahrhundert an die Wasserversorgung der – damals unabhängigen – Nachbarstadt Altona angeschlossen war, so dass die Cholera-Epidemie des Jahres 1892 hier keine Opfer forderte, während in ganz Hamburg fast 10.000 Menschen an der, durch ungefiltertes Trinkwasser ausgelösten, Infektionskrankheit starben. Diese Tatsache wurde in den auf die Epidemie folgenden Untersuchungsberichten und Veröffentlichungen, u.a. von den damals führenden Medizinern wie Robert Koch und Max von Pettenkofer, unmissverständlich betont. Die auch durch eine amtliche Kommission des Deutschen Reiches durchführten Untersuchungen und die ökonomischen Folgen der wegen der durch die Epidemie über die Stadt verhängten Quarantäne veranlassten Senat und Bürgerschaft, die Arbeiten am neuen Wasserwerk in Rothenburgsort beschleunigt voranzutreiben.
Die frühere Grenze zwischen Hamburg und Altona, die ursprünglich entlang eines schmalen Baches verlief, ist noch am schrägen Verlauf einer Mauer erkennbar, die den Hof an der südwestlichen Seite von der Bebauung am Schulterblatt trennt. In die Pflasterung der Hofeinfahrt wurde in neuerer Zeit eine zusätzliche Markierung in Form eines Rhombus eingearbeitet.
Ursprünglich befand sich in diesem Hof, wie in vielen Innenhöfen und Terrassen St. Paulis, auch der Standort örtliche Handwerksbetriebe, hier u.a. die Werkstatt eines Elektrobetriebes (Haus Nr. 18 a). Nach dem Wegzug dieses Betriebes wurde das niedrige Werkstattgebäude von einem Immobilienentwickler aus dem Stadtteil erworben und wird seit 2011 in ein Boardinghouse für StädtetouristInnen umgebaut. Gegen diese Umnutzung erhoben sich heftige Proteste der MieterInnen umliegender Wohnungen, die Störungen durch die schnell wechselnden NutzerInnen der "Ferienwohnungen" befürchten.

siehe auch: Schanzenstraße

 

Hans-Albers-Platz
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BECKERSHAUS: (St. Pauli), 1964, nach dem Schauspieler Hans Albers (1891-1960), berühmt in der Titelrolle von Molnars "Liliom", auch als Interpret von Schlagern und Chansons sowie in den Filmen "Große Freiheit Nr. 7", "Münchhausen" etc.
In seinem Verzeichnis über "Die Namen der Hamburger Märkte und Plätze" schreibt BECKERSHAUS außerdem: "Der Platz liegt zwischen Reeperbahn, Friedrichstraße und Davidstraße. Benannt 1964 nach dem bekannten Film- und Bühnenschauspieler Hans Albers (genannt »der blonde Hans«). Er ist am 22.9.1891 in Hamburg geboren und am 24.7.1960 in Kempfenhausen am Starnberger See gestorben. Albers hat in annähernd 500 Bühnenstücken mitgewirkt und war in ungefähr 176 Filmen zu sehen. Berühmt war er in der Titelrolle von Franz Molnàrs »Liliom«. Besonders populär wurde er durch Filmrollen in »Große Freiheit Nr. 7« und »Münchhausen«. Die von ihm gesungenen Schlager »La Paloma« und »Auf der Reeperbahn nachts um halb eins« sind noch heute bekannt."
Seit einigen Jahren wird die Erinnerung an Hans Albers, der auch in der Zeit des Nazi-Regimes ein sehr gefragter und erfolgreicher Darsteller der UFA-Unterhaltungsfilme war, durch eine von Jörg Immendorff geschaffene Plastik auf dem Hans-Albers-Platz wach gehalten.
HANKE: (1964) Nach dem "blonden Hans" Albers (1891-1960). Filmstar, Sänger und Idol einer ganzen Generation, wurde 1964 der Wilhelmsplatz (bis 1899: Wilhelmstraße) umbenannt. Ganz nach der Lebensart des Künstlers tobt das Leben auf "seinem" Platz dank eines ausgedehnten Straßenstrichs und einer vielseitigen Kneipenszene gewöhnlich bis zum frühen Morgen.
Die Umbenennung des Platzes trat am 15. April 1964 in Kraft, d.h. knapp 4 Jahre nach dem Tode des Sängers und Schauspielers. Bis zur Aufstellung des Denkmals im Jahre 1986 vergingen weitere 22 Jahre. Allerdings wurde es im Jahre 1997 auf Veranlassung des Künstlers Jörg Immendorf zeitweilig wieder abgebaut, weil er seine Bedingungen für die Schenkung des Denkmals nicht mehr erfüllt sah. Im folgenden Jahr wurde die Statue jedoch auf ihren verwaisten Sockel zurückgebracht.
Unter dem damaligen Wilhelmsplatz ist (ca.) 1941 ein Bunker angelegt worden, der zeitweilig auch für Veranstaltungen genutzt wurde. Das Hans-Albers-Denkmal zeigt den Schauspieler und Sänger nach dem Vorbild aus dem Film »Große Freiheit Nr. 7« mit Schiffermütze und Akkordeon.

siehe auch: Wilhelmsplatz

 

Harpunierstraße
Nach der Vereinheitlichung und Umbenennung zahlreicher Straßennamen im Zuge des Groß-Hamburg-Gesetzes (1. Januar 1940 bis 30. September 1945) zeitweiliger Name der vormaligen Friedenstraße, der heutigen Lippmannstraße, im Schanzenviertel zwischen Altonaer Straße (damals zeitweilig: Walfängerstraße) und Lerchenstraße.

siehe auch: Friedenstraße

 

Heidritterstraße
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BECKERSHAUS: (St. Pauli, Altona-Altstadt), 1899, nach dem Pastor von St. Pauli D. Johann Georg Heidritter (1738-1824).
EStH: Ben.[annt] 1899 zu Ehren des Pastors zu St. Pauli (1769-1819) D. Johann Georg Heidritter (1738 bis 1824); vorher Kirchenstraße.
HANKE: (1899) Johann Georg Heidritter (1738-1824), Pastor, war 1769 bis 1819 Seelsorger an der St. Pauli-Kirche. Bis 1899: Kirchstraße (befindet sich heute in Altona).

 

Heiligengeistfeld
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J.L. von HEß berichtet 1811 nur sehr knapp über das Heiligengeistfeld:
"Das heil. Geist Feld: Dieses Feld bildet fast die Figur eines Dreiecks, und wird umgränzt von dem Wallgraben, der vorhin genannten Landstraße [nach Pinneberg], den Häusern bei der Oehlmühle, bei der Glashütte, und der Sternschanze."
(Heß, Jonas Ludwig von: Hamburg topographisch, historisch und politisch beschrieben. Zweite Auflage, umgearbeitet und vermehrt. Dritter Teil. Hamburg, 1811: S. 48.)
Zu dieser Zeit dehnt sich das Heiligengeistfeld also als weitgehend unbebaute Fläche noch vom Wall bis zum Bastionshügel der Sternschanze. Nur im heutigen Karolinenviertel gibt es offenbar schon längerer Zeit eine Bebauung. Einige Häuser verzeichnet bereits eine im Hamburgischen Staatsarchiv aufbewahrte "Gränz-Karte" des Jahres 1744.
In dem Werk von NEDDERMEYER, "Topographie der Freien und Hanse-Stadt Hamburg" (1832) heißt es in dem Kapitel "Die Gassen der Vorstadt Hamburgerberg." lediglich:
" H e i l i g e n G e i s t f e l d e , am.
No. 87 bis 95. 9 Häuser, 3 Wohnungen. – A.D. [= Armen-Distrikt] 5.
Siehe oben Seite 36.",

wo sich im Kapitel über "Hamburg im vierzehnten und funfzehnten [sic!] Jahrhundert." der folgende Eintrag findet:
"Das heilige Geistfeld, unter diesem Namen um 1497 erwähnt, erstreckte sich wahrscheinlich bis in die jetzige Neustädter Fuhlentwiete (L. [= Mitgetheilte Notizen des Herrn Archivarius Lappenberg Dr.]).
Des Hospitals zum heiligen Geist wird schon 1246 gedacht."

Die Angabe von Hausnummern dürfte sich auf eine Bebauung am nördlichen Rand des Heiligengeistfeldes im Bereich der heutigen Feldstraße beziehen.
Der "Grundriß des abseiten Löblicher Kämmerei an die Brüderschaft der Knochenhauer im neuen Schrangen verpachteten Heiligengeist-Feldes, belegen in der Vorstadt S[ank]t. Pauli: extrahiert aus dem, dem Kämmerei-Kontracte angehefteten Grundriße vom 10. April 1839; Hamburg, d. 6. März, 1857" von A.[nton] A.[ugust] M.[artin] Nagel, Geometer, verlegt bei Charles Fuchs, Hamburg, 1857 (Lithographie; Maßstab: [ca.] 1:2.100]; Größe: 37 x 35 cm) zeigt am Rande des Heiligengeistfeldes einige schon im 19. oder in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verschwundene Bauten und Örtlichkeiten. Dazu zählen:
* gegenüber der Einmündung der Sophienstraße (heute: Detlev-Bremer-Straße) eine Station der Polizei und Nachtwache;
* am Nordrand eine Mühle auf der Südseite der "Feld-Strasse" und ihr gegenüber auf der Nordseite das Müllerhaus;
* sowie östlich davon und kurz vor der Einmündung der Glashüttenstraße den Platz des "ehema.[igen] Men[n]oniten-Kirchhofs"
* und schließlich unmittelbar östlich der Einmündung der Glashüttenstraße die "Schäferei etc. der Knochenhauer", an die das Feld zu dieser Zeit noch verpachtet war.
H. HIPP gibt in seinem "Kunst-Reiseführer Hamburg" folgenden guten Überblick über das Heiligengeistfeld und seine allmähliche Bebauung:
"Zwischen Innenstadt und St. Pauli liegt wie ein städtebaulicher Puffer das Heiligengeistfeld. Es ist jetzt fast gleichbedeutend mit dem »Dom«, der dort seit 1893 mehrmals jährlich stattfindet: Rummel und Volksfest wie überall – aber im Hintergrund steht die Erinnerung an den mittelalterlichen Weihnachtsmarkt bei der Domkirche. In seiner langen Geschichte hatte der Platz auch andere Funktionen: Hier (wie auf der Moorweide) exerzierte das Bürgermilitär, die Fläche war das Schußfeld für die Kanonen auf dem Wallring, lange vorher war er Weideland im Besitz des Heiliggeist-Hospitals (und hat davon den Namen behalten). 1894-99 ist es als Festplatz planiert worden.
Auf dem Heiligengeistfeld steht noch einer der beiden Hochbunker, die dort 1942 errichtet wurden. Sie nahmen die zentrale Leitstelle für die Flugzeugabwehr auf (ein »Würzburg-Riese«, eine Art Radar, war auf dem jetzt abgetragenen »Hochhaus 2« an der Stelle des Fernmeldeamtes untergebracht) sowie eine Flugzeugabwehrbatterie auf dem noch erhaltenen »Hochhaus 1«, das darüber hinaus Schutzraum für die Bevölkerung und übrigens auch für Archiv- und Museumsbestände enthielt. Die Hochhausdebatte der zwanziger Jahre erlebte in diesen Bunkern ihre Perversion. Wie bei vielen Schutzbauten war ihre Gestaltung zugleich symbolisch gemeint: Wie alte Kastelle sollten sie Schutz und Sicherheit suggerieren. – Im Hochhaus 2 hatte das Deutsche Fernsehen seine ersten Nachkriegsstudios.
Der
[historische südliche] Eingang zur Hochbahnhaltestelle St. Pauli [ehem. Millerntor] am Südende des Heiligengeistfeldes hat noch das umhegende Pfeilergitter aus der Zeit des ersten Hochbahnrings (Raabe & Wöhlecke, 1909-12). [Dieser ist nicht zu verwechseln mit dem Ende der 1990er-Jahre neu errichteten nördlichen direkt auf dem Heiligengeistfeld.]
1863/ 64 wurde an der Nordwestecke des Heiligengeistfeldes der Hamburg-Altonaer Viehmarkt eröffnet. Seine nach dem [2. Welt-]Krieg noch einmal neu gebaute Markthalle dient heute als Warenhaus." (Hipp, Hermann: Freie und Hansestadt Hamburg. DuMont Kunst-Reiseführer. Köln, 3.Aufl./ 1996: S. 253/ 4.)
BECKERSHAUS: (St. Pauli), der Name taucht erstmalig 1497 auf und bezieht sich auf das "Hospital zum Heiligen Geist", das in der Nähe des Rödingsmarktes lag und zu dessen zahlreichen Ländereien auch das Heiligengeistfeld gehörte.
In seinem Verzeichnis über "Die Namen der Hamburger Märkte und Plätze" schreibt BECKERSHAUS außerdem: "Diese etwa 30 Hektar große Fläche erhielt ihren Namen vom Kloster des Hospitals zum Heiligen Geist, zu dessen umfangreichen Ländereien sie gehörte. Der Name wird erstmals 1497 erwähnt. Heute wird der Platz durch die Straßen Neuer Kamp, Feldstraße, Budapester Straße und Glacischaussee begrenzt. Ursprünglich war das Feld noch erheblich größer, denn bevor die Stadtbefestigungen (heute: Wallanlagen) gebaut wurden, gehörten diese zum Heiligengeistfeld. Ab 1880 gab es hier die erste Kunsteisbahn. Dreimal jährlich findet auf dem Platz der »Hamburger Dom« statt. Der Name geht zurück auf Kirmesveranstaltungen, die ab 1329 rund um den damaligen Mariendom stattfanden. Nach Abbruch des Domes 1804 wurden diese Veranstaltungen zunächst zum Gänsemarkt verlegt und fanden, verteilt über die Stadt, auch an anderen Stellen statt. Um die Einengung der Innenstadt durch solche Kirmesveranstaltungen zu vermeiden, wurde der »Dom« zum Heiligengeistfeld verlegt. Während des Zweiten Weltkrieges wurden auf dem Heiligengeistfeld zwei große Bunker errichtet, von denen aus der Anflug der feindlichen Flugzeuge an die Bevölkerung weitergegeben wurde. Einer der Bunker wurde in den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts gesprengt, der andere ist heute Sitz von Grafikstudios und Bildagenturen. Am Rande des Heiligengeistfeldes befindet sich die Fußballarena des FC St. Pauli."
Die vorstehende Beschreibung ist leider in einigen Punkten mißverständlich bzw. irreführend, denn tatsächlich reichte das Heiligengeistfeld bis zur Errichtung der barocken Großen Wallanlagen (1616-25; unter Leitung des niederländischen Festungsingenieurs Jan van Valckenborgh) bis weit in die (heutige) Neustadt hinein, so dass das Hospital zum Heiligen Geist für die Verluste mit weitläufigen Ländereien in Hamm und Horn entschädigt wurde. Die Begehrlichkeiten zur weiteren Bebauung dieser innerstädtischen »Flächenreserve« dauerten zudem im 19. Jahrhundert (Errichtung der Viehmarkthalle und -anlagen und der Gleisanschlüsse im Nordwesten und Westen des Feldes) und sogar bis in das letzte Drittel des 20. Jahrhunderts an, als ein Projekt zur Errichtung eines »Sport Domes« geprüft wurde.
Neben der Kunsteisbahn, die ehemals an der Glacischaussee ihren Standort hatte, gab es zwischen den 1880er-Jahren und dem 1. Weltkrieg auch zwei sog, »Panoramen«, ein Schlachten-Panorama und ein Hochsee-Panorama, in denen monumentale Gemälde bestaunt werden konnten. In der südöstlichen Ecke des Feldes nahe am Millerntor-Platz wurde um 1900 die neue Halle St. Pauli-Turnvereins errichtet, die dort bis zum 2. Weltkrieg stand und erst nach den Zerstörungen durch die Bombardierungen im Verlauf der letzten Kriegsjahre zu Beginn der 1950er Jahre abgebrochen wurde. Etwa zur gleichen Zeit entstand in Eigenhilfe der Vereinsmitglieder auch wieder ein Fußballstadion, das später durch das »neue« Millerntor-Stadion ersetzt wurde.
Die beiden im Jahr 1942 – im Auftrag des "Reichsministeriums für Bewaffnung und Munition, Abteilung Rüstungsausbau" vermutlich nach Plänen des Architekten Friedrich Tamms – errichteten Hochbunker, von denen heute noch der sog. »Medienbunker« (auch: Hochhaus 1) an der Feldstraße existiert, dienten zugleich als Schutzräume für die Zivilbevölkerung und zur Fernüberwachung des Luftraums bzw. zur Luftabwehr über Hamburgs westlichen Stadtteilen. Der sog. »Feuerleitturm« an der Budapester Straße wurde 1973/ 74 nicht gesprengt, da dies sicher große Schäden in der Umgebung verursacht hätte, sondern mit Abbruchbirne, Diamantsägen, Pressluftmeißeln und -zangen etc. abgetragen. An gleicher Stelle (und in nahezu gleicher Dimensionierung) errichtete die damalige Deutsche Bundespost ihre zentrale Fernmeldevermittlungsstelle für den Hamburger Westen. Der noch vorhandene »Gefechts- oder G-Turm« gehört mit seiner Masse von 51.000 Tonnen Stahlbeton, einer Seitenlänge von 70,5 und einer Höhe von 47 Metern (bei Wandstärken von bis zu 2,5 Metern und einer Deckenstärke von 3,5 Metern) zu den größten und massivsten Relikten des Zweiten Weltkriegs in Hamburg. Er sollte ursprünglich historisierend – im Stil einer rheinischen Burg – verkleidet werden, um mit Rustikasockeln und Gesimsen die Assoziation eines "wehrhaften Schutz- und Trutzbaus" hervorzurufen (nach: Lange, 1995: S. 93, "C9").
Ursprünglich besaß er je ein Flugabwehrgeschütz in den Bastionen an jeder der vier Ecken und hatte in seinen Schutzräumen eine Aufnahmekapazität von 18.000 Menschen. Zusammen mit dem in den 1970er Jahren abgebrochenen Feuerleitturm an der Südseite des Heiligengeistfeld, dessen Grundfläche 23 x 50 Meter betrug, bildete er einen als "Flakturm IV Hamburg" bezeichneten Komplex zur Luftverteidigung Hamburgs im 2. Weltkrieg. Nach dem Krieg erlebte er zahlreiche unterschiedliche Nutzungen und sollte zeitweilig zur Zeit des "Kalten Krieges" sogar als Luftschutzbunker reaktiviert werden.
(Zu Hochbunkern und Luftschutzbauten in Hamburg wurden in den vergangenen Jahren mehrere Arbeiten und Publikationen vorgelegt, u.a.:
FOEDROWITZ, Michael: Die Flaktürme in Berlin, Hamburg und Wien, 1940-1950. (= Zeitschrift "Waffenarsenal", Sonderband S-44.) Wölfersheim-Berstedt: Podzun-Pallas, [ca.] 1996.
[Anmerkung: Wie bereits der Zeitschriftentitel "Waffenarsenal" signalisiert, handelt es sich hierbei um eine sehr unkritische, teilweise sogar recht bedenkliche, wehrtechnische Darstellung, deren Qualitäten eher in den Illustrationen und der Zusammenschau der drei genannten Standorte liegen.]
GENT, Olaf: Bauliches Erbe und derzeitige Nutzung von Luftschutzbauten in Hamburg. Universität Hamburg, Fachbereich Geographie, Staatsexamens-Arbeit. Hamburg, 1998.
SAKKERS, Hans: Flaktürme Wien, Berlin, Hamburg. Nieuw-Weerdinge: Verl. Fortress Books, 1998.
ANGERER, Henning: Flakbunker: betonierte Geschichte. Hamburg: Ergebnisse-Verlag, 2000.
SCHMAL, Helga / SELKE, Tobias: Bunker. Luftschutz und Luftschutzbauten in Hamburg. Unter Mitarb. von Henning Angerer. Kulturbehörde der FHH, Denkmalschutzamt; Themenreihe, Band 7. Hamburg: Christians-Verlag, 2001.)
PABEL: Das außerhalb der Wallanlagen gebliebene Stück Bodenbesitz, das vom Domkapitel an das Hl. Geist-Hospital verpachtet war. Das Heiligengeistfeld reichte anfangs noch bis zu den Kohlhöfen. 1711 wurde es den "Knochenhauern zum Neuen Schrangen" gegen eine jährliche Grundrente "für immerwährend" überlassen; allerdings gelangte es 1857 durch Expropriation doch wieder in den Besitz des Staates (nach: Gaedechens, Historische Topographie der Freien und Hansestadt Hamburg ...; S. 125, 180, 290). Den berühmten "Hamburger Dom" auf dem Heiligengeistfeld gibt es übrigens erst seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts. Das Volksfest hat seinen Ursprung in dem Weihnachtsmarkt um den ehemaligen Mariendom im Kern der Altstadt, verlagerte sich später auf den Gänsemarkt (bis etwa 1880), von dort zunächst auf den Dammtorwall und dann auf den jetzigen Standort auf dem Heiligengeistfeld.
Der "Hamburger Dom" findet tatsächlich seit 1893 nur noch auf dem Heiligengeistfeld findet statt. Das Feld war niemals Standort des Doms oder einer anderen Kirche. Allerdings wurde an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert kurzfristig geprüft, ob eine Fläche am Nordrand des Heiligengeistfeldes zur Errichtung einer neuen Gemeindekirche für St. Pauli-Nord geeignet wäre. Wegen der möglichen Beeinträchtigungen der kirchlichen Nutzung durch den Volksfesttrubel entschied man sich jedoch stattdessen zur Errichtung der Gnadenkirche an ihrem heutigen Standort am südlichen Ende der Karolinenstraße.
H. STUBBE-DA LUZ schreibt unter dem Stichwort Heiligengeistfeld (in: KOPITZSCH / TILGNER, 1998: 234):
"Heiligengeistfeld heißt eine Fläche von nahezu 30 ha im Norden von St. Pauli, westlich der Wallanlagen. Ursprünglich handelte es sich um Weideland, das dem 1247 erstmals bezeugten Hospital zum Heiligen Geist in der Altstadt (nahe der Heiligengeistbrücke) gehörte, welches seit dem Ende des 13. Jahrhunderts von Ratsherren verwaltet wurde. Im Zuge der Befestigung Hamburgs (1615-26) wurde das Gelände teils in die Wallanlagen einbezogen, teils diente es als Glacis, d.h. als von Bebauung freigehaltenes Schußfeld, wo Bürgerwache und Bürgermilitär exerzierten. Auf dem Heiligengeistfeld wurden keine Häuser gebaut, vielmehr färbte der Amüsement-Betrieb von der Reeperbahn hierher ab: Nach 1880 wurden auf dem Heiligengeistfeld drei Panoramen errichtet, steinerne Rundbauten, in den überdimensionale Gemälde, z.B. von Schlachten bewundert werden konnten. 1880 eröffnete die erste Kunsteisbahn. seit 1893 findet das Volksfest »Hamburger Dom« zunächst partiell, seit der Marktordnung von 1900 ausschließlich hier statt. In der NS-Zeit wurden zwei Hochbunker errichtet, von denen einer nach dem Krieg erhalten blieb. 1986 kam es auf dem Heiligengeistfeld zum »Hamburger Kessel«."
Zu dieser besonderen Erscheinungsform des polizeilichen Umgangs mit dem grundgesetzlichen Recht der Demonstrationsfreiheit heißt es 1993 in der Beschreibung des Stadtrundgangs "St. Pauli-Nord" im Rundgangsbuch "Kiek mol":
"In die Schlagzeilen der Presse kam es [d.h. das Heiligengeistfeld] durch den »Hamburger Kessel«, als 1986 die Polizei hier in einem rechtswidrigen Einsatz mehrere hundert Menschen bis zu vierzehn Stunden gefangen hielt. (Vgl. dazu: Der Hamburger Kessel. Missbrauch des 'staatlichen Gewaltmonopols'? Hg. v. Helga von Hoffmann, Werner Loewe und Bodo Schümann. Hamburg 1986)" (Kiek mol, 1993: S. 301)

 

Heinestraße
EStH: Ben.[annt] 1865 zu Ehren des um Hamburg verdienten Bankiers Salomon Heine (1767-1844), des Erbauers des Israelitischen Krankenhauses, auf das die Straße hinführt; vorher: Hinter der neuen Dröge.
Die Anlage und Ausrichtung der Straße folgte dem Ziel, das von Salomon Heine zum Gedächtnis an seine Frau Betty gestiftete Krankenhaus, städtebaulich herauszuheben, denn sie verlief genau auf den Mittelrisalit des Gebäudes und den dort im Obergeschoss gelegenen Synagogenraum zu.
Bis zur Auflösung der Reeperbahnen im Jahre 1883 befanden sich östlich der Straße die Schuppen und Lagerhäuser der Reepschläger, die zwischen Reeperbahn und Marienstraße (heute: östlicher Teil der Simon-von-Utrecht-Straße) seit 1626 ihrem Gewerbe nachgingen.
Über die Verlagerung findet man im Beitrag "St. Pauli" von H. BUSCH bei Ed. FELDTMANN (Hamburg, 1902) folgendes:
"1626 wurden die Reeperbahnen vom Eichholz an die Landstraße nach Altona, an die Nordseite der jetzigen Straße Reeperbahn verlegt. Gleichzeitig erhielten die Reepschläger einen Platz zur Erbauung einer Dröge, woselbst die Anker- und Kabeltaue geteert und getrocknet wurden; an diese erinnert der frühere Straßenname 'Hinter der neuen Dröge' (jetzt Heinestraße)."
(Siehe: H. Busch [ungenannt]: "St. Pauli." In: Ed. Feldtmann: "Geschichte Hamburgs und Altonas." Hamburg, 1902: 196 f.)
Im Zuge des Groß-Hamburg-Gesetzes und der dadurch erforderlichen Umbenennung zahlreicher Straßen, deren Namen in der neuen Einheitsgemeinde mehrfach vorkamen, wurde von der nationalsozialistischen Stadtverwaltung auch eine Umbenennung derjenigen Straßen erzwungen, die auf jüdische oder sozialdemokratische Persönlichkeiten verwiesen. Dazu zählte u.a. die Heinestraße.
Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Straßen erhielt sie 1948 nicht ihren alten Namen zurück, formal um Verwechslungen mit dem Salomon-Heine-Weg in Eppendorf oder dem Heinrich-Heine-Weg in Bergedorf zu vermeiden.

siehe auch: Hamburger Berg

 

Hein-Hoyer-Straße
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BECKERSHAUS: (St. Pauli), 1948, nach dem Hamburger Kriegsmann und Bürgermeister Hein Hoyer, gest. 1447, der zusammen mit den Lübeckern die Burgen Bergedorf, Riepenburg und Kuddevörde eroberte.
HANKE: (1948) Hein Hoyer (gest. 1447), ab 1417 Hamburger Bürgermeister, eroberte 1420 zusammen mit lübischen Truppen Bergedorf, Riepenburg und Kuddewörde und nahm seine Beute für beide Städte in Besitz. – Bis 1948: Wilhelminenstraße.
Hein Hoyer wurde 1920 zum Titelheld eines von Hans Friedrich Blunck verfassten nationalrevolutionären Romans. In einer literaturwissenschaftlichen Analyse bewertet Frank Westenfelder diesen Roman wie folgt: "Blunck nimmt die spätere nationalsozialistische Hanseinterpretation vorweg, die an der Hanse vor allem Führertum, Wehrgeist und die innere Struktur, die den Bürger zum Soldaten macht und den totalen Krieg ermöglicht, hervorhebt."
(Auszug aus: "Genese, Problematik und Wirkung nationalsozialistischer Literatur am Beispiel des historischen Romans zwischen 1890 und 1945." Frankfurt [u.a.], 1989; digital veröffentlicht unter: http://www.westfr.de/ns-literatur/hanse.htm.)
In der Hein-Hoyer-Straße 44-48 hat sich ein sog. Sahlhaus aus den 1820er Jahren erhalten, das zur Erstbebauung des "Hamburger Bergs" nach der Zerstörung während der "Franzosenzeit" im Winter 1813/14 gehören dürfte. Das verputzte Mehrfamilienhaus steht daher seit 1986 unter Denkmalschutz. Charakteristisch für dieses – in einfachem klassizistischen Stil errichtete – Sahlhaus ist die "Dreitürengruppe", die später in einigen Terrassenbauten wiederkehrte (z.B. Zollischek-Terrasse, Mathilden-Passage). Dabei liegen die Eingangstür zur Sahltreppe, d.h. zu den Obergeschossen, und die Türen zu den sog. "Unterhäusern" im Erdgeschoss jeweils unmittelbar nebeneinander und auf gleicher Höhe.
Ursprünglich gehörten zu dem, von einem Zwerchhaus mit Frontispiz gekrönten, Vorderhaus zwei Hinterhausflügel, in denen sich auch die Toilette für sämtliche BewohnerInnen befand. Die unzureichenden hygienischen Verhältnisse trugen entscheidend dazu bei, dass in diesem und in vergleichbaren Häusern während der letzten großen Choleraepidemie in Hamburg (1892) besonders viele Opfer zu beklagen waren.

siehe auch: Zollischek-Terrasse(n)

 

Hein-Köllisch-Platz
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BECKERSHAUS: (St. Pauli, Altona-Altstadt), 1949, nach Hein(rich) Köllisch (1857-1901), Hamburger Volkssänger und Humorist in niederdeutscher Sprache.
In seinem Verzeichnis über "Die Namen der Hamburger Märkte und Plätze" schreibt BECKERSHAUS außerdem: "Der Platz liegt zwischen Trommelstraße und Antonistraße. Benannt 1949 nach dem in St. Pauli geborenen Volkssänger Hein (Heinrich) Köllisch (1857-1901). Mit selbst verfassten Liedern trat er 1892 zum ersten Mal auf der Reeperbahn auf und wurde innerhalb kurzer Zeit mit seinen noch heute bekannten Couplets »De Reis no Helgoland« und »De Pingsttour« zu einem bekannten Hamburger Künstler. Aufgrund seines Erfolges konnte er schon zwei Jahre später ein eigenes Unternehmen eröffnen: »Köllisch's Universum«, später »Köllisch's Lachbühne«. Köllisch starb 1901 in Rom, wurde aber nach Hamburg überführt und auf dem Ohlsdorfer Friedhof beigesetzt. Eine im Zweiten Weltkrieg zerstörte Bronzestatue des Künstlers wurde 1957 ersetzt."
HANKE: (1949) Hein Köllisch (1857-1901), in St. Pauli geborener und berühmt gewordener Volkssänger. 1888-1949: Paulsplatz.
Weitere Informationen zur Biographie Hein Köllischs und die Texte einiger seiner bekanntesten Lieder finden sich in dem Büchlein "Ein Hamburger Jung. Hein Köllisch – der Sänger von St. Pauli" des Theaterhistorikers Paul Möhring, das 1975 im Hansa-Verlag (Hamburg) erschienen ist.

 

Heinrichstraße
(Abweichende Schreibweise: Hinrichstraße.)
In dem Werk von NEDDERMEYER, "Topographie der Freien und Hanse-Stadt Hamburg" (1832) heißt es in dem Kapitel "Die Gassen der Vorstadt Hamburgerberg." sehr knapp:
" H e i n r i c h s t r a ß e .
No. 147 bis 164. 21 Häuser, 41 Wohnungen. – A.D. [= Armen-Distrikt] 3.
Entstanden seit dem Jahre 1801."

Ursprünglicher Name der Herbertstraße; aus dem Motivkreis der männlichen Vornamen, die für die neu angelegten Straßen in St. Pauli-Süd verwendet wurden. (Den Namen "Heinrichstraße" trägt heute eine Straße in Eimsbüttel, wohl nach dem Vorbesitzer des Gebietes.)
Der Hamburger Historiker Ortwin PELC beschreibt die Heinrichstraße in seinem Artikel "Der sündige Stadtteil. Der Ruf St. Paulis und seine Entstehung" (2008) wie folgt:
"In der um 1800 angelegten Heinrichstraße auf St. Pauli - … - lagen um 1890 tatsächlich etwa zwanzig Bordellbetriebs. Die Stadtverwaltung gestaltete die Straße um 1900 zur besseren Kontrolle der Prostituierten zu einer Wohnanlage mit Toren an beiden Enden um, in der sich nur noch Bordelle befanden." (Pelc, 2008: S. 101; nach: Urban, 1927, S. 106 ff.)

siehe auch: Herbertstraße

 

Helgoländer Allee
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BECKERSHAUS: (Neustadt, St. Pauli), 1894, die Straße führt zu den Landungsbrücken, von wo die Schiffe zur Insel Helgoland fahren.
EStH: Ben.[annt] 1894 nach der Insel Helgoland.
Bis zur Umgestaltung des Gebietes und der Anlage des sog. "Alten Elbparks" – im Westen zu Füßen des 1906 eingeweihten Bismarck-Denkmals – verlief die Helgoländer Allee in einem Bogen von den Landungsbrücken unter der Seewartenstraße hindurch nach Nordosten in Richtung Zeughausmarkt statt wie heute nach Nordwesten abzuknicken. Der neue Straßenverlauf ergab sich durch die Zusammenlegung mit der Cuxhavener Allee (bzw. "Kuxhavener Allee"), deren Name dabei verschwand.
Sie wird überspannt vom Hochbahn-Viadukt aus dem Jahre 1912, der hier in die Tunnelöffnung im Geesthang nördlich der Elbe einmündet, und der Kersten-Miles-Brücke. Eine frühe Darstellung dieser Straßenbrücke findet sich bei Otto RÜDIGER, "Die K e r s t e n M i l e s -Brücke zu Hamburg, ihre Umgebung, ihr Schmuck" (In: Erinnerung an Hamburg. Den Teilnehmern der Versammlung des Hansischen Geschichtsvereins und des Vereins für Niederdeutsche Sprachforschung, überreicht vom Ortsausschuss. Pfingsten 1899.", S. 41.) Die Brücke, über die – in Verlängerung der Bernhard-Nocht-Straße (früher: Bernhardstraße) – die Seewartenstraße verläuft, verbindet die Neustadt mit St. Pauli. Ihr "Namenspatron" Kersten Miles († 1420) war von 1378 bis 1420 Bürgermeister in Hamburg. Der Bau der Brücke wurde 1895 begonnen und 1897 abgeschlossen. An den Sockeln der Brücke sind neben Kersten Miles die Statuen des Hamburger Admirals Berend Jacob Karpfanger (* 1622; † 1683), des Ehrenbürgermeister Simon von Utrecht († 1437) und des Kapitäns und Seeräuberjägers Ditmar Koel (* 1500, † 1563) angebracht, so dass die ikonographische Symbolik unschwer erkennbar wird: Die Repräsentanten der Staatsmacht und bedeutenden Kämpfer gegen die "Seeräuberplage" bewachen den Zugang zwischen der inneren Stadt und ihrer zwielichtigen Vorstadt St. Pauli. Eine ähnliche Aussage kehrt im Norden der Vorstadt wieder, wo das Justizforum den Zugang zwischen nördlicher Neustadt und Karolinenviertel beherrscht.

siehe auch: Kuxhavener Allee

 

Herbertstraße
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BECKERSHAUS: (St. Pauli), 1922. Beim schnellen Wachstum der Vorstädte waren den Stadtvätern die Ideen für neue Straßennamen ausgegangen. So beschloß man, dem Alphabet folgend, zunächst männliche, später weibliche Vornamen zu verwenden. Unter dem Buchstaben "H" hat es Herbert getroffen (vorher: Heinrichstraße).
Die Herbertstraße ist keine öffentliche Durchgangsstraße, sondern eine geschlossene Bordellstraße.
EStH: Ben.[annt] 1922; vorher Heinrichstraße; siehe Antonistraße.
HANKE: (1922) Zu den bekanntesten Straßen Hamburgs gehört die kleine Herbertstraße, denn hier dürfen nur Herren und käufliche Damen ein- und ausgehen. Bordelle gab es hier schon, als sie noch Heinrichstraße (seit 1797) hieß. 1922 wurde die käufliche Liebe verbannt und die Adresse geändert. Die Straße bekam im Rahmen der Motivgruppe männlicher Vornamen (siehe Davidstraße) den neuen Namen Herbertstraße. Genützt hat es nichts.
Über die Erwähnungen in den Verzeichnissen der Hamburger Straßennamen hinaus gibt es auch im Internet zahlreiche Einträge – teils mit Illustrationen – zur Herbertstraße, u.a. in der Datenbank historischer Photos Hamburgs unter http://fhh.hamburg.de/foto.../ oder in der Internet-Enzyklopädie Wikipedia (siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Herbertstra%C3%9Fe_%28Hamburg%29). Die dortigen Angaben sind allerdings nicht immer verlässlich, so z.B. zur Anzahl der in dieser Straße tätigen Prostituierten. Zutreffend ist hingegen die Beschreibung der Repressionen gegen das Vergnügungsgewerbe und die Prostitution in der Zeit des NS-Regimes (1933-45).
Erwähnenswert als Kuriosität ist der Film "St. Pauli Herbertstraße", der seine Welturaufführung am 7. Dezember 1965 erlebte. Regie führte Ákos Ráthonyi, für das Drehbuch war Kurt Roecken verantwortlich. Die Produktion lag in der Hand der Firma von Margarethe Reinhardt, von der auch die Idee stammte. Zu den – teilweise renommierten – DarstellerInnen zählten Eva Astor, Pinkas Braun, Elma Karlowa, Michael Cramer und Karin Field. Das Hauptmotiv lässt sich in dem Satz: "Ein Mädchen vom Lande nimmt auf St Pauli [fast] ein böses Ende" zusammenfassen. Die Bewertung eines Filmlexikon lautet daher: "Nach einer Vergewaltigung landet eine von ihren Eltern verstoßene Landwirtstochter bei Zuhältern und im Bordell, bis sie ein ehrenhafter Automechaniker befreit. Dumm und drittklassig."
Bei SCHREIBER / WALDEN: "Hamburg-St. Pauli" (2008) heißt es zu dieser Straße:
"Die Herbertstraße steht bekanntlich ganz im Zeichen der Prostitution. Ursprünglich war der um 1800 angelegten Straße der Name Heinrich zugeordnet worden. Schon um 1830 existierten in der Herbertstraße fünf Bordelle. … Im Jahr 1922, als Hamburg das staatlich regulierte Bordellwesen abschaffte, wurden die frei gewordenen Räume dem Hamburger Wohnungskommissar zur Verfügung gestellt, und die Heinrichstraße – im Sinne eines 'anständigen' Neuanfangs – in Herbertstraße umbenannt. Doch bald war das horizontale Gewerbe hier wieder geschäftlich aktiv. Seit etwa 1933 verhindern Sichtblenden an beiden Seiten der Straße den freien Blick auf das dortige Treiben. Heute bieten hier rund 200 bis 250 Prostituierte in der 92 Meter langen Straße ihre Dienste an. Der Zutritt ist Jugendlichen unter 18 Jahren untersagt und wird Frauen nicht empfohlen." (a.a.O., S. 24)
Die Errichtung der – bis heute existierenden – Sichtblenden an beiden Enden der Straße wird häufig in die Zeit des NS-Regimes datiert, dessen äußerst zwiespältige Einstellung zum Vergnügungsgewerbe auf St. Pauli zwischen Misstrauen und strikter moralischer Ablehnung einerseits und der Funktionalisierung und Wertschätzung für willkommene Ablenkungen schwankte.
Allerdings weist der renommierte Hamburger Historiker Ortwin PELC in seinem Artikel "Der sündige Stadtteil. Der Ruf St. Paulis und seine Entstehung" (2008) darauf hin, dass die damalige Heinrichstraße bereits "um 1900 zur besseren Kontrolle der Prostituierten zu einer Wohnanlage mit Toren an beiden Enden um[gestaltet wurde], ..." (Pelc, 2008: S. 101; nach: Urban, 1927, S. 106 ff.)

 

Herrenweide
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In dem Werk von NEDDERMEYER, "Topographie der Freien und Hanse-Stadt Hamburg" (1832) heißt es in dem Kapitel "Die Gassen der Vorstadt Hamburgerberg.":
" H e r r e n w e i d e .
No. 1 bis 15. 15 Häuser, 36 Wohnungen. – A.D. [= Armen-Distrikt] 2.
Der Name erscheint schon 1722; die Gasse wurde 1830 angelegt (S. B. [= Stadt-Erbebuch])."

BECKERSHAUS: (St. Pauli), 1830, im Jahre 1727 entstand nach dem Zuschütten des Süder-Nobisteiches eine Wiese, über die die Straße verläuft. Diese Wiese gehörte der Stadt, daher Herrenweide.
EStH: Ben.[annt] 1830 durch Übertragung des Namens für die durch Zuschüttung des Süder-Nobisteichs 1727 entstandene Weide, über die die Straße verläuft; die Bezeichnung charakterisierte jene Weidefläche als Eigentum des Rats, d.h. der Stadt.
HANKE: (1830) Die Herrenweide, die dem Rat der Stadt, also den Herren von Hamburg gehörte, wurde 1727 auf dem zugeschütteten Süder-Nobisteich oder Reesenteich angelegt und verschwand mit der Bebauung dieser Gegend.
PABEL: Benannt 1830 durch Übertragung des Namens für die durch Zuschüttung des Süder-Nobisteichs 1727 entstandene Weide, über die die Straße verläuft; die Bezeichnung charakterisierte jene Weidefläche als Eigentum des Rats, darum Herren-Weide.
Ähnlich wie beim Herrengraben in der Neustadt, dessen "Fischereigerechtigkeit" den Ratsherren zustand, handelt es sich bei dem Verfügungsrecht über die Herrenweide um gemeinschaftliches Eigentum des Rates, nicht um individuelles Eigentum der Ratsherren.
Ab 1829 wurde die in staatlichem Eigentum befindlichen Flächen ("Cämmerey-Land") im Bereich Herrenweide, Hörmannstraße, Fischerstraße, Große Petersenstraße (heute: Lincolnstraße) in Baugrundstücke aufgeteilt und durch die Befestigung der vorgenannten Straßen erschlossen, um sie zu veräußern. Teile der in den 1830er-Jahren entstandenen Bebauung entlang der schmalen Vorstadtstraßen hatten sich bis in die 1980er-Jahre erhalten, fielen dann aber der "Flächensanierung", d.h. dem vollständigen Abbruch der historischen Bausubstanz, und der Errichtung gesichtsloser Klinkerneubauten im Eigentum der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GWG zum Opfer.

 

Heusers Passage
Diese im 2. Weltkrieg am 25. Juli 1943 vollständig zerstörte Wohnpassage zwischen der Erichstraße und der Bernhard-Nocht-Straße entstand – wie viele andere Hamburger Passagen – im Jahrzehnt nach der Abschaffung der Torsperre und wurde nach 1868 fertiggestellt. Die zweistöckige Hofbebauung befand sich auf dem Grundstück zwischen dem traufständigen, ehemaligen Sahlhaus Erichstr. 13-15 und einem ebenfalls 2-geschossigen Vorderhaus in Bernhard-Nocht-Str. 81. Sie führte 1940 die Anschrift Bernhard-Nocht-Str. 83. Das zugehörige Vorderhaus (No. 81) wurde in den 1990er Jahren auf Betreiben des damaligen Eigentümers abgebrochen, um einen 5-geschossigen Neubau zu errichten. Nach der Insolvenz des Eigentümers wurde das Grundstück mehrfach weiter veräußert.

siehe auch: Bernhard-Nocht-Straße

 

Hinter der Neuen Dröge
PABEL: "Die Dröge: ein an der auf dem Hamburger Berge zwischen Hamburg und Altona liegenden Reeperbahn stehendes Gebäude, worin die Seilen, Tauen geteert und getrocknet werden. Es gehört der Hamburgischen Admiralität, die es an 11 Reperheren nachmals überließ, welche es in Aktien unter sich verteilten. De nee Dröge: ein dazu gehöriges Wirthschaftsgebäude, das daher den Namen hat wie de oole Dröge an der Gegenseite nach der Elbe hin, wo ehemals die Taue getrocknet wurden. Auf der alten Dröge wurden um die Mitte des 18. Jahrhunderts Hezspiele zur großen Belustigung der Hamburger und Altonaer als öffentliches Schauspiel angestellt" (Schütze, Holsteinisches Idiotikon, I, S. 257/8). Die Neue Dröge war ursprünglich ein dezentes Lokal; man speiste unter Lindenbäumen. Der Besitzer hatte sein Haus, wie Heckscher (Das Panorama einer Reise von Hamburg nach Altona und zurück, S. 66) berichtet, eigentlich "Tempel der Ceres" genannt und mit folgendem Vierzeiler um die Gunst des Publikums geworben:
"Wer nahe bei Hamburg sich will divertieren, / Beliebe zur Dröge hinauszuspazieren. /
Da findet er stets Unterhaltung nach Wunsch, / Recht schöne Musik und auch ein Glas Punsch."

Später wurde aus dem Etablissement ein ganz gewöhnlicher Tanzschuppen mit Damenpublikum der besonderen Art, nach 1814 das "St. Pauli Tivoli" und dann der Salon "Alkazar". 1865 wurde die Straße Hinter der Neuen Dröge umbenannt in Heinestraße zu Ehren von Salomon Heine, dem Onkel des Dichters Heinrich Heine und Erbauer des Israelitischen Krankenhauses, auf das die Straße zuführt.
NEDDERMEYER schreibt zur Vorgeschichte der Neuen Dröge einleitend folgendes: "1606 wurde der neue Pesthof angelegt, 1631 ein Platz zu Nobiskrug von der Cämmerei befriedigt; den Platz, auf welchem sonst der Nobiskrug stand, nahm 1671 die neue Dröge ein."
(NEDDERMEYER, Zur Statistik und Topographie der Freien und Hanse-Stadt Hamburg. Hamburg: Hoffmann & Campe, 1832: S. 64).
Im Kapitel "Die Gassen der Vorstadt Hamburgerberg." seiner "Topographie der Freien und Hanse-Stadt Hamburg" (1832) finden sich noch einige ergänzende Angaben:
" D r ö g e, hinter der neuen. No. 466 bis 475. 10 Häuser, 18 Wohnungen.
Hinsichtlich der unrichtig angegebenen Lage dieser Gegend sehe man Seite 17 No. 58. Im Stadt-Erbebuch werden die hier befindlichen Gebäude als am Wege h i n t e r d e r R e e p e r b a h n bezeichnet, und schon 1629 erwähnt. Den Platz, auf welchem der Nobiskrug (*) stand, nahm seit 1671 die neue Dröge ein. Hier befindet sich eine Infanterie-Wache. Früher befand sich hier das kleine Hanfmagazin, unweit der Dröge; es mußte den 10. August 1811 geräumt werden, und wurde zum Hospital benutzt bis zum 21. April des folgenden Jahres; seit dem 5. Juni 1813 diente es abermals als Hospital und wurde dann im Januar 1814 theils demolirt, theils abgebrannt."

Der Hinweis auf die "Seite 17 No. 58" bezieht auf die Karte "Hamburg mit seinen nächsten Umgebungen im Jahre 1810. Gezeichnet von P.G.Heinrich, gestochen von J.T.Hagemann." im Verzeichnis der "Ansichten und Karten der Stadt ..." am Anfang der Topographie. Dort heißt es erläuternd:
"Auf dem Hamburgerberge ist die alte Dröge dahin gelegt, wo die neue liegt und so umgekehrt; man vergleiche damit die Gränzkarte von Trew und Hafenbank vom Jahre 1744."
Die in der Beschreibung genannten Daten fallen in die napoleonische Besatzungszeit Hamburgs, die sog. "Franzosenzeit", und stehen im Zusammenhang mit der von der Kontinentalsperre verursachten weitgehenden Einstellung der Schiffahrt nach Hamburg, denn in dieser Zeit wurden kaum neue Taue und Seile benötigt und angefertigt. –
Der Beschreibung ist eine ausführliche Betrachtung der möglichen Herkunft des Namens "Nobiskrug" beigefügt:
"Der Name Nobishaus kommt hier sehr früh, schon 1534 vor, (s. oben Seite 43). Da die Bedeutung dieses Wortes wohl nicht allgemein bekannt ist, so habe ich nicht ermangeln wollen, hier eine Erklärung derselben mitzuteilen: Unter Nobiskrug oder Nobishaus wurde nämlich die Hölle verstanden, wie aus nachstehenden Stellen deutlich hervorgeht:
Cursus Kleselianus, d.i. Klesels Kunstbossen [sic!]:
'Dein dürrer Körper mit deinem Fleisch
Werd' allhier der Raben Speiß,
Dein Seel fahr hin in N o b i s k r u g ,
Da ihr bereit ist Qual genug.'
Ferner Eulenspiegel, Reimensweiß durch J. S. G. M. (Meintzer) Frankfurt, Blatt 277. S. 2.
'Als Eulenspiegel ward zu schwach,
Da wollt man thun auch zur Sach,
Daß er nicht stürb so ungebeicht,
Und führ in N o b i s h a u s vielleicht.'
Das Complet Nederduitsch en frans Woerdenboek, Amsterdam 1717, sagt,
't'Nobisgat of the hel, in de boertige Styl.
L'enfer, le trou d'enfer en styl burlesque.'
Endlich führe ich noch eine in Hamburg entstandene Schrift an:
Hamburger Diarium von 1714 No. 2, zweite Woche, vom 7. bis 13 Januar, S. 8.
'Die Juden haben den Gebrauch, wenn einer von ihnen abstirbet, so sagen sie, wenn er dorthin kommt, soll er Abraham fleißig grüßen. Es lag auf eine Zeit ein Jude krank, denselben besuchten andere, sagten auch, er solle Abraham, Isaac und Jacob von ihretwegen grüßen, Christum aber nicht, der wäre ihnen gram, da fährt der sterbende Jude an und sagt: gram wider gram, und fuhr als hin in seinen Abrahams Garten in N o b i s k r u g .'
Auf der o.g. Seite 43 heisst es – bezugnehmend auf "Mitgetheilte Notizen des Herrn Archivarius Lappenberg Dr." ergänzend:
"Auch wird [auf dem Hamburgerberge] einer Gärberei und Leimkocherei gedacht (*), und 1534 eines Nobishauses, vielleicht ein Wirthshaus oder eine alte Warte."

siehe auch: Hamburger Berg

 

Hörmannstraße
In dem Werk von NEDDERMEYER, "Topographie der Freien und Hanse-Stadt Hamburg" (1832) heißt es in dem Kapitel "Die Gassen der Vorstadt Hamburgerberg.":
" H ö r m a n n s t r a ß e .
Die No. sind in der Bergstraße begriffen. – A.D. [= Armen-Distrikt] 2."
Entstanden seit 1829 (S. B. [= Stadt-Erbebuch])."
EStH: Ben.[annt] 1829 nach dem Grundeigentümer, vermutl. Pet. Conr. Hörmann.
Die schmale Hörmannstraße verschwand – zusammen mit der Fischerstraße – bei der Umgestaltung des Gebietes rund um den Hein-Köllisch-Platz zu Beginn der 1980er-Jahre.) Ihre geringe Breite und teilweise niedrige Bebauung mit Gebäuden aus der Mitte und der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verdeutlichte den vorstädtischen Charakter des Gebietes rund um die St. Pauli-Kirche. Trotz dieser großen historischen Bedeutung wurden Straßen und Gebäude beseitigt, um an ihrer Stelle einen modernen Klinkerblock mit Sozialwohnungen zu errichten. Diese verfehlte Politik der "Freien und Abrißstadt Hamburg" (Alfred LICHTWARK, Gründungsdirektor der Hamburger Kunsthalle) setzt sich bis in die heutige Zeit fort, denn noch zu Beginn des Jahres 2004 wurden in der benachbarten Lincolnstraße das Geburtshaus Carl Hagenbecks (aus den 1830er Jahren) und mehrere Gründerzeit- und Jugendstil-Etagenhäuser abgerissen, um den Straßenquerschnitt "zur Einrichtung von Stellplätzen in Schrägaufstellung" (– so wörtlich im gültigen Bebauungsplan!) zu verbreitern.

siehe auch: Bergstraße

 

Holstengarten
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Diesen Namen führt eine kurz vor dem ersten Weltkrieg entstandene Wohnterrasse, die in ost-westlicher Richtung gegenüber der Gnadenkirche von der Karolinenstraße abzweigt. Sie bildet chronologisch und typologisch einen Abschluß der Terrassenbebauung der Vorstädte und ist gekennzeichnet durch die deutliche Trennung zwischen Vorderhäusern und Terrassenzeilen, einen umzäunten Gartenstreifen in der Mitte der Terrasse, die genau auf den Kirchturm ausgerichtet ist, gegliederte Fassaden und kleine Balkons für die Wohnungen. Dadurch entstand vor allem für die BewohnerInnen in den gutbürgerlichen Wohnungen der Vorderhäuser ein angenehmer Ausblick zur "Gartenseite" hin.
der Vorderhäuser ein angenehmer Ausblick zur "Gartenseite" hin.
Im Rundgang durch "Das Karolinenviertel" beschreibt S. SIPPEL die ideologischen Hintergründe der architektonischen Ausgestaltung folgendermaßen:
"… ein reiner Wohnhof (…), errichtet 1912/13 unmittelbar nach dem Bau der Gnadenkirche, gibt sich architektonisch redlich Mühe, keinerlei Assoziationen an den proletarischen Charakter der typischen Terrassenbauten aufkommen zu lassen: betuliche biedere Ornamentik in Anlehnung an Jugendstil, exakte Ausrichtung der Straßenöffnung auf den Kirchturm und schließlich eine Grünzone, die demonstrativ eine Funktionsbelegung durch Kinderspiel und Gemüseanbau ausschließt: eben für Kleinbürger konzipiert, die sich unbedingt von Arbeiterin abheben wollen." (Kiek mol, 1993: S. 294)
Durch einen Bombentreffer wurde im 2. Weltkrieg eines der nördlichen Hinterhäuser zerstört. Es wurde anschließend nur teilweise wieder aufgebaut. Eine vollständige rekonstruktion ist seit Längerem geplant, kam jedoch bislang nicht zustande.

 

Holstenglacis
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BECKERSHAUS: (Neustadt, St. Pauli), 1893, mit Bezug nach der Lage auf dem ehemaligen Festungsglacis vor dem Holstentor. Ein Glacis ist eine Erdaufschüttung vor dem Festungswall bzw. Graben, die nach vorn hin abgeschrägt ist, um keinen toten Winkel zu bieten und um ein freies Schußfeld zu haben.
EStH: Ben.[annt] 1893 mit Bezug auf die Lage auf dem ehemaligen Festungsglacis vor dem Holstentor.
HANKE: (1893) Im Bereich des heutigen Sievekingplatzes wurde 1858/59 das Holstentor angelegt, durch das eine Landstraße nach Holstein führte. Ebenso: Holstenwall (1897), Vor dem Holstentor (1905).
In Beylands Werk über "Hamburgische Straßennamen der Alt- und Neustadt“ (S.32) heißt es zum Holstenglacis: "... erinnert an den ehemaligen Festungsgürtel und ist 1821 angelegt worden. Die Benennung erfolgte jedoch erst am 2 August 1893."
An der Straße befinden sich mehrere aus verschiedenen Gründen erwähnenswerte Einrichtungen. Hervorzuheben ist zum einen das Gebäude der ehem. "Albrecht-Thaer-Oberrealschule", die als erste Schule in Hamburg ein Abitur ohne Latein ermöglichte. Heute befindet sich dort das Studienkolleg für ausländische Studierende, die dort in mehreren Semestern die zum Studium notwendigen Deutschkenntnisse erwerben können.

H. HIPP hebt in seiner Beschreibung im "Kunst-Reiseführer Hamburg" einige bauliche Besonderheiten des Gebäudes hervor: "Die erste höhere Schule im [Karolinen-]Viertel, später »Albrecht-Thaer-Gymnasium«, heute Studienkolleg für ausländische Studierende am Holstenglacis 6, wurde als Oberrealschule 1875/ 76 erbaut und 1901-03 erweitert. Mit dieser Schule verwirklichte der Baudirektor Zimmermann einen Schulbautypus, den er im Wilhelm-Gymnasium (...) noch einmal wiederholte: Statt eines konventionellen Korridor- und Flügelhauses errichtete er einen italienischen Renaissancepalast mit vier Flügeln und einem arkadengesäumten Innenhof und überdeckte diesen mit einem Glasdach. Von der auf Sparsamkeit bedachten Bürgerschaft vor die Wahl gestellt, diese Raumlösung oder eine repräsentative Fassade zu verwirklichen, entschied sich Baudirektor Zimmermann für den Hof und ließ den Außenbau als einfachen Backsteinrohbau stehen. Ihn leitete die Hoffnung, durch eine würdige Gestaltung der Schulgebäude einen Beitrag zur Erziehung zu leisten. – Den fast armseligen Normaltypus des öffentlichen Schulwesens in der Gründerzeit zeigen die Backsteinschulhäuser an der Grabenstraße." (Hipp, Hermann: Freie und Hansestadt Hamburg. DuMont Kunst-Reiseführer. Köln, 3.Aufl./ 1996: S. 254/55.)
Tatsächlich hat das von Hipp genannte Wilhelm-Gymnasium, das sich heute am Klosterstieg in Harvestehude befindet, seine Wurzeln ebenfalls ganz in der Nähe: Es wurde als "Neue Gelehrtenschule" in einem Fachwerkgebäude nahe der Gnadenkirche gegründet, das später eine sog. "Warteschule", d.h. eine Vorschule, und – als "Haus der Heimat" – die Räume zahlreicher Vertriebenenverbände beherbergte. Nach der Veräußerung der Gnadenkirche an die Russisch-Orthodoxen Gemeinde des Hl. Johannes von Kronstadt sollte das Gebäude als Gemeindehaus genutzt werden, erwies sich jedoch als so stark mit Bauschäden – darunter Termitenbefall (!) – behaftet, dass es im März 2013 abgebrochen werden musste. Es soll anschließend durch einen Neubau für das Gemeinde- und Kulturzentrum ersetzt werden.
Zur Entstehung und Funktion von "Warteschulen" erfährt man bei Friedrich Georg BUEK folgendes:
"... Im Jahre 1830 trat ein Verein zusammen, der die erste Warteschule errichtete, schon im Jahre darauf entstand die zweite, 1834 die dritte, 1835 die vierte, und seit dem vorigen Jahr [1843] ist auch in der Vorstadt St. Georg die fünfte gegründet. Fünf Vorsteher, für jede Schule einer, bewilligen die Aufnahme solcher Kinder, die allein laufen und einigermassen sprechen können, in die zunächst gelegene der Schulen, welche in den Mittelpuncten der von der arbeitenden Classe zumeist bewohnten Gegenden liegen. Vor 8 Uhr Morgens werden die Kleinen nach der Schule gebracht, Abends nach 7 Uhr wieder abgeholt; Frühstück und Vesper müssen sie mitbringen, Getränk und gesundes, warmes Mittagessen erhalten sie in der Schule, wo sie unter unausgesetzter Aufsicht spielen lernen und spielend lernen, was ihren Geisteskräften angemessen ist. [ … ] Statt dessen werden die Kinder in den Warteschulen zur Reinlichkeit und Ordnung angehalten, sie lernen, sich mit ihren Gespielen vertragen und – gehorchen! Und das wirkt für die ganze Lebenszeit. Sie gehorchen aber gerne, denn die Frauen, denen die Warteschulen anvertraut sind, werden mit äusserster Sorgfalt gewählt, und zu jeder Schule gehören acht Frauen und Jungfrauen, welche alle Woche in der besondern Aufsicht wechseln. – Können denn die Eltern solche Wohlthaten bezahlen? Nein, das thun sie auch nicht; für ein Kind wird während der ganzen Woche 4 Schillinge (3 Silbergroschen) bezahlt, für mehrere Kinder 6 Schillinge. Das ist eigentlich mehr ein Mittel, den Eltern die Freude zu lassen, doch auch für ihre Kinder zu arbeiten, und das bei dieser Vergütung ersichtlich noch Fehlende, nun, das ersetzen Subscriptionen und milde Beiträge der Hamburger."
(Buek, F. G.: "Hamburg und seine Umgebungen im 19ten Jahrhundert." Hamburg, 1844 / 1848: S. 78.)
Das heute noch bestehende repräsentative Schulgebäude, das zunächst die Albrecht-Thaer-Oberrealschule (später: Gymnasium) beherbergte, wurde in großer Eile errichtet, nachdem die Bürgerschaft im Januar 1880 die Gründung einer weiteren 'Höheren Staatsschule' – neben dem Johanneum – beschlossen hatte, und war zunächst nur als provisorische Unterkunft für die Unterklassen bestimmt, deren Einschulung dort am "Montag, dem 25. April 1881, 10 Uhr vormittags" stattfand. Vorher, am Sonnabend, dem 23. April, hatte, "so gut es in den eben erst von den Bauhandwerkern verlassenen Räumen ging", die vorläufige Aufnahmeprüfung der angemeldeten Schüler stattgefunden, und am Tag nach der Eröffnung, am 26. April also, begann der Unterricht, "wenn auch noch mit nassen Wänden", wie die Schulchronik berichtet, und weiter: "Anwesend: 99 Schüler, der Direktor, fünf ordentliche Lehrer, ein technischer Lehrer - und zur Ausbildung der Kandidat Laemmerhirt." (Siehe: Wilhelm-Gymnasium Hamburg, 1881 – 1981. Eine Dokumentation über 100 Jahre Wilhelm-Gymnasium. Zusammengestellt u. hrsg. von Peter-Rudolf Schulz. Hamburg: Hower, 1981.)
Der erste Schuldirektor, Prof. Hermann Genthe, hatte ursprünglich die Absicht, der Schule den Namen "St.-Pauli-Gelehrtenschule" oder "Paulinum" zu geben, konnte sich damit jedoch nicht durchsetzen. Am 21. Februar 1883 beschloss der Senat – nach langem Hin und Her – dann mehrheitlich, der Schule den Namen "Wilhelm-Gymnasium" zu geben. Im Jahre 1885 erfolgte schließlich der Umzug in den Neubau an der Ecke Grindelallee/ Moorweidenstraße.
Direkt gegenüber dem ehemaligen Gebäude der Albrecht-Thaer-Schule liegt der Zellentrakt der Untersuchungshaftanstalt, der sich entlang der Straße bis zum verbliebenen Straßenabschnitt von "Bei den Kirchhöfen" hinzieht, wo sich das Gefängniskrankenhaus befindet. Bedingt durch die rigiden Beschränkungen für den Zugang zu Untersuchungsgefangenen – gerade auch für Freunde oder Familienangehörige – sind sowohl in diesem Straßenzug als auch von den Kleinen Wallanlagen aus immer wieder Versuche zu beobachten, durch lautes Rufen Kontakt zu Häftlingen aufzunehmen.
Das Bauwerk wurde 1877-81 aus Mitteln der französischen Reparationszahlungen nach dem Deutsch-Französischen Krieg (1870/71) errichtet und in der Epoche des Oberbaudirektors Fritz Schumacher zwischen 1912 und 1930 mehrfach umgebaut und erweitert, u.a. um das Haftkrankenhaus, einen Wachturm und das Eingangsgebäude. In den Jahren 1927-29 wurde nach Plänen Schumachers ein Neubau errichtet, der "auf beunruhigende Weise die Möglichkeiten des Klinkers dazu nutzt, düster-mächtige Wirkungen zu erzeugen", so H. HIPP ("Freie und Hansestadt Hamburg." DuMont Kunst-Reiseführer. Köln, 3. Aufl./ 1996: S. 212.)
Dem abweisenden Äußeren entspricht das erschreckende Innere: Vom Kaiserreich bis zum nationalsozialistischen Regime wurden – zunächst auf dem Hof, später in einem Raum des Krankenhauses – zahlreiche Gefangene aus ganz Norddeutschland in diesem Gebäude hingerichtet. An einige der Opfer der NS-Justiz erinnern Gedenktafeln an der Parkmauer auf der Ostseite des Strafjustizgebäudes. Auch nach dem Ende des 2. Weltkriegs wurden Todesurteile, die von der Justiz in der der englischen Besatzungszone verhängt worden waren, hier vollstreckt. Seit den 1960er Jahren geriet die Untersuchungshaftanstalt wiederholt wegen der Misshandlung von Häftlingen in die Schlagzeilen.

 

Holstenplatz
BECKERSHAUS: (Altona-Altstadt), 1880, im Anschluß an den Namen des ehemaligen Holstentores.
EStH: Ben.[annt] 1880 im Anschluß an den Namen des ehemaligen Holstentores.
In BEYLANDS Werk über "Hamburgische Straßennamen der Alt- und Neustadt“ (S. 32) heißt es zum Holstenplatz: "... früher Holstenthordamm; hat durch Senatsbeschluß vom 2 September 1898 seinen jetzigen Namen erhalten."

 

Holstenstraße
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BECKERSHAUS: (St. Pauli, Altona-Altstadt, Altona-Nord), 1846, nach dem Volksstamm der Holsten oder Holsaten = Waldsassen. Karl der Große unterwarf 804 die Holsten mit Hilfe der Obotriten, denen er Wagrien dafür überließ. 1111 wurden die Schauenburger die Grafen von Holstein; sie eroberten Wagrien wieder zurück und christianisierten es.
HANKE: ~ (1846), Holstenplatz (1893); der alte germanische Stamm der Holsten gab der Holstenstraße ihren Namen. Sie wurde nach dem 2. Weltkrieg im Rahmen der Umgestaltung der weitgehend zerstörten Altonaer Altstadt als moderne Autopiste zum Nobistor verlängert. Vor 1846 und z.Tl. auch nachher: Pinneberger Weg.

 

Holstenwall
In Beylands Werk über "Hamburgische Straßennamen der Alt- und Neustadt“ (S.32) heißt es: "Im Jahre 1894 angelegt und in den Jahren 1895-1910 bebaut. – Während das Millern- und Dammthor bereits zu den Festungszeiten Hamburgs vorhanden waren, fehlte zwischen diesen beiden Toren jede Verbindung von der Neustadt nach dem nördlichen Teil von St. Pauli. Erst im Jahre 1858 wurde diese Verbindung hergestellt, der dort vorhandene Wall durchbrochen, ein breiter Damm durch den Stadtgraben geschüttet und das Holstenthor ausgeführt."
Die Anlage des neuen Tores befand sich offenbar – hamburg-typisch – bereits mindestens ein Jahrzehnt in Planung, den bereits auf dem "Grundriss der Vorstadt St. Pauli 1845" in der Plankammer des Hamburgischen Staatsarchivs ist ein zukünftig herzustellender Tordurchgang eingezeichnet. Dessen Errichtung wurde im Zuge der immer dichteren Bebauung der Vorstadt als zunehmend dringlicher betrachtet, um die langen Wege aus der Neustadt zu verkürzen.
Dieser "Holstenthordamm" ist u.a. auf einem Plan des Heiligengeistfeldes der "Umgebung des Heiligengeistfeldes" aus dem Jahr 1869 eingezeichnet. Er führt im Bereich der – zur Anlage des Damms weitgehend abgetragenen – Bastion "Joachimus" zwischen den Bastionen "Eberhardus" (im Südwesten; heute: Museum für Hamburgische Geschichte / HAMBURG MUSEUM) und "Ulricus" (im Nordosten; heute: Café "Schöne Aussichten") hindurch bis zur Kreuzung der "Carolinen-" und der Feldstraße.

 

Hopfenstraße
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BECKERSHAUS: (St. Pauli), 1866, mit Bezug auf die dort gelegenen Brauereien in St. Pauli.
EStH: Ben.[annt] 1866 mit Bezug auf die südlich angrenzende Aktien-Bierbrauerei in St. Pauli.
HANKE: (1866) Die Hopfenstraße hat ihren Namen von der großen Bierbrauerei, an der sie vorbeiführt (heute Bavaria-St. Pauli-Brauerei).
Die obigen Aussagen sind heute wegen des großflächigen Stadtumbaus auf dem Gelände der ehemaligen Bavaria-St. Pauli-Brauerei nur noch historisch zutreffend. Seit dem vollständigen Abbruch dieser letzten großen Fabrikanlage St. Paulis, die ein typisches Beispiel für die vorstädtische Industrialisierung bildete, sind sie jedoch vor Ort nicht mehr erkennbar. Auf den 1647 gegründeten Betrieb wird an dieser Stelle künftig nur noch der Name "Brauquartier" verweisen, denn auch das ursprünglich geplante Vorhaben, einen Teil der Brauerei zu Vorführzwecken zu erhalten, wurde schließlich zugunsten einer einträglicheren Immobiliennutzung verworfen.
Den baulichen Kernbestand der Brauerei bildete bis zum Abbruch im Jahre 2004 das Verwaltungsgebäude an der Ecke von David- und Bernhard- bzw. später Bernhard-Nocht-Straße. Dort war ab 1863 die "Actien-Bierbrauerei" errichtet worden, zu der auch weitläufige mehrgeschossige Gewölbekeller gehörten. Nach der Fusion mit der Altonaer Bavaria-Brauerei nannte sich das Unternehmen seit 1922 "Bavaria- und St. Pauli-Brauerei".
Im Zuge der Neubauung entstand an der Ecke zur Davidstraße das 90 Meter hohe "Empire Riverside Hotel", dass eine Investorengruppe rund um den – Im November 2007 verstorbenen – St. Paulianer Milliardär Willi Bartels nach einem Entwurf des Architekten David Chipperfield errichten ließ.
Eine Beschreibung der erst Anfang der 1990er Jahre errichteten und ebenfalls 2004 abgebrochenen Logistikhalle findet man im "Architekturführer Hamburg" (1995) von R. LANGE. Dort heißt es:
"Logistikhalle der Bavaria-St. Pauli-Brauerei AG, Hopfenstraße 15/Bernhard-Nocht-Straße, St. Pauli. Architekten: ASW Silcher, Werner + Partner, Mitarbeiter: Torsten Haun, Renate Lindemann, Bernd Leusmann, Klaus Mensiga. 1991/92. – Um den umfangreichen Hallenbau in sein Umfeld zu integrieren, betrieben die Architekten eine nicht ganz schlüssige Mimikri. Denn hinter den mit Klinker ausgefachten, schlanken Stahlprofilen, ein gelungenes Zitat der historischen Gewerbearchitektur, verbirgt sich nicht etwa eine Stahlbinderkonstruktion, sondern ein Stahlbetonskelettbau. Eine Stützenabstand von 13,9 m bei Unterzügen von 2 m Stärke gewährleistet ausreichend Rangierraum für die Gabelstapler und LKWs. Das Obergeschoß nimmt das Leergut auf. Hier kommt die tragende Rolle – im wahrsten Sinne des Wortes – den Pylonen zu, an denen die Leichtbaukonstruktion des Hallendachs aufgehängt ist. Gleichwohl vertritt der Entwurf einen gestalterischen Anspruch, wer er sonst kaum in der hamburgischen Gewerbearchitektur anzutreffen ist." (siehe: Lange, 1995, S. 98, "C26")
Weder die architektonische Qualität noch eine kaufmännische Bewertung des Gebäudes konnten es jedoch nur gut 10 Jahre später vor dem Abbruch bewahren. Dem Aufkauf der Bavaria-St. Pauli-Brauerei durch die Holsten-Gruppe und einem vorübergehend garantierten Erhalt der Brauerei und ihrer Arbeitsplätze bis 2003 folgten die Schließung der traditionsreichen Produktionsstätte des "Astra"-Biers und die Veräußerung des Betriebsgeländes. Der Verkaufspreis war dabei bereits an der geplanten "hochwertigen" Umnutzung für ein neues Wohn- und Geschäftsquartier orientiert und sollte der Stadt Hamburg als Eigentümerin einen möglichst hohen Erlös verschaffen. Als nach der der Aufteilung in fünf Baufelder und der Verabschiedung eines neuen Bebauungsplans der Abbruch der Brauereibauten erfolgte, war zeitweilig die dreieckige Form der Halle erkennbar, die dem ehemaligen Straßenverlauf des Zirkuswegs folgte. Auch die weit in den Geesthang reichenden mehrgeschossigen Tiefkeller der früheren Brauerei, in denen zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch Eis großen Blöcken gelagert worden war, kamen zum Vorschein. Auch sie wurden aus einer bis zu 12 m tiefen Baugrube herausgebrochen, um Platz für die Tiefgaragen und Untergeschosse der Neubauten zu schaffen.

 

Hornwerk
In dem Werk von NEDDERMEYER, "Topographie der Freien und Hanse-Stadt Hamburg" (1832) heißt es in dem Kapitel "Die Gassen der Vorstadt Hamburgerberg":
" H o r n w e r k , siehe Biebers Platz.
A.D. [= Armen-Distrikt] 1.
Hat von dem ehemals hier gelegenen Festungswerke seinen Namen. Hier befindet sich eine Cavallerie-Wache, eine seit 1817 entstandene Dampfmühle, die Wohnung des Müllers und eine öffentliche Pumpe."

Der niederländischen Festungsbautechnik folgend umgab man die Wallanlagen mit zahlreichen Außenwerken, zu denen die so genannten Hornwerke und die mit Ravelins vergleichbaren Demi-Lunes, welche direkt vor den Bastionen errichtet wurden, zählten.
Noch Mitte des 19. Jahrhunderts wird diese Belegenheit, die nahe der Elbe den Wallanlagen in St. Pauli vorgelagert war, in den Listen der "Compagnien" des Hamburger Bürgermilitärs geführt, obwohl sich dort keine dauerhaft bewohnte Bebauung mehr befand.
Eine in London zur Zeit der napoleonischen Besetzung erschienene Karte zeigt eine "Dragoner-Wache" als Bauwerk auf dem "Hornwerk". Der westliche Teil der Vorbastion trägt auf dieser Karte die Bezeichnung "Raben-Schanz"[e] (siehe: Hamburg [Maßstab: ca. 1:10.000]. C. Lorenz B. Mirbeck / Benjamin Baker [Sculp]s]. London: Mirbeck, 1813.)

siehe auch: Biebers Platz

 

Anmerkungen

[1] siehe: Horst Beckershaus, Die Hamburger Straßennamen. Woher sie kommen und was sie bedeuten. (Hamburg: Kabel-Verlag / Hamburger Abendblatt, 1997)

[2] siehe: Christian Hanke, Hamburgs Straßennamen erzählen Geschichte. (Hamburg: Medien-Verlag Schubert, 1997)

[3] siehe: [Joachim, E.:] Erklärung der Straßennamen der Stadt Hamburg. Sonderdruck aus dem 5. Sonderheft der Statistischen Mitteilungen über den hamburgischen Staat: Die Gemeinden und Straßen des hamburgischen Staatsgebietes nach dem Stande von Anfang Oktober 1925. Hamburg, 1925 (Druck von Lütcke & Wullff).
(Erstmalig: "Erklärung der Straßennamen der Stadt Hamburg." = Statistische Mitteilungen über den Hamburgischen Staat. Teil II, S. 51-84. Hamburg, 1925.)

[4] siehe: Reinhold Pabel, Alte Hamburger Straßennamen. (Bremen: Edition Temmen, 2001)

 

Weitere Literatur

Lutz Achilles; Niels Focken; Martin Heimann et al.: "Öffentlicher Nahverkehr im Stadtteil St. Pauli einst und jetzt." (Hamburg, 1995)

Georg Nikolaus Bärmann: "Hamburgische Denkwürdigkeiten. Ein topographisch-politisch-historisches Handbuch für Einheimische und Fremde." (Hamburg, 1. Aufl./1794; 2., völlig neu bearb. Aufl. in 2 Teilen, 1817/20)

Rita Bake: "Wer steckt dahinter? Nach Frauen benannte Straßen, Plätze und Brücken in Hamburg." Hrsg. von der Landeszentrale für politische Bildung (Hamburg, 3. Aufl./2003, 4. akt. u. erw. Aufl./2005)

Maria Dorothea Beck: "Vom Schulterblatt zum Pilatuspool. Zur Deutung und Bedeutung Hamburger Straßennamen." In: Neues Hamburg, VIII (1953), S. 72-74; 109-112.

Otto Behrend: "Einiges über Hamburgs alte Straßennamen." In: Niedersachsen, 7 (1901-02), S. 204-205.

Eduard Beurmann: "Skizzen aus den Hanse-Städten" (Hanau, 1836)

B. Beyland: "Hamburgische Straßennamen der Alt- und Neustadt." (Hamburg, 1925)

Klaus Bocklitz: "Die letzten Erweiterungen der hamburgischen Befestigungsanlage, 1679 und 1682." In: Volker Schmidtchen (Hrsg.): Sicherheit und Bedrohung – Schutz und Enge. Gesellschaftliche Entwicklung von Festungsstädten: Beispiel Stade. (Beiträge zum 6. Internationalen Kolloquium zur Festungsforschung, Stade, 9.-11.Oktober 1987. Schriftenreihe Festungsforschung, Band 6.) Wesel, 1987.

C. Borchling: "Zur Schreibweise der hamburgischen Straßennamen." In: Quickborn, 20 (1926-27), S. 45-46.

Albert Borcherdt: "Das lustige alte Hamburg. Scherze, Sitten und Gebräuche unserer Väter", 2 Bände. (Hamburg, 4. Aufl./1891).

C. Boysen: "Hamburgs Schlachthof- und Viehmarktanlagen." Hrsg. im Auftrage der Schlachthof-Deputation von C. Boysen, Direktor (Hamburg, 1897).

F. G. Buek: "Hamburg und seine Umgebungen im 19. Jahrhundert. Eine Reihenfolge naturgetreuer, in Stahl gestochener Ansichten der Stadt und ihrer Umgegend." Text von F. G. Buek (Hamburg, 1844).

H. Busch: "Aus der Geschichte der ehemaligen Vorstädte und Vororte." In: Ed. Feldtmann, "Geschichte Hamburgs und Altonas" (Hamburg, 1902).

J.F. Danneill: "Wörterbuch der altmärkisch-plattdeutschen Mundart." (Salzwedel, 1859)

Paul Dittmer: "Plattdeutsche Straßennamen in Hamburg." In: Quickborn, 23 (1930), S. 107.

A. W. Dührsen: "Nobisthor und Nobiskrug." In: Hamburger Nachrichten. Belletristisch-Literarische Beilage, Nr. 49 (1907).

Jürgen Ellermeyer (Hrsg.): "Stadt und Hafen. Hamburger Beiträge zur Geschichte von Handel und Schiffahrt." Arbeitshefte zur Denkmalpflege in Hamburg; 8 (Hamburg, 1988)

R. Ehrenberg: "Altona unter Schauenburgischer Herrschaft." (Altona, 1891-93)

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H. Funke: "Geschichte des Mietshauses in Hamburg." (Hamburg, 1974)

Cipriano Francisco Gaedechens: "Historische Topographie der Freien und Hansestadt Hamburg und ihrer nächsten Umgebungen von der Entstehung bis auf die Gegenwart." (Hamburg, 1880)

Christian Ludwig von Griesheim: "Verbesserte und vermehrte Auflage des Tractats: die Stadt Hamburg nach ihrem politischen, oeconomischen und sittlichen Zustande: nebst Nachtraegen zu diesem Tractate; und Beytraegen zu der Abhandlung, Anmerkungen und Zugaben über den Tractat die Stadt Hamburg, welche selbigen ebenfalls verbessern und gewisser machen." Hrsg. von Christian Ludwig von Griesheim, ehemaligen Fürstl. Gothaischen Ober-Amts-Hauptmann Hof- und Consistorial-Rath. (Hamburg, 1760; nach einer ersten Ausgabe, 1759)

K. Grobecker: "Denkwürdigkeiten und Merkwürdigkeiten im alten Hamburg." (Hamburg, 1991)

Elke Groenewold; Gunhild Ohl: "Von der Wohnung zur Werft: Arbeiterwohnquartier St. Pauli." (Reihe: Historische Stadtrundgänge. Hamburg, 1992)

(H. I. Gude): "Nachricht von der Stadt Hamburg." (Halle, ca. 1690)

Georg Haccius: "Weihefahrt nach dem Hamburger-Berge/ Als auf Obrigkeitlichen Befehl und Ge=heiß die auf demselben New=erbauete Kirche/ als ein Filial des Kirspels [sic!] S. Michaelis, feyerlich eingewei=het/ mit einem eigenen Pastoren versehen/ und mit dem Merck=Namen S. PAULUS benen=net wurde/ so geschehen Anno Christi 1682/ am Tage BARTHOLOMEI, war der 24 Augusti, Donnerstags nach dem 10. TRINITATIS, sambt bey=gefügtem Grundlegungs-Sermon/ Welcher 21. Wochen vorher daselbst gehalten wurde/ zum stets=wehrenden Gedächtnis/ und auf Begehren der Einge=pfarrten zum Abdruck übergeben Von GEORG. HACCIO, L. Past. bey St. Mich. in Hamburg." Gedruckt und zu kaufen bey Arnold Lichtenstein/ Buchdruckern in der Neustadt/voran aufm Millern-Steinwege. (Hamburg, [1682])

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Jörg Haspel: "Hamburger Hinterhäuser: Terrassen - Passagen - Wohnhöfe." (Hamburg, 1987)

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J. Heckscher: "Das Panorama einer Reise von Hamburg nach Altona und zurück" von Peter Suhr in Hamburg, erklärt von J. Heckscher. (Berlin, 1909)

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Jonas Ludwig von Heß: "Hamburg topographisch, historisch und politisch beschrieben", 3 Teile (1. Aufl.: Hamburg, 1787-92; 2. veränd. u. erg. Aufl.: Hamburg, 1810-11)

M. Petrus Hesselius: "Hertzfließende Betrachtungen / von dem Elbe-Strom / zur Dankbarkeit gegen Gott geschöpffet darneben allen Schiff-Leuten zu einer geistlichen Zeitvertreibung vermacht; auch Einem jeden Christen in diesem Angst-Meer zu Gute auffgesetzet von M. Petro Hesselio, Pastorn zum Pesthof." Erster Teil. Soli Deo Gloria. (Altona – gedruckt bey Victor de Lieu, in Verlegung des autoris, anno 1675.)

Hermann Hipp: Freie und Hansestadt Hamburg. DuMont Kunst-Reiseführer. (Köln, 3.Aufl./ 1996)

"Illustrirtes Hand- und Nachschlagebuch für Fremde. Mit Angabe empfehlenswerther Etablissements, Ansichten von Hamburg, Fahrplänen, Kalender, Fremdenführer und Sehenswürdigkeiten." (Hamburg, 1889)

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"Kiek mol – neue und bewährte Stadtteilrundgänge," erarbeitet und aufgeschrieben von Hamburger Geschichtswerkstätten. Hrsg. v.d. Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg. Red. / verantwortl.: Jens Michelsen. (Hamburg, 1998)

J. Klefeker (Hrsg.): "Sammlung Hamburgischer Gesetze und Verfassungen", 12 Bände u. Register-Band. (Hamburg, 1765-74)

Franklin Kopitzsch / Daniel Tilgner (Hrsg.): "Hamburg-Lexikon". (Hamburg, 1998)

K. Koppmann: "Millernthor." In: Mitteilungen des Vereins für Hamburgische Geschichte, Jg. 2 (1880): S. 151 ff.

P. Lambeck: "Origines Hamburgenses sive rerum Hamburgensium", 2 Bände. (Hamburg, 1652-61)

Ralf Lange: "Architekturführer Hamburg" (Stuttgart, 1995).

J. M. Lappenberg: "Programm zur 3. Secularfeier der bürgerschaftlichen Verfassung Hamburgs am 20.9.1828." (Hamburg, 1828)

J. Lieboldt: "Die St. Pauli-Kirche ehemals und jetzt." In: Zeitschrift für Hamburgische Geschichte (Hamburg, 1882)

W. L. Meeder: "Geschichte von Hamburg, vom Entstehen der Stadt bis auf die neueste Zeit." Theil 1, 2. (Hamburg, 1838-39)

Wilhelm Melhop: "Historische Topographie der Freien und Hansestadt Hamburg von 1880-1895", im Anschluß an die Historische Topographie von C.F. Gaedechens, unter Benutzung älterer Quellen. (Hamburg, 1895)

O. Mensing: "Schleswig-Holsteinisches Wörterbuch", 5 Bände. (Neumünster, 1927-35)

Heinrich Meyer: "Hamburg und Altona nebst Umgegend. Topographisch-statistisch-historisches Handbuch für Einheimische und Fremde." (Hamburg und Itzehoe, 1836)

Dirk Meyhöfer: "Hamburg. Der Architekturführer." (Berlin, 2007)

F.H. Neddermeyer: "Erklärung der Hamburger Straßennamen vor 1842." In: Neue Hamburger Blätter, Jg. V (1845)

F.H. Neddermeyer: "Topographie der Freien und Hanse Stadt Hamburg." (Hamburg, 1832)

F.H. Neddermeyer: "Zur Statistik und Topographie der Freien- und Hansestadt Hamburg." (Hamburg, 1847)

Margit Nehls: "Geschichtliches über Hamburgs Straßen bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts." (= Hamburgensien, Bd. 25; 1988)

"Neuer Fremdenführer durch Hamburg." Mit einem Plan. Hamburg, bei Deppermann & Ruschke, Rödingsmarkt, Ostseite Nr. 41. Druck von H. H. Röhrs. (Hamburg, 1843)

A. Olshausen: "Die Straßenordnung vom 10. Juli 1902 - nebst den übrigen den öffentlichen Verkehr in Hamburg regelnden Vorschriften." (Hamburg, 1903)

Reinhold Pabel: "Hamburger Kulturkarussell zwischen Barock und Aufklärung." (Hamburg, 1996)

"The Picture of Hamburg, or the Englishman's Guide; to that free, imperial city; containing every information, interesting to strangers. To which are added ... tables of the money, weights, measures and exchange tables." (Hamburg/ London; [c.] 1805)

Volker Plagemann: "»Vaterstadt, Vaterland, schütz Dich Gott mit starker Hand.« Denkmäler in Hamburg." Hrsg. v.d. Kulturbehörde / Denkmalschutzamt. (Hamburg, 1986)

Michael Richey: "Anmerckungen über die in Halle bey Rengern herausgekommene Nachricht von der Stadt Hamburg" (von H. L. Gude). (1746, handschriftliche Abschrift in der Commerz-Bibliothek Hamburg)

Michael Richey: "Idioticon Hamburgense." (2. Aufl.; Hamburg, 1755; Repr. 1975)

Albert Samson: "Hummel, der lustige Führer durch St. Pauli." Verfaßt und herausgegeben von Albert Samson, Neuerwall 37. Druck von Adolf Selig, Hamburg 3, Alt-Steinweg 61. [o.J.]

Matthaei Schlüters ... "Historisch- und Rechts-begründeter Tractat Von denen Erben in Hamburg/ Derer Achterfolgunge und Loeskündigunge der darinn versicherten Gelder: Worinn gehandelt wird von denen Erben/ oder Unbeweglichen Gütern/ dero Zubehör/ Servituten/ Freyheit/ und Gerechtigkeiten; Insonderheit von der Brauerey-Gerechtigkeit/ und dem gantzen Brau-Wesen in Hamburg ... ; Allen Eigenern/ Advocaten/ Procuratoren ... ans Liecht gegeben." (Hamburg: Gedruckt bey Conrad Neumann/ Eines Edlen/ und Hochweisen Rahts Buchdrucker/ Anno 1698.)

C.R. Schnitger: "Hamburgische Straßennamen." In: Hamburger Schulzeitung, Jg. 5-9 (1897-1901).

Helga Schmal / Tobias Selke: Bunker. Luftschutz und Luftschutzbauten in Hamburg. Unter Mitarb. von Henning Angerer. Kulturbehörde der FHH, Denkmalschutzamt; Themenreihe, Band 7. (Hamburg, 2001)

C.R. Schnitger: "Plattdeutsche Straßennamen in Hamburg." Geschichtlich und sprachlich erläutert von C.Rud. Schnitger (Hamburg, 1922).

Joseph Heinrich Scholz: "Hamburg und seine Umgebungen. Ein nützliches und nothwendiges Hülfs- und Handbuch für Einheimische und Fremde." Mit 3 Kupfern. (Hamburg, 1808)

Markus Schreiber / Hans Walden: "Hamburg-St. Pauli." Reihe: ZeitSprünge. (Erfurt, 2008)

J. H. Schütze: "Holsteinisches Idiotikon", 4 Bände. (Hamburg[-Altona], 1800-1806. Repr., 1976)

"Der Schulterblatt: Ein Viertel verändert sich." Hrsg. von der Projektgruppe Wohnen im Stadtteil. (Hamburg, 1982)

Herman Sieveking: "Der 'Pesthügel' im Zoologischen Garten in der Tiergartenstraße in Hamburg." In: Hamburgische Geschichts- und Heimatblätter, 9. Jg. (1935), H. 3 (Dez.), S. 257-263.

H. Sköllin (Hrsg.): "Die Gemeinden und Straßen des hamburgischen Staatsgebiets nach dem Stande von Anfang Oktober 1925." = Statistische Mitteilungen über den hamburgischen Staat. Sonderheft 5, Teil 1: S. 1-50. (Hamburg, 1925)

Statistik des Hamburgischen Staats. Zusammengestellt vom statistischen Bureau der Deputation für directe Steuern. Heft I: Ergebnisse der Volkszählung vom 3ten December 1866. Stand der Bevölkerung. (Hamburg, 1867)

Statistik des Hamburgischen Staats. Zusammengestellt vom statistischen Bureau der Deputation für directe Steuern. Heft II: Ergebnisse der Volkszählung vom 3ten December 1867. Bevölkerung- und Wohnverhältnisse. (Mit beigehefteter Karte: »Plan von Hamburg«.) Statistik der Unterrichtsanstalten von 1869. (Hamburg, 1869)

Statistisches Amt (Hrsg.): Straßen- und Ortsverzeichnis. Einteilung des hamburgischen Staatsgebietes für verschiedene Verwaltungszwecke. (Hamburg, 1914 ff.) )

Statistisches Bureau der Steuer-Deputation: Die Stadt Hamburg, die Vororte, Gemeinden, Ortschaften und selbständig benannten Gebietstheile des Hamburgischen Staats. Topographisch und historisch dargestellt vom Statistischen Bureau der Steuer-Deputation. (Hamburg, 1875)

Statistisches Handbuch des Hamburgischen Staates: (1) Statistisches Handbuch für den Hamburgischen Staat; 1. Ausgabe. Hamburg: Meissner, 1874. (2) Statistisches Handbuch für den Hamburgischen Staat; 2. Ausgabe. Hamburg: Meissner, 1880. (3) Statistisches Handbuch für den Hamburgischen Staat; 3. Ausgabe. Hamburg: Meissner, 1885. (4) Statistisches Handbuch für den Hamburgischen Staat; 4. Ausgabe. Hrsg. Von dem Statistischen Bureau der Steuer-Deputation. Hamburg: Meissner, 1891.

Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein: "Straßen- und Gebietsverzeichnis der Freien und Hansestadt Hamburg 2008" (Stand: 23. Mai 2008). (Hamburg, 2008)

M.G. Steltzner, "Versuch einer zuverläßigen Nachricht von dem kirchlichen und politischen Zustand der Stadt Hamburg zu den älteren Zeiten, nehmlich von Carolo Magno biß auf die Zeit Friedrichs III."; 6 Bände. (Hamburg, 1731-39)

E. Tiling: "Versuch eines bremisch-niedersächsischen Wörterbuchs", 5 Bände. (Bremen, 1767-71; mit Nachtragsband, 1869)

"Verzeichnis der erkannten Denkmäler nach §7a Hamburgisches Denkmalschutzgesetz vom 3. Dezember 1973 (HmbGVBl. S. 466), zuletzt geändert am 4. April 2006 (HmbGVBl. S. 143)", Stand: 25. Juni 2007. (Hamburg, 2007)

"Verzeichnis der im Gesamtgebiet der Hansestadt Hamburg vorhanden Straßen nach dem Stande vom 1. Juli 1938." (Nur für den innerdienstlichen Gebrauch des Statistischen Amts.) Mit Verzeichnis der Stadtteile, Gemeinden und Gemeindeteile zur Zeit der Schaffung der Einheitsgemeinde (Hamburg, [ca.] 1938).

Voigt, J.[ohann] W.[ilhelm]: "Zum zweihundert-jährigen Jubileum der Hamburgischen Vorstadt St. Pauli." In: Hamburger Bürgerzeitung, Nr. 27 (26. März), Nr. 40 (2. April), Nr. 43 (9. April), 1882.

"Wegweiser durch Hamburg. Oder Nachweisung aller Gassen, Märkte, Plätze, Kirchen, Stadtgebäude etc. und anderer Merkwürdigkeiten in Hamburg, wie solche nach dem besonders dazu eingerichteten Grundrisse dieser Stadt bequem aufzusuchen sind. Ein Anhang zu den Hamburgischen Denkwürdigkeiten." (Hamburg, 3. berichtigte Aufl./1803)

E.[rnst] H.[einrich] Wichmann: "Der Hamburger Berg, historisch-topographisch dargestellt." (Hamburg, 1879)

Würzer, Heinrich: "Charakteristisch-topographische Fragmente über die Stadt Altona und deren Straßen und Pläzze von einem Reisenden." Mit einem Nachwort von Hans-Werner Engels. (Hamburg, 1996)

Würzer, Heinrich: "Ein Spazziergänger in Altona." Mit einem Nachwort; hrsg. von Hans-Werner Engels. (Hamburg, 1997)

Christian Ziegra: "Sammlung von Urkunden, theol. jurist. Decreten etc. als eine Grundlage zur Hamburger Kirchenhistorie neuerer Zeiten", 4 Bände. (Hamburg, 1764-70)

Christian Ziegra: "Beyträge zur politischen hamburgischen Historie." (Hamburg, 1766)