Register

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Einleitung | Anmerkungen | Literatur

Register mit Erläuterungen und Mitteilungen über Veränderungen (z.B. verschwundene oder umbenannte Straßen)

 

M

Marienstraße
HANKE: ursprünglicher Name der Simon-von-Utrecht-Straße (bis 1899; danach: Eckernförder Straße).
Die Umbenennung der Marienstraße in Eckernförder Straße erfolgte laut Amtsblatt der Freien und Hansestadt Hamburg vom 1. Oktober 1899.
Ein kurzer Abschnitt der Marienstraße war noch bis Anfang 2007 jenseits der Bezirksgrenze zu Altona in der Nähe der Endoklinik erhalten geblieben. Im Zuge der Klinikerweiterung wurde dieses Straßenstück aufgehoben und überbaut.

siehe auch: Simon-von-Utrecht-Straße

 

Marienterrasse
In Karten der 1930er Jahre (?), die das Gebiet an der Grenze zwischen St. Pauli und Altona zeigen, findet sich diese Bezeichnung für eine Örtlichkeit westlich der Lerchenstraße gegenüber dem sog. "Schiller-Theater" (heute: "Schilleroper").
Soweit erkennbar war diese Terrasse in Richtung der damaligen Adolphstraße (heute Bernstorffstraße) nicht durchgängig.

 

Marktplatz
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Ein im Konflikt um einen Umbau des Kreuzungsbereiches Marktstraße / Glashüttenstraße im Karolinenviertel 2003 entstandener inoffizieller Name für den sog. "Knochen" (amtlich: Diagonalsperre), der hier einen kommunikativen Treff bildet. Der Platz entstand durch die Einrichtung einer verkehrsregelnden Sperre im Zentrum des Karolinenviertels Ende der 1970er Jahre und markiert eine leicht versetzte Straßenkreuzung, die in ihrer unregelmäßigen Form durch den historischen, "vorstädtischen" Straßenverlauf entstanden ist.

 

Marktstraße
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BECKERSHAUS: (St. Pauli), 1841, vermutlich als zum Neuen Pferdemarkt führende Straße, vorher "Bei der Ölmühle" und "Bei der Glashütte".
In seinem Verzeichnis über "Die Namen der Hamburger Märkte und Plätze" schreibt BECKERSHAUS außerdem: "Die Marktstraße reicht von der Feldstraße bis zur Karolinenstraße. Benannt 1841. Zuvor hieß die Straße »Bei der Ölmühle« und »Bei der Glashütte«. Vor dem Ersten Weltkrieg soll die Marktstraße mit 5000 Einwohnern die bevölkerungsreichste Straße der Hansestadt gewesen sein.
Bis zur Sanierung der Altstadt gab es in St. Pauli und auch in anderen Vierteln so genannte »Gänge«. Manche dieser engen Straßen wurden als »Stinkbüdelgang« bezeichnet. Die Marktstraße galt lange Zeit als solcher »Gang«. Im alten Altona war die Marktstraße etwas Besonderes. die rechte Seite war von »Herrschaften« bewohnt, die über Diener, »Kökschen« und Equipagen verfügten. Heute ist die Marktstraße eine Straße wie viele andere auch, mit Geschäften, Gewerbebetrieben und Bewohnern aus allen Bevölkerungsschichten."

Die vorstehende Beschreibung kann leider nur als bedingt zutreffend bezeichnet werden, denn die Marktstraße bildet keinen »Gang«, sondern bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts eine eher großzügige Straße mit breiten Gehwegen und bürgerlichen Vorderhäusern, die zu dieser Zeit die erste Bauschicht der vorstädtischen Gartenhäuser ablösten. Allerdings bildet der eher unregelierte, an eine Dorfstraße erinnernde Verlauf der Marktstraße – und in ähnlicher Form auch der des Neuen Kampes, der Feldstraße, der Ölmühle und der Mathildenstraße – bis heute ein Relikt des ungeplanten und unregulierten Wiederaufbaus der nördlichen "Vorstadt Hamburger Berg" ab 1815.
Die beengten Wohnverhältnisse, auf die die abfällige Bezeichnung »Stinkbüdelgang« (siehe dort) anspielt, fanden sich jedoch häufig in den Hinterhäusern und Terrassenzeilen der Hamburger (nicht: Altonaer!) Vorstadt St. Pauli und ganz besonders in der Budenreihe in der Marktstr. 7-9. Auch die Unterscheidung der beiden Straßenseiten ist an der Bebauung nicht ablesbar.
Beckershaus kann sich allerdings auf eine Quelle berufen, die Mitte des 19. Jahrhunderts ein recht abschätziges Bild der Marktstraße zeichnet. In dieser in den 1840er Jahren in Briefform abgefassten Beschreibung der nördlichen Teile St. Paulis heißt es u.a.:
"Nördlich vom heiligen Geistfelde – (...) auf dem nun die Schlachter einige Hammel grasen lassen – wohnen in der Marktstraße und deren Umgebungen in unansehnlichen Häusern größtenteils Handwerker, Fuhrleute, Fabrikarbeiter und dergleichen, ... "
Bemerkenswert ist dabei die Erwähnung der Fabrikarbeiter, die darauf schließen lässt, dass bereits zu dieser Zeit eine größere Zahl gewerblicher bzw. industrieller Betriebe in der Vorstadt vorhanden war.
Heute ist die Marktstraße weit über Hamburg hinaus bekannt für ihre zahlreichen Second-Hand-, Bekleidungs- und Design- und Modeläden, die besonders an Wochenenden vorwiegend ein junges Publikum anlocken. Viele der jahrzehntelang im Karolinenviertel ansässigen Gewerbebetriebe, besonders aus der Fleischereibranche, sind hingegen längst weggezogen oder mussten ganz schließen.
EStH: Ben.[annt] 1841 vermutlich als zum Neuen Pferdemarkt führende Straße; vorher Bei der Ölmühle und Bei der Glashütte.
HANKE: (1841) Die Marktstraße führt in Richtung auf dem Neuen Pferdemarkt.
PABEL: Nördlich des Heiligen-Geist-Feldes, zwischen Karolinenstraße und Neuem Pferdemarkt. Seit 1841unter diesem Namen bekannt. Davor hieß der östliche Teil "Bei der Oelmühle".
Eine Besonderheit der Marktstraße – ebenso wie der Glashüttenstraße – ist die bis heute erhalten gebliebene konsekutive statt einer alternierenden Numerierung der Häuser, die auf einen Ratsbeschluss von 1833 zurückgeht. Dazu finden sich bei Tiedt (In: Hamburg in Zahlen, Jahrg.1952, H.9: S.141, Fußnote 1) folgende Ausführungen: [1833 erhielten Stadt und Vorstädte neue Straßenschilder und Hausnummern (schwarz auf weißem Grund)] "jede Straße mit Nr. 1 anfangend, die eine Seite fortlaufend hinunter und an der anderen Seite wieder hinauf." [Erst] "durch eine Verordnung vom 26.6.1843 [wurden] die Namen der Straßen erneut festgestellt und den Häusern einer Straßenseite die geraden, der anderen die ungeraden Zahlen zugeteilt."
Durch die Ausdehnung des Schlachthofes änderte sich in den 1890er-Jahren der Straßenverlauf, da ein Teil der Straße dem Schlachthofgelände zugeschlagen wurde. Die Einmündung wurde vom Neuen Kamp weg und zur Feldstraße hin verlegt, indem man den unbefestigten "Müllergang" zur Mühle auf dem Heiligengeistfeld als neuen Teil der Marktstraße befestigte. Zugleich entfiel ein ganzer Hausnummernbereich, der sich durch die Zerstörung der Häuser an der Nordseite des heutigen Ölmühlenplatzes durch die Bombardierungen des 2. Weltkriegs noch vergrößerte. Heute endet die Nummernfolge an der Südseite der Straße mit Nr. 40a und setzt an der Nordseite mit Nr. 92 wieder ein.
Im ersten Band der "Historischen Topographie" von MELHOP heißt es dazu:
"Die Marktstraße, welche früher bei den genannten Grundstücken [Nos. 61-69] vorbei bis zum Neuen Kamp führte, wurde 1891 mit ihrer Ausmündung östlich vom Schlachthof in den ehemaligen Müllergang verlegt und so nach der Feldstraße geleitet. ...
Die Marktstraße wurde, um Terrain für den neuen Schlachthof zu gewinnen, zwischen der Laeiszstraße und dem Neuen Kamp 1891 aufgehoben. Der 7m breite Müllergang wurde nach dem Osten auf 17m verbreitert bis in ungfährer Verlängerung der Laeiszstraße und als nunmehriger westlicher Ausgang der Marktstraße 1893 unter Aufhebung der Bezeichnung 'Müllergang' mit dem Namen Marktstraße belegt. Die über den regulirten Müllergang hinaus nach Westen vortretenden Häuser der Marktstraße und Bei der Oelmühle wurden 1890 staatsseitig angekauft und 1891 abgebrochen, desgleichen das in neuerer Zeit als Lager- und Arbeitsraum vermiethet gewesene alte Spritzenhaus an der Nordwestecke der Marktstraße neben dem Müllergang. ..."

(Wilhelm Melhop: "Historische Topographie der Freien und Hansestadt Hamburg von 1880-1895 (...), im Anschluß an die 'Historische Topographie' von C.F. Gaedechens, unter Benutzung älterer Quellen." Hamburg, 1895: S. 258-59)
Zur vielfältigen Bebauung der Marktstraße gehören auch einige größere Gebäude aus dem Jahrzehnt vor dem 1. Weltkrieg, die in der vom Architektur-Historismus des 19. Jahrhunderts geprägten Vorstadt neue Akzente setzten, z.B. mit dem Jugendstil-Etagenhaus in der Marktstraße 114, das seine älteren Nachbarn deutlich überragt.

 

Markt- und Landungsplatz
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EStH: Ben.[annt] 1871 nach Lage und Bestimmung des neu hergerichteten und mit Landungs- und Markteinrichtungen ausgestatteten Platzes.
Es handelt sich hierbei um den Bereich des heutigen St. Pauli-Fischmarkts – unmittelbar östlich der früheren Stadtgrenze nach Altona – und den Platz nördlich der St. Pauli Landungsbrücken. Er wurde nicht nur von den Passagieren der Fahrgastschiffe und Barkassen genutzt, sondern auch zum Be- und Entladen von Frachtschiffen und Fischereibooten, für die eine eigene Fischmarktbrücke als Liegeplatz und eine Markthalle zum Verkauf des Fangs diente. Für lebendes "Export-Vieh" gab es in diesem Bereich eigene Stallungen und ein Zollamt. Importiertes Vieh wurde von hier aus auf öffentlichen Straßen Straße bis zum Schlachthof im Norden St. Paulis getrieben.
Nach Westen ging dieser Platz in den Altonaer Fischmarkt über, der eine eigene – bis heute existierende – Fischaktionshalle besaß. Die Grenze verlief entlang der Seestermannstraße / Kleinen Elbstraße, Bachstraße und Finkenstraße.

siehe auch: St. Pauli-Landungsbrücken

 

Marktweg
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BECKERSHAUS: (St. Pauli), 1880, im Anschluß an den Namen Marktstraße.
EStH: Ben.[annt] 1880 im Anschluß an den Namen der Marktstraße.
HANKE: (1880) Der Marktweg wurde wegen seiner Nähe zur Marktstraße so benannt.
Im ersten Band der "Historischen Topographie" von MELHOP findet man eine zuverlässigere Angabe:
"Der Marktweg, eine alte, 10m breite Verbindung zwischen der Marktstraße und Bei der Oelmühle ist 1890 benannt. 1883 sind daselbst Neubauten errichtet."
(Wilhelm Melhop: "Historische Topographie der Freien und Hansestadt Hamburg von 1880-1895 (...), im Anschluß an die 'Historische Topographie' von C.F. Gaedechens, unter Benutzung älterer Quellen." Hamburg, 1895: S. 259)

 

Marseiller Straße
BECKERSHAUS: (Neustadt, St. Pauli), 1973, bedeutender Hafen an der französischen Mittelmeerküste, Partnerstadt Hamburgs.
HANKE: kein Eintrag.
Der Verlauf der Straße folgt dem früheren nördlichen Abschnitt der Straße Bei den Kirchhöfen, die die alten Friedhöfe auf dem Gebiet des heutigen Messegeländes und von Planten und Blomen im Westen und Nordwesten vom Alten Botanischen Garten im Südosten trennte.
Die Freie und Hansestadt Hamburg begründete seit 1957 Partnerschaften zu insgesamt neun Städten, von denen Leningrad / St. Petersburg die erste war. Die südfranzösische Hafenstadt Marseille folgte 1958 und nach langer Pause 1979 die chinesische Hafenstadt Shanghai. Der nächste Partnerschaftsvertrag wurde 1987 mit der Elbstadt Dresden abgeschlossen, um die damaligen zwischenstaatlichen Beziehungen zwischen der BR Deutschland und der DDR zu stärken. Es folgten 1989 León in Nicaragua und das japanische Osaka, 1990 die tschechische Hauptstadt Prag und 1994 Chicago im US-Staat Illinois sowie zuletzt 2010 Dar es-Saalam in Tansania. Darüber hinaus unterhalten der Bezirk Eimsbüttel eine Partnerschaft zu Varna in Bulgarien und der Bezirk Hamburg-Mitte zum zentralen Stadtbezirk Konak der türkischen Mittelmeerstadt Izmir und – ergänzend zur Städtepartnerschaft – eine Bezirkspartnerschaft zum Zentralbezirk Hongkou in Shanghai.

siehe auch: Bei den Kirchhöfen

 

Mathilden-Passage
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Diese parallel zur Hein-Hoyer- bzw. Rendsburger Straße verlaufende, typisch "vorstädtische" Passage aus dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts verläuft zwischen der Clemens-Schultz- und der Simon-von-Utrecht-Straße. Im Gegensatz zur benachbarten Beckers's Passage sind beide Häuserzeilen weitgehend erhalten und wurden bisher noch nicht saniert, so dass die Fassaden noch mit Jahrzehnte alter dunkler "Patina" überzogen sind. Eine Besonderheit bildet auch die Nummerierung, denn zu jeder Eingangstür gehören zwei (!) Hausnummern, jeweils für die rechte und die linke Seite des Hauses. (Gelegentlich hatten die Gewerbebetriebe in den Souterrains bzw. Erdgeschoss-Bereichen traditionell zudem ihre eigene Hausnummer.)
Im ihrem Stadtteilrundgang durch "Das Terrassen-Quartier." beschreibt die Autorin das Erscheinungsbild der Terrassen in der benachbarten Wohlwillstraße, der Mathilden- und der Becker's Passage folgendermaßen:
"Schon ein Blick auf die Terrassen in der Wohwillstraße zeigt, daß sich Hofgebäude ... von denen an der Straße unterscheiden, sei es durch die Geschoßhöhe oder im stark reduzierten Fassadenschmuck. Dieses wird noch deutlicher bei den Passagen zwischen Clemens-Schultz- und Simon-von-Utrecht-Straße (...). Hinter den repräsentativen Vorderhäusern liegen lediglich durch Gesimsbänder gegliederte Hinterhäuser. Der Blick der Hofbewohner fällt auf die rohe Backsteinarchitektur des Vorderhauses, welches nicht nur auf jeglichen Schmuck, sondern auch auf Putz verzichtete."
(Elke Groenewold, "Rundgang 3: Das Terrassen-Quartier. Die vergessene Hälfte St. Paulis." In: Kiek mol, 1998: S.393 ff.).
Da der dauerhafte und leicht zu verarbeitende Backstein bis zum letzten Drittel des 19. Jahrhunderts meist bei Industrie- und Speichergebäude als Baumaterial für Mauerwerk und Fassaden zum Einsatz kam – im Gegensatz zu "herrschaftlichen Putzfassaden" gehobener Wohnhäuser – legt seine sichtbare Verwendung an den auf die Hinterhäuser ausgerichteten Rückfassaden tatsächlich nahe, dass hier auch im Wohnungsbau ein "proletarischer" Baustoff für ausreichend gehalten wurde. Dieses architektonische Stilmittel wurde in der Jägerpassage, dem ersten "sozialen Wohnungsbau" Hamburgs, allerdings auch bewusst für Terrassen- und Vorderhäuser eingesetzt.

siehe auch: Jägerstraße, Jägerpassage

 

Mathildenstraße
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BECKERSHAUS: (St. Pauli), 1865, wahrscheinlich die Schwägerin oder Nichte des Grundeigentümers Eduard Buhbe.
EStH: Ben.[annt] 1865 wahrscheinlich nach der Schwägerin oder der Nichte des Grundeigentümers Eduard Buhbe.
HANKE: (1865) Die Mathildenstraße wurde auf Antrag von einem der beiden früheren Grundeigentümer der Straße, Eduard Buhbe, nach drei seiner Verwandten benannt. Seine Schwägerin hieß schlicht Mathilde und deren Töchter trugen den Namen Caroline Amalia Mathilde und Gesine Elisabeth Mathilde.
Die letzte Darstellung folgt derjenigen bei MELHOP, der in seiner "Historischen Topographie" (Band 2, 1925) schreibt:
"Die Mathildenstraße ist 1865 angelegt und benannt auf Antrag der Grundeigentümer Eduard Buhbe und Johann Maaß. Die Schwägerin des ersteren, Frau seines Bruders Georg Ferdinand Vinzent Buhbe, sowie deren Töchter hießen Mathilde, die eine Caroline Amalia Mathilde, die andere Gesina Elisabeth Mathilde."
Hier handelt es sich also offenbar nicht um eine schematische, alphabetische Benennung, wie sie bei der Parzellierung und Neuanlage von Straßen zwischen Spielbudenplatz und St. Pauli-Kirche mit Männernamen oder im Bereich des ehemaligen "Pest-" bzw. Krankenhofes mit – einzelnen – Frauennamen erfolgte.

 

Merkurstraße
(auch: Mercurstraße)
BECKERSHAUS: (St. Pauli), 1899, mit Bezug auf die Zollvereins-Niederlage nach dem altrömischen Gott des Handels; vorher Wilhelmstraße.
EStH: Ben.[annt] 1899 mit Bezug auf die Zollvereins-Niederlage nach dem altrömischen Gott des Handels; vorher Wilhelmstraße.
Die Straße existierte seit dem Abbruch der Lagerschuppen auf dem Zollvereinsgelände an der Ecke Lager-/ Karolinenstraße in den 1980er-Jahen nicht mehr bzw. war im Stadtbild nicht mehr erkennbar, da sie auch keine Zufahrt zu irgendwelchen Gebäuden mehr bildete. Im Zuge der laufenden Erweiterung des Geländes der Hamburg-Messe nach Westen verschwanden die vereinzelt noch erkennbaren Reste des alten Straßenverlaufs vollständig, da an dieser Stelle der Baugrund für die neuen Messehallen vorbereitet und umfangreiche Ausschachtungsarbeiten vorgenommen wurden. Bei diesen Arbeiten kamen auch die recht massiven Backsteinfundamente einiger oberirdisch längst verschwundener Bauwerke an der Karolinen- und Lagerstraße nochmals zu Tage. Diese Gebäude wurden teilweise bereits im Zweiten Weltkrieg zerstört, wie auch die Brandschichten und Schlackenreste von Gebäudeteilen und Inventar belegten, die auf der Baustelle in größerem Umfang zu finden waren.

siehe auch: Zollvereinsniederlage

 

Messeplatz
Auf Antrag der HAMBURG MESSE- UND CONGRESSGES. mbH (HMC) beschloss die Bezirksversammlung Hamburg Mitte zu Beginn des Jahres 2008, dem Platz vor dem neuen Haupteingang der HAMBURG MESSE den Namen "Messeplatz" zu geben. Mit dieser Bezeichnung wird eine Tradition der Benennung von öffentlichen Plätzen und Straßen nach Unternehmen und Wirtschaftsbetrieben fortgesetzt, die in jüngster Zeit wieder stärker auflebte.

 

Millerntordamm
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BECKERSHAUS: (Neustadt), um 1896, zur Bezeichnung des Dammes, der um 1820 durch den Stadtgraben gelegt wurde.
EStH: Ben.[annt] um 1896 zur Bezeichnung des Dammes, der um 1820 an Stelle des Millerntors durch den Stadtgraben gelegt war.
HANKE: (um 1896) Hier, an der Grenze zur Vorstadt Hamburger Berg (St. Pauli) befand sich nach der Neubefestigung Hamburgs (1615-26) das Millerntor. Seine Vorgänger standen am Rödingsmarkt bzw. an der Ellerntorsbrücke. Der Name könnte "Mittleres Tor" bedeuten, da es ursprünglich zwischen dem Dammtor und dem Schaartor lag.
PABEL: Die kurze Straße verdankt ihren Namen dem Damm, der um 1820 an Stelle des Millerntores durch den Stadtgraben gelegt wurde. Das älteste Millerntor – ursprünglich noch "Mildradis-" oder "Milderdor" genannt – lag 1246 an der Nordseite des Hl. Geist Hospitals am Graskeller. Es bestand später aus einem hohen Turm mit vier kleinen Türmen an den Ecken und scheint reich ausgestattet gewesen zu sein; denn 1367 erhielt der Maler Meister Bertram 24 Schillinge für das Bild der Jungfrau Maria vor dem Milderdor (Gaedechens, Historische Topographie der Freien und Hansestadt Hamburg; S. 37). Bei der Stadterweiterung um die Mitte des 16. Jahrhunderts wurde dieses Tor an die Stelle der heutigen Ellerntorsbrücke verlegt; dies wird bestätigt durch eine Bemerkung von Adelungk (Kurtze Historische Beschreibung der Uhr-Alten Handels-Stadt Hamburg; S. 83): "Anno 1545 wurde die Brücke für den (sic!) Millernthor zu Hamburg verfertiget, auch ward das Graben-Geld, von jedem Brauhause 8 Schilling und jedem Wohnhause 4 Schilling bewilliget."
Dieses zweite Millerntor wurde dann 1621 verlegt nach der Gegend zwischen der zweiten und dritten Bastion im Wall, von der Elbe her gesehen, also auf dem Grund des heutigen Millerntorplatzes; anfangs trug es auch den Namen Altonaertor.
"1720 wurde das Millernthor gründlich repariert. Der zweistöckige Thorthurm erhielt nach dem Brande der St. Michaeliskirche (1750) eine Schlaguhr, diese wurde aber schon 1790 sammt den drei, Klugheit, Einigkeit und Friede darstellenden Bildsäulen wieder heruntergenommen. 1806 brach man das Gewölbe des Millernthores ab und legte Auffahrten zum Walle an" (Gaedechens, Historische Topographie der Freien und Hansestadt Hamburg; S. 161).
Zur Etymologie des Millerntores hat K. Koppmann (Mitteilungen des Vereins für Hamburgische Geschichte, 2. Jg., S. 151) einen Beitrag geleistet, in dem es u.a. heißt: "Im Hamburgischen Urkundenbuch (Bd. I, 457) wird es unter 1247 'porta Mildradus' genannt. (Zwischenbemerkung: Lappenberg, Herausgeber dieses 1. Bandes, fügt in einer Fußnote ausdrücklich hinzu: "Das Thor der Mildrade, nicht porta militis.") Auch im Stadterbebuch von 1269 und 1271 hieß es so, 'porta Mildradis', 1261 und 1267 aber gleichzeitig 'mildere dor' oder 'milderdor'." Im Laufe der Zeit verschliff sich das Wort durch Verschluckung des "d" von "mildere" zu "millern dor". Die vollere Form "porta Mildradis" oder "porta Milderadis" hat man zu erklären versucht als zurückgehend auf "eine oder zwei weibliche Heilige, deren Gedächtniß die Kirche am 20. Februar und 13. Juni beging." Diese Annahme steht allerdings auf schwachen Füßen; denn man weiß von keiner solchen Heiligen mit Beziehung zu Hamburg, wie Koppmann bemerkt, und wenn das Tor nach einer Heiligen dieses Namens benannt worden wäre, hatte es im 13. Jahrhundert wohl die Bezeichnung "porta Sanctae Milderadis" erhalten.
Zwei Jahre nach dem Erscheinen des Beitrags von Koppmann (1882) meldete sich jedoch ein Befürworter der Version von der Heiligen als Namensgeberin zu Wort (Lieboldt, Die St. Pauli-Kirche ehemals und jetzt; S. 54): "Der Name des Thores leitetet sich von einer in England und Holland z.Zt. des Mittelalters sehr in Ansehen stehenden, heilig gesprochenen englischen Prinzessin Miltratis her, deren Bildnis nach Lappenbergs Angabe sich an der Außenseite des alten Millernthores angebracht fand. Diese Heilige mochte sich wohl deswegen besonders als Schutzpatronin zweckdienlich erweisen, weil sie nach der Legende gelegentlich durch Schelten und Ohrfeigen nachlässige Wächter ihres Heiligtums an ihre Pflichten zu erinnern pflegte."
Es mag bezweifelt werden, daß ein Bildnis der Heiligen namengebend für das Millerntor sei. Fest steht jedenfalls, daß im 14. Jahrhundert die Form "miller dor" gebräuchlich war.
Die lateinische Bezeichnung "prope vel extra portam militis" gibt weitere Rätsel auf. Heß schreibt dazu: "Die lateinische Bezeichnung porta 'militis' wird mit Soldatenthor übersetzt; welchen Namen zu autorisiren, die Vertheidiger derselben sich auf einen gewissen ENNO MILES aus dem 13. Jahrhundert berufen, der aber nicht Soldat, sondern Rathmann der Stadt gewesen, und das Thor soll haben bauen lassen. Sie ist also 50 Jahre später hier erschienen als das erste Thor selbst" (Heß, Hamburg topographisch, historisch und politisch beschrieben; 2. Aufl.; I, 79). Daher, so müßte man folgern, kann Enno Miles nicht der Erbauer des Tores gewesen sein. Heß geht aber bei diesem Argument von einer falschen Voraussetzung aus, indem er nämlich das Jahr der Erbauung des Tores ansetzt auf das Jahr 1200, während nach allgemeinem heutigen Consens für die erste Erwähnung nur 1246 oder 1247 in Frage kommt. Dies sei urkundlich erwähnt, so Klefeker (Sammlung Hamburgischer Gesetze und Verfassungen; X, 8, nach Schlüter, Historisch und Rechts-Begründeter Tractat von denen Erben in Hamburg, 627), und so könnte Enno Miles durchaus namengebend gewesen sein, da er "schon 1248 im Rathe gewesen" sei.
Ergänzend wäre noch nachzutragen, daß folgende Schreibweisen außer den bereits erwähnten im Laufe der Zeit vorkamen: Mylderedor, Middele-Thor, Möllerntor, Ellerntor, Mittleres Tor. Die letzte Bezeichnung ist insofern berechtigt, als von den drei Toren Dammtor, Schaartor und Millerntor das letztere "in der Mitten gelegen" (Lambeck, Origines Hamburgenses sive rerum Hamburgensium; II, 275) ist.

SCHLÜTER stellt in seinem umfassenden Werk "Historisch und Rechts-Begründeter Tractat von denen Erben in Hamburg" (1698) folgende Überlegungen zum Zusammenhang zwischen der Lage und der Namensgebung sowie zum historischen Hintergrund an:
"Weil indessen die Stadt / … von der Alster / biß an die Elbe selbiger Seite der Stadt drey Thore gewesen / nemlich das alte Dam-Thor / vor dem Dam / oder Jungfern-Steig / dieses Millern- und das Schaar-Thor / das Millern-Thor aber in der Mitten gelegen / So schreibet Lambec.Rer.Hamb.lib.II.n.275. davon also: Der alte / und rechte Nahme dieses Thors ist gewesen / dat Midlere Dohr. Nachgehendes ist durch die Langheit der Zeit / Unwissenheit der Leute / und übele Gewohnheit es dahin gekommen / daß durch Versetzunge / Veränderunge / und Abziehunge einiger Buchstaben / der rechte Nahme in diese verdorbene Worte verkehret / als: dat Mildere Dohr / Melder-Dohr / Miller-Dohr / Meller-Dohr / und Eller-Dohr. Weil aber gleichwol das Millern-Thor / im Stadt-Erbe-Buche / wie obgedacht / auf Lateinisch porta militis genannt wird / So hielte der sehl. Gerhard Kelpe / der / wie mehr erwehnet / aus den Stadt-Erbe-Büchern vor vielen andern in dergleichen grosse Erfahrunge erlanget hatte / dafür / dass Lambecius in seiner Meinunge geirret; indem aus dem erstgedachten lateinischen Worte: 'Militis' zu vernehmen / daß man es nicht das Middele-Dohr / sondern das Militis-Thor nennen müssen / und zwar von einem Herren des Raths / der Miles geheissen.
Wenn nun dem also wäre / (wie ich den Umständen nach glaube / auch der Lambecius vielleicht selbst geglaubet hätte / wenn ihm bekannt gewesen wäre / daß dieses Thor im Lateinischen Porta Militis genant werde) so müste der erste des Namens / nemlich; Enno Miles / dem Thore den Namen gegeben haben. In Betrachtunge / daß dasselbige Thor vor dem Jahr Christi 1258. schon gestanden / wie aus dem von besagtem Lambecio, an obgedachtem Orte / angeführten Briefe / und dessen dato zu ersehen / und aber / da die andere Herren des Nahmens lange nach der Zeit erst in den Rath gekommen / dieser Enno Miles, von nicht länger / dennoch zum wenigsten schon 10. Jahr vorhero / nemlich Ao. 1248. im Rathe gewesen."

(Schlüter, 1698: S. 611 ff., Des Dritten Theils / Fünffter Titel. / von Denen Gassen des Kirchspiels S. Nicolai.)
Auch die letzte Umgestaltung des Millerntores, die nach der Schleifung der Wallanlagen erfolgte, ist längst aus dem Stadtbild verschwunden. Es handelte sich um 5 steinerne Pfeiler, an denen hölzerne Torflügel angebracht waren, und wurde am 18. Oktober 1820 eröffnet. Als Wegmarke auf der Route in die "aufblühende Vorstadt" (Heckscher, 1909: S. 29) und zum Vergnügungsviertel rund um Spielbudenplatz und Reeperbahnen wurde es in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wiederholt abgebildet und blieb – ebenso wie die anderen Hamburger Stadttore – bis zur Aufhebung der Torsperre am 31. Dezember 1860 in Funktion und ist Ort lebhaften Alltagslebens, wie C.G. SEMMLER (um 1845) berichtet:
"Unter Hamburgs Thoren ist am merkwürdigsten das altonaer [sic!] Thor, weil es vom frühen Morgen bis zum späten Abend fast immer von Menschen und Wagen wimmelt, im kleinen ein anschauliches Bild des hamburger [sic!] Volkslebens liefert und überhaupt mit seinen 5 Laternenpfeilern, seinen schönen Baumreihen, dem hervorragenden Michaelisthurme und dem Menschengewühle eine interessante Ansicht darbietet. Von der Stadt her befindet sich rechts am Eingange die Hauptwache der Hanseaten, links ihr gegenüber die Zoll- und Akzisekontrolle; vor demselben beginnt sogleich eine lange Reihe Verkäufer in- und ausländischer Waaren und Seltenheiten. Am stärksten und buntesten ist das Gedränge am altonaer Thore, wenn abends das Sperrglöcklein ertönt und Alles in größter Hast dem Thore zueilt. Den allgemeinen Antrag benutzt eine eigene Art Schmuggler – nämlich Frauen und Kinder – gewöhnliche Lebensmittel, auf welchen eine hohe Akzise steht, aus Altona und St. Pauli, weil die Vorstadt außerhalb der Akziselinie liegt, in die Stadt zu paschen [sic!]. Manche machen daraus ein ordentliches Gewerbe, um ihren Unterhalt damit zu verdienen."
Zu den öffentlichen Gebäuden des Stadttores zählten ein "Akzisegebäude", in dem die Zöllner ihrer Funktion nachgingen, "ein Häuschen für die Einnahme des Sperrgeldes" und die "Prüfung der Legitimationspapiere einwandernder Handwerksburschen" sowie ein weiteres,
"in dem die Sperrglocke geläutet wurde und in dem die Amtsmeister sich aufhielten, um sorgsam achtzuhaben, daß nicht etwa von außen Arbeiten eingeschmuggelt wurden, deren Verkauf den ehrbaren Mitgliedern der Ämter in ihrem Gewerbe einen unberechbaren Schaden hätte zufügen können. ...
Das Häuschen hat aber die Aufhebung der Torsperre im Jahre 1860 überdauert; es steht jetzt noch als ein MONUMENTUM AERE PERENNIUS und dient als Verkaufsbude für Tabak und Zigarren, ....."

(J. Heckscher: "Das Panorama einer Reise von Hamburg nach Altona und zurück" von Peter Suhr in Hamburg, erklärt von J. Heckscher. Berlin, 1909: S. 29-30)
In den folgenden Jahrzehnten diente das ehemalige Wachhäuschen am Millerntordamm verschiedensten Zwecken und hatte bis vor wenigen Jahren sowohl unter dem zunehmenden Straßenverkehr und den damit verbundenen Immissionen als auch unter fehlender Instandhaltung und zahlreichen Graffiti zu leiden. Erst im März 2004 wurde es auf Initiative der STIFTUNG DENKMALSCHUTZ und mit finanzieller Unterstützung des LIONS-CLUBS um einige Meter an den südlichen Rand der Wallanlagen versetzt und denkmalgerecht wiederhergerichtet.
Der "Architekturführer Hamburg" (1995) von R. LANGE geht ausführlicher auf die zeitgeschichtliche Bedeutung des letzten Torhauses der ehemals umwallten Stadt ein:
"Millerntorwache, Millerntordamm 2, Neustadt. Architekt: Carl Ludwig Wimmel, 1819/20. – Das Wachgebäude des Millerntors, ein kleiner dorischer Tempel mit Trglyphenfries, hatte ursprünglich noch ein Gegenstück. Davor spannten sich massive eiserne Gitterpforten zwischen vier Meter hohen Pfeilern, die von Laternen bekrönt waren. Heute stellt der vernachlässigte Bau das letzte Zeugnis der allabendlichen Torsperre dar, die bis 1861 nicht nur das Stadtwachstum hemmte, sondern auch immer mehr zum verhaßten Symbol der gängelnden Staatsmach und der rechtlichen und sozialen Ausgrenzung der Vorstadtbewohner [St. Paulis] wurde – was sich besonders während der Revolution 1848 zeigte, als die Tore nach St. Georg und St. Pauli von spontanen Volkserhebungen attackiert wurden."
(Lange, 1995: S. 57, "A120")
Eine Beschreibung der – inzwischen an ihren heutigen Standort vesetzten – Millerntorwache liefert auch der neue "Architekturführer Hamburg" (2006) von Dirk Meyhöfer, der zunächst als Architekten Carl Ludwig Wimmel und als Baujahr 1820 nennt und anschließend stärker auf das Umfeld eingeht:
"Ein kleiner dorischer Tempel mit Triglyphenfries diente als Wachhäuschen für eine 'Torsperre', die sich das alte Hamburg immerhin bis 1861 leistete. Ursprünglich existierte ein exakter Doppelgänger auf der anderen Wegseite. Hier, jenseits der heutigen Wallanlagen, endet die Kernstadt: heute eine unstrukturierte Gegend, die schwer einzuordnen ist. Der östlich anschließende Zeughausmarkt mit der Englischen Kirche (…) vermittelt einen Eindruck, wie Hamburg in der Biedermeierzeit ausgesehen hat. … Die Millerntorwache führte lange Zeit einen 'Dornröschenschlaf', anders gesagt, sie war stark heruntergekommen. Symbolische Erklärung dafür: Solche Häuser stehen in Hamburg für staatliche Kontrolle, wie sie dort verhasst ist. Im Jahre 2005 Vor wurde das Haus mit einem hohen technischen Aufwand um wenige Meter verschoben und dient nun als Showroom des Hamburgischen Museums, das in den Wallanlagen dahinter liegt. Westlich davon, am heutigen Millerntorplatz, beginnt eine völlig andere Welt, die Reeperbahn, und das wilde Kunstglasdach der U-Bahnstation St. Pauli gibt einen architektonischen Vorgeschmack." (Meyhöfer, 2006: S. 28 – Nr. 26)

 

Millerntorplatz
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BECKERSHAUS: (Neustadt, St. Pauli), um 1896, als um 1820 angelegter Platz vor dem Millerntor, vorher "Am Wall beim Millerntor".
In seinem Verzeichnis über "Die Namen der Hamburger Märkte und Plätze" schreibt BECKERSHAUS außerdem: "Benannt 1896 nach dem 1820 angelegten Platz vor dem Millerntor. Zuvor hieß die Straße »Am Wall beim Millerntor«. Der Platz befindet sich direkt am südlichen Ende des Heiligengeistfeldes. Das Millerntor wurde früher als »Ellerntor«, »Altonaertor« oder »Düsterntor« bezeichnet. Eine von vielen Auslegungen besagt, das Millerntor »mittleres Tor« bedeuten könnte, weil es zwischen dem Dammtor und dem Schaartor gelegen war."
EStH: Ben.[annt] um 1896 als um 1820 angelegter Platz vor dem Millerntor; vorher Am Wall beim Millerntor.
HANKE: (um 1896) siehe Millerntordamm.
Die Plätze außerhalb des Walles vor den Toren waren bis zur Aufhebung der Torsperre u.a. notwendig, um ankommenden Fuhrwerken und Reisenden Stellplätze für die Übernachtung zu verschaffen, da bis zum 31.12.1860 nachts alle Stadttore geschlossen wurden und nur gegen Entrichtung des sog. "Sperrgeldes" passiert werden konnten. Vom Millerntorplatz führten zahlreiche Fahr- und Feldwege in die nähere und fernere Umgebung, u.a. nach Altona und Eimsbüttel.
Im Revolutionsjahr 1848 war der Vorplatz des Stadttores Schauplatz einiger Unruhen, u.a. am 13. März 1848. Darüber berichtet Michaelis in seiner "Treue[n] Schilderung der betrüblichen Ereignisse in der Nacht vom Montag auf Dienstag dieser Woche vor dem Millerntor und in St. Pauli" (Hamburg, 1848) u.a. folgendes:
"Als das Tor um 6.30 gesperrt worden war, erhoben sich aus der Menge einige Stimmen: Es lebe die Freiheit! Hurra! Hamburg ist frei! Keine Torsperre mehr! Hurra! … die Zahl der am Platze Versammelten (mochte) nahe an 1000 Individuen, Frauen und Kinder inbegriffen, erreichen, als gegen 9 Uhr Obrist Schohl, Kommandant der hanseatischen Garnison, mit einer imposanten Macht erschien, durch welche das Tor besetzt wurde, ohne daß man dadurch jedoch die Passsage hemmte."
Bei SCHREIBER / WALDEN: "Hamburg-St. Pauli" (2008) heißt es zum Millerntorplatz und dem historischen Torhaus:
"... - früher war das Millerntor ein Nadelöhr, durch das jeder musste, der vom Hamburger Stadtzentrum nach St. Pauli oder Altona wollte. Allein das klassizistische Wachhäuschen mit der Säulenvorhalle, ein 1819 [sic!] entstandener Bau von Carl Ludwig Wimmel, erinnert noch an die Zeit der von vielen als lästig empfundenen Torsperre, … Am 31. Dezember 1860 wurde die Torsperre aufgehoben. Ein Wachhaus wurde abgerissen, das andere wurde um 1900, …, als Tabakladen genutzt. Das denkmalgeschützte Bauwerk ist wiederholt um einige Meter versetzt worden, zuletzt am 7. März 2004." (a.a.O., S. 30)

siehe auch: Millerntordamm

 

Müllergang
In dem Werk von NEDDERMEYER, "Topographie der Freien und Hanse-Stadt Hamburg" (1832) heißt es in dem Kapitel "Die Gassen der Vorstadt Hamburgerberg":
" M ü l l e r g a n g .
No. 24 bis 41. 8 Buden. – A.D. [= Armen-Distrikt] 5.
Nach 1814 entstanden."

Die hier erwähnten "Buden" sind offenbar beim Wiederaufbau St. Paulis nach der Franzosenzeit entstanden. Es waren einfache, wohl eingeschossige und sehr kleine Wohnhäuser, wie sie häufig als preiswerte Unterkünfte für die unteren Bevölkerungsschichten errichtet wurden.
Jürgen ELLERMEYER beschreibt "Buden" im "Hamburg-Lexikon" wie folgt:
"Dem Worte nach waren Buden für nord- und mitteldeutsche Städte des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit kennzeichnende Kleinwohnungen und Gewerbestätten. Bis zu den Sanierungen Ende des 19. Jhdts. gab es massenhaft Buden in Hamburg. In den Beschreibungen größerer Wohnungsnot um 1800 werden sie häufig als Bau- und Wohnform genannt. J.L. von Heß erwähnt sie in seiner Topographie als 'kleine Wohnungen von einem Stockwerk [...] gemeiniglich in Gängen und Höfen' gelegen. Von der Einräumigkeit im Mittelalter bis zur kleinen Einheit von (bisweilen unterkellerter) Stube und Diele, womöglich auch Dachraum, entwickelten sich Buden nicht nur für das 'Proletariat' als ein notgedrungen weitgenutzter Typ von Mietwohnung. Dabei waren sie von der Straße (als traufständig von den giebelständigen Häusern unterschieden) zunehmend auf die hinteren Grundstücksteile zurückgedrängt worden, wo sie in Reihen von bis zu 95 m Länge, z.T. beidseitig des Hofes und mit dem Rücken gegen die entsprechende Reihe des Nachbargrundstücks standen. Die Buden wichen ab 1800 der zunehmend höher werdenden, profitableren Bebauung." (Kopitzsch / Tilgner [Hrsg.], 1998: S. 534).
In den Vorstädten zählten die im 19. Jahrhundert in großer Zahl errichteten sog. "Terrassen" zu einer neuen Erschließung und einträglichen Nutzung der langen Gartengrundstücke, die – angelehnt an die traditionelle Bodenordnung der langgestreckten Kaufmanshaus-Bebauung – auch außerhalb der Inneren Stadt üblich waren.
PABEL: Nach 1814 entstanden. Zugang zu der auf dem Heiligengeistfeld belegenen Mühle.
Dieser unbefestigte Weg verband die – 1939 abgebrochene – Mühle auf dem Heiligengeistfeld mit Wohnhaus des Müllers und Nebengebäuden an der heutigen Laeiszstraße 13/16 im Karolinenviertel. Erhalten sind dort Hintergebäude, die jedoch in jüngster Zeit durch Modernisierung und Umbau zu Wohnungen stark verändert worden sind.
Die erste urkundliche Erwähnung einer Konzession für das Betreiben einer Windmühle auf dem Heiligengeistfeld stammt aus dem Jahr 1755. Auch diese fiel der "Demolirung" der Vorstadt Hamburgerberg durch die napoleonischen Besatzungstruppen im Winter 1813/14 zum Opfer. Für das Jahr 1817 ist im Hamburgischen Staatsarchiv folgende Eintragung des damaligen Landherrn der Vorstadt überliefert:
"Dem hiesigen Schutzverwandten Matthias Redenburg wird hiermit die Erlaubnis erteilt, seine erlernte Müller-Profession, mit den dazu benöthigten Gesellen, in der Mühle auf dem Heiligen Geistfelde frey und ungehindert treiben zu dürfen. Meine Herren Nachfolger werden ersucht, denselben bey dieser ertheilten Freyheit zu schützen."
(Staatsarchiv der Freien und Hansestadt Hamburg, Bestand 411-2, Aktenstück I 224)
Die Auftragslage für den Windmüller blieb nach dem Wiederaufbau der Mühle bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts auskömmlich. Zu Beginn des letzten Jahrhundertdrittels geriet er jedoch durch die Konkurrenz der Dampfmühle am Hafenrand und die Errichtung der höheren Wohngebäude der Gründerzeit in wirtschaftliche Nöte. Zudem galt die Windmühle der Obrigkeit der damaligen technikgläubigen Epoche allmählich als zu antiquiert. So berief sich die "Löbliche Finanzdeputation" 1865 darauf, dass dem Müller nie eine Zusage über die "Sicherheit der Winde" oder eine Begrenzung der Höhe der Häuser an den umgebenden Straßen gemacht worden war. Trotzdem verweigerte man auch die Genehmigung für eine durch Pferde angetriebene "Roßmühle", da das Heiligengeistfeld unbebaut bleiben sollte. Wenige Jahre später wurde auch die Errichtung einer Dampfmühle abgelehnt, da
"die Windmühle doch nur so lange hier verbleiben dürfte, bis über die Staatsländereien in dieser Richtung bis zur Sternschanze, welche zur Überführung einer Hafenbahn, Erbauung eines Schlachthauses etc. in Aussicht genommen sind, definitiv disponirt sein wird"
(Staatsarchiv der Freien und Hansestadt Hamburg, Finanzdeputation I-III, Aktenstück 2651).
Als der Schlachthof sich Ende des 19. Jahrhunderts bis zum Neuen Kamp ausdehnte, wurde die ehemalige Einmündung der Marktstraße in den Neuen Kamp abgetrennt und teilweise überbaut. Stattdessen wurde der zuvor unbefestigte Müllergang zu einer neuen Einmündung in die Feldstraße ausgebaut und dem neuen Verlauf der Marktstraße zugeschlagen.

siehe auch: Marktstraße

 

Anmerkungen

[1] siehe: Horst Beckershaus, Die Hamburger Straßennamen. Woher sie kommen und was sie bedeuten. (Hamburg: Kabel-Verlag / Hamburger Abendblatt, 1997)

[2] siehe: Christian Hanke, Hamburgs Straßennamen erzählen Geschichte. (Hamburg: Medien-Verlag Schubert, 1997)

[3] siehe: [Joachim, E.:] Erklärung der Straßennamen der Stadt Hamburg. Sonderdruck aus dem 5. Sonderheft der Statistischen Mitteilungen über den hamburgischen Staat: Die Gemeinden und Straßen des hamburgischen Staatsgebietes nach dem Stande von Anfang Oktober 1925. Hamburg, 1925 (Druck von Lütcke & Wullff).
(Erstmalig: "Erklärung der Straßennamen der Stadt Hamburg." = Statistische Mitteilungen über den Hamburgischen Staat. Teil II, S. 51-84. Hamburg, 1925.)

[4] siehe: Reinhold Pabel, Alte Hamburger Straßennamen. (Bremen: Edition Temmen, 2001)

 

Weitere Literatur

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