Register

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Einleitung | Anmerkungen | Literatur

Register mit Erläuterungen und Mitteilungen über Veränderungen (z.B. verschwundene oder umbenannte Straßen)

 

N

Nach den Sandgruben …
Bevor viele Straßen der Hamburger Vorstadt St. Pauli ab 1841 mit amtlichen Bezeichnungen versehen wurden, waren Kartographen zu ihrer Bezeichnung häufig auf traditionelle Flurnamen oder beschreibende Bezeichnungen angewiesen. So erhielt die "Vorgängerin" der heutige Karolinenstraße, die wahrscheinlich bestenfalls eine befestigte, baumgesäumte Allee war, auf dem "Plan Von Hamburg, den Wallanlagen und den nächsten Umgebungen der Stadt.“ (kolorierte Lithographie; Größe: 56 x 41 cm) von Otto (Hamburg: Nestler & Melle, 1835) die Bezeichnung "nach d.[en] Sandgruben u.[nd der] Sternschanze".
Sie bezieht sich darauf, dass es zwischen dem Grindel und den Begräbnisplätzen zahlreiche Gruben gab, in den Sand verschiedener Körnungen gewonnen wurde, weshalb einer dieser Gruben auf einer anderen Karte dieser Zeit auch als "Grand-Grube" bezeichnet wird. Das Material wurde für unterschiedliche Zwecke verwendet, hauptsächlich jedoch im Bauwesen. Die Nutzung feiner Sande zur Glasherstellung war bereits einige Jahre zuvor eingestellt worden, als die Glashütten (westlich der gleichnamigen Straße) geschlossen wurde.
Eine andere Nutzung der Sandgruben erfolgte in der Notzeit der Pestepidemie des Jahres 1713: Da die vielen Todesopfer schnell beigesetzt werden mussten, brachte man sie vor die Stadt, wo aus einigen der Sandgruben Massengräber wurden. Diese Tatsache war in der historischen Überlieferung noch bis in die 1930er Jahre gut bekannt, als ein Artikel über den "Pesthügel" im (damaligen) Zoologischen Garten erschien.

siehe auch: Glashüttenstraße

 

Nachtigallenstraße
Diese Bezeichnung ist auf älteren Stadtplänen der damaligen Hamburger Nachbarstadt Altona aus der Zeit ab 1900 und auch auf dem Baustufenplan des Jahres 1955 als Name für den heutigen nördlichen Abschnitt der Lerchenstraße zwischen Stresemannstraße und Schulterblatt aufzufinden.
Zur gleichen Zeit gab es auf Hamburgischem Gebiet eine Nachtigallenstraße in Hamburg-Barmbe[c]k. Dieser Straßenname verschwand dort (spätestens) mit dem Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg, da die Straße im vollständig kriegszerstörten Gebiet lag und nicht wiederhergestellt wurde.

siehe auch: Lerchenstraße

 

Neuer Kamp
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BECKERSHAUS: (St. Pauli), 1841, nach einem der Gegend anhaftenden Flurnamen.
EStH: Ben.[annt] 1841 unter Übertragung eines an der Gegend haftenden Flurnamens.
HANKE: kein Eintrag.
Ebenso wie bei der Kamp- oder der Feldstraße, die den Neuen Kamp nach Osten verlängert, hat sich im Straßennamen die ehemals ländliche Struktur der Landgebiete im Weichbild der umwallten inneren Stadt erhalten. Die in Hamburg weit verbreiteten Straßennamen mit den Namensteil (~)Kamp oder (~)Koppel beziehen sich auf eingefriedete und landwirtschaftlich intensiv genutzte Flächen und werden sowohl für Anbau- als auch für Weideflächen verwendet.
Der "Kamp" (von lat.: campus = Feld) und die "Feld"-Straße bildeten spätestens seit der Parzellierung und amtlichen Vermessung größerer Teile durch den Feldmesser Olbers in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts die nördliche Grenze des Heiligengeistfeldes. Nördlich schlossen sich erste Privatgrundstücke mit Gewerbebetrieben (Ölmühle, Glashütte), aber auch einzelnen privaten Landhäusern an. An der Einmündung der heutigen Glashütten- in die Feldstraße ist auf frühen Karten zudem ein kleiner mennonitischer Begräbnisplatz dargestellt, denn allen Nicht-Lutheranern war es bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts nicht gestattet, ihre Toten innerhalb der Stadtwälle, d.h. auf den "Kirchhöfen" beizusetzen.
Weiter nördlich – bis zur Sternschanze – erstrecken sich größere Flächen Weidelandes, die von der "Cämmerey" einzelnen Pächtern "verhauret", d.h. verpachtet waren. Auch Teiche, Quellen und Wassergräben werden in den Olbers'schen Plänen dargestellt, d.h. hier trat Wasser auf natürlichem Wege an die Oberfläche und wurde zeitweilig durch Brunnenleitungen auch zur Trinkwasserversorgung genutzt.
Das dominierende Gebäude am Neuen Kamp ist heute der Discountmarkt an seiner Südseite. Er nimmt – zusammen mit einigen Nebengebäuden die nordwestliche Ecke des ehemals bis hierher reichenden Heiligengeistfeldes ein. Der heutige Bau aus den Jahren 1950/51 ersetzte die 1887/88 errichtete, jedoch im 2. Weltkrieg zerstörte "Centralviehmarkt Halle". Ihr ursprünglicher Zweck als Rinder-, Schaf- und Pferdemarkt ist einerseits an der ungewöhnlichen Form, andererseits an zwei Reliefs an den beiden Treppenhäusern ablesbar.
Das Gebäude wurde auf den erhaltenen Grundmauern des Vorgängerbaus errichtet und in seinen Entstehungsjahren mit zeitgemäßer Technik versehen. Diese Technik sollte es ermöglichen, die durch sog. Shed-Dächer gleichmäßig von Norden her belichtete Halle auch für Großveranstaltungen mit bis zu 30.000 Besichern zu nutzen. Diese Nutzung entfiel mit der Umwandlung der Halle in einen Discount-Markt zu Beginn der 1970er Jahre und dem Einbau eines Parkdecks als Obergeschoss über der gesamten Grundfläche. Auch das äußere Erscheinungsbild wurde durch die Verkleidung großer Wandflächen mit Metallprofilen stark verändert. Die derzeitige Pächterin des Hauptgebäudes hat angekündigt, die jetzige Nutzung nicht über das Vertragsende hinaus fortsetzen zu wollen, so dass derzeit (2009) Vorschläge für eine Umnutzung oder sogar eine Neubebauung der Fläche öffentlich diskutiert werden.

siehe auch: Feldstraße

 

Neue Rosenstraße
Siehe: Rosenstraße.

siehe auch: Rosenstraße

 

Neuer Pferdemarkt
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BECKERSHAUS: (St. Pauli), ben. 1841, als "Am neuen Pferdemarkt", nach der Benutzung des anliegenden freien Platzes und im Gegensatz zum Pferdemarkt in der Altstadt.
In seinem Verzeichnis über "Die Namen der Hamburger Märkte und Plätze" schreibt BECKERSHAUS außerdem: "Der Platz befindet sich in der Verlängerung Stresemannstraße, Budapester Straße, auf der Höhe Neuer Kamp. Benannt 1841 als »Am neuen Pferdemarkt«. Hier befand sich tatsächlich ein Pferdemarkt. Den Zusatz »Neuer« erhielt der Platz im Unterschied zum »Pferdemarkt« in der Altstadt, der im Todesjahr von Gerhart Hauptmann (1946) in Gerhart-Hauptmann-Platz umbenannt wurde."
EStH: Ben.[annt] 1841 als Am neuen Pferdemarkt nach der Benutzung des anliegenden freien Platzes und im Gegensatze zum Pferdemarkt in der Altstadt.
HANKE: (1841) Auf dem neuen Pferdemarkt, der bis 1841 Bestandteil der Straße Schulterblatt war, wurde mit Pferden gehandelt. Neu war er im Vergleich zu dem Pferdemarkt der Altstadt, dem heutigen Gerhart-Hauptmann-Platz.
Südlich anschließend findet sich auf der Karte "Grundriss der Vorstadt von Hamburg S[ank]t Pauli; herausgegeben von P. G. Heinrich." Gezeichnet v. A.[nton] A.[ugust] M.[artin] Nagel. In Stein gestochen v. Th.[eodor] Boehden; verlegt von Otto Speckter, Hamburg, 1836 (Lithographie; Maßstab: [Ca. 1:5.800]; Größe: 37 x 44 cm) der Ochsenmarkt, der bereits auf Altonaer Gebiet zwischen der "Bleichen-Strasse" (heute Bleicherstraße) und dem Grenzgang abgehalten wurde.
Mit dem Wiederaufbau der im Winter 1813/14 unter französischer Besatzung niedergebrannten Bebauung entstanden am Neuen Pferdemarkt Wohnhäuser, deren langgestreckte rückwärtige Gartengrundstücke teilweise auch Gewerbe- und Handelszwecken in Verbindung mit dem Vieh- und Pferdehandel dienten. Der Pferdemarkt wurde hier bis 1826 abgehalten. Er wurde nicht nur von Pferdehändlern und Fuhrunternehmern aus Hamburg besucht, sondern auch von Gutsbesitzern und Händlern aus den ostelbischen Provinzen und von Aufkäufern, die Pferde für die Kavallerie-Einheiten unterschiedlicher Armeen erwarben. Um den Platz herum siedelten sich "Kommissionäre" (Zwischenhändler), Tierärzte und eine Fabrik für Kutschen und Wagenaufbauten an. Diese – in den 1840er Jahren gegründete – Firma von F. SACHS & Sohn ist im Hinterhof des Hauses 27 bis heute tätig.
Auch die langgezogene Form der Grundstücke auf beiden Seiten des Platzes ist z.T. bis heute erhalten und spiegelt sich in ihrer Bebauung wider, die in Form mehrerer Terrassen und Passagen (davon zwei bis hin zur Sternstraße) errichtet wurde. Zu den Relikten der früheren Nutzung zählen eine Tierarztpraxis und ein Fachwerkgebäude aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, das nach lokaler Überlieferung der napoleonischen Kavallerie als Pferdestall gedient haben soll.
Auch im Umfeld gab es Quartiere für Reisende und ihre Reittiere. So dienten z.B. das obere Geschoss des Hinterhauses Beim Grünen Jäger 6a oder Kellerräume im Braunschweiger Hof am Schulterblatt zum Unterstellen von Pferden. Seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhundert gab es auch Viehkoppeln hinter der Rindermarkthalle südlich des Neuen Kamps zwischen Eimsbütteler Straße (heute: Budapester Straße) und den Gleisanlagen des Viehbahnhofs am westlichen Rand des Heiligengeistfeldes.
Die gründerzeitlichen Vorderhäuser der östlichen ("Hamburger") Seite fügten sich seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts zu einer "Platzwandbebauung" zusammen, die teilweise – z.B. an der Einmündung der Beckstraße heute noch in Resten erkennbaren – von Vorgärten zum Platz- bzw. Straßenraum hin abgeschirmt war. Die meisten Vorgärten fielen jedoch – als Tribut an die "autogerechte Stadt" – einer Nebenfahrbahn mit Parkplätzen zum Opfer. Die westliche ("Altonaer") Seite des Platzraums – an der Straße Beim Grünen Jäger – zeigt sich hingegen erheblich heterogener und hatte noch einige vorstädtische Reminiszenzen (z.B. Beim Grünen Jäger 6, 6a) bewahrt, die inzwischen jedoch teilweise zerstört oder durch Neubauprojekte zumindest erheblich bedroht sind.
Das an die spitzwinkligen Ecken Pariser oder Brüsseler Plätze Hausmannscher Prägung (Georges-Eugène Haussmann, 1809-1891; Architekt und Stadtplaner) erinnernde Eckhaus im Norden des Platzes zwischen Schulterblatt und Schanzenstraße trägt als besonderen Hinweis auf seine Lage an der ehemaligen Grenze zwischen Hamburg und Altona an der westlichen Fassade das Altonaer Stadtwappen mit dem einladend geöffneten Tor, an der östlichen hingegen das Hamburger mit den trutzig geschlossenen Flügeln des "Tores zur Welt".
Der Neue Pferdemarkt wurden im Zuge fortschreitender Motorisierung und zeitweilig mit der Zielsetzung, die Schaffung der "autogerechten Stadt" (siehe: Hans Bernhard Reichow: Die autogerechte Stadt. Ein Weg aus dem Verkehrs-Chaos. Ravensburg, 1959.) voranzutreiben, immer wieder umgebaut. Meist wurden dabei die Verkehrflächen für den Kraftfahrzeugverkehr ausgeweitet und optimiert, z.B. durch die Auflösung der Kreuzungssituation mit der Straße Beim Grünen Jäger. Im Zuge verschiedener U-Bahn-Planungen war jedoch seit den 1920er Jahren auch immer wieder eine Verlegung der U-Bahn-Trasse und der Haltestelle Feldstraße nach Westen in der Diskussion, wurde aber bekanntlich nie realisiert.

siehe auch: Beim Grünen Jäger

 

Nobishaus - Nobiskrug - Nobisthor
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NEDDERMEYER liefert in seiner "Topographie" (1832) zunächst nur eine einfache Ortsangabe für diese Örtlichkeit "auf dem Hamburgerberge":
"Im Jahre 1646 wird des Erbes eines gewissen Norden, mit der Bezeichnung 'olim N o b i s k r u g', gedacht (Nordensweide findet sich noch in der Gränzkarte von 1744), ferner des Valken-Teichs. Valke, nach welchem dieser Teich benannt ist, kaufte 1646 Nobiskrug-Land; eine Lohgärberei dieses Mannes wird als bei der neuen Festung (dem Wall) belegen, bezeichnet. Das Domkapitel verkaufte dem Hans Valke drei Stück oder Kempten Landes, vor dem Millernthore zwischen der neu angelegten Festung und dem 'Scheidebeck' liegend, welche Nobis Ackerland genannt wurden. Die Stadt ließ den dort belegenen Hügel, als der Festung nachtheilig, abtragen."
(NEDDERMEYER, Zur Statistik und Topographie der Freien und Hanse-Stadt Hamburg. Hamburg: Hoffmann & Campe, 1832: S. 64; 'Nachträge, Zusätze und Verbesserungen', S. 347.)
PABEL: Auf des Stadtplänen des frühen 19. Jahrhunderts erscheinen Nobistor bzw. Nobishaus oder Nobiskrug westlich des Millerntors als hart an der Grenze zu Altona befindlich, oder, wie STELTZNER es formuliert, "ein Stück Landes für Altenau, in der Stadt Gebiete gelegen". NEDDERMEYER schreibt (N., Top.; S. 337) von der als "4. Einfahrt" (nach Altona hin) bezeichneten Straße: "auch Nobisthor und Trotz-Altona genannt; die Gasse, die darauf zuführt, wird die Langereihe genannt und ist von 1662 bis 1729 angebauet." Diese Lange Reihe ist nicht zu verwechseln mit der in St. Georg. Sie verband den westlichen Ausgang des Millerntores mit der auf Altonaer Gebiet liegenden Reichen- bzw. Bergstraße, auf der Trasse der heutigen Reeperbahn. Nobishaus und Nobiskrug wurden offenbar synonym benutzt, wobei die ältere Form (nach Grimm) wohl Nobiskrug war und erst allmählich Nobishaus gewichen ist. "Am Anfang des 16. Jahrhunderts, wenn nicht schon früher, wurde in der Gegend des Hamburgre Berges das bereits 1534 erbaute Nobishaus gebaut. Den Platz, wo einst das Nobishaus stand, nahm später die Neue Dröge ein. Ursprünglich war das Nobishaus wohl eine Art Wachhaus, 1549 aber bereits ein Krug" (N.; Stat.; 70).
Die Etymologie von Nobistor scheint auf den ersten Blick eindeutig zu sein. An dem hölzernen Tor befand sich nämlich auf gußeisernem Schaft die lateinische Inschrift: "Nobis bene - nemini male" ("Für uns das Gute, für niemanden das Böse"). Der Nobiskrug gehörte einem Hamburger, der nach dem Sinn dieses Spruches offenbar zum Ausdruck bringen wollte, daß die "Unsrigen" (Hamburger) für sich alles Gute wünschten, ohne deswegen den (Altonaer) Nachbarn etwas Übles anhängen zu wollen. Ein friedfertiges Motto, ohne Zweifel.
Zur lateinischen Inschrift gibt es eine hübsche Anekdote, die bezeugt, wie sich ein mißverstandenes Wort umfunktionieren läßt in eine "einleuchtende" Erklärung, die zugleich eine Kritik an einer unbeliebten städtischen Einrichtung wie der Torsperre zum Ausdruck bringt:
Ein Altonaer Mädchen wollte nach einem Besuch in Hamburg zurück, eben noch vor der Torsperre. Als sie halb durch die Sperre war, schnappten die eisernen Flügel zu. Dabei wurde sie verletzt, die eine Hälfte befand sich noch in Hamburg, die Beine baumelten schon auf Altonaer Seite. Es entstand ein Streit unter Juristen über die Frage, wer denn nun für den angerichteten Schaden verantwortlich sei. Da das Mädchen Amalie hieß – Kurzform "Male" – wurde die lateinische Torinschrift interpretiert als: "Nur bis de Beene nehm ich die Male!" und Hamburg mußte zahlen (GROBECKER, III).
Nun hätten die Etymologen mit der Deutung des lateinischen Spruches zufrieden sein können, wenn nicht doch Bedenken angemeldet worden wären angesichts der Tatsache, daß dieser erst verhältnismäßig spät entstand, nämlich in dänischer Zeit. Der Name Nobiskrug oder Nobishaus war aber schon in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts gebräuchlich, worauf auch R. EHRENBERG in seinem Buch "Altona unter Schauenburgischer Herrschaft" (II/III; S. 49 ff.) hingewiesen hat. Demnach muß die Wurzel für die Namenserklärung zeitlich weiter zurückliegen.
"Nobiskroch" bedeutet im Mittelniederdeutschen eine Schenke an der Grenze, wobei das "nobis" eine Verstümmelung von "na'n Obis-Kroog" sein könnte, laut TILING: "Was aber ist Obis-Kroog für ein Ort? Wir brauchen es überhaupt für einen Ort, woher niemand zurückkommt: den Tod, den Untergang. 'He is na'n Obskroge': Er ist nicht mehr in der Welt, man weis nicht, wo er geblieben ist" (TILING, Versuch eines bremisch-niedersächsischen Wörterbuchs; III, S. 254).
Die Hypothese von dem Bedeutungsursprung "Hölle", "Abgrund" (möglicherweise von abyssus = Abgrund, Ort der Nimmerwiederkehr) erscheint durchaus bedeutsam. Denn es gab eine Redensart: "Jemand sagt im Zorn, er solle in den Nobiskrug gehen, welches soviel bedeutet, als solle er zum Teufel gehen" (nach ZIEGRA, Sammlung von Urkunden; S. 298). NEDDERMEYER (Topographie der Freien und Hanse Stadt Hamburg; S. 335/6) zitiert aus der Literaturgeschichte Beispiele, welche diese Lesart bestätigen:
"Dein dürrer Körper mit Deinem Fleisch
werd' allhier der Raben Speiß.
Dein Seel' fahr hin in Nobiskrug,
Da ihr bereit ist Qual genug."

(aus Cursus Klesilianus)
"Als Eulenspiegel ward zu schwach,
da wollt man thun auch zur Sach,
Daß er nicht stürb so ungebeicht,
und führ in Nobishaus vielleicht."

(aus Fischart, Eulenspiegel; S. 277)
Und aus einem Hamburger Diarium von 1714 zitiert NEDDERMEYER: "Die Juden haben den Gebrauch, wenn einer von ihnen abstirbet, so sagen sie, wenn er dorthin kommt, soll er Abraham fleißig grüßen. Es lag auf eine Zeit ein Jude krank, denselben besuchten andere und sagten auch, er solle Abraham von ihretwegen grüßen, Christum aber nicht, der wäre ihnen gram; da fährt der sterbende Jude an und sagt: gram wider gram, und fuhr also hin in seinen Abrahams Garten in Nobiskrug." An anderer Stelle bekräftigt Neddermeyer: "Der Name Nobishaus ist ein Volkswitz, denn er bedeutet die Hölle" (NEDDERMEYER, Zur Statistik und Topographie der Freien und Hansestadt Hamburg; S. 70).
EHRENBERG (Altona unter Schauenburgischer Herrschaft; II/III, 49 ff.) berichtet, seinem Gewährsmann Casper folgend, von einer in Norddeutschland verbreiteten Sitte, nach der man dort, wo ein Mensch gewaltsam umgekommen war, beim Vorübergehen eine Handvoll Erde, einen Zweig oder Stein niederlegte ("Stein- oder Reiser-legen"), sozusagen als Opfer für die Seele des Verschiedenen; ein Relikt aus heidnischer Zeit, wo man mit diesem symbolischen Akt der Rache des umherirrenden Geistes des Verschiedenen entgehen zu können glaubte. Diese stehe in direktem Sinnzusammenhang mit der geschilderten Bedeutungsvariante, "Nobiskrug" (mit Varianten: Nobiskuhle, Naberskroech, Nobelskrug, Obiskroog) weise hin auf (ursprünglich) Totenwelt, Unterwelt, Aufenthaltsort nach dem Tode (neutral von einem Verstorbenen: "he is nu all' na Naberskroch"; oder spezifisch: in der Hölle oder Fegefeuer). Bei GRIMM (XIII; S. 863 ff.) finden sich zahlreiche andere literarische Zeugnisse zum Thema. Ergänzend wäre zu bemerken, daß es in der Nähe des Nobistors den "Düwels Bomgarden" gab (1386 erwähnt), so wie in der Ecke Breitenstraße und Palmaille ein Haus mit der Bezeichnung "Bi'm Dreedüwel".
MENSING (Schleswig- Holsteinisches Wörterbuch; III, S. 805) bietet eine wenig schlüssige Deutung von "Nobis". Das lateinische Wort sei zwar mit "uns" zu übersetzen, aber im Rotwelsch (Gaunersprache) als Deckwort für "non" gebraucht und als solches Verneinungswort in Verbindung gebracht worden sein mit Krug. Danach wäre also ein Nobiskrug eine schlecht angesehene Kneipe (nach: Niederdeutsche Zeitschrift für Volkskunde; Jg. 6, S. 103).
Der Name Nobiskrug findet sich übrigens in Norddeutschland mehrfach; außer in Hamburg z.B. in Rendsburg oder in der Altmark (bei DANNEILL allerdings nicht erwähnt). In allen Fällen handelt es sich um grenznahe Lokalitäten, deren Lage häufig Streitigkeiten oder Auseinandersetzungen zwischen den Nachbarn mit sich bringt. Dies im Falle des Hamburger Nobiskrugs mehrfach dokumentiert und kommt nicht zuletzt durch die Bezeichnung der Örtlichkeit bei Neddermeyer als "Nobuskrug und Trotz-Altona" zum Ausdruck.
GAEDECHENS (Historische Topographie der Freien und Hansestadt Hamburg; S. 109) weiß noch zu berichten: "Das Kloster Herwardeshude – hier handelt es sich um das alte Kloster auf dem Hamburger Berg – vermietete 1606 ein neben dem Hause liegendes Land an den Pächter desselben, verkaufte es aber 1650 für 400 Mark. Die Landstraße führte an der Grenze über einen 1542 erwähnten Damm, welcher hier den Norder- und Süder-Nobisteich trennte."
Die Deutung des Ortsnamens "Nobiskrug" wird in einem Beitrag über eine heute noch bestehende Gaststätte gleichen Namens in Handorf bei Münster/Westf. durch eine Herleitung aus dem Schweizerischen ergänzt:
"Der Name 'Nobiskrug' ist wahrscheinlich schweizerschen Ursprungs. 'Nobischratten' bedeutete in der Schweiz zunächts viel wie Obstkorb (Nobis = n'Obis, Obis = Obst). Später übertrug man diese Bezeichnung auf die 'Kiepe', mit der nach alten Vortsellungen der Teufel die verdammten Seelen in die Hölle schaffte. Diese Kiepe setzte man bald gleich mit dem Aufenthaltsort der Verdammten selbst. So wandelste sich der Begriff 'Nobischratten' zu 'Nobishus' bzw. 'Nobishaus', was schließlich einfach noch 'Wohnung der Toten' bedeutente. Nach Niederdeutschland gelangt, wandelte sich der Begriff zu 'Nobiskrog' oder 'Nobiskrug' und nahm hier den Sinn 'Wirtshaus' an.
Nach alter Sage wanderten nach dem Hinschleichen die Seelen in den Nobiskrug, ein Wirtshaus zwischen Zeit und Ewigkeit, in dem sie noch eine Nacht verweilen durften, bevor sie endgültig ins Jenseits eingingen. Der Wirt war in dieser Vorstellung der Teufel, der sich ein Vergnügen daraus machte, mit den Seelen in dieser Nacht um ihre Seligkeit oder Verdammnis zu würfeln. Bezeicnenderweise stehen die 'Nobiskrug' genannten Gasthäuser meistens vor den Toren einens Ortes."

(Siehe: http://buene.muenster.de/mauritz/projekte_in/lotsen2001/Geschichte/Geschichte.htm )
NEDDERMEYER weiß über die Nobisteiche zudem folgendes zu berichten:
"Im Jahre 1626 wird des Verkaufs eines Platzes bei den Reperbuden hinter der Wache gedacht, der zur Anlegung der alten Dröge benutzt wurde. Bei demselben Jahre wird angeführt, daß die Quelle des Süder- und später, daß die des Norder-Nobisteich versiegte."
(NEDDERMEYER, Zur Statistik und Topographie der Freien und Hanse-Stadt Hamburg. Hamburg: Hoffmann & Campe, 1832: S. 64)
Im Kapitel "Die Gassen der Vorstadt Hamburgerberg." heißt es hingegen nur knapp:
" N o b i s t h o r , bei dem, siehe 4te Einfahrt."

 

Nobistor
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BECKERSHAUS: (St. Pauli, Altona-Altstadt), 1948, nach dem früher hier gelegenen Grenztor zwischen Hamburg und Altona und nach der Inschrift dieses Tores: "Nobis bene, nemini male" = für uns das Gute, für Niemandem das Böse. Das Nobistor erhielt seinen Namen von der Grenzwache "Nobishaus", die auch Schankrecht hatte. Dieses Schankrecht wurde an alte verdiente Ratsherren verpachtet.
HANKE: (1848) Das Nobistor, das einst den Grenzübergang von Hamburg nach Altona bildete, wurde im 17. Jahrhundert nach dem Nobishaus benannt, einer alten Grenzwache mit Schankgerechtigkeit, die an verdiente Ratsherrn verpachtet war. Der Name von Haus und Tor könnte sich vom lateinischen "nobis" = wir oder von "in obis" = "in der Tiefe" ableiten. Die Bedeutung "wir" hing mit der Grenzlage zusammen. Hier wurden oft Grenzstreitigkeiten ausgetragen und die Sieger konnten stolz behaupten, daß "wir" gewonnen haben.
Ähnlich wie auf Hamburger Seite mit dem historischen Wachhäuschen der früheren Millerntor-Wache hat sich auch auf Altonaer Seite ein Relikt des früheren Stadttores erhalten, wenn auch weniger auffallend und inzwischen auch an einem unhistorischen Ort, nämlich an der Nordseite der Reeperbahn (Hausnummern 170 / 172) vor dem Eingang zum sog. Kontakthof des „Eros Centers“. Dieser Eingang liegt zwar direkt im Verlauf des historischen Grenzganges. Der Grenzpfeiler hatte seinen ursprünglichen Standort (seit der Wiederaufstellung im Jahre 1959) jedoch weiter westlich. Die aktuelle Themenkarte „Hamburg Postkolonial – postcolonial hamburg“ (2010) beschreibt die Situation wie folgt:
"Nobistor – Grenze zwischen St. Pauli und Altona: 1844 wurde die gusseiserne Markierung der Grenze zwischen dem – von 1640 bis 1864 dänischen – Altona und dem hamburgischen St. Pauli am Nobistor aufgestellt. Bis zur Eingemeindung Hamburgs nach Altona 1937/38 bestand diese Grenze. Das Verhältnis zwischen Hamburg und Altona war von Wanderungsbewegungen unterschiedlicher Minderheiten geprägt. …"
Zu den "Wanderern" zählten vor allem Angehörige verschiedener Glaubensgemeinschaften wie z.B. Juden, Mennoniten oder Katholiken, die im - in religiöser Hinsicht wesentlich freizügigeren - dänischen Altona willkommen waren und sowohl Niederlassungs- als auch Gewerbefreiheit genossen, während Hamburg sowohl auf wirtschaftspolitischem als auch religiösem Gebiet bis weit ins 19. Jahrhundert unter der Herrschaft der Zünfte und lutheranischem Dogmatismus verharrte.

 

Anmerkungen

[1] siehe: Horst Beckershaus, Die Hamburger Straßennamen. Woher sie kommen und was sie bedeuten. (Hamburg: Kabel-Verlag / Hamburger Abendblatt, 1997)

[2] siehe: Christian Hanke, Hamburgs Straßennamen erzählen Geschichte. (Hamburg: Medien-Verlag Schubert, 1997)

[3] siehe: [Joachim, E.:] Erklärung der Straßennamen der Stadt Hamburg. Sonderdruck aus dem 5. Sonderheft der Statistischen Mitteilungen über den hamburgischen Staat: Die Gemeinden und Straßen des hamburgischen Staatsgebietes nach dem Stande von Anfang Oktober 1925. Hamburg, 1925 (Druck von Lütcke & Wullff).
(Erstmalig: "Erklärung der Straßennamen der Stadt Hamburg." = Statistische Mitteilungen über den Hamburgischen Staat. Teil II, S. 51-84. Hamburg, 1925.)

[4] siehe: Reinhold Pabel, Alte Hamburger Straßennamen. (Bremen: Edition Temmen, 2001)

 

Weitere Literatur

Lutz Achilles; Niels Focken; Martin Heimann et al.: "Öffentlicher Nahverkehr im Stadtteil St. Pauli einst und jetzt." (Hamburg, 1995)

Georg Nikolaus Bärmann: "Hamburgische Denkwürdigkeiten. Ein topographisch-politisch-historisches Handbuch für Einheimische und Fremde." (Hamburg, 1. Aufl./1794; 2., völlig neu bearb. Aufl. in 2 Teilen, 1817/20)

Rita Bake: "Wer steckt dahinter? Nach Frauen benannte Straßen, Plätze und Brücken in Hamburg." Hrsg. von der Landeszentrale für politische Bildung (Hamburg, 3. Aufl./2003, 4. akt. u. erw. Aufl./2005)

Maria Dorothea Beck: "Vom Schulterblatt zum Pilatuspool. Zur Deutung und Bedeutung Hamburger Straßennamen." In: Neues Hamburg, VIII (1953), S. 72-74; 109-112.

Otto Behrend: "Einiges über Hamburgs alte Straßennamen." In: Niedersachsen, 7 (1901-02), S. 204-205.

Eduard Beurmann: "Skizzen aus den Hanse-Städten" (Hanau, 1836)

B. Beyland: "Hamburgische Straßennamen der Alt- und Neustadt." (Hamburg, 1925)

Klaus Bocklitz: "Die letzten Erweiterungen der hamburgischen Befestigungsanlage, 1679 und 1682." In: Volker Schmidtchen (Hrsg.): Sicherheit und Bedrohung – Schutz und Enge. Gesellschaftliche Entwicklung von Festungsstädten: Beispiel Stade. (Beiträge zum 6. Internationalen Kolloquium zur Festungsforschung, Stade, 9.-11.Oktober 1987. Schriftenreihe Festungsforschung, Band 6.) Wesel, 1987.

C. Borchling: "Zur Schreibweise der hamburgischen Straßennamen." In: Quickborn, 20 (1926-27), S. 45-46.

Albert Borcherdt: "Das lustige alte Hamburg. Scherze, Sitten und Gebräuche unserer Väter", 2 Bände. (Hamburg, 4. Aufl./1891).

C. Boysen: "Hamburgs Schlachthof- und Viehmarktanlagen." Hrsg. im Auftrage der Schlachthof-Deputation von C. Boysen, Direktor (Hamburg, 1897).

F. G. Buek: "Hamburg und seine Umgebungen im 19. Jahrhundert. Eine Reihenfolge naturgetreuer, in Stahl gestochener Ansichten der Stadt und ihrer Umgegend." Text von F. G. Buek (Hamburg, 1844).

H. Busch: "Aus der Geschichte der ehemaligen Vorstädte und Vororte." In: Ed. Feldtmann, "Geschichte Hamburgs und Altonas" (Hamburg, 1902).

J.F. Danneill: "Wörterbuch der altmärkisch-plattdeutschen Mundart." (Salzwedel, 1859)

Paul Dittmer: "Plattdeutsche Straßennamen in Hamburg." In: Quickborn, 23 (1930), S. 107.

A. W. Dührsen: "Nobisthor und Nobiskrug." In: Hamburger Nachrichten. Belletristisch-Literarische Beilage, Nr. 49 (1907).

Jürgen Ellermeyer (Hrsg.): "Stadt und Hafen. Hamburger Beiträge zur Geschichte von Handel und Schiffahrt." Arbeitshefte zur Denkmalpflege in Hamburg; 8 (Hamburg, 1988)

R. Ehrenberg: "Altona unter Schauenburgischer Herrschaft." (Altona, 1891-93)

E. Finder: "Volkstümliche Straßenbenennungen im alten Hamburg" In: Mitteilungen des Vereins für Hamburgische Geschichte, Bd. XIV: S. 115-160.

Peter Freimark; Ina Lorenz; Günter Marwedel: "Judentore, Kuggel, Steuerkonten. Untersuchungen zur Geschichten der deutschen Juden, vornehmlich im Hamburger Raum." Hamburger Beiträge zur Geschichte der deutschen Juden, Bd. 9. (Hamburg, 1983)

H. Funke: "Geschichte des Mietshauses in Hamburg." (Hamburg, 1974)

Cipriano Francisco Gaedechens: "Historische Topographie der Freien und Hansestadt Hamburg und ihrer nächsten Umgebungen von der Entstehung bis auf die Gegenwart." (Hamburg, 1880)

Christian Ludwig von Griesheim: "Verbesserte und vermehrte Auflage des Tractats: die Stadt Hamburg nach ihrem politischen, oeconomischen und sittlichen Zustande: nebst Nachtraegen zu diesem Tractate; und Beytraegen zu der Abhandlung, Anmerkungen und Zugaben über den Tractat die Stadt Hamburg, welche selbigen ebenfalls verbessern und gewisser machen." Hrsg. von Christian Ludwig von Griesheim, ehemaligen Fürstl. Gothaischen Ober-Amts-Hauptmann Hof- und Consistorial-Rath. (Hamburg, 1760; nach einer ersten Ausgabe, 1759)

K. Grobecker: "Denkwürdigkeiten und Merkwürdigkeiten im alten Hamburg." (Hamburg, 1991)

Elke Groenewold; Gunhild Ohl: "Von der Wohnung zur Werft: Arbeiterwohnquartier St. Pauli." (Reihe: Historische Stadtrundgänge. Hamburg, 1992)

(H. I. Gude): "Nachricht von der Stadt Hamburg." (Halle, ca. 1690)

Georg Haccius: "Weihefahrt nach dem Hamburger-Berge/ Als auf Obrigkeitlichen Befehl und Ge=heiß die auf demselben New=erbauete Kirche/ als ein Filial des Kirspels [sic!] S. Michaelis, feyerlich eingewei=het/ mit einem eigenen Pastoren versehen/ und mit dem Merck=Namen S. PAULUS benen=net wurde/ so geschehen Anno Christi 1682/ am Tage BARTHOLOMEI, war der 24 Augusti, Donnerstags nach dem 10. TRINITATIS, sambt bey=gefügtem Grundlegungs-Sermon/ Welcher 21. Wochen vorher daselbst gehalten wurde/ zum stets=wehrenden Gedächtnis/ und auf Begehren der Einge=pfarrten zum Abdruck übergeben Von GEORG. HACCIO, L. Past. bey St. Mich. in Hamburg." Gedruckt und zu kaufen bey Arnold Lichtenstein/ Buchdruckern in der Neustadt/voran aufm Millern-Steinwege. (Hamburg, [1682])

A. Hachmann: "Hamburger Straßennamen." In: Hamburger Lehrer-Zeitung, Bd. 12: S. 55 ff.

"Hamburg – Von Altona bis Zollenspieker. Das HASPA-Handbuch für alle Stadtteile der Hansestadt." Herausgegeben anlässlich des 175jährigen Bestehens der Hamburger Sparkasse. (Hamburg, 2002)

"Hamburg: 20 thematische Spaziergänge." In Zusammenarbeit mit Stattreisen Hamburg. (Hamburg, 2009)

"Hamburgs Grün zwischen Tradition und Trends. Streifzüge durch Parks und Naturlandschaften." Hrsg. v.d. Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt der FHH, Amt für Natur & Stadtgrün (Hamburg, 2007).

"Hamburgs Straßenführer" – mit den neuen und alten Straßennamen, neuen Plänen, mit Verkehrsmitteln, Behörden, Postämtern, Polizei etc. (Hamburg, Januar 1939)

Jörg Haspel: "Hamburger Hinterhäuser: Terrassen - Passagen - Wohnhöfe." (Hamburg, 1987)

Jörg Haspel: "Arbeiterquartier Wohlwillstraße." (Hamburg, 1990)

J. Heckscher: "Das Panorama einer Reise von Hamburg nach Altona und zurück" von Peter Suhr in Hamburg, erklärt von J. Heckscher. (Berlin, 1909)

Dr. Heinsohn: "Neue Straßenverzeichnisse in Hamburg und Berlin: 1. Das neue Straßenverzeichnis der Hansestadt Hamburg." In: Hamburg in Zahlen. Hrsg. vom Statistischen Landesamt der Hansestadt Hamburg, Jahrg. 1948, Nr. 11 (23.09.1948): S. 3-5.

Jonas Ludwig von Heß: "Hamburg topographisch, historisch und politisch beschrieben", 3 Teile (1. Aufl.: Hamburg, 1787-92; 2. veränd. u. erg. Aufl.: Hamburg, 1810-11)

M. Petrus Hesselius: "Hertzfließende Betrachtungen / von dem Elbe-Strom / zur Dankbarkeit gegen Gott geschöpffet darneben allen Schiff-Leuten zu einer geistlichen Zeitvertreibung vermacht; auch Einem jeden Christen in diesem Angst-Meer zu Gute auffgesetzet von M. Petro Hesselio, Pastorn zum Pesthof." Erster Teil. Soli Deo Gloria. (Altona – gedruckt bey Victor de Lieu, in Verlegung des autoris, anno 1675.)

Hermann Hipp: Freie und Hansestadt Hamburg. DuMont Kunst-Reiseführer. (Köln, 3.Aufl./ 1996)

"Illustrirtes Hand- und Nachschlagebuch für Fremde. Mit Angabe empfehlenswerther Etablissements, Ansichten von Hamburg, Fahrplänen, Kalender, Fremdenführer und Sehenswürdigkeiten." (Hamburg, 1889)

E. Joachim: "Hamburgische Straßennamen." In: "Kulturgeschichtliche Studien und Skizzen. Festschrift zur 400-Jahrfeier der Gelehrtenschule des Johanneums." (Hamburg, 1929)

"Kiek mol." Stadtrundgänge, erarbeitet und aufgeschrieben von Hamburger Geschichtswerkstätten. Hrsg. v.d. Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg. Referat Stadtteilkultur; verantwortl.: Wolfgang Stiller. (Hamburg, 1993)

"Kiek mol – neue und bewährte Stadtteilrundgänge," erarbeitet und aufgeschrieben von Hamburger Geschichtswerkstätten. Hrsg. v.d. Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg. Red. / verantwortl.: Jens Michelsen. (Hamburg, 1998)

J. Klefeker (Hrsg.): "Sammlung Hamburgischer Gesetze und Verfassungen", 12 Bände u. Register-Band. (Hamburg, 1765-74)

Franklin Kopitzsch / Daniel Tilgner (Hrsg.): "Hamburg-Lexikon". (Hamburg, 1998)

K. Koppmann: "Millernthor." In: Mitteilungen des Vereins für Hamburgische Geschichte, Jg. 2 (1880): S. 151 ff.

P. Lambeck: "Origines Hamburgenses sive rerum Hamburgensium", 2 Bände. (Hamburg, 1652-61)

Ralf Lange: "Architekturführer Hamburg" (Stuttgart, 1995).

J. M. Lappenberg: "Programm zur 3. Secularfeier der bürgerschaftlichen Verfassung Hamburgs am 20.9.1828." (Hamburg, 1828)

J. Lieboldt: "Die St. Pauli-Kirche ehemals und jetzt." In: Zeitschrift für Hamburgische Geschichte (Hamburg, 1882)

W. L. Meeder: "Geschichte von Hamburg, vom Entstehen der Stadt bis auf die neueste Zeit." Theil 1, 2. (Hamburg, 1838-39)

Wilhelm Melhop: "Historische Topographie der Freien und Hansestadt Hamburg von 1880-1895", im Anschluß an die Historische Topographie von C.F. Gaedechens, unter Benutzung älterer Quellen. (Hamburg, 1895)

O. Mensing: "Schleswig-Holsteinisches Wörterbuch", 5 Bände. (Neumünster, 1927-35)

Heinrich Meyer: "Hamburg und Altona nebst Umgegend. Topographisch-statistisch-historisches Handbuch für Einheimische und Fremde." (Hamburg und Itzehoe, 1836)

Dirk Meyhöfer: "Hamburg. Der Architekturführer." (Berlin, 2007)

F.H. Neddermeyer: "Erklärung der Hamburger Straßennamen vor 1842." In: Neue Hamburger Blätter, Jg. V (1845)

F.H. Neddermeyer: "Topographie der Freien und Hanse Stadt Hamburg." (Hamburg, 1832)

F.H. Neddermeyer: "Zur Statistik und Topographie der Freien- und Hansestadt Hamburg." (Hamburg, 1847)

Margit Nehls: "Geschichtliches über Hamburgs Straßen bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts." (= Hamburgensien, Bd. 25; 1988)

"Neuer Fremdenführer durch Hamburg." Mit einem Plan. Hamburg, bei Deppermann & Ruschke, Rödingsmarkt, Ostseite Nr. 41. Druck von H. H. Röhrs. (Hamburg, 1843)

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Reinhold Pabel: "Hamburger Kulturkarussell zwischen Barock und Aufklärung." (Hamburg, 1996)

"The Picture of Hamburg, or the Englishman's Guide; to that free, imperial city; containing every information, interesting to strangers. To which are added ... tables of the money, weights, measures and exchange tables." (Hamburg/ London; [c.] 1805)

Volker Plagemann: "»Vaterstadt, Vaterland, schütz Dich Gott mit starker Hand.« Denkmäler in Hamburg." Hrsg. v.d. Kulturbehörde / Denkmalschutzamt. (Hamburg, 1986)

Michael Richey: "Anmerckungen über die in Halle bey Rengern herausgekommene Nachricht von der Stadt Hamburg" (von H. L. Gude). (1746, handschriftliche Abschrift in der Commerz-Bibliothek Hamburg)

Michael Richey: "Idioticon Hamburgense." (2. Aufl.; Hamburg, 1755; Repr. 1975)

Albert Samson: "Hummel, der lustige Führer durch St. Pauli." Verfaßt und herausgegeben von Albert Samson, Neuerwall 37. Druck von Adolf Selig, Hamburg 3, Alt-Steinweg 61. [o.J.]

Matthaei Schlüters ... "Historisch- und Rechts-begründeter Tractat Von denen Erben in Hamburg/ Derer Achterfolgunge und Loeskündigunge der darinn versicherten Gelder: Worinn gehandelt wird von denen Erben/ oder Unbeweglichen Gütern/ dero Zubehör/ Servituten/ Freyheit/ und Gerechtigkeiten; Insonderheit von der Brauerey-Gerechtigkeit/ und dem gantzen Brau-Wesen in Hamburg ... ; Allen Eigenern/ Advocaten/ Procuratoren ... ans Liecht gegeben." (Hamburg: Gedruckt bey Conrad Neumann/ Eines Edlen/ und Hochweisen Rahts Buchdrucker/ Anno 1698.)

C.R. Schnitger: "Hamburgische Straßennamen." In: Hamburger Schulzeitung, Jg. 5-9 (1897-1901).

Helga Schmal / Tobias Selke: Bunker. Luftschutz und Luftschutzbauten in Hamburg. Unter Mitarb. von Henning Angerer. Kulturbehörde der FHH, Denkmalschutzamt; Themenreihe, Band 7. (Hamburg, 2001)

C.R. Schnitger: "Plattdeutsche Straßennamen in Hamburg." Geschichtlich und sprachlich erläutert von C.Rud. Schnitger (Hamburg, 1922).

Joseph Heinrich Scholz: "Hamburg und seine Umgebungen. Ein nützliches und nothwendiges Hülfs- und Handbuch für Einheimische und Fremde." Mit 3 Kupfern. (Hamburg, 1808)

Markus Schreiber / Hans Walden: "Hamburg-St. Pauli." Reihe: ZeitSprünge. (Erfurt, 2008)

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"Der Schulterblatt: Ein Viertel verändert sich." Hrsg. von der Projektgruppe Wohnen im Stadtteil. (Hamburg, 1982)

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Statistik des Hamburgischen Staats. Zusammengestellt vom statistischen Bureau der Deputation für directe Steuern. Heft I: Ergebnisse der Volkszählung vom 3ten December 1866. Stand der Bevölkerung. (Hamburg, 1867)

Statistik des Hamburgischen Staats. Zusammengestellt vom statistischen Bureau der Deputation für directe Steuern. Heft II: Ergebnisse der Volkszählung vom 3ten December 1867. Bevölkerung- und Wohnverhältnisse. (Mit beigehefteter Karte: »Plan von Hamburg«.) Statistik der Unterrichtsanstalten von 1869. (Hamburg, 1869)

Statistisches Amt (Hrsg.): Straßen- und Ortsverzeichnis. Einteilung des hamburgischen Staatsgebietes für verschiedene Verwaltungszwecke. (Hamburg, 1914 ff.) )

Statistisches Bureau der Steuer-Deputation: Die Stadt Hamburg, die Vororte, Gemeinden, Ortschaften und selbständig benannten Gebietstheile des Hamburgischen Staats. Topographisch und historisch dargestellt vom Statistischen Bureau der Steuer-Deputation. (Hamburg, 1875)

Statistisches Handbuch des Hamburgischen Staates: (1) Statistisches Handbuch für den Hamburgischen Staat; 1. Ausgabe. Hamburg: Meissner, 1874. (2) Statistisches Handbuch für den Hamburgischen Staat; 2. Ausgabe. Hamburg: Meissner, 1880. (3) Statistisches Handbuch für den Hamburgischen Staat; 3. Ausgabe. Hamburg: Meissner, 1885. (4) Statistisches Handbuch für den Hamburgischen Staat; 4. Ausgabe. Hrsg. Von dem Statistischen Bureau der Steuer-Deputation. Hamburg: Meissner, 1891.

Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein: "Straßen- und Gebietsverzeichnis der Freien und Hansestadt Hamburg 2008" (Stand: 23. Mai 2008). (Hamburg, 2008)

M.G. Steltzner, "Versuch einer zuverläßigen Nachricht von dem kirchlichen und politischen Zustand der Stadt Hamburg zu den älteren Zeiten, nehmlich von Carolo Magno biß auf die Zeit Friedrichs III."; 6 Bände. (Hamburg, 1731-39)

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"Verzeichnis der erkannten Denkmäler nach §7a Hamburgisches Denkmalschutzgesetz vom 3. Dezember 1973 (HmbGVBl. S. 466), zuletzt geändert am 4. April 2006 (HmbGVBl. S. 143)", Stand: 25. Juni 2007. (Hamburg, 2007)

"Verzeichnis der im Gesamtgebiet der Hansestadt Hamburg vorhanden Straßen nach dem Stande vom 1. Juli 1938." (Nur für den innerdienstlichen Gebrauch des Statistischen Amts.) Mit Verzeichnis der Stadtteile, Gemeinden und Gemeindeteile zur Zeit der Schaffung der Einheitsgemeinde (Hamburg, [ca.] 1938).

Voigt, J.[ohann] W.[ilhelm]: "Zum zweihundert-jährigen Jubileum der Hamburgischen Vorstadt St. Pauli." In: Hamburger Bürgerzeitung, Nr. 27 (26. März), Nr. 40 (2. April), Nr. 43 (9. April), 1882.

"Wegweiser durch Hamburg. Oder Nachweisung aller Gassen, Märkte, Plätze, Kirchen, Stadtgebäude etc. und anderer Merkwürdigkeiten in Hamburg, wie solche nach dem besonders dazu eingerichteten Grundrisse dieser Stadt bequem aufzusuchen sind. Ein Anhang zu den Hamburgischen Denkwürdigkeiten." (Hamburg, 3. berichtigte Aufl./1803)

E.[rnst] H.[einrich] Wichmann: "Der Hamburger Berg, historisch-topographisch dargestellt." (Hamburg, 1879)

Würzer, Heinrich: "Charakteristisch-topographische Fragmente über die Stadt Altona und deren Straßen und Pläzze von einem Reisenden." Mit einem Nachwort von Hans-Werner Engels. (Hamburg, 1996)

Würzer, Heinrich: "Ein Spazziergänger in Altona." Mit einem Nachwort; hrsg. von Hans-Werner Engels. (Hamburg, 1997)

Christian Ziegra: "Sammlung von Urkunden, theol. jurist. Decreten etc. als eine Grundlage zur Hamburger Kirchenhistorie neuerer Zeiten", 4 Bände. (Hamburg, 1764-70)

Christian Ziegra: "Beyträge zur politischen hamburgischen Historie." (Hamburg, 1766)