Register

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Einleitung | Anmerkungen | Literatur

Register mit Erläuterungen und Mitteilungen über Veränderungen (z.B. verschwundene oder umbenannte Straßen)

 

W

Wallanlagen, Große und Kleine
Die im Nordwesten des ehemaligen Wallrings gelegenen innerstädtischen Parks der Großen und der nördlich anschließenden Kleinen Wallanlagen entstanden in ihrer ursprünglichen Form bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts nach Plänen des Landschaftsgärtners Isaac Altmann aus Bremen. Zur gleichen Zeit wurde auch der Alte Botanische Garten angelegt, der den Grünzug nach Nordosten bis zum Dammtordamm fortsetzt. Später folgte die Umgestaltung der im Westen anschließenden alten "Kirchhöfe vor dem Dammthore" zum städtischen "Thiergarten" sowie anschließend zur Parkanlage "Planten un Blomen", in der seit Mitte der 1930er Jahre mehrere große Gartenbauausstellungen stattfanden. Im Zuge dieser Ausstellungen wurden auch die Wallanlagen immer wieder neu gestaltet und dem jeweiligen Zeitgeschmack angepasst.
HIPP beschreibt die Entwicklung in seinem Kunst-Reiseführer folgendermaßen: "Die Wallanlagen zwischen Sievekingplatz und Millerntor verloren ihre kräftige Geländemodellierung 1945/46, als der tiefe Graben mit Trümmerschutt der Innenstadt ausgefüllt wurde. 1963 und 1973 erfuhren die Wallanlagen Neugestaltungen durch die Internationalen Gartenbauausstellungen IGA, deren Spuren sich in unterschiedlichen Systemen der Wegeführung, in Wasserbassins und Kleinbauten teilweise überschichten; geometrische Gartenarchitektur, großstädtische Modernität und Nutzungsvielfalt kennzeichnen beide Konzepte. Die IGA 1973 bestimmt noch das Gesamtbild (Arbeitsgemeinschaft Heinz Becsai, Dietrich Brunken und Hans Stieglitz). Von den Bauten der IGA 1963 ist das Kleine Teehaus südwestlich der Eis- und Rollschuhbahn erhalten, eine leichte Stahlkonstruktion (Heinz Graaf und Per Krusche – heute Altentagesstätte). – Zur künstlerischen Ausstattung der IGA 1963 gehörte u.a. der Panther beim Ziviljustizgebäude (Heinz Martin Ruwoldt), 1973 entstand das später bei der Kunsteisbahn aufgestellte Röhrenobjekt (Kenneth Snelson)." (Hipp, Hermann: Freie und Hansestadt Hamburg. DuMont Kunst-Reiseführer. Köln, 3. Aufl./ 1996: S. 213.)
Über den südlichen Bereich der Großen Wallanlagen rund um das "Hamburg Museum" (früher: Museum für Hamburgische Geschichte) findet man in der Broschüre "Hamburgs Grün" folgende Informationen:
"Das Hamburg Museum beherbergt neben zahlreichen Gemälden und historischen Modellen zur Stadtgeschichte auch ein Café. In diesem Abschnitt der Parkanlage finden sich weitere Attraktionen, …, diverse Spielplätze oder die berühmte Rollschuh- bzw. Kunsteisbahn.
Im Jahre 1897 fand hier die Allgemeine Gartenbauausstellung statt, bei der sich 22 Nationen über ein halbes Jahr lang den staunenden Betrachtern präsentierten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Anlage teilweise mit Trümmerschutt verfüllt, so dass die Bögen des historischen Wallgrabens in den Wasserläufen dieses Abschnitts nur noch schwer erkennbar sind. …
Nach kurzer Unterbrechung durch den Sievekingplatz, der zusammen mit den Justizgebäuden zwischen 1879 und 1912 im repräsentativen Stil der Zeit entstand, schließen die Kleinen Wallanlagen an. Auch ihre Form wurde durch eine Bastion samt Wassergraben geprägt. Schmuckbeete und Wasserspiele geben diesem kurzen Abschnitt des Parks einen Erholungscharakter. Durch einen mit Mosaiken dekorierten Tunnel gelangt man in den weitläufigsten Teil des Parks mit Altem Botanischen Garten und Planten un Blomen."
(Siehe: Hamburgs Grün, 2007: S. 9-10)
Die in dieser Beschreibung erwähnte Eisbahn ist die Nachfolgerin einer Anlage westlich der Glacischaussee auf dem Heiligengeistfeld, die bereits Ende des 19. Jahrhunderts angelegt worden war und später in die Grünanlage verlegt wurde. Auch das Theaterzelt am südlichen Ende dieser Straße fand hier erst vor einigen Jahren seinen neuen Standort, nachdem es seinen Platz zuvor einige Jahre an der Seilerstraße gehabt hatte. Zu den wiederholten Eingriffen in Flächen und Substanz der Parkanlagen zwischen Millerntor und Dammtor zählen jedoch auch die Errichtung und jüngste Erweiterung des Congress Centrums Hamburg (CCH) oder die Fällung mehrerer großer Bäume, um die Erweiterung eines Cafés zu ermöglichen.
In unmittelbarer Nachbarschaft zur Eisbahn befindet sich ein Bereich, der an die grundlegende Umgestaltung der Wallanlagen anlässlich der Internationalen Gartenbauausstellung des Jahres 1963 (IGA '63) erinnert. Über den über einer kleinteilig strukturierten Wasserlandschaft schwebenden Pavillon heißt es im "Architekturführer Hamburg" (1995) von R. LANGE:
"Teepavillon, Große Wallanlagen, Neustadt. Architekten: Heinz Graaf, Paul Krusche. 1962-63. Eines der Relikte der Internationalen Gartenbauausstellung ((IGA) 1963. Der Pavillon ist über zwölf Zugstangen an vier Pylonen im Gebäudezentrum aufgehängt und schwebt über einem japonesk gestalteten Wasserbecken." (siehe: Lange, 1995: S. 67, "A153")

siehe auch: Planten un Blomen

 

Weidenallee (früher: Weidenstraße)
BECKERSHAUS: (Eimsbüttel), 1858, nach der früheren Art der Bepflanzung mit Weidenbäumen.
EStH: Ben.[annt] 1858 nach den dort stehenden Weiden.
HANKE: (1858) Die Weidenallee ist eine alte Straße von der Sternschanze nach Eimsbüttel und hieß früher "Wichel Allee". Wichel bedeutet auf Plattdeutsch Weidenbaum.
Mitte des 19. Jahrhunderts zählte die Westseite des Straßenabschnitts zwischen Altonaer Straße und Amandastraße unter dem Namen Weidenstraße zum "8. Steuerdistrict" Hamburgs und damit zur Vorstadt St. Pauli, wie die Listen der "4ten Compagnie" des Hamburger Bürgermilitärs für diesen "District" belegen.
Noch bis zur Gebietsreform durch das Groß-Hamburg-Gesetz (1937/38) begrenzte diese Seite der Straße (Haus No. 1-15) administrativ den nördlichen "Ausläufer" des Stadtteils St. Pauli, der über die Verbindungsbahn hinaus nach Eimsbüttel reichte.
An anderer Stelle verläuft die Grenze zwischen Eimsbüttel und St. Pauli statt dessen bis heute ein ganzes Stück südlich der Bahnlinie entlang der Lagerstraße. Sie zeichnete die früherer Ausdehnung des Viehbahnhofes bzw. der Verladeanlagen für die Autoreisezüge zwischen der Viehmarkthalle am Schanzenbahnhof und dem Fernsehturm nach, verläuft inzwischen jedoch mitten durch das Messe-Erweiterungsgelände.

 

Wilhelminenstraße
EStH: Ben.[annt] 1838 nach der Frau des damaligen Patrons der Vorstadt St. Pauli, des Senators Dr. Dammert, Cornelia Wilhelmine geb. Amsinck (1800 bis 1861).
PABEL: Die in südlicher Richtung vom Paulinenplatz in St. Pauli zum ehemaligen Israelitischen Krankenhaus führende Straße "wurde 1838 nach der Frau des damaligen Patrons der Vorstadt, des Senators Dr. Dammert, Cornelia Wilhelmine, geb. Amsinck (1800 bis 1861) benannt."
Die Straße wurde zum 1. Januar 1940 im Zuge der Vereinheitlichung der Straßennamen im – nach 1938 geschaffenen - "Groß-Hamburg" in Hein-Hoyer-Straße umbenannt, da auch im nahen Altona noch einen Wilhelminenstraße existierte. Auch diese wurde 1940 umbenannt und erhielt den neuen Namen (Am) Hexenberg, der sich von einem traditionellen Flurnamen herleitet (nach: Bake, 2003).

siehe auch: Hein-Hoyer-Straße

 

Wilhelmsplatz
EStH: Ben.[annt] 1899; vorher Wilhelmstraße seit etwa 1815 vermutlich im Anschluß an die in St. Pauli schon vorhandenen, mit männlichen Vornamen zusammengesetzten Straßenbezeichnungen mit einem frei gewählten Namen.

 

Wilhelmstraße [1]
In dem Werk von NEDDERMEYER, "Topographie der Freien und Hanse-Stadt Hamburg" (1832) heißt es in dem Kapitel "Die Gassen der Vorstadt Hamburgerberg." über diese Straße:
"No. 431 bis 437. 7 Häuser, 16 Wohnungen. – A.D. (= Armen-District) 2.
Diese Gasse ist seit 1815 (S. B. [= Stadt-Erbebuch])."

Die Wilhelmstraße wurde laut Amtsblatt der Freien und Hansestadt Hamburg vom 1. Oktober 1899 in Wilhelmsplatz umbenannt.

 

Wilhelmstraße [2]
Neben der Wilhelmstraße in St. Pauli-Süd existierte auch auf dem Gelände der Zollvereinsniederlage südlich der Lagerstraße eine Straße gleichen Namens. Sie wurde laut Amtsblatt der Freien und Hansestadt Hamburg vom 1. Oktober 1899 in Mercurstraße [später: Merkurstraße] umbenannt.

 

Willi-Bartels-Treppe
Im Frühjahr und Sommer 2010 wurde östlich des Hotels Hafen-Hamburg eine neue Treppenanlage hergestellt, die in Verlängerung der Davidstraße von der Geestkante herunter zur St. Pauli-Hafenstraße führt. Sie erhielt ihren Namen zur Erinnerung an den größten Immobilieneigentümer St. Paulis und bedeutenden Mäzen, Willi Bartels.
Die offizielle Bekanntgabe der Benennung erfolgte im "Amtlichen Anzeiger" (Amtlicher Anzeiger, Teil II des Hamburgischen Gesetz- und Verordnungsblattes. Herausgegeben von der Justizbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg. Ausg. Nr. 51 vom 2. Juli 2010: S. 1122: Anhang.) mit folgender Begründung:
"Willi-Bartels-Treppe: nach Wilhelm B. (1914–2007), Unternehmer, Immobilienbesitzer auf St. Pauli, Mitglied der Interessengemeinschaft St. Pauli, Ehrenpräsident des St. Pauli-Museums."
Die Belegenheit wird wie folgt beschrieben:
"Stadtteil St. Pauli – Ortsteil 112 – die etwa 40 m lange, in der Grünanlage westlich der Helgoländer Allee liegende, vom Hotel Hafen Hamburg sowie dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie nach Süden hinunter zur St. Pauli Hafenstraße/Ecke Helgoländer Allee führende Treppenanlage [erhält den Namen] Willi-Bartels-Treppe." (a.a.O., S. 1121)

 

Wittenhof, Witthof
In dem Werk von NEDDERMEYER, "Topographie der Freien und Hanse-Stadt Hamburg" (1832) wird der "Witthof" in dem Kapitel "Die Gassen der Vorstadt Hamburgerberg." im Eintrag über die Silbersackstraße (S. 342) als Gasse genannt.
Noch Mitte des 19. Jahrhunderts wird eine Belegenheit dieses Namens – mit immerhin 414 EinwohnerInnen – in der Liste der "2ten Compagnie" des Hamburger Bürgermilitärs in St. Pauli geführt.

 

Wohlwillstraße
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BECKERSHAUS: (St. Pauli), 1948, nach Anna Wohlwill (1841-1920), die 45 Jahre Vorsteherin des Paulsenstiftes war.
HANKE: (1948) Anna Wohlwill (1841-1920), Vorsteherin des Paulinenstifts, hatte dieses Amt 45 Jahre inne. Bis 1948: Jägerstraße.
BAKE (2003) konkretisiert die Angaben wie folgt: "St. Pauli, seit 1948. Anna Wohlwill, langjährige Leiterin der Schule des Paulsenstiftes (20.5.1941 Seesen/Harz – 30.12.1919 Hamburg.
Geboren als viertes von fünf Kindern des Lehrers an der Hamburger Stiftungsschule, einer jüdischen Stiftung, und späteren Direktors der Jacobsen-Schule in Seesen, Dr. Emanuel Wohlwill und seiner Ehefrau. Der Vater starb, als Anna Wohlwill 6 Jahre alt war. Annas Mutter zog daraufhin mit ihren Kindern nach Hamburg zurück und wohnte an der Alsterchaussee. Anna Wohlwill besuchte die Privatschule von Herrn Kröger. Dann erhielt sie mit einigen anderen Altersgenossinnen zwei Jahre Privatunterricht in Geschichte, Deutsch, Literatur, Naturwissenschaften und Mathematik. Außerdem wurde sie auch von ihren Brüdern Emil Wohlwill, dem späteren Naturwissenschaftler, der die »Norddeutsche Affinerie« zu einem bedeutenden Unternehmen entwickelte, und Adolf Wohlwill, dem späteren Professor für Geschichte, unterrichtet. Da es zu ihrer Zeit noch keine Lehrerinnenbildungsanstalten in Hamburg gab, stand sie, ohne jemals eine Prüfung abgelegt zu haben, seit ihrem 15. Lebensjahr vor den Kindern, die Johanna Goldschmidt und Amalie Westendarp im Fröbelverein und im späteren Paulsenstift aufnahmen, um ihnen gute Erziehung und Elementarkenntnisse zu vermitteln. Es waren die Kinder der Armen, für die es damals noch keine staatliche Schule gab. Als sie am 2.11.1866, erst 25 Jahre alt, mit der Leitung der Schule des Paulsenstifts betraut wurde, stellte sie ihre ganze Kraft in den Dienst der Anstalt, die von nun an eine Entwicklung von der Armenschule bis zur zehnstufigen höheren Mädchenschule durchmachte. Die Schule war bereits 1866 keine reine Armenschule mehr. Zu den aus den Kursen übernommenen Fächern kamen naturwissenschaftlicher Anschauungsunterricht und Englisch hinzu, 1867 Gymnastikunterricht, 1868 Pflichtenlehre, 1869 Maschinennähen und 1870 Französisch. Schon 1866 und 1867 wurden die Lehrerinnenbücherei, die Zeitschriftensammlung und die Schülerinnenbücherei angelegt. Als der Staat 1871 siebenstufige Mädchen-Volksschulen errichtete, verfolgte er einfachere Lehrziele als die der Schule des Paulsenstifts. 1880 hatte diese acht Klassen mit 369 Kindern. Durch stete Verbesserung der Lehrweise erfüllte die schule in acht Jahren die Anforderungen der damaligen neunjährigen höheren Mädchenschule. 1881 verfügte die Oberschulbehörde, dass die Schule in die Sektion für höhere Schulen aufgenommen wurde. Die endgültige Anerkennung als höhere Mädchenschule erhielt die Schule 1893, als sie aus Platzmangel in die Bülaustraße 20 auf ein staatliches Grundstück gezogen war. Mit der Anerkennung als höhere Mädchenschule wurde die Schule des Paulsenstifts »halböffentlich« – sie diente nun als Ersatz für eine fehlende staatliche höhere Mädchenschule. Auch wurde eine Freistellenstiftung für begabte Kinder aus ärmeren Familien gegründet. Die Stiftung vergab 20 ganze und 50 halbe Freistellen. 1906 bekam sie anlässlich des 40. Dienstjubiläums von Anna Wohlwill 25.000 Mark aus den Schulersparnissen. Zugleich erhielt sie den Namen Anna-Wohlwill-Stiftung.
Ostern 1894 war die Schule eine neunstufige Anstalt mit 562 Schülerinnen in vierzehn Klassen; zwei Jahre später, 1896, hatte sie in 17 Klassen 760 Schülerinnen, und 1908 konnte das zehnte Schuljahr »eingeweiht« werden.
Von Anfang an kümmerte sich die Schule um die Ferienerholung ihrer stärkungsbedürftigen und ärmeren Schülerinnen. Man suchte für sie Unterkünfte bei Bauern in der Umgebung Hamburgs und zahlte das Entgelt dafür. 1882 wurde für diese Zwecke die Ferienstiftung der Schule des Paulsenstiftes gegründet. 47 Schülerinnen fuhren nach vorheriger ärztlicher Untersuchung zur Erholung aufs Land. Da jedoch nicht jede Unterkunft bei einem Bauern vorbildlich war, wollte die Schule ein eigenes Heim gründen. Am 7.6.1896 konnte dieser Plan realisiert werden, denn Frau Laura Beit hatte dem Paulsenstift ein Ferienerholungsheim am Timmendorfer Strand gestiftet. Es wurde »Olgaheim« genannt, nach der verstorbenen Tochter der Stifterin. 1906, anlässlich ihres 50jährigen Lehrerinnenjubiläums, verlieh der Senat Anna Wohlwill eine goldenen Denkmünze, die damit zum ersten Mal einer Frau zuteil wurde. Am 1.4.1911 wurde Anna Wohlwill im Alter von 70 Jahren pensioniert und übergab die Leitung der Schule an Hanna Glinzer. Obwohl sie erblindet war, blieb Anna Wohlwill im Schulvorstand und erteilte weiterhin Unterricht in sozialer Hilfstätigkeit. Außerdem förderte sie die Waldschulidee und richtete zusammen mit ihrer Freundin Agnes Wolfsson in der ersten Woche nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges eine Kriegsküche im Keller des Schulhauses ein. Nach ihrem Tode wurde die an der Lehrerfortbildungsanstalt entlangführende Straße in Eimsbüttel nach ihr benannt. Als 1936/37 das Staatsamt und das Ingenieurwesen Vorschläge zur Umbenennung der nach Juden und Marxisten benannten Straßen sollten, schlugen sie Johann-Klefeker-Straße vor. Dazu ihre Erklärung: »Nach ihm war früher (1801) eine Straße benannt worden, die aber in einen üblen Ruf kam durch die Ansiedlung von Dirnen; später (1922) wurde sie umbenannt in 'Mauerstraße'. Vor kurzem hat nun ein unmittelbarer Nachkomme von Johann Klefeker, der Oberst Professor S. Klefeker, Direktor der Deutschen Heeresbücherei den Antrag gestellt, den Namen Johann Klefeker durch Benennung einer Straße nach ihm wieder zu Ehren zu bringen. Da der Syndikus Johann Klefeker sich seinerzeit um Hamburg sehr verdient gemacht hat, und zwar im diplomatischen Dienst als Leiter der auswärtigen Angelegenheiten, soll dieser Bitte entsprochen werden.« Der Bitte wurde nicht entsprochen: »Auf Grund des Erlasses des Reichsministers des Inneren vom 27. Juli 1938 über jüdische Straßennamen« wurde die Anna-Wohlwill-Straße in Felix-Dahn-Straße umbenannt. Diesen Namen trägt sie auch heute noch.
Nach Anna Wohlwill wurde drei Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg wieder eine Straße benannt, diesmal die bisherige »Jägerstraße« im Stadtteil St. Pauli."
Die Wohlwillstraße bildet mit der Jägerpassage, den Conle-Terrassen (Wohlwillstr. 10-18), den Schiffszimmerer-Terrassen (Wohlwillstr. 13-17) und einigen kleineren Terrassen- bzw. Hinterhaus-Zeilen in benachbarten Straßen den Kernbereich des Terrassenquartiers im zentralen Bereich St. Paulis. Dieses Quartier entstand im Zuge des Baubooms nach Aufhebung der Torsperre zum Jahreswechsel vom 31. Dezember 1860 zum 1. Januar 1861.
H. HIPP liefert in seinem "Kunst-Reiseführer Hamburg" die folgende Beschreibung: "Die [der Jäger-Passage und den Conle-Terrassen] gegenüberliegenden Häuser Nr. 7-23 mit rückwärtigen Terrassen sind Spekulationsbauten aus der Zeit nach 1873, jedoch entstanden auf Grundstücken, die die Stadt (preisgünstig) auf Grund des damals erlassenen 'Gesetzes betreffend die Beförderung der Erbauung kleiner Wohnungen' zur Verfügung gestellt hatte; auch daß die Terrassen nur drei Geschosse haben (im Gegensatz zu den viergeschossigen Hofflügeln der Jägerpassage), erweist sich als Muster beabsichtigter Reformen. Nr. 13-17 wurde 1892 von der Allgemeinen Deutschen Schiffszimmerer-Genossenschaft übernommen, die zwei Jahre zuvor begonnen hatte, Häuser für ihre Mitglieder herzurichten, der Einstieg in den genossenschaftlichen Wohnungsbau in Hamburg." (Hipp, Hermann: Freie und Hansestadt Hamburg. DuMont Kunst-Reiseführer. Köln, 3.Aufl./ 1996: S. 252.)
Gut 100 Jahre später sollte diesen "düsteren Höfen, in denen es an Licht und Luft mangelt", die jedoch die Zerstörungen des Bombenkrieges weitgehend unbeschadet überstanden hatten, die Abbruchbirne zuleibe rücken, um durch die Entkernung der Blöcke neue große Höfe – bevorzugt mit ausgedehnten Stellplatzanlagen – zu schaffen. Das Rundgangsbuch "Kiek mol" der Kulturbehörde beschreibt die drohende Zerstörung 1993 wie folgt:
"Gegenüber der Jägerpassage konnte …, trotz Abbruchgenehmigung und bereits eingeleiteten Demontagemaßnahmen, in buchstäblich letzter Minute noch eine für die Arbeitergeschichte der Stadt wichtige Terrassenanlage erhalten werden. Der Bau der Wohlwillterrassen erfolgte … vor dem Hintergrund der Arbeiterwohnungsfrage. 1873 sollte ein Kleinwohnungsbauförderungsgesetz die Bautätigkeit ankurbeln. Unter gewissen Auflagen wurde städtisches Bauland, u.a. hier an der Jägerstraße, günstig versteigert. Die mittlere Hauseinheit wurde 1892 von der damals noch jungen Allgemeinen Deutschen Schiffszimmerer Genossenschaft (ADSG) gekauft; damit stieg die ehemalige Gewerkschaft in die genossenschaftliche Wohnungspolitik ein. Die Schiffszimmererterrassen, deren Wohnungen von den Mitgliedern renoviert und ihnen dann als günstiger Wohnraum in Hafennähe zur Verfügung gestellt wurde, sind damit eines der frühesten Beispiele des genossenschaftlichen Wohnungswesens in Hamburg. In der Wohlwillstraße finden sich also noch Zeugen der frühen Versuche mit Bauförderungsgesetzen, der ersten Ansätze des Sozialwohnungsbaus durch Baugesellschaften und der Genossenschaftsidee. So stellt sie, über ihre architekturgeschichtliche Bedeutung als geschlossenes Terrassenensemble hinaus, für uns heute ein sozialgeschichtliches Dokument bürgerlicher Arbeiterfürsorge dar. Doch was fast noch wichtiger ist: Terrassen bieten, trotz unbestreitbarer Mängel, preiswerten Wohnraum für Menschen und Lebensraum für Kinder." (Siehe: Kiek mol, 1993, S. 288)
Auch der "Architekturführer Hamburg" (1995) von R. LANGE geht auf die politischen Motive bei der Errichtung der Terrassen zur Schaffung von Wohnraum für Arbeiter Ende des 19. Jahrhunderts und die Ende des 20. Jahrhunderts drohende "Entsorgung" dieses Teils der Arbeitergeschichte ein. Es heißt dort:
"Wohlwillstraße 7-23, St. Pauli; Architekten: J.H.L. Tiedemann (Ursprungsbauten), Ina und Dietrich Hassenstein in der Gruppe ASK und Architektenbüro Streb (Umbau). 1874; Teilabbruch 1982; Umbau 1990/91. – Mit der Herabzonung der Terrassenbebauung auf drei Geschosse und den Verzicht auf Kellerwohnungen entsprachen die Wohlwillterrassen den Baurichtlinien, die die Stadt bei der Vergabe von günstigen Grundstücken für den Kleinwohnungsbau ab 1873 zur Auflage machte. Putzfassaden mit Renaissancedekor, ein Entwurf des Maurermeisters Tiedemann, machen den Unterschied zum bürgerlichen Etagenwohnungsbau dabei jedoch weniger augenfällig als bei der [gegenüberliegenden] Jägerpassage. Fiel auch hier die erste Terrasse – Wohlwillstraße 21 – zu Beginn der 80er Jahre dem Leitbild der Blockentkernung zum Opfer, so konnten weitere Abbrüche 1989 – Wohlwillstraße 15 – buchstäblich in letzter Minute durch den Denkmalschutz verhindert werden, was zur Konsequenz hatte, daß die bereits demolierten Zeilen wiederhergestellt werden mußten." (siehe: Lange, 1995: S. 96/97, "C21")
Die Zuschüsse für die Wiederherstellung und Sanierung der Terrassenhäuser zehrte nahezu zwei Jahresetats des Denkmalschutzamtes auf, mit denen ein denkmalgerechter Wiederaufbau unterstützt wurde. Trotzdem konnte nur ein Bruchteil der ursprünglichen Substanz erhalten werden, denn die Raumaufteilung und Ausstattung der meisten Wohnungen musste modernen Bedürfnissen angepasst werden. Lediglich eine Wohnung wurde weitgehend im Originalzustand erhalten.
Die Bewertung der Pläne zur Beseitigung »städtebaulicher Mißstände« durch die Entkernung der Blockinnenbereiche bringt einige Jahre später die Einleitung zum Stadt-"Rundgang 3: Das Terrassen-Quartier " in der Neuauflage des Rundgangsbuchs "Kiek mol" (1998) treffend auf den Punkt:
"Als Steine des Anstoßes waren sie [d.h. die Terrassenhäuser] jahrelang Lieblingskinder der Stadtsanierung – zuerst in großen, später nur noch 'in kleinen Schritten'. Die Tatsache, daß durch 'Hofentkernung' nicht nur Wohnraum, sondern auch Kulturgut vernichtet wird, führte nicht nur zu massiven [sic!] Widerstand von MieterInnen und Häusergruppen, sondern bescherte der Hansestadt ein Behördengerangel von nie geahnter Heftigkeit mit pressewirksamen [sic!] Wechselspiel von Aktion und Reaktion." (Elke Groenewold, "Rundgang 3: Das Terrassen-Quartier. Die vergessene Hälfte St. Paulis." In: Kiek mol, 1998, S. 393 ff.).
Bisher konnte die Zerstörung eines klassischen gründerzeitlichen Terrassenquartiers glücklicherweise verhindert werden, nicht zuletzt durch den engagierten Einsatz von BewohnerInnen für ihren Stadtteil. Damit war die Bedrohung aber noch nicht endgültig abgewendet, denn noch 2005 wurden erneut bautechnische Gründe (Verformungen und Schiefstellungen einzelner Häuser durch instabile Weichschichten im Untergrund) zur Begründung neuer Abbruchpläne herangezogen. Inzwischen konnte jedoch auch der Erhalt dieser straßenseitigen Vorderhäuser der historischen Terrassenanlage in der Wohlwillstraße 19-23 gesichert werden. Sie wurden von Herbst 2007 bis Herbst 2009 aufwendig saniert und modernisiert, um das Terrassenensemble auch künftig als denkmalwürdige Gesamtanlage zu erhalten.
Ausführliche und fachkundige Informationen zum "Terrassenquartier Wohlwillstrasse" sind u.a. zu finden bei Jörg HASPEL, "Hamburger Hinterhäuser: Terrassen - Passagen - Wohnhöfe" (Hamburg, 1987) sowie ders., "Arbeiterquartier Wohlwillstraße" (Hamburg, 1990).
Die Liste der eingetragenen und erkannten Baudenkmale des Denkmalschutzamtes in der Hamburger Kulturbehörde umfasst u.a. folgende Hinweise:
"Die sog. 'Schiffszimmererterrassen' wurden 1874 im Zusammenhang mit der Gebäudegruppe Wohlwillstraße 7-23 errichtet. [Die] Eintragung [als Baudenkmal erfolgte am] 06.11.1989. - Literatur:
'Arbeiterquartier Wohlwillstrasse: Dokumentation der Bau- und Sanierungsgeschichte eines Hamburger Wohnreformensembles.' Hrsg. von der Kulturbehörde der Freien und Hansestadt. Text und Red.: Jörg Haspel. (Hamburg: Dölling & Galitz, 1990)."

Im Denkmalschutzamt befinden sich darüber hinaus folgende Gutachten:
Ina Hassenstein, Dagmar Oltersdorf, Wolfgang Krauth: "Modernisierungsgutachten: Wohlwillstrasse 15, St. Pauli Nord, Terrassenhäuser 1-6.“ (Hamburg: ASK, 1989);
"Wohnterrassen Wohlwillstrasse 15." (Hamburg: Lawaetz-Stiftung, 1989);
"Gutachten Wohlwillstraße 15.“ 2 Teile. (Hamburg: GEMO, 1988);
Carsten Dohse: "Das Terrassenensemble Wohlwillstraße: unter besonderer Berücksichtigung des Aspekts 'Gesunde Wohnverhältnisse'.“ Projektarbeit. (Hamburg: HfbK, 1987).

siehe auch: Jägerstraße, Jägerpassage

 

Anmerkungen

[1] siehe: Horst Beckershaus, Die Hamburger Straßennamen. Woher sie kommen und was sie bedeuten. (Hamburg: Kabel-Verlag / Hamburger Abendblatt, 1997)

[2] siehe: Christian Hanke, Hamburgs Straßennamen erzählen Geschichte. (Hamburg: Medien-Verlag Schubert, 1997)

[3] siehe: [Joachim, E.:] Erklärung der Straßennamen der Stadt Hamburg. Sonderdruck aus dem 5. Sonderheft der Statistischen Mitteilungen über den hamburgischen Staat: Die Gemeinden und Straßen des hamburgischen Staatsgebietes nach dem Stande von Anfang Oktober 1925. Hamburg, 1925 (Druck von Lütcke & Wullff).
(Erstmalig: "Erklärung der Straßennamen der Stadt Hamburg." = Statistische Mitteilungen über den Hamburgischen Staat. Teil II, S. 51-84. Hamburg, 1925.)

[4] siehe: Reinhold Pabel, Alte Hamburger Straßennamen. (Bremen: Edition Temmen, 2001)

 

Weitere Literatur

Lutz Achilles; Niels Focken; Martin Heimann et al.: "Öffentlicher Nahverkehr im Stadtteil St. Pauli einst und jetzt." (Hamburg, 1995)

Georg Nikolaus Bärmann: "Hamburgische Denkwürdigkeiten. Ein topographisch-politisch-historisches Handbuch für Einheimische und Fremde." (Hamburg, 1. Aufl./1794; 2., völlig neu bearb. Aufl. in 2 Teilen, 1817/20)

Rita Bake: "Wer steckt dahinter? Nach Frauen benannte Straßen, Plätze und Brücken in Hamburg." Hrsg. von der Landeszentrale für politische Bildung (Hamburg, 3. Aufl./2003, 4. akt. u. erw. Aufl./2005)

Maria Dorothea Beck: "Vom Schulterblatt zum Pilatuspool. Zur Deutung und Bedeutung Hamburger Straßennamen." In: Neues Hamburg, VIII (1953), S. 72-74; 109-112.

Otto Behrend: "Einiges über Hamburgs alte Straßennamen." In: Niedersachsen, 7 (1901-02), S. 204-205.

Eduard Beurmann: "Skizzen aus den Hanse-Städten" (Hanau, 1836)

B. Beyland: "Hamburgische Straßennamen der Alt- und Neustadt." (Hamburg, 1925)

Klaus Bocklitz: "Die letzten Erweiterungen der hamburgischen Befestigungsanlage, 1679 und 1682." In: Volker Schmidtchen (Hrsg.): Sicherheit und Bedrohung – Schutz und Enge. Gesellschaftliche Entwicklung von Festungsstädten: Beispiel Stade. (Beiträge zum 6. Internationalen Kolloquium zur Festungsforschung, Stade, 9.-11.Oktober 1987. Schriftenreihe Festungsforschung, Band 6.) Wesel, 1987.

C. Borchling: "Zur Schreibweise der hamburgischen Straßennamen." In: Quickborn, 20 (1926-27), S. 45-46.

Albert Borcherdt: "Das lustige alte Hamburg. Scherze, Sitten und Gebräuche unserer Väter", 2 Bände. (Hamburg, 4. Aufl./1891).

C. Boysen: "Hamburgs Schlachthof- und Viehmarktanlagen." Hrsg. im Auftrage der Schlachthof-Deputation von C. Boysen, Direktor (Hamburg, 1897).

F. G. Buek: "Hamburg und seine Umgebungen im 19. Jahrhundert. Eine Reihenfolge naturgetreuer, in Stahl gestochener Ansichten der Stadt und ihrer Umgegend." Text von F. G. Buek (Hamburg, 1844).

H. Busch: "Aus der Geschichte der ehemaligen Vorstädte und Vororte." In: Ed. Feldtmann, "Geschichte Hamburgs und Altonas" (Hamburg, 1902).

J.F. Danneill: "Wörterbuch der altmärkisch-plattdeutschen Mundart." (Salzwedel, 1859)

Paul Dittmer: "Plattdeutsche Straßennamen in Hamburg." In: Quickborn, 23 (1930), S. 107.

A. W. Dührsen: "Nobisthor und Nobiskrug." In: Hamburger Nachrichten. Belletristisch-Literarische Beilage, Nr. 49 (1907).

Jürgen Ellermeyer (Hrsg.): "Stadt und Hafen. Hamburger Beiträge zur Geschichte von Handel und Schiffahrt." Arbeitshefte zur Denkmalpflege in Hamburg; 8 (Hamburg, 1988)

R. Ehrenberg: "Altona unter Schauenburgischer Herrschaft." (Altona, 1891-93)

E. Finder: "Volkstümliche Straßenbenennungen im alten Hamburg" In: Mitteilungen des Vereins für Hamburgische Geschichte, Bd. XIV: S. 115-160.

Peter Freimark; Ina Lorenz; Günter Marwedel: "Judentore, Kuggel, Steuerkonten. Untersuchungen zur Geschichten der deutschen Juden, vornehmlich im Hamburger Raum." Hamburger Beiträge zur Geschichte der deutschen Juden, Bd. 9. (Hamburg, 1983)

H. Funke: "Geschichte des Mietshauses in Hamburg." (Hamburg, 1974)

Cipriano Francisco Gaedechens: "Historische Topographie der Freien und Hansestadt Hamburg und ihrer nächsten Umgebungen von der Entstehung bis auf die Gegenwart." (Hamburg, 1880)

Christian Ludwig von Griesheim: "Verbesserte und vermehrte Auflage des Tractats: die Stadt Hamburg nach ihrem politischen, oeconomischen und sittlichen Zustande: nebst Nachtraegen zu diesem Tractate; und Beytraegen zu der Abhandlung, Anmerkungen und Zugaben über den Tractat die Stadt Hamburg, welche selbigen ebenfalls verbessern und gewisser machen." Hrsg. von Christian Ludwig von Griesheim, ehemaligen Fürstl. Gothaischen Ober-Amts-Hauptmann Hof- und Consistorial-Rath. (Hamburg, 1760; nach einer ersten Ausgabe, 1759)

K. Grobecker: "Denkwürdigkeiten und Merkwürdigkeiten im alten Hamburg." (Hamburg, 1991)

Elke Groenewold; Gunhild Ohl: "Von der Wohnung zur Werft: Arbeiterwohnquartier St. Pauli." (Reihe: Historische Stadtrundgänge. Hamburg, 1992)

(H. I. Gude): "Nachricht von der Stadt Hamburg." (Halle, ca. 1690)

Georg Haccius: "Weihefahrt nach dem Hamburger-Berge/ Als auf Obrigkeitlichen Befehl und Ge=heiß die auf demselben New=erbauete Kirche/ als ein Filial des Kirspels [sic!] S. Michaelis, feyerlich eingewei=het/ mit einem eigenen Pastoren versehen/ und mit dem Merck=Namen S. PAULUS benen=net wurde/ so geschehen Anno Christi 1682/ am Tage BARTHOLOMEI, war der 24 Augusti, Donnerstags nach dem 10. TRINITATIS, sambt bey=gefügtem Grundlegungs-Sermon/ Welcher 21. Wochen vorher daselbst gehalten wurde/ zum stets=wehrenden Gedächtnis/ und auf Begehren der Einge=pfarrten zum Abdruck übergeben Von GEORG. HACCIO, L. Past. bey St. Mich. in Hamburg." Gedruckt und zu kaufen bey Arnold Lichtenstein/ Buchdruckern in der Neustadt/voran aufm Millern-Steinwege. (Hamburg, [1682])

A. Hachmann: "Hamburger Straßennamen." In: Hamburger Lehrer-Zeitung, Bd. 12: S. 55 ff.

"Hamburg – Von Altona bis Zollenspieker. Das HASPA-Handbuch für alle Stadtteile der Hansestadt." Herausgegeben anlässlich des 175jährigen Bestehens der Hamburger Sparkasse. (Hamburg, 2002)

"Hamburg: 20 thematische Spaziergänge." In Zusammenarbeit mit Stattreisen Hamburg. (Hamburg, 2009)

"Hamburgs Grün zwischen Tradition und Trends. Streifzüge durch Parks und Naturlandschaften." Hrsg. v.d. Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt der FHH, Amt für Natur & Stadtgrün (Hamburg, 2007).

"Hamburgs Straßenführer" – mit den neuen und alten Straßennamen, neuen Plänen, mit Verkehrsmitteln, Behörden, Postämtern, Polizei etc. (Hamburg, Januar 1939)

Jörg Haspel: "Hamburger Hinterhäuser: Terrassen - Passagen - Wohnhöfe." (Hamburg, 1987)

Jörg Haspel: "Arbeiterquartier Wohlwillstraße." (Hamburg, 1990)

J. Heckscher: "Das Panorama einer Reise von Hamburg nach Altona und zurück" von Peter Suhr in Hamburg, erklärt von J. Heckscher. (Berlin, 1909)

Dr. Heinsohn: "Neue Straßenverzeichnisse in Hamburg und Berlin: 1. Das neue Straßenverzeichnis der Hansestadt Hamburg." In: Hamburg in Zahlen. Hrsg. vom Statistischen Landesamt der Hansestadt Hamburg, Jahrg. 1948, Nr. 11 (23.09.1948): S. 3-5.

Jonas Ludwig von Heß: "Hamburg topographisch, historisch und politisch beschrieben", 3 Teile (1. Aufl.: Hamburg, 1787-92; 2. veränd. u. erg. Aufl.: Hamburg, 1810-11)

M. Petrus Hesselius: "Hertzfließende Betrachtungen / von dem Elbe-Strom / zur Dankbarkeit gegen Gott geschöpffet darneben allen Schiff-Leuten zu einer geistlichen Zeitvertreibung vermacht; auch Einem jeden Christen in diesem Angst-Meer zu Gute auffgesetzet von M. Petro Hesselio, Pastorn zum Pesthof." Erster Teil. Soli Deo Gloria. (Altona – gedruckt bey Victor de Lieu, in Verlegung des autoris, anno 1675.)

Hermann Hipp: Freie und Hansestadt Hamburg. DuMont Kunst-Reiseführer. (Köln, 3.Aufl./ 1996)

"Illustrirtes Hand- und Nachschlagebuch für Fremde. Mit Angabe empfehlenswerther Etablissements, Ansichten von Hamburg, Fahrplänen, Kalender, Fremdenführer und Sehenswürdigkeiten." (Hamburg, 1889)

E. Joachim: "Hamburgische Straßennamen." In: "Kulturgeschichtliche Studien und Skizzen. Festschrift zur 400-Jahrfeier der Gelehrtenschule des Johanneums." (Hamburg, 1929)

"Kiek mol." Stadtrundgänge, erarbeitet und aufgeschrieben von Hamburger Geschichtswerkstätten. Hrsg. v.d. Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg. Referat Stadtteilkultur; verantwortl.: Wolfgang Stiller. (Hamburg, 1993)

"Kiek mol – neue und bewährte Stadtteilrundgänge," erarbeitet und aufgeschrieben von Hamburger Geschichtswerkstätten. Hrsg. v.d. Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg. Red. / verantwortl.: Jens Michelsen. (Hamburg, 1998)

J. Klefeker (Hrsg.): "Sammlung Hamburgischer Gesetze und Verfassungen", 12 Bände u. Register-Band. (Hamburg, 1765-74)

Franklin Kopitzsch / Daniel Tilgner (Hrsg.): "Hamburg-Lexikon". (Hamburg, 1998)

K. Koppmann: "Millernthor." In: Mitteilungen des Vereins für Hamburgische Geschichte, Jg. 2 (1880): S. 151 ff.

P. Lambeck: "Origines Hamburgenses sive rerum Hamburgensium", 2 Bände. (Hamburg, 1652-61)

Ralf Lange: "Architekturführer Hamburg" (Stuttgart, 1995).

J. M. Lappenberg: "Programm zur 3. Secularfeier der bürgerschaftlichen Verfassung Hamburgs am 20.9.1828." (Hamburg, 1828)

J. Lieboldt: "Die St. Pauli-Kirche ehemals und jetzt." In: Zeitschrift für Hamburgische Geschichte (Hamburg, 1882)

W. L. Meeder: "Geschichte von Hamburg, vom Entstehen der Stadt bis auf die neueste Zeit." Theil 1, 2. (Hamburg, 1838-39)

Wilhelm Melhop: "Historische Topographie der Freien und Hansestadt Hamburg von 1880-1895", im Anschluß an die Historische Topographie von C.F. Gaedechens, unter Benutzung älterer Quellen. (Hamburg, 1895)

O. Mensing: "Schleswig-Holsteinisches Wörterbuch", 5 Bände. (Neumünster, 1927-35)

Heinrich Meyer: "Hamburg und Altona nebst Umgegend. Topographisch-statistisch-historisches Handbuch für Einheimische und Fremde." (Hamburg und Itzehoe, 1836)

Dirk Meyhöfer: "Hamburg. Der Architekturführer." (Berlin, 2007)

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Margit Nehls: "Geschichtliches über Hamburgs Straßen bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts." (= Hamburgensien, Bd. 25; 1988)

"Neuer Fremdenführer durch Hamburg." Mit einem Plan. Hamburg, bei Deppermann & Ruschke, Rödingsmarkt, Ostseite Nr. 41. Druck von H. H. Röhrs. (Hamburg, 1843)

A. Olshausen: "Die Straßenordnung vom 10. Juli 1902 - nebst den übrigen den öffentlichen Verkehr in Hamburg regelnden Vorschriften." (Hamburg, 1903)

Reinhold Pabel: "Hamburger Kulturkarussell zwischen Barock und Aufklärung." (Hamburg, 1996)

"The Picture of Hamburg, or the Englishman's Guide; to that free, imperial city; containing every information, interesting to strangers. To which are added ... tables of the money, weights, measures and exchange tables." (Hamburg/ London; [c.] 1805)

Volker Plagemann: "»Vaterstadt, Vaterland, schütz Dich Gott mit starker Hand.« Denkmäler in Hamburg." Hrsg. v.d. Kulturbehörde / Denkmalschutzamt. (Hamburg, 1986)

Michael Richey: "Anmerckungen über die in Halle bey Rengern herausgekommene Nachricht von der Stadt Hamburg" (von H. L. Gude). (1746, handschriftliche Abschrift in der Commerz-Bibliothek Hamburg)

Michael Richey: "Idioticon Hamburgense." (2. Aufl.; Hamburg, 1755; Repr. 1975)

Albert Samson: "Hummel, der lustige Führer durch St. Pauli." Verfaßt und herausgegeben von Albert Samson, Neuerwall 37. Druck von Adolf Selig, Hamburg 3, Alt-Steinweg 61. [o.J.]

Matthaei Schlüters ... "Historisch- und Rechts-begründeter Tractat Von denen Erben in Hamburg/ Derer Achterfolgunge und Loeskündigunge der darinn versicherten Gelder: Worinn gehandelt wird von denen Erben/ oder Unbeweglichen Gütern/ dero Zubehör/ Servituten/ Freyheit/ und Gerechtigkeiten; Insonderheit von der Brauerey-Gerechtigkeit/ und dem gantzen Brau-Wesen in Hamburg ... ; Allen Eigenern/ Advocaten/ Procuratoren ... ans Liecht gegeben." (Hamburg: Gedruckt bey Conrad Neumann/ Eines Edlen/ und Hochweisen Rahts Buchdrucker/ Anno 1698.)

C.R. Schnitger: "Hamburgische Straßennamen." In: Hamburger Schulzeitung, Jg. 5-9 (1897-1901).

Helga Schmal / Tobias Selke: Bunker. Luftschutz und Luftschutzbauten in Hamburg. Unter Mitarb. von Henning Angerer. Kulturbehörde der FHH, Denkmalschutzamt; Themenreihe, Band 7. (Hamburg, 2001)

C.R. Schnitger: "Plattdeutsche Straßennamen in Hamburg." Geschichtlich und sprachlich erläutert von C.Rud. Schnitger (Hamburg, 1922).

Joseph Heinrich Scholz: "Hamburg und seine Umgebungen. Ein nützliches und nothwendiges Hülfs- und Handbuch für Einheimische und Fremde." Mit 3 Kupfern. (Hamburg, 1808)

Markus Schreiber / Hans Walden: "Hamburg-St. Pauli." Reihe: ZeitSprünge. (Erfurt, 2008)

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"Der Schulterblatt: Ein Viertel verändert sich." Hrsg. von der Projektgruppe Wohnen im Stadtteil. (Hamburg, 1982)

Herman Sieveking: "Der 'Pesthügel' im Zoologischen Garten in der Tiergartenstraße in Hamburg." In: Hamburgische Geschichts- und Heimatblätter, 9. Jg. (1935), H. 3 (Dez.), S. 257-263.

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Statistik des Hamburgischen Staats. Zusammengestellt vom statistischen Bureau der Deputation für directe Steuern. Heft I: Ergebnisse der Volkszählung vom 3ten December 1866. Stand der Bevölkerung. (Hamburg, 1867)

Statistik des Hamburgischen Staats. Zusammengestellt vom statistischen Bureau der Deputation für directe Steuern. Heft II: Ergebnisse der Volkszählung vom 3ten December 1867. Bevölkerung- und Wohnverhältnisse. (Mit beigehefteter Karte: »Plan von Hamburg«.) Statistik der Unterrichtsanstalten von 1869. (Hamburg, 1869)

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Statistisches Bureau der Steuer-Deputation: Die Stadt Hamburg, die Vororte, Gemeinden, Ortschaften und selbständig benannten Gebietstheile des Hamburgischen Staats. Topographisch und historisch dargestellt vom Statistischen Bureau der Steuer-Deputation. (Hamburg, 1875)

Statistisches Handbuch des Hamburgischen Staates: (1) Statistisches Handbuch für den Hamburgischen Staat; 1. Ausgabe. Hamburg: Meissner, 1874. (2) Statistisches Handbuch für den Hamburgischen Staat; 2. Ausgabe. Hamburg: Meissner, 1880. (3) Statistisches Handbuch für den Hamburgischen Staat; 3. Ausgabe. Hamburg: Meissner, 1885. (4) Statistisches Handbuch für den Hamburgischen Staat; 4. Ausgabe. Hrsg. Von dem Statistischen Bureau der Steuer-Deputation. Hamburg: Meissner, 1891.

Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein: "Straßen- und Gebietsverzeichnis der Freien und Hansestadt Hamburg 2008" (Stand: 23. Mai 2008). (Hamburg, 2008)

M.G. Steltzner, "Versuch einer zuverläßigen Nachricht von dem kirchlichen und politischen Zustand der Stadt Hamburg zu den älteren Zeiten, nehmlich von Carolo Magno biß auf die Zeit Friedrichs III."; 6 Bände. (Hamburg, 1731-39)

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"Verzeichnis der erkannten Denkmäler nach §7a Hamburgisches Denkmalschutzgesetz vom 3. Dezember 1973 (HmbGVBl. S. 466), zuletzt geändert am 4. April 2006 (HmbGVBl. S. 143)", Stand: 25. Juni 2007. (Hamburg, 2007)

"Verzeichnis der im Gesamtgebiet der Hansestadt Hamburg vorhanden Straßen nach dem Stande vom 1. Juli 1938." (Nur für den innerdienstlichen Gebrauch des Statistischen Amts.) Mit Verzeichnis der Stadtteile, Gemeinden und Gemeindeteile zur Zeit der Schaffung der Einheitsgemeinde (Hamburg, [ca.] 1938).

Voigt, J.[ohann] W.[ilhelm]: "Zum zweihundert-jährigen Jubileum der Hamburgischen Vorstadt St. Pauli." In: Hamburger Bürgerzeitung, Nr. 27 (26. März), Nr. 40 (2. April), Nr. 43 (9. April), 1882.

"Wegweiser durch Hamburg. Oder Nachweisung aller Gassen, Märkte, Plätze, Kirchen, Stadtgebäude etc. und anderer Merkwürdigkeiten in Hamburg, wie solche nach dem besonders dazu eingerichteten Grundrisse dieser Stadt bequem aufzusuchen sind. Ein Anhang zu den Hamburgischen Denkwürdigkeiten." (Hamburg, 3. berichtigte Aufl./1803)

E.[rnst] H.[einrich] Wichmann: "Der Hamburger Berg, historisch-topographisch dargestellt." (Hamburg, 1879)

Würzer, Heinrich: "Charakteristisch-topographische Fragmente über die Stadt Altona und deren Straßen und Pläzze von einem Reisenden." Mit einem Nachwort von Hans-Werner Engels. (Hamburg, 1996)

Würzer, Heinrich: "Ein Spazziergänger in Altona." Mit einem Nachwort; hrsg. von Hans-Werner Engels. (Hamburg, 1997)

Christian Ziegra: "Sammlung von Urkunden, theol. jurist. Decreten etc. als eine Grundlage zur Hamburger Kirchenhistorie neuerer Zeiten", 4 Bände. (Hamburg, 1764-70)

Christian Ziegra: "Beyträge zur politischen hamburgischen Historie." (Hamburg, 1766)