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Einleitung | Anmerkungen | Literatur

Register mit Erläuterungen und Mitteilungen über Veränderungen (z.B. verschwundene oder umbenannte Straßen)

 

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Lerchenstraße
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BECKERSHAUS: (St. Pauli), 1948, in Erinnerung an den frühher hier gelegen Garten des Vogelliebhabers Gerhard Hinrich von Essen, der darin der heimischen Vogelwelt Nistplätze bereitete und Pflege angedeihen ließ und auch eine Sammlung ausgestopfter Vögel besaß (vgl. auch Von-Essen-Straße und das in Barmbek verbreitete Vogelmotiv).
HANKE: kein Eintrag.
Der nördliche Teil der Lerchenstraße zwischen Stresemannstraße und Schulterblatt trug zuvor den Namen Nachtigallenstraße. Dieser Abschnitt wurde später zu dem Abschnitt südlich der Stresemannstraße hinzu gezogen, der bereits zuvor Lerchenstraße hieß.
Die Einmündung dieses südlichen Straßenabschnitts in die Stresemannstraße dominiert der aus den 1980er Jahren stammende Neubau des Polizeireviers 14, das während der Auseinandersetzungen um die "Rote Flora" im Schanzenviertel wegen des gewalttätigen Vorgehens seiner – später aufgelösten – Sondereinsatzgruppen (sog. "E-Schichten") unrühmliche Bekanntheit erlangte (siehe dazu die Dokumentation: "Staatsgewalt im Schanzen- und Karolinenviertel: E-Schichten, Einsatzzüge, FD 942, LKA 3, MEK." Hrsg. v Arbeitskreis gegen Staatsgewalt. Hamburg, ca. 1991). Das Gebäude mit einigen "pseudomaurischen" Anklängen beherbergt seit einigen Jahren auch Abteilungen der Kriminalpolizei (Polizeikommissariat – PK 16).
Eine kurze Strecke südlich des Polizeigebäudes stößt man östlich der Straße auf das Gebäude der Schilleroper, das seit vielen Jahren weitgehend leer steht: Verschiedene Planungen konnten von den Eigentümern bis heute nicht in die Tat umgesetzt werden, weil sie nicht mit dem Denkmalschutz oder den Vorgaben der städtischen Bauverwaltung in Einklang zu bringen waren. Jenseits der Einmündung der kleinen Seitenstraße Bei der Schilleroper (früher: Amselstraße) befindet sich ein kleines Gewerbegebiet mit einigen neu errichteten Büro- und Gewerbegebäuden und älteren Bauten aus den 1960er Jahren. Letztere sind nicht rechtwinklig hintereinander gereiht, sondern schräg gegeneinander versetzt und bilden eine hypothetische Straßenbegrenzungslinie der Wiederaufbauepoche nach dem 2. Weltkrieg ab. Im Rahmen einer vollständigen Neuordnung St. Paulis und Altonas war hier ein mehrspuriger Autobahnzubringer zu einer neuen Elbquerung vorgesehen, wie sie schon seit den 1930er Jahren in der Diskussion war. Zugleich sollte eine U-Bahn-Linie in den Hamburger Westen bis nach Lurup führen, die die Ringlinie am Millerntor (heutige Station St. Pauli) kreuzen und unter dem Bahnhof Altona hindurchführen sollte.
Im weiteren Verlauf der Straße ist eines der zahlreichen Wohnprojekte in der sog. Westlichen Inneren Stadt zwischen St. Pauli und Ottensen zu finden. Das besondere an diesem Projekt ist die Konzeption, durch die frühzeitig ein Angebot auch für Ältere geschaffen werden sollte. Im "Architekturführer Hamburg" (1995) von R. LANGE heißt es dazu:
"Wohnmodell der Grauen Panther e.V., Lerchenstraße 37, St. Pauli. Architekten: nps Architekten Nietz, Prasch, Sigl; Mitarbeiter: Nils v. Kuenheim (Umbau und Erweiterung). Ursprungsbau um 1910; Umbau und Erweiterung 1984; 1985/86. – Das 'Pantherhaus' umfasst acht Wohneinheiten sowie einen 120 m² großen Bereich mit Versammlungs- und Beratungsräumen des Seniorenvereins. Bei der Belegung wurde Wert auf eine Mischung von alten und jüngeren Bewohnern gelegt. Anspruch des Wohnmodells ist es, die Barrieren zwischen den Generationen zu überwinden und Alltag und Freizeit … gemeinsam zu gestalten. Jeder Mieter hat dabei aber auch die Möglichkeit, sich ungestört in seine eigenen vier Wände zurückzuziehen." (siehe: Lange, 1995: S. 95, "C16")
Die letztgenannte Eigenschaft des "Pantherhauses" weicht von einigen anderen Wohnprojekten der 1980er Jahre deutlich ab, bei denen außerhalb der privaten Zimmer zahlreiche Räume – darunter Flure, Küchen und Bäder – zur gemeinschaftlichen Nutzung bestimmt waren, z.B. im Projekt "Bahnhofstraße" in der Marktstraße oder im Künstlerhaus "Vorwerkstift" in der Vorwerkstraße. Einen umfassenden Überblick über Wohnprojekte und Baugemeinschaften seit den 1980er Jahren liefert die Projektarbeit von Sebastian Kröger, Friedhelm Otterbach, Annika Schönfeld et al.: "Selbst gebaute Nachbarschaft. Handlungsempfehlungen zur Verbreitung von Wohnprojekten in Hamburg." (Technische Universität Hamburg-Harburg / Universität Kassel, Februar 2005).
Nach Schaffung des neuen Stadtteils Sternschanze (im Bezirk Altona) liegt der nördliche Teil der Lerchenstraße – zwischen Stresemannstraße und Schulterblatt – seit 2008 administrativ in diesem östlichen Appendix des Bezirks.

siehe auch: Bei der Schilleroper

 

Anmerkungen

[1] siehe: Horst Beckershaus, Die Hamburger Straßennamen. Woher sie kommen und was sie bedeuten. (Hamburg: Kabel-Verlag / Hamburger Abendblatt, 1997)

[2] siehe: Christian Hanke, Hamburgs Straßennamen erzählen Geschichte. (Hamburg: Medien-Verlag Schubert, 1997)

[3] siehe: [Joachim, E.:] Erklärung der Straßennamen der Stadt Hamburg. Sonderdruck aus dem 5. Sonderheft der Statistischen Mitteilungen über den hamburgischen Staat: Die Gemeinden und Straßen des hamburgischen Staatsgebietes nach dem Stande von Anfang Oktober 1925. Hamburg, 1925 (Druck von Lütcke & Wullff).
(Erstmalig: "Erklärung der Straßennamen der Stadt Hamburg." = Statistische Mitteilungen über den Hamburgischen Staat. Teil II, S. 51-84. Hamburg, 1925.)

[4] siehe: Reinhold Pabel, Alte Hamburger Straßennamen. (Bremen: Edition Temmen, 2001)

 

Weitere Literatur

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